Katar – die Büchse der Pandora?

Das hatte man sich vermutlich anders vorgestellt in Washington, Riad und Tel Aviv. Der Iran sollte isoliert werden. Trump war begeistert, dass die Entwicklungen, die er bei seiner Nahost-Reise angestoßen hatte, schon nach so kurzer Zeit umgesetzt zu werden schienen.

Ein Gastartikel von Rüdiger Rauls

Katar wurde von der neu gegründeten „Arabischen Koalition“ isoliert, weil es sich nicht in die Front gegen den Iran einreihen wollte. Das sollte besonders dem Iran Entschlossenheit und Handlungsfähigkeit zeigen. Doch damit scheint man die Büchse der Pandora geöffnet zu haben und weiß nicht mehr, wie sie wieder verschlossen werden kann.

Denn der Schlag gegen Katar, der in Wirklichkeit dem Iran galt, scheint aus dem Ruder zu laufen, und in Washington wird man ungeduldig wegen der Entwicklung, die immer schwieriger zu werden scheint. Denn Katar will sich nicht der Koalition der Iran-Gegner ergeben und der Gründungsversuch der  Arabische Koalition führt schon zu einer neuen Krise, noch ehe diese Koalition sich richtig gebildet hat. Am Ende steht zu befürchten, dass nicht der Iran sondern gerade diejenigen geschwächt werden, die ihn in die Knie zwingen wollten. Dass der US-Außenminister Tillerson die  Arabische Koalition auffordert, endlich „vernünftige und machbare“ Forderungen an Katar zu richten (Luxemburger Wort, 24./25.6.2017: Saddam Hussein lässt grüßen), zeigt, wie nervös man in Washington ist. Es scheint den Amerikanern zu dämmern, dass der geplante große Wurf gegen den Iran allmählich zu einem Sprengsatz werden könnte, der die Widersprüche zwischen den Monarchien am Golf in eine noch stärkere Gegnerschaft zu einander und unter einander führt, als ohnehin schon herrschte.

Zu allem Überfluss hat nun auch noch die Türkei durch ihre Parteinahme für Katar die ganze Lage nicht nur komplizierter gemacht, sondern dem Konflikt eine ganz neue Dimension gegeben. Unversehens und unerwartet ist aus diesem Nachbarschaftsstreit eine regionale Auseinandersetzung geworden, eine weitere Konfrontation in dieser Region voller Spannungen und Konflikte, die die Situation im Nahen Osten noch unübersichtlicher und explosiver macht. Damit ist der Versuch der Amerikaner, arabische Staaten zu der „Arabischen Koalition“ gegen einen gemeinsamen Feind Iran zu vereinen, zu einem neuen Moment der Destabilisierung der gesamten Region geworden, wenn nicht sogar noch mehr.

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Denn die Türkei ergreift nicht nur Partei für Katar, sie stationiert dort auch Truppen und militärisches Gerät. Das geschieht aber nicht zur Unterstützung der in Katar stationierten US-Truppen. Damit tritt die Türkei militärisch in Konkurrenz zu den USA. In den bisherigen Auseinandersetzungen, an denen die Westliche Wertegemeinschaft (WWG) sich seit dem Beginn der Arabellion in der Region beteiligte, hatten die Türkei und die WWG nicht immer an einem Strang gezogen. Zu unterschiedlich sind die Interessen, was das Verhältnis zu den Kurden, Assad und den Russen angeht. Außerdem fühlt sich die Führung der Türkei seit dem Putsch-Versuch von den USA und der NATO bedroht, für deren Wirken im Hintergrund der Vorgänge vom Sommer 2016 sie Anhaltspunkte zu sehen glaubt (Türkei – Vorwärts in die Vergangenheit).

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War die Türkei also bisher schon in den Augen der WWG ein schwieriger Partner, so könnten die beiden NATO-Mitglieder USA und Türkei in Katar sogar direkt in Konfrontation geraten, je nachdem wie sich der Konflikt zwischen dem Emirat und der Arabischen Koalition weiter entwickelt. In diesem Falle würde dann sogar die Türkei als NATO-Partner, falls sie zugunsten Katars Partei ergreift, indirekt auch zugunsten des Iran sich gegen den anderen NATO-Partner USA stellen. Das wäre dann der Supergau für die amerikanische Nah-Ost- und Bündnis-Politik, die sich im Vergleich zum Vorgehen von Assad und Russland bisher durch unglaubliche strategische Unfähigkeit und eine unvergleichliche Fehleinschätzung der Verhältnisse vor Ort und der eigenen Fähigkeiten auszeichnete. Vielleicht ist das der Hintergrund für die Nervosität in Washington.

