Ökostrom? Kein Thema mehr für die Deutschen

Immer weniger Deutsche interessieren sich für Ökostrom. Die Stromrechnung ist auch Dank der EEG-Umlage zur Subventionierung von "grünem" Strom auch so oft schon hoch genug.

Von Marco Maier

Zeigten noch im Jahr 2012 ganze 82 Prozent der Deutschen Interesse an Ökostrom, so waren es im Jahr 2016 nur noch 49 Prozent. Inzwischen, so eine Auswertung des Tarifportals Verifox, sind es sogar nur noch 42 Prozent der Verbraucher, die sich für "grünen" Strom interessieren.

Zurückzuführen ist dies offenbar auch auf die Katastrophe von Fukushima 2012, die auch den Grünen in Deutschland ein Hoch bescherte. Heute jedoch zählt vor allem der Preis und viele Verbraucher sind angesichts des ohnehin schon hohen Strompreises, für den auch die EEG-Umlage mitverantwortlich ist, teils weder in der Lage noch in der Laune, mehr für den Ökostrom zu bezahlen.

Im bundesweiten Durchschnitt seien, so das Portal, zwei der jeweils zehn günstigsten Stromangebote Ökostromtarife, ergab die Auswertung. Private Haushalte und Gewerbe finanzieren automatisch durch die Ökostrom-Umlage von 6,88 Cent pro Kilowattstunde die Erzeugung von Ökostrom in Deutschland. Der weit überwiegende Anteil der Windkraftwerke, Solaranlagen und Biomasse-Kraftwerke wird über die sogenannte EEG-Umlage finanziert.

Ohne diese massive Subventionierung wäre dieser Strom deutlich teurer. Und so bezahlen die Privathaushalte je nach Verbrauch jährlich zumeist zwischen 200 und 300 Euro an EEG-Umlage zur Subventionierung des Ökostroms.

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11 Kommentare

  1. Wer hat denn die Stromkonzerne zerschlagen und den Deutschen damit höhere Strompreise beschert und das alles gegen bestehende Verträge und ohne Rücksicht auf den Fortbestand dieser Firmen und ihrer Mitarbeiter? Hauptverantwortlich war doch die Dame im Spreebogen, die auf den Fukushima-Zug aufgesprungen ist und zwar ohne Not, aber vermutlich aus Berechnung, um die linke Klientel zu bedienen. Die Zeche zahlen nun alle, mal ganz davon abgesehen wie man sich über bestehendes Recht hinweggesetzt hat. Das kann man an den Schadensersatzklagen der Stromkonzerne erkennen und zwar in Milliardenhöhe, die bei Erfüllung gleichzeitig diesen Vertragsbruch bestätigen. Hier werden so nebenbei mal Milliarden versenkt und alles spricht dann von einer erfolgreichen und weitsichtigen Bundesregierung. Das ist doch mittlerweile paranoid, wenn alles ins Gegenteil verkehrt und dann noch als Richtungsweisend erklärt wird.

  2. Der Ökostrom ist zu teuer und das deswegen, weil die verwendete Technik stümperhaft ist.

    Der Bürger muß also mit der EEG-Umlage zwangsweise eine ineffektiveTechnik finanzieren, an der nur Betreiber und Bankiers Profit machen.

    Die AfD will die EEG-Umlage deswegen abschaffen und solange Kernkraftwerke betreiben, bis eine geeignete neue Technik entworfen ist. Dies hat allerdings den Nachteil, dass Atomstrom ebenfalls viel zu teuer ist, da die Endlagerung des Atommülls Miliarden verschlingen wird.

    —————————————-

    Die naheliegendste technische Lösung liegt witzigerweise in der Luft. Ein Umstand, der von Physikern und Ingenieuren ignoriert wird.

    Und zwar sind gewaltige Energiemengen in der Luft in Form von Molekülbewegung abgespeichert. Der Volksmund nennt dies "Wärme", der Physiker "Braunsche Molekularbewegung".

    Man kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Techniken erdacht werden können, diese Molekülbewegung in andere Energieformen wie Strom umzuwandeln.

    Die Physiker halten dies für unmöglich, weil sie mit der Technik, der Wärmekraftmaschine an diesem Problem gescheitert sind. Sie haben dann den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik formuliert, der die physikalische Unmöglichkeit der Nutzung der Molekülbewegung beweisen soll. Doch diese Beweisführung ignoriert viele weitere Techniken, die neue Möglichkeiten eröffnen. Die Physiker sind da das Opfer ihrer eigenen technischen Phantasielosigkeit geworden.

    Die Schlüsseltechnologie der Zukunft heißt also "Synchronisation Braunscher Molekularbewegung". Sei beendet das Energieproblem ein für alle mal. Strom wird ab da kostenlos.

    Man wird alle Erfinder des Landes zusammenrufen und sie auf diese Möglichkeit ansetzen müssen. Die Lösung liegt in der Luft.

     

    1. Strom wird niemals kostenlos. Der eigentliche Strom ist das jetzt schon fast, der Rest sind Gebühren, Umlagen, Steuern und Netzentgelte, die werden bleiben und höchstens in eine andere Tasche fließen.

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