Die US-Kriegsmaschine verliert an Kraft

Inzwischen werden selbst in Washington die Klagen immer lauter, dass das US-Militär den globalen Aufgaben nicht mehr nachkommen kann. Das US-Imperium bröckelt.

Von Marco Maier

Das Government Accountability Office veröffentlichte einen Bericht, in dem es heißt: "Jahre der komplexen Operationen und des andauernden Bedarfs an Einheiten auf dem Feld haben die bewaffneten Kräfte strauchelnd zurückgelassen, die operationalen Kapazitäten und das hohe Level an Bereitschaft zu gewährleisten". Das heißt verklausuliert nichts weiter als: Wir haben unsere Kräfte zu sehr überdehnt und können dieses Level nicht mehr aufrecht erhalten.

Selbst der "Business Insider" titelte mit "Das amerikanische Reich ist überdehnt" und zählt auf, wo es überall hakt. Und das ist nicht wenig:

Demnach befindet sich die Air Force nur zu weniger als 50 Prozent auf einem akzeptablen Bereitschaftslevel. Es würden 1.500 Piloten und 3.400 Wartungsmitarbeiter fehlen. Auch das Marine Corps kämpft mit massiven Problemen: 80 Prozent der Luftkampfeinheiten haben nicht einmal die Mindestanzahl an Luftfahrzeugen für Trainings – mit demselben Trend bei jenen die für den Kriegseinsatz bereit sind.

Auch bei der Navy fehlt es hinten und vorne an Mitteln für die Wartung. Bedenkt man, dass zum Beispiel der letzte Zusammenstoß eines US-Zerstörers mit einem philippinischen Containerschiff der Navy wieder Unsummen kostet und massive Ressourcen bindet, kann man davon ausgehen, dass es nicht besser wird. Einzig die U.S. Army scheint noch auf einem halbwegs vernünftigen Stand zu sein, doch auch hier beginnen sich Abnutzungserscheinungen zu häufen.

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Inzwischen kann man durchaus sagen, dass das US-Imperium zu wanken beginnt. Ohne die Unterstützung durch die Alliierten und Vasallen (wie den Europäern, den Japanern oder den Südkoreanern) wäre diese Maschinerie gar nicht mehr überlebensfähig. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass US-Präsident Trump die europäischen NATO-Länder zu höheren Militärausgaben drängt und dass beispielsweise die NATO nun auch offiziell Teil der "Koalition gegen den IS" ist, bzw. ebenfalls die Truppen in Afghanistan aufstockt.

General Joseph Dunford sagte: "In nur wenigen Jahren, falls wir unsere Flugbahn nicht ändern, werden wir unseren qualitativen und quantitativen Wettbewerbsvorteil verlieren". Das US-Militär brauche – trotz des jetzt schon unermesslich großen Ressourcenhungers – deutlich mehr finanzielle Unterstützung, ansonsten sei es bald vorbei mit der US-Supermacht.

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9 Kommentare

  1. Fragt doch bei Euren Meistern in Israel nach! Die sagen Euch schon was ihr wie zu tun habt.
    Außerdem habt ihr genug (relativ) junges, verblödetes und arbeitsloses Frischfleisch im Land, welches noch immer an den „American Dream“ und die „Befreiung Europas“ von der „Nazi-Diktatur“ glaubt.
    Von mir aus können noch 100Tausende oder auch Millionen von Euch auf den Schlachtfeldern dieser Erde für fremde Ziele jämmerlich verrecken – juckt mich nicht.

  2. Ich halte das für eine fake news! Um noch mehr Geld zu lukrieren. Für die Waffenlobby und den gesamten militär- industriellen Komplex.!

    Bei dem Militäretat dürfte es nicht an Ausrüstung fehlen, sondern an Korruption! Und an der Unfähigkeit, die durch die geringe Bildung der Angehörigen bei der US Army hervorgerufen wird!

