G20-Gipfel: Kriminalbeamte warnen vor katastrophalen Einsatzbedingungen für die Polizei

Jan Reinecke, Hamburger Landesvorsitzender des Bunds Deutscher Kriminalbeamter (BDK), drängt darauf, offene Fragen vor dem G20-Gipfel in Hamburg rasch zu lösen, berichtet die "Heilbronner Stimme".

Von Redaktion

Vor dem Hintergrund zunehmender Gewaltbereitschaft sagte Reinecke: "Unvorhersehbare und nicht beeinflussbare Faktoren können die bisherige, gute Einsatzvorbereitung der Hamburger Polizei erheblich beeinträchtigen. So ist beispielsweise eine letzte Entscheidung darüber, ob Gipfelaktivisten eine Fläche für ein Protestcamp im Stadtbereich zur Verfügung gestellt wird, noch nicht abschließend entschieden worden. Ein Protestcamp – beispielsweise im Hamburger Stadtpark oder im Hamburger Volkspark – würde das Einsatzkonzept erheblich schwächen, weil erhebliche Kräfte hierfür zu Verfügung gestellt werden müssen."

Reinecke fügte hinzu: "Weiter könnte es sein, dass Großversammlungen in Messenähe, wie beispielsweise auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg St. Pauli, für die Hamburger Polizei katastrophale Einsatzbedingungen zur Folge hätten. So ließe sich eine Versammlung von mehreren zehntausend Menschen auf einer Fläche wie dem Heiligengeistfeld schlichtweg nicht kontrollieren. Auch hierüber ist die letzte – gerichtliche – Entscheidung noch nicht getroffen."

Der Landesvorsitzende befürchtet auch, dass "sich die Sicherheitskräfte einiger Gipfeldelegationen nicht an die von der Hamburger Polizei vorgegebenen Einsatzpläne halten werden. Als Beispiel seien hier die US-Amerikaner genannt, die traditionell wenig oder keine Mitsprache bezüglich der Umsetzung ihrer eigenen Sicherheitskonzepte zulassen. So könnte es beispielsweise dazu kommen, dass die den Amerikanern eingerichteten Protokollstrecken von diesen kurzfristig nicht angenommen werden und die Kolonne des US-Präsidenten eine nicht abgesprochene Strecke zum Veranstaltungsort wählt."

Wegen der 15.000 eingesetzten Beamten werde die Hamburger Innenstadt "nahezu Festungscharakter" haben, sagte Reinecke.

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9 Kommentare

  1. Warum gehen die eigentlich nicht auf die Insel Helgoland, Pellworn oder sonst wo hin. Das könnte man mit 50 Beamten überwachen, aber da müßten sie in Zelten übernachten und tagen und das wäre natürlich nicht standesgemäß und man möchte auch wie zu Kaisers Zeiten Paraden abnehmen, denn wenn schon Herrschaft, dann richtig oder garnicht, das gehört ja schließlich dazu, koste es was es wolle. Der dumme Untertan darf Fähnchen schwenken und Beifall klatschen und die Rechnung bezahlen, was hat sich denn geändert seit dem Wiener Kongreß? Nichts. Wenn wir solche Dinge in dieser aufwendigen und teueren Form noch weiter tolerieren, dann muß man wirklich am Verstand des einzelnen zweifeln. Wählt sie ab und setzt eine Regierung ein, die noch mit Anstand und Würde das eigene Volk vertritt. Diese Typen sind noch unser Untergang und keinen Deut besser als frühere autoritäre Systeme.

    1. G20 ist nur Übung für den Ernstfall . Die Linken sind Sparringpartner .

      Interessant ist, dass US Politiker und US Geheimdienste offenschtlich in Deutschland tun und lassen können was sie wollen und die deutschen Sicherheitsdienste nur hintennach zappeln können.

  2. Mir tun die Polizisten NICHT LEID! 

    Beim Abkassieren sind sie Spitze. Beim ÜberwAchen der Autofahrer sind sie WELTKLASSE

    Das pragmatisierte Gesindel-die DRECKSBEAMTEN!! Auch sie haben einen EID abgelegt!

    SIE SOLLEN DIE BÜRGER BESCHÜTZEN, NICHT DIE HURENSÖHNE UND TÖCHTER( G20) -die depperten KIWARA!

    1. Ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Sie tragen als Glied einer Kette des verantwortungslosen Spiels einer NWOausgerichteten Politik mit. Deren Gewerkschaft wird sich hinterher nicht reinwaschen koennen, so denn es zu einer Abrwechnung kommt.

  3. Was will die Polizei?

    Wer seit Jahrzehnten die Antifa hätschelt, der erntet jetzt die Früchte seines eigenen Versagens.

    Und was sollen allgemeine Floskeln über Gewaltzunahme?

    Bei derartigen Veranstaltungen kündigen sich die Gewalttäter bereits im Vorfeld an. Sie und ihr Umfeld sind damit bekannt. Wer dann nicht handelt, sondern lieber jammert verdient kein Mitgefühl.

    Vielleicht sollte die Polizei mal daran erinnert werden, dass sie das Gewaltmonopol des Staates im Innern zu vertreten hat und damit zum Schutz der Bürger da sein soll.

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