Parteien verzeichnen steigende Beitritts- und Mitgliederzahlen

Das Wahlvieh wählt seinen Schlachter am 24.September 2017 selbst. Ungewöhnlich viele Schafe treten in diesem Wahljahr dem Schlachthof bei. Alle vier Jahre ist es eigentlich dasselbe Spiel. Die dummen Vergesslichen fallen immer wieder darauf rein. Und weil es so viel Dumme und Vergessliche gibt, wird dieses Spiel auch niemals enden.

Von Redaktion

Im Wahljahr verzeichnen derzeit alle Parteien steigende Mitgliedereintritte, berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage bei den Parteizentralen. Allein die SPD hat danach bis Ende April ihren Mitgliederbestand um knapp 10.000 auf 442.242 Genossen steigern können, die FDP legte von 53.800 auf 58.000 zu, und auch die Grünen konnten ihren Mitgliederrekord vom Vorjahr um mehr als 500 auf nun 62.132 steigern.

Die CDU begrüßte in den ersten fünf Monaten über 7000 neue Mitglieder, liegt nun bei 430.000, und die CSU konnte in den letzten Monaten jeweils zwischen 79 und 153 mehr Eintritte als Austritte und Sterbefälle registrieren und verfügt über 142.000 Mitglieder. Die Linke nennt angesichts von 3000 Neueintritten einen Nettozuwachs von rund tausend Mitgliedern, und die AfD gibt an, in diesem Jahr bereits 4344 neue Mitglieder bekommen zu haben, womit die Zahl der "Mitglieder und Förderer" nun bei 30.000 liege.

Der Duisburger Parteienforscher Karl-Rudolf Korte nannte die Entwicklung "in dieser Größenordnung ungewöhnlich". Er sieht darin, wie er der "Rheinischen Post" weiter sagte, "eine politisierte Gesellschaft, die mit demokratischem Trotz die Mitte neu entdeckt".

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11 Kommentare

  1. Quantität ist kein Zeichen für Qualität, aber es fördert den Sieg der einen oder anderen Partei. Da die Naivität bei der Masse doch noch gut ausgeprägt ist, sind solche Ereignisse nichts besonderes, weisen aber auf den Geisteszustand der Bevölkerung hin. Die Angst, gepaart mit Bequemlichkeit und das Unwissen, sind der Nährboden hauptsächlich für die Großen Parteien und der Zuwachs bei den kleineren ist Ausdruck der Unzufriedenheit in verschiedene Richtungen. Erst wenn es eine wirkliche Opposition schafft, in den Bundestag zu gelangen und der mehrheitlich linken Parteienlandschaft eine konservative/patriotische und soziale Politik entgegensetzt, kann man von einem ausgeglichenen Verhältnis sprechen und dann sehen, wer im Wettbewerb der Meinungen, eine Mehrheit hinter sich bringen kann. Bei der derzeitigen Besetzung des Parlamentes handelt es sich um Monopolisten, in der eine Gegenkraft nicht existent ist und das sollte sich im Herbst 2017 ändern.

      1. propagandaartikel? 

        Alle vier Jahre ist es eigentlich dasselbe Spiel. Die dummen Vergesslichen fallen immer wieder darauf rein.

        in ihm umschriben sind die realien,

        auf eine recht "entgegenkommende" art!  

  2. Die neueste Meinungsumfrage von "Phönix" weist eine deutliche prozentuelle Zustimmung zu allen erhobenen  Fragen zum politischen Kurs und Personen der Regierungsparteien aus. Brennende Fragen der Fremdinvasion bleiben allerdings ausgespart. Wie weit das der Realität entspricht sei dahingestellt. In letzter Zeit ist offenbar EU weit eine nicht neue aber simple Strategie vereinbart worden nämlich ausschließlich Erfolgsmeldungen in der Öffentlichkeit zu placieren. Wer die Realität darstellt verfällt den Maas´schen Gesetzen und der hasserfüllten Verhetzung. Wenn es sich um echte Oppositionparteien handelt wird sogar die transatlantische (Un)"Wertegemeinschaft" gegen das eigene Land mobilisiert.Man kann unschwer feststellen, daß die Hauptdrahtzieher der EU ihr Handwerk in der linksfaschistischen DDR gelernt haben. Je größer die "Vertiefung" der EU desto geringer der demokratische Konsens in der Politik. Wer die Altparteien wählt muß wissen, daß er damit die Abschaffung seiner bisher geordneten Umwelt wählt und im schlechtesten Fall Anarchie und Krieg mit allen Folgen die dazugehören.

  3. "….ausschließlich Erfolgsmeldungen in der Öffentlichkeit zu placieren. …."

    Tja, das hat ja, nach den Worten H. Kohl`s, die:   "Die wie ein Schwein frißt" von der SED Parteischule und von Mielkes Gnaden mit gebracht. Wie das mit den Erfolgsmeldungen ausgegangen ist, ist hinlänglich bekannt. Das dauert immer ein bischen, aber wird unausweichlich wieder so geschehen!!

  4. Die Dummen werden geschlachtet; ach, das ist gar nicht nötig; sie schlachten sich selbst. Auch früher haben die Fürsten Krieg gespielt, wofür sie die Tagediebe in die Heere angeworben und dann im Schlachtfeld aufeinander losgehetzt haben. Allzu verfeindet waren die Fürsten untereinander nicht; sobald sie solche sozusagen finalistische Sozialpolitik umgesetzt hatten, trafen sie sich zur Friedenskonferenz und vertrugen sie dort besser denn je.

    Die Dummen pflanzen sich am meisten fort; zum Ausgleich töten sie sich am meisten.

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