Offensichtlich ist, dass es nicht gut läuft für die Pläne der WWG und besonders der USA in den Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Zwar gelingt des den USA und den für sie kämpfenden Gruppen, hierbei besonders den Kurden, den IS immer weiter zurück zu drängen. Unter erheblichen Anstrengungen schreitet die Rückeroberung Mossuls unter der weitgehenden Zerstörung der Stadt voran. Dabei trifft man aber auch dort auf heftigeren Widerstand, als man erwartet hatte. Denn der ursprüngliche Zeitplan für die Eroberung der Stadt ist schon lange Makulatur geworden. Das deutet darauf hin, dass man die Lage  falsch eingeschätzt hatte. Vermutlich hat man den Widerstand, den der IS zu leisten in der Lage ist, unter- und die Kampfkraft und Kampfbereitschaft der irakischen Armee überschätzt. Zudem scheint die Bevölkerung dem IS nicht so feindlich gegenüber zu stehen, wie es die Hoheitsmedien des Westens den Medienkonsumenten glauben machen wollen. Darüber hinaus ist selbst bei einer erfolgreichen Vertreibung des IS und Eroberung Mossuls nicht abzusehen, welche gesellschaftlichen Folgen dieses gewaltsame Vorgehen des irakischen Staates gegen einen Großteil der eigenen Bürger für den weiteren Zusammenhalt des Staates haben wird.

Im Gegensatz dazu wird in Syrien immer deutlicher, dass sich seit dem Eingreifen der Russen zugunsten Assads die Kräfteverhältnisse so stark verschoben haben, dass die Amerikaner den Krieg verlieren, wenn es ihnen nicht gelingt, frische und zuverlässige Bodentruppen einzusetzen. In Syrien selbst gibt es kaum noch Kräfte, die bereit sind, für die Interessen des Westens zu kämpfen. Die Kurden beschränken sich vor allem auf die Herstellung eines eigenen kurdischen Staates entlang der türkischen Grenze. Und solange die Truppen Assads sie dort weitgehend schalten und walten lassen und Assad sogar von deren Kampf gegen den IS profitiert, wird es den Amerikanern vermutlich nicht gelingen, sie für einen Kampf gegen Assad zu bewegen. Zu Kampfeinsätzen in anderen Gebieten Syriens zur Unterstützung der WWG scheinen sie derzeit nicht bereit zu sein.

Seit Ost-Aleppo gefallen ist und die verbliebenen Kämpfer in De-Eskalationszentren isoliert werden konnten, gelingt es Assads Truppen immer mehr, seine Herrschaft über das gesamte syrische Staatsgebiet auszudehnen. Mittlerweile haben die russischen Luftstreitkräfte die Lufthoheit über weite Teile des syrischen Staatsgebiets erlangt. Nach dem Abschuss eines syrischen Kampfjets durch amerikanische haben sie das Gebiet westlich des Euphrat zur Flugverbotszone erklärt, in der sie angekündigt haben, alle fremden Flugobjekt zu „verfolgen und als mögliche Ziele zu betrachten“ (FAZ vom 21.6.2017: Australien setzt Angriffe auf IS aus). Australien, das bisher mit seinen sechs Kampfflugzeugen des Typs F/A-18 einen großen Anteil an den westlichen Lufteinsätzen bestritt, hat daraufhin seine Luftangriffe fürs erste ausgesetzt. Auch die US-Luftstreitkräfte scheinen diese Warnung bisher ernst zu nehmen, womit sie sich selbst in ihren Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt haben, ohne dass ein Vorteil durch den Abschuss der syrischen Maschine zu erkennen war.

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Vom Druck durch die westlich-unterstützten Kämpfer befreit, dringen prosyrische Verbände nun immer häufiger in Richtung Jordanien vor, von wo aus der Westen versucht, den Krieg weiter zu führen, seit das Verhältnis zur Türkei immer schwieriger geworden ist. In Jordanien unterhält der Westen Militärstützpunkte, die neben der Luftüberwachung auch der Ausbildung neuer bezahlter Kämpfer dienen. Je weiter die syrischen Verbände in Richtung Jordanien vorankommen, um so mehr schränken sie die Möglichkeiten dieser Kräfte ein, in syrisches Staatsgebiet vorzudringen und dort ihre militärischen Aktivitäten zu entfalten.

