Italien: Die große Bankenkrise kommt noch

Italien ist für rund ein Viertel des notleidenden Kreditvolumens in der Europäischen Union verantwortlich. Zwar steht es um die griechischen und zypriotischen Banken prozentual schlimmer, doch dort geht es um gewaltige Summen.

Von Marco Maier

Nachdem der Prozentsatz der sogenannten "Non-performing bank loans", also der uneinbringbaren Bankkredite, in den USA nach dem Hoch von fünf Prozent der Gesamtkreditsumme sukzessive wieder zurückging und auch die Eurozone insgesamt nach dem Hoch von rund acht Prozent 2012/2013 wieder etwas besser dasteht, geht es in Italien seit 2008 steil nach oben.

Waren im Jahr 2007 noch gerade einmal rund fünf Prozent der Kredite als "notleidend" eingestuft, erreichte man 2009 bereits die Marke von zehn Prozent. Im Dezember 2016 lag die Quote (laut den vom EU-Parlament veröffentlichten Daten) bereits bei 15,3 Prozent. In Summe geht es hierbei um ganze 276 Milliarden Euro, welche die italienischen Banken wohl nicht mehr wiedersehen werden.

Deutlich schlimmer steht es nur um Griechenland (45,9 Prozent, 115 Milliarden Euro), Zypern (44,8 Prozent, 21 Milliarden Euro) und Portugal (19,5 Prozent, 41 Milliarden Euro. Insgesamt, so die Daten, galten im letzten Jahr 1.092 Milliarden Euro an Krediten in der gesamten Europäischen Union als "notleidend". Damit trägt alleine Italien rund ein Viertel der Gesamtsumme.

Allerdings will Rom kein "Bail-in"-Szenario umsetzen, welches die Aktionäre, Anleiheninhaber und Sparer träfe. Stattdessen soll es – gegen den Willen der EU und der EZB – offenbar "Bail-outs" geben, was die ohnehin schon überbordenden italienischen Staatsschulden noch weiter in die Höhe treiben würde.

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22 Kommentare

  1. Na und? Privatbanken braucht kein Mensch!

    Statt dessen könnte man Sparkassen des öffentlichen Rechts einrichten, die keine Zockergeschäfte machen und sich nur auf seriöse, zinslose Kreditvergabe an die Bevölkerung beschränken.

    Es ist hingegen unanständig bis kriminell die Bevölkerung für die schief gegangene Zockerei der Privatbankiers zur Kasse zu bitten.

    Privatbanken sind die Parasiten am Volkskörper.

    1. Nein, das sind sie nicht und das ist nicht Gott gegeben, sondern systemimmanent!

      Der Mann, dessen Namen man besser nicht erwähnt, sagte mal ein wahres Wort:

      'Die Banken sind für die Wirtschaft da und die Wirtschaft fürs Volk!"

      Dmit ist eigentlich alles gesagt, woran das 'System' krankt.

      Wir müssen zurück zum sog. 'Trennbanken-System' gem. Glass-Steagal Act v. 1932.

      Dann würde auch unser Bankensystem wieder ordentlich funktionieren.

      Lediglich die Deusche Bundesbank gehört verstaatlicht und in die Hände des Souveräns!

      Und der Souverän hat über die Ausgabe des Geldes zu verfügen und nicht irgendwelche privaten Bankster, die sich für lau die Taschen füllen. 

       

      1. Das mag schon richtig sein, was Sie schreiben, doch stellt sich da die Frage, welche Existenzberechtigung Privatbanken haben, die der Gesellschaft überhaupt keinen Mehrweg produzieren und sich ausschließlich parasitengleich via Zinsen an der Wertschöpfung der Gesellschaft bereichern.

        Was ist der ethische Unterschied zwischen einem Bankräuber und einem Bankier?

        Die Bereitstellung von Krediten für Unternehmen und Bürger können auch die genannten öffentlich-rechtlichen Sparkassen zinslos leisten. Dafür braucht es keine Privatbankiers.

        Es muß ebenso die Frage gestellt werden, ob Zinsen nicht ethisch verwerflich sind und eine Betrugsmasche darstellen – Einkommen ohne Gegenleistung. Christoph Hörstel von der Deutschen Mitte beantwortet diese Frage so, dass er das Zinssystem abschaffen will.

    2. Richard

      Jetzt weiß Du auch warum Länder die Privatbanken Ablehnen mit Krieg überzogen werden.

      Wer das Geld kontrolliert ,kontrolliert das Land.

    3. “Hitler übernahm das Privileg der Herstellung des Geldes, und das nicht nur in Form von Banknoten, sondern auch in der Form finanzieller Geldprodukte. Er entriss den privaten Banken und Geldinstituten die teuflische Maschinerie der Geldfälschung und legte sie dem deutschen Volk in die Hände zu dessen Wohl. Können Sie sich vorstellen, was passieren würde, wenn eine Reihe von anderen Staaten davon infiziert worden wären?“
      (Henry Makow (Jude), ”Hitler wollte keinen Krieg“, 21. März 2004)

      1. Das entscheidende haben sie Vergessen zu erwähnen. Indem das Geld von einer Staatlichen Notenbank aufgelegt wird fallen alle Tina und Zinseszinserträge dem Staatshaushalt zugute was zu einer sofortigen Steuersenkung von 40% führt ohne das der Staat ausgabenkürzungen vornehmen muss.?