    Und man suggeriert so den Europäern, Japanern und Koreanern usw., mehr für die "Sicherheit" zu investieren, den die USA haben ja nicht alle Basen auf der ganzen Welt aus "Eigennutz", sondern aus rein altruistischen Gründen. 🙂

    Derjenige, der ein Territorium außerhalb seines Lands "verteidigt", beansprucht es auch in kolonialer Weise!

    Um genauer zu sein, die Ressourcen dort und den billigen Produktionsmarkt, der nie auf ein nomales Niveau angehoben wird!

    Allerdings macht die im Artikel beschriebene Tatsache, wenn sie stimmt, was ich bezweifle, die USA nicht ungefährlicher, sondern risikobereiter und unberechenbarer, denn das Potential für einen wirtschaftlichen Befreiungschlag durch Zerstörung, bei dem allfällige "Konkurrenten" wie China, Russland oder Europa auf das Schrottniveau der USA niedergebombt wird, ist immer noch groß genug.

    Nur nicht für einen langen Abnutzungskrieg! Oder teure Basen, die von den mit der Anwesenheit des US Militärs beglückten Ländern nicht mehr bezahlt werden!

     

  3. Dei Amis sollen besser auf den Mond umsiedeln und unsere Erde in Ruhe lassen. Pleitegeier aber die ganze Welt beherrschen wollen. Das Spiel geht langsam zu Ende Amis. Viel Spaß noch bei eueren Untergang.

    1. Sie werden uns mitnehmen, denn sie beherbergen den größten Teil der globalen Elite. Und die haben sich das bei Mißerfolg geschworen!

  4. Es wird Zeit das dieser Gewaltprotz in die Versenkung verschwindet.Das Unheil welches auf dies US Kappe geht sollte der Tyrann abarbeiten bis der letzte Cent bezahlt ist.Das könnte 1000 Jahre dauern.Für die beraubten Indianer das Zehnfache für die niederträchtigen Verbrechen an diesen.

  5. Die US-Kriegsmaschine verliert an Kraft! Na und? Die Hethiter, die Babylonier, die Assyer, die Ägypter, die Römer, die Katharger, die Hunnen, die Aztheken, die Inkas usw. verloren alle an Kraft. Warum also. sollen die Amis nicht ebenfalls ihre Vormachtstellung verlieren. Die einen gehen und die anderen kommen, das hört erst auf, wenn sich die Menschheit selbst auf unterschiedliche Weise vernichtet hat. Das Verrückte daran ist nur, das wir uns als moderne Menschen bezeichnen und eigentlich genug Erkenntnisse haben müßten um bestimmte Vorgänge zu verhindern. Das wird aber nicht geschehen, denn Modernität bedeutet nach Lesart vieler Errungenschaften die als menschliche  Krücken dienen, der Geist scheint aber wie bei den Vorvorderen stehengeblieben zu sein und das ist das eigentliche Verhängnis. 

  6. "Mehr finanzielle Unterstützung" wird unwirksam bleiben, solange die US-Soldaten anständige Menschen bleiben. Das eigene Land und die Landsleute zu verteidigen ist ethisch zu rechtfertigen und ohnehin ein natürliches gesundes Bedürfnis. Fremde Länder zu überfallen und ins Wirrwarr zu stürzen ist jedoch eine Freveltat, die z.B. von ehemaligen Soldaten des US-Angriffskrieges gegen Vietnam als ein sinnloser Völkermord an vier Millionen Vietnamesen noch immer schmerzlich bedauert wird, um so mehr, als diesen Veteranen nach dem Krieg bewusst geworden ist, dass sie von der US-Regierung belogen worden sind.

    Auch aus dem Angriffskrieg gegen den Irak sind die meisten US-Soldaten als seelische Krüppel zurückgekehrt; die Selbstmordrate bei Teilnehmern verbrecherischer Angriffskriege ist sehr hoch. Geld kann Unrecht nicht heilen. Geld macht seelisch Kranken keine Freude.

    Die Geldforderungen zeigen aber, dass es nicht um Verteidigung geht, sondern um Geld und Profit für Wenige auf Kosten der Gesundheit und des Lebens Vieler.

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