Wie schwach aber diese Kräfte bisher entwickelt zu sein scheinen oder wie wirkungslos sie sind, wird daran deutlich, dass die US-Streitkräfte in Jordanien zum Schutz ihrer Zöglinge bereits eine Sicherheitszone über syrischem Staatsgebiet hatten erklären müssen, in die sie kein Eindringen der militärischen Vertreter des syrischen Staates zulassen. Folgerichtig wurden völkerrechtswidrig prosyrische Kräfte von amerikanischen Flugzeugen über syrischem Staatsgebiet angegriffen. Das alles wirft kein gutes Licht auf die Erfolgsaussichten der WWG, in Syrien ähnlich wie im Irak oder Afghanistan einen Regierungswechsel herbei zu führen. Zudem offenbart damit die  WWG, die sonst alle Welt mit ihren Vorstellungen von Recht und Rechtsstaatlichkeit glaubt missionieren zu dürfen, dass Völkerrecht nur noch dort zu gelten scheint, wo es den eigenen Interessen dient.

In dieses Bild der nachlassenden Erfolgsaussichten für einen Regierungswechsel durch die WWG in Syrien passt auch das veränderte Verhalten Israels, das Trump bei seiner Nahost-Reise als einen Verbündeten der Arabischen Koalition für die Bekämpfung des Iran und des „islamistischen Extremismus“ ausgelobt hatte. Bisher hatte sich Israel politisch klug verhalten und sich zumindest öffentlich weitgehend aus diesen innerarabischen Konflikten herausgehalten, wenn es auch unter der Hand Rebellen, die in Gegnerschaft zu Assad standen, im Grenzgebiet durch medizinische Versorgung, aber auch Munition und Treibstoff unterstützte. Auch Zahlungen an Rebellenchefs hat es gegeben. So gab der Rebellenchef der Miliz Fursan al Dschulan, die nicht der Freien Syrischen Armee angehört, gegenüber dem Wall Street Journal an, „monatlich fünftausend Dollar von Israel zu erhalten“ (FAZ vom 26.6.2017: Männer, die Maultiere beladen).

Was konnte den Israelis Besseres passieren, als dass die Araber sich sowohl untereinander als auch den Iran bekämpfen. Nun aber hat Israel diese Zurückhaltung aufgegeben und erstmals auch offen in den Konflikt eingegriffen. „Am Samstag zerstörten israelische Kampfflugzeuge drei Stellungen der Assad-Truppen im unmittelbaren Grenzgebiet …“  (ebenda).  Noch ist unklar, ob Israel sich durch Trumps Rede ermutigt oder unter Druck gesetzt fühlte. Jedenfalls scheint die israelische Regierung das Erstarken Assads mit Sorge zu verfolgen, ebenso „den fortschreitenden Rückzug des Islamischen Staates in Syrien“ (ebenda). Die Einschätzung der Lage im Syrienkonflikt scheint die israelische Regierung dazu gebracht zu haben, ein Eingreifen in den Konflikt als notwendig zu erachten.

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Wie der Abschuss des syrischen Kampfflugzeuges durch die Amerikaner muss auch bei diesem militärischen Eingreifen der israelischen Streitkräfte in den Konflikt beobachtet werden, ob es sich um einmalige Ereignis handelt oder ob, wie schon früher (Paukenschlag im Nahen Osten) angedeutet, der Syrienkonflikt und die Spannungen in der Region sich von einer Auseinandersetzung zwischen Milizen als Stellvertreter entwickeln hin zu einem Krieg der Staaten, ausgetragen von regulären Armeen. Die Dynamik der Konflikte spricht dafür, dass diese Befürchtung Wirklichkeit werden könnte. Solange jedoch die die Staaten, die sich in der Arabischen Koalition versuchen zusammen zu finden, weiterhin durch ihre inneren Widersprüchen daran gehindert werden, ist ein Krieg dieser Koalition mit Iran unwahrscheinlich.

Zudem wird vieles davon abhängen, wie sich die Haltung der Bevölkerung in diesen Koalitionsstaaten entwickelt. Dass die Arabische Koalition als eine ihrer Hauptforderungen die Schließung des Senders Al Dschasira durch Katar verlangt, wirft ein bezeichnendes Bild auf die innere Lage dieser Staaten. Als der angesehenste Sender der arabischen Welt liefert er die Berichte über die Vorgänge in Ägypen, Saudi-Arabien, Jemen und die anderen Staaten des Golf-Kooperationsrates, die deren staatliche Medien ihren Bürgern vorenthalten wollen. Dass sie diese Informationen ihren Bürgern vorenthalten, hat seinen Grund. Man will die Ablehnung des Krieges in Jemen und Syrien durch die eigenen Bürger nicht noch zusätzlich stärken durch die Wirklichkeit über diese Kriege. Denn auch in den reichen Staaten wie Saudi-Arabien sind die Einschränkungen zu spüren, zu denen der Krieg gegen den Jemen führt. Und das Kriegsrecht in Ägypten hat nur oberflächlich die gesellschaftlichen Spannungen überdeckt, beseitigt sind sie nicht.

