Deutschland: Abschiebungen vor allem in Balkanländer

Wer kein Recht auf Asyl bekommt, muss laut Gesetz das Land wieder verlassen. Doch bei den Abschiebungen klappt dies nicht so, wie es eigentlich sollte.

Von Michael Steiner

Im Jahr 2016 wurden laut den Zahlen der Denkfabrik "European Stability Initiative" insgesamt 25.375 Personen von Deutschland aus in ihre Heimat abgeschoben, da sie nicht asylberechtigt waren. Allerdings ging der Großteil davon in die Balkanländer. Nur 7.451 Personen wurden in andere Staaten abgeschoben.

Dabei, so heißt es, scheitern vor allem Abschiebungen von Nigerianern, Afghanen oder Bangladeshern, weil die Herkunftsstaaten sich weigern zu kooperieren. Klar, die Staatsbürger die ins Ausland wegziehen, senden jährlich mehrere Milliarden in die Heimat zurück, was in vielen Staaten sogar die Summen für die Entwicklungshilfe übersteigt.

Die Zahlen erfolgreicher Abschiebungen in afrikanische und asiatische Herkunftsländer seien in Italien, Frankreich, Deutschland und Schweden gleichermaßen niedrig. Diese Länder waren die Hauptzielländer der Flüchtlinge in Europa in den vergangenen Jahren. Doch während die Zahl der Ausreisepflichtigen ständig ansteigt, gibt es bei den Rückführungen kaum nennenswerte Zuwächse.

"EU-Länder sind überhaupt nicht in der Lage, eine große Anzahl von Leuten ohne Aufenthaltsrechte in ihre Herkunftsländer zurückzubringen", fasst der Thinktank zusammen. Für die Zukunft ist der Befund noch dramatischer. Die Asylbewerber, deren Verfahren erst jetzt entschieden werden, stammen kaum noch vom Balkan. Und die Neuankömmlinge schon gar nicht. Sie kommen fast ausschließlich aus afrikanischen oder asiatischen Ländern, die bei Abschiebungen nicht oder nur sehr selten kooperieren.

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Das heißt: Die europäischen Staaten sehen sich mit einer massiven Zuwanderung von Armuts- und Wirtschaftsflüchtlingen konfrontiert, die dann kaum mehr wieder aus dem Land geschafft werden können, sondern trotz der abgelehnten Asylanträge weiterhin aus Steuermitteln versorgt werden. Die Frage ist: Wie lange kann das noch gut gehen?

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17 Kommentare

  1. Wenn jemand "Bleiberecht für Alle" fordert, wäre doch eine Mindestvoraussetzung , dass die Forderer auch die finanzielle und darüber hinaus gehende Haftung für ihre Forderung übernehmen .

    Dieses Fordern und andere müssen Zahlen System hat ein billiges schmarotzendes Gutmenschentum an die Öffentlichkeit gebracht , das völlig verantwortungslos Forderungen stellt, die die soziale Gesellschaft zerstören.

    Vergeblich warte ich auf Forderungen von Demonstranten nach der Öffnung von Banken und gigantischen Kapitalanhäufungen . Daran dürften Soros und die Betreiber der EU und der EZB … nur wenig Interesse haben ….

  2. Nur 'mal zur Erinnerung:                               Auf eine Anfrage von "Bundestagsvizepräsident" Singhammer (CSU) gab das Innenministerium im Januar 2015  eine Zahl von über 600.000 abgelehnten  ( und nicht abgeschobenen ) Asylbewerbern bekannt. Von diesen 600.000 "Ausreisepflichtigen" wurden bis November 2015 ganze 15848 abgeschoben.                                                                     Im Sommer des gleichen Jahres stellte die Migrationsbeauftragte des Bundestages Fr. Böhmer fest, dass von über 6 Millionen Hartz-4-Empfängern 2,4 Mio. "Migrationshintergrund" hatten oder Migranten waren und um die Versorgungskosten ( nach Hartz-4-Regelsatz von 2007 ) für diesen Personenkreis noch zu nennen, der liegt bei mind. 35 Milliarden Euro.                                                                                Seit Oktober 2015 sind etwa 1,5 – 2 Mio. Neuankömmlinge zusätzlich zu verzeichnen, die den "arg beanspruchten" Sozialtopf belasten. Und um die vom Autor gestellte Frage zu beantworten, "wie lange das noch gut geht?", kann ich keine Antwort bieten, ohne die "Zensur" herauszufordern.

  3. Wie jetzt "… sind überhaupt nicht in der Lage zurückzubringen" ?

    Aber abholen geht, oder wie ?

    Die Vera*rschung ist sowas von Grenzenlos dumm, man schämt sich schon fremd !

     

  4. „EU-Länder sind überhaupt nicht in der Lage, eine große Anzahl von Leuten ohne Aufenthaltsrechte in ihre Herkunftsländer zurückzubringen“

    Ganz einfach – jegliche Zahlungen an diese Invasoren einstellen, die Herkunftsländer sanktionieren.
    Werden die Invasoren aufmüpfig, müssen halt KLs her.
    Diese ganzen „Menschenrechte“ und Asylgesetze sind eine Seuche, die mit weiser Voraussicht gestreut wurden.
    Der Punkt ist der: das ist alles so gewollt – und jeder hier weiß es. Und keine Partei wird daran etwas ändern wollen oder dürfen. Eine Änderung könnte nur eine Massenbewegung „von unten“ bringen. Das kann noch dauern.

      1. … woher weißte das denn ?

        Vergesst mal die hundert getürkten Umfragewerte, die sind bloß dazu da, die Schäfchen in eine Richtung zu locken.

