Grüne: Zigarettenautomaten ohne Schockbilder sollen stillgelegt werden

Die gesetzlich vorgeschriebenen abschreckenden Bilder auf Zigarettenpackungen müssen auch an Automaten sichtbar sein.

Von Redaktion

Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, das der  "Rheinischen Post" vorliegt. "Die Zigarettenindustrie hat die gesetzliche Pflicht, ihre Automaten auch mit Warnbildern zu versehen", sagte die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Nicole Maisch. "Geschieht das nicht, müssen Behörden solche Automaten stilllegen."

Dabei dürfe sich der Staat nicht von Schadensersatzforderungen der Tabaklobby einschüchtern lassen. Die Schockbilder gehen auf eine EU-Richtlinie zurück. Die Richtlinie hat laut Wissenschaftlichem Gutachten das Ziel, durch "wirksame Warnhinweise" Verbraucherentscheidungen zu beeinflussen. "Die Wirkung dieses Ziels würde verringert, wenn die Sichtbarkeit für den Verbraucher erst nach seiner Kaufentscheidung bei einer Aushändigung der Ware gegeben wäre", heißt es in dem Gutachten. Bei Zigarettenautomaten ist dies in der Regel der Fall.

Die Schockbilder gelten als wirksam. In 105 Ländern weltweit sind Zigarettenpackungen mit bildlichen Warnhinweisen versehen. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags lieferte eine Gesamtauswertung zahlreicher internationaler Studien mit.

Länderübergreifend gehe daraus hervor, "dass bildliche Warnhinweise aufgrund der einprägsamen, emotionalen Wirkung effizienter sind als textliche Warnhinweise". Man erreiche damit insbesondere auch Raucher mit einem niedrigen sozioökonomischen Status. Die Ergebnisse zeigten zudem, dass speziell bildliche Warnungen besonders bei Jugendlichen wirksam seien.

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12 Kommentare

  1. pffft … was ein ungeheuer wichtiges Wahlkampfthema !

    Hat eigentlich schon mal jemand darüber nachgedacht, dass diese Horrorbilder auf den Verpackungen eine suggestive Wirkung haben ?

    Erst krank durch suggestive Bilder !?

    Leider lässt sich das nur schwerlich untersuchen, ansonsten könnte es bei positiven Ergebnissen Schadensersatzklagen hageln.

  2. Ich würde den Vorschlag machen, Schockbilder von geköpften und zerfetzten Menschen an Moscheen anzubringen. Vielleicht bekommt unsere Jugend dann eine Vorstellung davon, was sie in Zukunft erwartet.

    1. In Übereinstimmung mit Erdowahns Drohungen..wäre das nur Konsequent..wobei die letzte Konsequenz wohl eher im Schließen..dieser Einrichtungen läge.

  3. Politik kann tötlich sein sie kann zur Verblödung Hirnrissen und Haluzinationen führen. Ein Gramm Politik enthält 963 Schadstoffe die Ihr Hirn ausschalten und Sie zu einen debilen Idioten machen können.

    1. Ist es nicht die Einmischung in die Privatsspähre..die imer mehr Menschen wütend macht..sie Politikmüde macht..?!

      Fachismus hat viele Gesichter..manchmal ist es grün…und spielt den Oberlehrer.

  4. Natürlich ist das Rauchen eine Plage -, aber die Grünen sind das auch ! Was ist mit Glyphosat und den Spritfressern auf der Straße ? Wenn schon, denn schon !

  5. Nagut ich rauche seit 55 Jahren und es ist wirklich ein Übel und schadet der Gesundheit. Warum verbietet man diese Seuche nicht macht sich die Taschen voll und hetzt gleichzeitig gegen den Tabakkonsum. Das ist verlogen ohne Ende. Überall Gift und Dreck in Medikamenten Lebensmitteln usw. alles ok… Und wehe jemand konsumiert Canabis dann ist er ein Verbrecher. Irgendetwas stimmt hier nicht.

  6. Abschreckende Bilder können wirksam sein, um die Bevölkerung von dieser Volksseuche abzubringen, insofern scheint die Maßnahme sinnvoll.

    Man sollte auch darüber nachdenken, das Profit schlagen aus der Abhängigkeit anderer Menschen gesetzlich zu verbieten.

    In der Praxis könnte das so aussehen, dass der Verkauf von Tabak in staatlicher Hand ist und die Erlöse in die Behandlung der Patienten fließen, die durch Rauchen krank werden.

  7. Alles Blödsinn. Die Steuereinahmen sind schon mit einberechnet in künftige Haushalte – ergo hat keine Partei Interesse daran, daß es Nichtraucher gibt. Außerdem erwarten wir von den Grünen, daß sie die gewählte Todesart des sogenannten mündigen Bürgers respektieren und sich nicht wieder mal als Erziehungsberechtigte aufführen

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