Im Westen des arabischen Raums könnte mit den Unruhen in Marokko und der Unruhe in Tunesien der Arabische Frühling seine Fortsetzung finden. Die grundlegenden Ursachen der Unruhe sind nämlich nicht behoben: Arbeitslosigkeit, Armut und Unterdrückung.

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15 Kommentare

    1. Ja, ja… auf Lager liegt noch einiges. Aber Vorsicht! Der Bear schaut diesmal vor Ort genau zu! Mal eine Zwischenfrage; wo sind die sonstigen, mit grossem Elan hingeilten NATO-Mitglied-Helden?

  1. Mir scheint´s so, dass die Türken doch nicht so dumm sind. Verwette meinen Allewürdigsten, dass ihre Aktion in Katar mit den Russen abgesprochen ist!

    1. Davon kannst ausgehen.?

      Da die Türkei im Syrienkonflikt neuerdings merklich zurückhaltender reagiert gibt's wohl Zusagen das ein Kurdenstaat, seitens Syriens, Russlands und Iran, nicht zur Diskussion steht. Was die NATO Koalition dem Erdogan so nicht zusichern will und kann. So sucht sich eben jeder die Verbündeten die ihm in seiner Situation weiterhelfen.?

  2. Sehr geehrter Herr Rauls, Ihre Ausführungen kratzen nur an der Oberfläche, wenn Sie, wie auch in vorhergehenden Artikeln, nicht die Haupt-Verantwortilichen der sich zuspitzenden Krise in Nah-/Mittelost benennen!

    Ihnen wird sicher nicht entgangen sein, dass die USA mit ihren Hauptverbündeten Frankreich und Großbritannien den Irak, Syrien und Libyen völkerrechtswidrig angegriffen und in die Anarchie gebomt haben!

    Ohne den kriminellen und auf Lügen "begründeten" Angriff auf den Irak, wir erinnern uns an das Schaupiel von Herrn Powell im Uno-Sicherheitsrat, wäre Saddam Hussein nicht gestürtzt worden. In Folge des zerstörten Iraks und der Verdrängung der herrschenden Sunniten, bildetete sich der sogenannte Islamische Staat aus großen Teilen der Armee Saddams.

    Der IS wiederum wurde auf allen Ebenen von den USA, GB, Frankreich und Israel unterstützt und mit aufgebaut. Diese Söldnerarmmee der o.g. Staaten marodiert mittlerweile in sehr vielen arabischen Staaten und treibt dort ihr Unwesen. Selbst die Türkei, auch einstmals Unterstützer des IS, sieht sich nun von diesem bedroht!

    Das Vorgehen der USA wurde bereits von Brzezinski lang und breit be- und aufgeschrieben. U.a. in dem Buch: "Die einizige Weltmacht", in dem die Geo-Strategien der USA zur Vormachtstellung besonders auf dem eurasischem Kontinent detailliert aufgeführt sind!

    Das bloße Beschreiben der Istsituation ist irreführend, solange Sie die ursächlichen Zusammenhänge für die katastrophale Destabilisierung der Region und die wahren Interessen der USA vollständig ausblenden!

    Desweiteren unterschlagen sie die Folgen dieser Destabilsierung durch das Lostreten von Massen-Migrationswellen in Richtung Europa und besonders Deutschlands. Aber auch hier brauchen Sie eigentlich nur Brzezinski, Barnett, Coudenhoven-Kalergi & Co. zu lesen!

    Da Sie sich ja auch als Herausgeber von Büchern wie "Die Hintermänner" oder "Die Unsichtbaren" betätigt haben, sollten Sie nunmehr auch den Mut haben nicht nur in der Belletristik, sondern auch in politischen Artikeln klipp und klar Ross und Reiter zu nennen!

