Der kanadische Immobilienmarkt überhitzt extrem. Maßnahmen zur Reduktion der Käufe durch Ausländer greifen kaum. Die Blase steht kurz vor dem platzen.

Von Marco Maier

Wer denkt, die US-Immobilienblase, die 2007 platzte, wäre extrem gewesen, der sollte einen Blick auf die aktuelle Lage in Kanada werfen. Vor allem in Vancouver, British Columbia, aber auch generell in dem nordamerikanischen Land, ist es äußerst brenzlig. Dies zeigen die offiziellen Daten des Real Estate Board von Vancouver.

Zwar führte die Provinz British Columbia eine Eigentumssteuer in Höhe von 15 Prozent ein, um so die ausländischen Spekulanten fernzuhalten und die Lage zu entschärfen, doch die chinesischen Oligarchen, Verbrecher, Geldwäscher und jene, die ihr Schwarzgeld möglichst weit weg bunkern wollen, stört das kaum. Die Immobilienpreise sind nach einem kurzen Einbruch längst wieder auf dem Niveau von davor – oder darüber.

Wie schlimm die Lage in Kanada ist, zeigt auch der Vergleich mit den USA in Sachen Schulden pro Haushalt im Vergleich zum verfügbaren Einkommen. Während diese in den USA ab 2008 stetig sanken, kletterten sie in Kanada immer weiter an.

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Auch die zu leistenden Zahlungen im Vergleich zum verfügbaren Einkommen verharren auf einem extrem hohen Niveau, wie nachfolgende Grafik zeigt. Sind die US-Amerikaner wieder bei rund 10 Prozent Anteil angekommen, so sind es in Kanada mehr als 14 Prozent.

Alles in allem eine gefährliche Mischung, die nicht nur Vancouver oder British Columbia betrifft, sondern ganz Kanada und von da aus auch die internationalen Finanzmärkte. Denn während die Immobilienpreise in den USA (auf Basis der Preise von 2005) noch nicht wieder auf dem selben Niveau wie vor der Immobilienkrise angekommen sind, haben sie sich in Kanada beinahe verdoppelt – dies sieht man auch an der nachfolgenden Grafik. Das kann – wenn man alle Faktoren miteinbezieht – nicht mehr lange gut gehen. Der nächste Multi-Milliarden-Knall kommt bald.

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4 thoughts on “Kanada: Gewaltige Immobilienblase steht vor der Implosion”

  1. Tja, wer hätte das gedacht – wo Kanada doch immer ein Vorzeigeland war – auch was die Einwanderung betrifft.

    Aber auch da kann man Kanada mittlerweile vergessen.

    Denn auch Kanada fördert die muslimische Einwanderung …….

    1. @ Emma

      So dürfte die 'Globalisierung' im Finanzwesen auch vor Canada keinen Halt gemacht haben, wo man nach Herzenslust, nach der Aufhebung des Trennbankensystems, auf Teufel komm raus auf Pump in allen Bereichen spekulieren kann, ohne auf Eigenmittel und die Einlagen der Kunden Rücksicht nehmen zu müssen, da der Steuerzahler für die nicht ausbleibenden  Verluste einzustehen hat. Sozusagen ein 'totsicheres' Geschäftsmodell nach der selbsterklärten 'Systemrelevanz' des Bankensystems, wie es sich wieder einmal mit der Banco Popular in Spanien abzeichnet, die meinte sich mit ihrem Hauptkunden des Opus Dei von allen  irdischen Regeln abheben zu können.

       

       

  2. Und was lernen wir daraus? Da niemand durch die Preistreiberei auch nur 1 qm "mehr" hat wie vorher, sehen wir eine grandiose Geldentwertung.

  3. und was ist mit der Immobilienblase in Deutschland ? Sieht doch ähnlich aus. Großkapital sucht sich neue Gewinnquellen und eingeschmiert ist die Mehrheit, die sich nicht wehren kann, weil die Politik von der Finanzelite schon längst gekauft wurde.

    Nur direkte Demokratie kann den Raubzug stoppen.

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