Für die beiden Krisenbanken Veneto Banca und Banca Popolare di Vicenza gibt es keine Rettungsgelder. Sie sind nicht überlebensfähig. Das hat gravierende Auswirkungen.

Von Marco Maier

Erst wollte die italienische Regierung die beiden norditalienischen Krisenbanken noch retten, doch nun sagt die Europäische Zentralbank "Nein". Die beiden Geldhäuser seien nicht überlebensfähig, weshalb sie in die Insolvenz gehen müssen und nach italienischem Insolvenzrecht abgewickelt werden.

Für die anderen angeschlagenen Banken Italiens ist das ein verheerendes Signal. Ging man bisher nämlich davon aus, dass man die maroden Kreditinstitute trotz der neuen Regeln ohnehin retten werde, passiert dies nun eben nicht. Da werden sich die anderen italienischen Krisenbanken wohl warm anziehen müssen.

Man kann davon ausgehen, dass in den kommenden Monaten noch weitere italienische Banken einen Gang in die Insolvenz vorbereiten werden, da der Berg an faulen Krediten immer drückender wird und eine Besserung der Finanzlage nicht in Sicht ist. Doch dies wird auch Auswirkungen auf den Bankensektor Frankreichs und Deutschlands haben, da die dortigen Banken auch in Italiens Kreditinstitute investierten.

Es zeigt sich damit deutlich, dass die ganze finanzielle Vernetzung und Verflechtung des europäischen Bankensystems massive Risiken in sich birgt. Risiken, die sich heute, rund zehn Jahre nach dem Beginn der jüngsten Finanzkrise wieder einmal bemerkbar machen.

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8 thoughts on “EZB lässt italienische Krisenbanken in die Insolvenz gehen”

  1. Bei allen sog. Finanzkrisen haben sich nur die Genossenschaftsbanken und kleinere seriöse Privatbanken bewährt.

    Was mit Großkapital oder Staat zu tun hat, wurde in den (z.T. selber vorsätzlich verursachten) Strudel gezogen; sogar die sog. Deutsche Bank, die sich vor einem Jahrzehnt mit ihrer eigenständigen Überlebensfähigkeit gebrüstet hat, entpuppt sich nun als damals krimineller Manipulator und ist jetzt vielen zusätzlichen Gerichtsverfahren zu den übrigen tausenden Gerichtsverfahren ausgesetzt.

    Die Völker sehen, was geschieht, wenn man großkapitalen und staatlichen Krawattenkriminellen vertraut. Muss man ausgerechnet sein Geld solchen Lumpen anvertrauen? Volksherrschaftliche Alternativen etwa in Gestalt der Genossenschaften gibt es seit über 150 Jahren, und sie sind für fast alle Bürgerinnen und Bürger örtlich leicht erreichbar und hinsichtlich Mitgliedschaft leicht zugänglich.

    Schlechte Staats- und Großkapitalbanken haben den Tod überredlich verdient.

    Aber Dummheit verhindert oft den Fortschritt, auch anderswo: Linux ist meist besser, sicherer und kostenlos, sogar Daimler und die Bahn fahren darauf ab, aber viele Leute zahlen für Verappelungen oder teure Windlöcher und "Virenschutz".

  2. Dern Euro war noch nie Geld sondern nur ein politischer Tauschmittelersatz der globalen Eliten, Zocker und Banker für unsere Währungen.
    Stetige Rettung bereichert die Erwähnten auf Kosten der Europäer.
    Voila, Opfer gefunden.
    Aber warum diese Prozedur?
    Schäuble konnte aus dem angeschlagenen Deutschland nichts mehr rauspressen.
    Bei der Griechenlandrettung musste er auf den speziellen von den Eliten kreierten Flüchtlingstopf zurückgreifen, da Geld knapp wird.
    Griechenlandrettung bedeutet nicht Rettung der Griechen sondern Banken und Anleger.
    Für die Eurozone muss sicherlich der Deutsche als Opfer durch eine künstlich erzeugte Inflation nach globaler Rettung der menschlichen Armut und Islamisierung herhalten.
    Sicherlich darf es der Deutsche nicht wissen, da ja Wahlen sein sollen, weshalb Schäuble auf Donnerstag vertröstete.
    Warum wohl?
    Na, weil da Feiertag (Fronleichnam) ist und dann alle schlafen.
    Soll ja Niemand mitbekommen.
    Obwohl Draghi selber Italiener ist und Italien auch gerne über Deutschland als Opfer retten würde, ist es nicht mehr so einfach möglich.
    Wir wissen nicht mal die Spitze des Eisberges.
    Außerdem steht auch bereits Merkels Freund Macron als nächster in der Schlange, mit vielen Ideen der Globalisierer um das tote Eurokonsrukt am Leben zu erhalten und noch das letzte Hemd/Bluse rauzupressen.

  3. Nun endlich. Schwedische Gardinen muessen aber folgen, sonst ist alles fuer die Katz und eine Einladung an alle kriminellern Energien, und der Sparer allein das Ober-A….loch. Das A….loch ist er zwar ohnehin, aber ohne Schmerzen, weiss er nicht wie er beim naechstenmal zu waehlen hat.

    Wer sich mit Gangstern verbindet, wird lernen zu wissen, dass er unter ihnen den Meister findet.

  4. hm … da steckt doch bestimmt wieder eine miese Erpressung oder Bestrafung dahinter. Irgendjemand in der Bankenchefetage wollte wieder mal nicht spuren.

    Oder aber, man geht nun dazu über, die Banken EUropaweit zu dezimieren. So nach dem Motto : Es kann nur Eine geben !

    1. @Mona

      Vollkommen richtig!

      Bei allen bisherigen Finanz- und Bankenkrisen sind nur die Banken in die Insolvenz geschickt worden, die nicht direkt oder indirekt dem globalen Imperium der FED-Banken angehörten, bzw. ihnen nicht genehm waren.

      Das begann bereits mit der großen Finanzkrise von 1929.

       

  5. Da wird  ja der deutsche Sparer wegen den Zockerbanden und der unfähigen Politik noch mehr Geld verlieren. Die Spatzenhirne, die uns hier regieren, werden wohl nicht davon betroffen sein. Es sind stets die gleichen "Diliriums – Idioten", die nie was dazulernen und für die dann der anständige Mensch, die Suppe auslöffeln muss.  Die Gier geht wie immer über den Verstand. Anstatt an diese Zockerbanden auch noch Bonusse zu Zahlen, sollte man sie enteignen und nicht ständig die Sparguthaben des kleinen Mannes schrumpfen. Und die Lobbyisten Politiker, sollte man direkt mit davonjagen.

  6. Uje- so wie bei den Lehman Brothers……da hat dann der Rockefeller abkassiert, und jetzt der andere???

    Aber der Mafia EU -EZB – Boss DRAGHI ist ja ein Rockefeller Freund Lakai.

     

    Haleluja 

    1. @Austriak

      Genau genommen kommt Draghi von Goldman & Sachs. Also jener Bank, die noch viel tiefer und schlimmer selbstverschuldet in die Finazkrise geraten war, als Lehman Brothers.

      Aber Goldman & Sachs wurde in den USA mit Steuermitteln gerettet. Einem Vielfachen, was zur Rettung von Lehman Brothers erforderlich gewesen wäre.

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