    Damit könnten Sie einen Teil zur Aufklärung beitragen, zumal auf einem Medium das sich "Contra-Magazin" und nicht "Mainstream-Magazin" nennt! Denn wir wollen hier nicht wiedergekäut bekommen, was man auch in der Faz, der SZ oder der Welt lesen kann, die im Jahre 2011 massiv versucht haben Deutschland in Libyen-Krieg hineinzuhetzen!

    Dieses Medienkartell ist gottseidank gebrochen!

     

    1. "Kratzen an der Oberfläche" – diesen Eindruck hatte ich beim lesen des Artikels auch.

      Herr Rauls kaut nur die Desinformations-Oberflächlichkeiten des CIA-Blattes FAZ ab. Das ist aufklärungstechnisch natürlich ziemlich arm.

      Hintergrundinformationen hat er in der FAZ nicht gelesen, deshalb seien hier noch mal ein paar Facetten angefügt:

      1. Katar ist ebenso wie Assad ein Feind Israels, da es die Hamas mit großen Summen im Kampf gegen den israelischen Besatzer unterstützt. Wenn also die Saudis, wie jüngst geschehen Katar ein Ultimatum vorlegen, in dem sie eine Beendigung der Unterstützung der Hamas fordern, so muß man förmlich vermuten, dass da die israelische Regierung im Hintergrund interveniert hat. Und da Trump sich vor der AIPAC als Kämpfer gegen israels Feinde postuliert hat, liegt der Verdacht nahe, dass da Trump das Werkzeug der Israelis war, um Druck auf die Saudis auszuüben.

      2. Herr Rauls irrt, wenn er schreibt, die Israelis hätten sich lange aus dem Syrienkrieg herausgehalten. Tatsächlich haben sie den IS ebenso wie die USA heimlich mit Militärbeobachtern und Waffen in Syrien unterstützt, die bei einem Angriff der russischen Luftwaffe totgebombt wurden. Israel führte also aktiv Krieg gegen seinen Feind Assad – aber das hat Herr Rauls in der FAZ nicht gelesen, deshalb weiß er nichts davon.

      3. Katar hat sich lt. Christoph Hörstel mit dem Iran auf die gemeinsame Förderung von Gas in einem nahegelegenen Gasfeld geeinigt, womit der Iran weitere Einkünfte bekommt. Das mißfällt der US-Finanzoligarchie, die die iranischen Rohstoffe lieber selber ausbeuten würde.

      4. Die Ursachen für den arabischen Frühling sind nicht, wie Herr Rauls aus der FAZ entnommen hat Arbeitslosigkeit, Armut und Unterdrückung, sondern Aufhetzungen durch die CIA, Lybien ist da das beste Beispiel.

      5. Wenn Brzezinski Berater des US-Präsidenten sowie Entwerfer der US-Außenpolitik ist und diese Außenpolitik gezielt versucht, Feinde Israels auszuschalten, Stichwort Gaddafi, Saddam Hussein, Assad, Katar, Iran, so muß man die Frage aufwerfen, ob die jüdische Lobby mit ihrem Geld das Weiße Haus infiltriert hat und deshalb GoldmanSachs nur solche Präsidentschaftskandidaten mit viel Geld unterstützt, die wie Trump oder H. Clinton völlig unterwürfig Israels Feinde bekämpfen wollen. Man müßte da auch die Frage stellen, ob hinter dem Syrienkrieg nicht die Israel-Lobby steht.

      Aber davon ist Herr Rauls weit entfernt, denn das las er ja nicht im CIA-Blatt FAZ.

  3. Die USA haben nur ein Ziel:

    "die Herstellung eines eigenen kurdischen Staates entlang der türkischen Grenze."

    Durch die Unterstützung des YPG/PYD/PKK-Terrorkonzerns, unter dem Vorwand den IS bekämpfen zu wollen, führen die USA bereits einen indirekten Krieg gegen die Türkei.

     

     

    1. Das sind nicht die USA, die stellen nur die Mittel. Es sind eure/unsre speziellen Freunde, die Teile der Türkei für Großisrael brauchen.

      … und ganz logisch, werden ihnen die Kurden, wenn sie heute unterstützt werden, morgen dabei helfen.

      Aber Erdogan und seine Mannen fallen ja lieber in Deutschland ein, anstatt sich um die Mörder der Türkei zu kümmern.

  4. Die  meisten  Menschen  glauben  immer  diese Kriege sind weit weg, und  sie gehen uns nichts  an . Glaube  aber , daß  in einer  globalen Welt  Konflikte  sehr schnell  auf Europa  übergreifend werden,  die  dann nicht mehr  beherrschbar  sind! AFD !

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