    1. Solche Verträge hat der Adolf auch abgeschlossen und so die internationale Finanzmafia

      vom Geldverdienen ausgeschlossen.

      Die Folge daraus war der Krieg gegen Deutschland.

      1. ,,Ich habe nun damals alles umgestellt auf den Gedanken, Arbeitsleistung gegen Arbeitsleistung, Rohstoff gegen Arbeitsleistung, Produkte der Landwirtschaft gegen Produkte der Industrie. Es ist mir gelungen, in jahrelanger Arbeit allmählich eine gewiße Binnenwirtschaft wenigstens in Europa aufzubauen. Allein gegen diese Binnenwirtschaft begann sofort wieder der alte Kampf Englands, das in dieser Konsolidierung wirtschaflich gesehen, den Keim einer späteren politischen Zusammenarbeit fühlte. Es begann daher zugleich der Kampf des ganzen Weltjudentums, das mit dem Ausschalten seiner bisherigen spekulativen Handelmethoden einen Verlust nicht nur in Europa sah, sondern einen Verlust, der vielleicht die ganze Welt eines Tages betreffen könnte.“ / Aus einer Geheimrede vor dem militärischen Führernachwuchs im Sportpalast Berlins am 30. Mai 1942. (A.H.)

    2. Dollar Ade!!!

      ——

      Das hat nix mit Dollar ade zu tun, sondern wird aus der Not heraus geboren. Die russische Staatsbank (Zentralbank) wird nach wie vor von Rothschild & Konsorten kontrolliert!

          1. natürlich!

            wenn ein judenportal das so schreibt und der judendieter es bestätigt, kann es ja nicht anders sein – selbst wenn 99 jahre ab 1917 im jahre 2016 abgelaufen sind. 

  2. Wenn Die Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) die drittgrößte Bank Italiens und älteste Bank der Welt ( Gründung 1472, also 20 Jahre vor Columbus Amerika-Entdeckung), (nicht die oben abgebildete), nach noch nicht einmal 20 Jahren nach der Euro-Einführung kurz vor der Pleite steht, soll damit alles über die Einheitswährung Euro gesagt sein!

    Die Bank hat Religionskriege, Weltkriege, Naturkatastrophen und schlimmste Wirtschaftskrisen überstanden, aber den Euro wird sie wahrscheinlich nicht überleben!

    Die griechische Drachme hatte mit Unterbrechungen 2.500 Jahre Bestand gehabt, dann kam der Euro und der Niedergang! was schlimmste Feinde des Landes nicht geschafft haben, hat diese Einheitswährung vollbracht!

    Die nächsten Kandidaten für den fortschreitenden Niedergang: Deutschland, Holland, Finnland…

    1. @ Diskowollo

      Vielleicht solltest Du Dich mal schlau machen, WER hinter der Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS)  steht!

  3. Die Italiener waren schon immer Schlitzohren und haben auf die Kosten Anderer gelebt.

    Und die ähäm…'Bankenkrise' ist ja nur ein 'Kriegsschauplatz'!

    Denn da haben wir ja auch noch die Target 2 Salden. Da ist Italien der absolute Krösus und hat sich bei den Deutschen Kartoffelnasen mehr als 400 Milliarden zinslose Kredite erschlichen, die es nie und nimmer zurück zahlen wird. Die sind -gelinde gesagt – futsch, zu Lasten des deutschen Steuerzahlers.

    Im übrigen werden die Italiener gut schlafen können, denn Deutschland steht ja letztendlich für alles gerade.

    Die Euro-Rettung ist durch den Gipfel aus Sicht von Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn nicht vorangekommen – Deutschland werde aber zugleich immer stärker in die Krise hineingezogen. „Wall Street, die City of London und die Pariser Banken wurden gerettet. Wir stehen nun für die Rückzahlung der Schulden der südeuropäischen Banken ein“, sagte der Ökonom dem Handelsblatt (Montagausgabe)

    .„Der deutsche Staat wird immer tiefer in die südeuropäische Krise hineingezogen, und die Investoren aus aller Welt, die sich verspekuliert haben, können sich noch in letzter Minute aus dem Strudel befreien“,

    sagte Sinn. Die Finanzmärkte seien nun beruhigt, ja geradezu euphorisch, weil ein Weg gefunden wurde, das deutsche Vermögen zu verbrauchen. „Die finanzielle Stabilität Deutschlands ist indes gefährdet“, warnte Sinn.