        Der Mensch ist ein Herdentier, wo viele hinlaufen, da wollen alle hin. Das ist ein letzter hoffnungsloser Psycho-Versuch der Etablierten.

        Allein, das sie ihn nötig haben, zeigt, dass er zum scheitern verurteilt ist. Die Wähler sind sich längst einig : bis hierhin und nicht weiter !

        1. "… woher weißte das denn ? "

          Aus den Wahlergebnissen. Siehe den Ausgang zur oesterreichische BP Wahl fuer VdB, siehe die Ergebnisse in Deutschland.

          Alles andere als berauschend. Die Gehirne im gesammten dt. Sprachraum haben sich politisch verrannt. Du kannst kaum mit jemanden darueber vernuenftig sprechen ohne dass er nicht einen von aussen in den Kopf gesetzten Sche.ss labert.

          Es bleibt dir nur der Rueckzug.

          1. Die Ergebnisse der deutschen Bundestagswahl sind 4 Jahre alt, seither hat sich im Ländle einiges grundlegend verändert.

            Glaubste echt, dass würde nicht jeder sehn ?

            Ich denke, es gibt mittlerweile 60% die keinen Bock mehr auf den Wahnsinn haben, 20%, die ihn aus Überzeugung befürworten, 10% Volksverräter, die sich aus allem raushalten, außer daraus, ihren permanenten Müll abzusondern, und 10% Ultragelangweilte, die garnichts mehr merken !

            Wie schon oft gesagt, ich diskutier nicht mehr. Ich drück den Leuten Infos in die Hand, der ein oder andere kriegt einen Schreckensspruch ala "allein in Lybien warten 10 Mio. auf unsere Gastfreundschaft und Sozialsysteme" an den Kopf geknallt – und das war's dann meinerseits.

            Verbale Infos, müssen kurz, knapp und so schrecklich wie möglich sein – solche bleiben hängen, lange Diskussionen in denen es ums Rechthaben und ums gewinnen eines Schlagabtausches geht, nicht.

            Ganz im Gegenteil ist es so, dass wenn ich jemanden dazu nötige seine Position zu verteidigen, dann wird sie sich in diesem Moment bei ihm verfestigen.

            Und da ich das nicht will, kriegt er von mir eine kurze, knappe Schreckensmeldung mit der sich dann sein Unterbewusstes herumschlagen muss.

            Eigentlich ist es ganz einfach, man muss nur darauf achten, wie man selbst auf alles reagiert und schon hat man alle Schlüssel die man braucht in der Hand.

             

        2. Genauso sieht es aus!

          Es geht darum die Beweise immer mehr im Volk zu verbreiten!

          Wir sind die erste Generation die die Möglichkeit hat, umfänglich an fast alle Informationen zu kommen. Daraus ergibt sich eine Pflicht auch alle anderen zu informieren!

          Die Analyse hat im größten Teil des Volkes noch nicht einmal begonnen! Die Veränderungen in einer Gesellschaft gehen immer von einer kleinen Gruppe aus!

          Die Informationen müssen verbreitet werden!

          1. Wollo, ich denke für Zeitaufwendige Analysen ist es jetzt zu spät. Wer bis jetzt nicht schon seit Monaten analysiert hat, dem bleibt schlicht keine Zeit mehr dazu.

            Meiner Meinung nach, geht es jetzt einzig und allein nur noch darum, "Schrecken" in das Wählerherz zu pflanzen.

            Angst, ist neben Durst der größte Antrieb den wir kennen und damit muss jetzt "gearbeitet" werden.

  5. Das momentane Regime sitzt so fest im Sattel, dass auch nach kommenden Wahlen nicht von einem Richtungswechsel in der Asylpolitik auszugehen ist. Der BRD-Wähler, seines Zeichens politischer Analphabet, wird Merkel/Kasner mit Sicherheit im Amt bestätigen, die großen Medien ihrer Kaffeekränzchen-Freundinnen arbeiten intensiv daran.                                                                                                                                                                             In den zurückliegenden Monaten hat es vermehrt Umfragen ( Allensbach, Bertelsmann….) gegeben, Umfragen von deren Ergebnis der Wähler nicht immer erfährt, die aber die Machtzirkel im Lande mit Informationen versorgen, wie die weitere Medienstrategie auszusehen hat.                                                                                                                           Den vollmundigen Versprechungen des Würselener Ex-Buchhändlers wollte selbst der dümmste Wähler keinen Glauben schenken, dies wurde registriert und seitdem steigen Kasners Umfragewerte. Ich wäre nicht überrascht, wenn sie mit absoluter Mehrheit im "Amt" bestätigt wird und ihre Einwanderungspolitik wird für weiteren Bevölkerungszuwachs sorgen.                                                                                                                                                                                                                                         Die von den Medien ruhiggestellten und manipulierten Landsleute erfahren nichts von den mehr als 30 Ehrenmorden ( von Januar bis Mai ) , von zunehmender Kriminalität, von einer Klagewelle abgelehnter Asylbewerber, vom desaströsen Arbeiten der Behörden. Solange Konsumgüter weiterhin zur Verfügung stehen und nichts den Alltagsvergnügungen von OttoNormalverbraucher im Wege steht, geht alles seinen Gang (den Bach runter).                                                                             Von der kommenden Bundestags"wahl" zu erwarten, dass sich ein Richtungswechsel anbahnt, ist meiner Meinung nach ungesunder Optimismus – Träumerei derjenigen, die sich an das Weltbild einer BRD mit einem geltenden GG klammern.

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