    Auf Angela Merkel sei vom Ausland mehr Druck ausgeübt worden, als je zuvor ein deutscher Kanzler nach dem Krieg habe aushalten müssen. „Es wurde ein Kesseltreiben veranstaltet. Um an unser Geld zu kommen, hat man Deutschland imperiale Gelüste vorgeworfen und uns den Hass der Völker prophezeit“, sagte Sinn. Dem Druck habe Angela Merkel nicht mehr widerstehen können und sei eingenickt. „Jetzt können die Bürger, an deren Vermögen man will, nur noch auf das Verfassungsgericht hoffen.“ 

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/hans-werner-sinn-deutschland-haftet-fuer-suedeuropas-banken/6821354.html

  4. Wir alle kennen das Dogma von der Wirtschaft, die ständig wachsen muss. Doch warum existiert überhaupt ein systembedingter Wachstumszwang und welche langfristigen Folgen gehen mit dieser Entwicklung einher? Diese beiden Kernfragen wollen wir nachfolgend kurz beleuchten.
    Hauptverantwortliches Antriebsaggregat des grenzenlosen Wachstums ist das zinsbehaftete Geld im Wirtschaftskreislauf. Als Zins verstehen wir die Gebühr, welche von den geldschöpfenden Institutionen (Privatbanken) für das In-Umlauf-bringen des Geldes erhoben wird.
    D.h. das Geld wird damit selbst zur Ware und an die Teilnehmer der produktiven Wirtschaft quasi „geliehen“. Zurückbezahlt muss also nicht nur die geliehene Geldsumme, sondern auch der Aufpreis in Form des Zinses. Das zusätzliche, für die Zinszahlung notwendige Geld muss nun vom produktiven Wirtschaftssektor hart erarbeitet werden.

    Dies ist der Anfang eines monetären Perpetuum Mobile, welches die Handschrift des Teufels höchstpersönlich trägt. Um überhaupt wirtschaftlich tätig sein und die bestehenden Zinsforderungen bedienen zu können, nimmt der Schuldner jeweils neue, noch grössere Kredite auf. In der Folge wird die Zinslast immer grösser. (Zinseszinsmechanismus)
    Den stetig wachsenden Geldmengen muss die produktive Wirtschaft reale Güter und Leistungen entgegenstellen. Dadurch gerät die gesamte Wirtschaft in einen verhängnisvollen Wachstumszwang. Da die Zins- und Zinseszinsautomatik die Geldvermögen und Schulden nicht linear, sondern exponentiell steigen lässt, jede noch so hochtechnisierte Wirtschaft aber irgendwann ihren Sättigungsgrad erreicht hat, tritt früher oder später der Augenblick ein, wo Finanzkapital und Wirtschaft nicht mehr im Einklang miteinander wachsen. Die Folge: Finanzkrisen als Dauererscheinung!
    Da wir in eine Welt begrenzter Ressourcen leben, die Wirtschaft aber unbegrenzt wachsen soll, kommen wir um die Feststellung nicht herum, dass das kapitalistische Wirtschaftsmodell zwangsläufig zu einem Raubbau an der Natur und der Vernichtung aller Lebensgrundlagen führt.
    Die Europäische Aktion stellt folgerichtig in ihrem Ziel 6 die Forderung auf, die Geldschöpfung durch Privatbanken zu verbieten und diese Aufgabe in den Verantwortungsbereich staatlich organisierter Nationalbanken zu übergeben. Diese haben das Geld als Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel dem Wirtschaftskreislauf zinsfrei zuzuführen.
    -europaeische-aktion.org-

    1. yep, so verhält sich das Finanz- und Wirtschaftssystem zueinander. Und bevor nun solvente Privatbanken verstaatlicht werden müssten und verschuldete in die Pleite gingen, also private Zinsgläubiger in die Röhre guckten, ist der nächste Schritt die private Übernahme der Staaten.

      Das ist der Punkt der wiedermal alles auf den Kopf stellt, denn am Ende werden Staaten privat geführt. Was die Privatbanken bis dato am Volk vorbei rausziehen konnten, übernimmt nun der privat geführte Staat.

      Damit bleibt den Völkern keine Ausweichmöglichkeit mehr. Niemand mehr kann auf verzinste Kredite verzichten, alle sind verknechtet. Und in diesem politischen Prozess sind wir mitten drin. Am Ende steht die Neue Weltordnung : Die jüdische Finanzmafia wechselt die Räume. Bisher hat sie "nur" Regie geführt, nun verlangt sie nach der Hauptrolle, der ultimativen Staatsmacht.

  5. der Onkl Dragi hat schon vor 1/2 Jahr gesagt, dass der brave Sparer nun 8.000 Banken mit über 200 Billionen retten muß, und grinste dabei. die Bafin sieht aber dass alle Banken im Kern aber sowas von Gesund sind. und der Schäuble rettet ohne Ende und sieht zum 20.x keine Krise mehr. sind alle so Saublöd, oder hat hier nur ein kleiner Bürger noch den Durchblick, oder was? aber nur so nebenbei, der IWF hat eine gemeinsam Weltwährung geschaffen. klingelts nun bei euch Deppen-Retter?

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