Peking hat dem philippinischen Präsidenten über 3.000 Sturm- und Scharfschützengewehre geschenkt. Diese sollen gegen die Islamisten auf Mindanao zum Einsatz kommen.

Von Marco Maier

Auch wenn es nur eine kleine militärische Hilfe ist, so zeigte sich Präsident Rodrigo Duterte gegenüber der chinesischen Regierung dankbar für das Geschenk. Denn insgesamt mehr als 3.000 Sturm- und Scharfschützengewehre wurden ihm am Mittwoch von der chinesischen Botschaft überreicht.

Duterte betonte, dass dieses Geschenk "die Dämmerung einer neuen Ära der philippinisch-chinesischen Beziehungen" sei. Zudem wolle er die Waffen der Armee übergeben, die derzeit im Südwesten der Insel Mindanao gegen mit dem "Islamischen Staat" verbündete Extremisten kämpft.

Dort brach in der Stadt Marawi City, der Hauptstadt der vorwiegend muslimisch besiedelten Provinz Lanao del Sur ein bewaffneter Konflikt aus, nachdem im Mai ein Versuch scheiterte, einen philippinischen Islamisten-Kommandeur festzunehmen, der vom "Islamischen Staat" unterstützt wird.

In diesem Konflikt der immer noch andauert starben offiziellen Angaben zufolge 71 Sicherheitskräfte und 299 islamistische Kämpfer, eine Angabe über die Zahl der bei den Kampfhandlungen getöteten Zivilisten gibt es nicht, zumal nicht wenige der muslimischen Bewohner mit den Islamisten sympathisieren und eine Unterscheidung nur schwer zu machen ist.

Loading...

Rund eine Viertelmillion Menschen flohen vor den Kämpfen in andere Teile der Insel, die in etwa eineinhalb mal so groß ist wie Bayern.

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

10 thoughts on “China schenkt den Philippinen 3.000 Gewehre”

  1. Nachdem die Achse der BRICS-Staaten wirtschaftlich erfolgreich war, nutzt sie jetzt ihre Exportgewinne, um militärisch in Konflikte einzugreifen.

    Da formiert sich ein aufstrebendern Gegenpol mit großem Potential zum Usraelischen Imperium.

    Syrien war ein Präzedenzfall, der der Welt zeigt, dass man mit Rußland an der Seite in Opposition zu Usrael treten kann.

    Mit großer Wahrscheinlichkeit werden wir in Zukunft noch weitere Staaten sehen, die sich auf die Seite der Achse Rußland-China schlagen. Mags der Himmel geben, dass Deutschland darunter sein wird!

    Dies ist der Anfang vom Ende der US-Weltdominanz.

  2. Eine andere Nachricht, die mehr aufhorchen laesst.

    CAGAYAN DE ORO CITY / PHILIPPINEN — Die Polizei hat 8.000 Ladungen Munition in einem Lagerraum eines Spediteurs in Barangay Camaman-an gefunden und beschlagnahmt.

    Die Munition befand sich in acht Boxen mit 6.000 Ladungen von 5,56 mm für M16 Gewehre und 2.000 weiteren 30 caliber Ladungen. Beschlagnahmt wurde die Sendung bereits am 23. Juni. Die Sendung war schon im April eingetroffen, also einen Monat vor der Belagerung von Marawi.

    Die Behörden hatten versucht die mutmassliche Person ausfindig zu machen, welche die Sendung abholen sollte. Dabei stellte sich heraus, dass die Person sich am 27. Juni bereits der Martial Law Special Action Group gestellt hatte.

    Die Polizei hält den Namen des Betroffenen geheim, der behauptet ein Taxifahrer zu sein und als Vermittler von einem Moslem beauftragt wurde, die Sendung abzuholen und nach Marawi zu bringen.

    Die Sendung befindet sich im Gewahrsam der Cocpo. Man versuche zur Zeit herauszufinden, ob die Sendung aus einem philippinischen Arsenal komme.

    Aus philippinen-nachrichten.info

  3. Das sind Almosen. Damit kann man keinen Kampf gegen sein Gegner führen, die bestens ausgerüstet von den IS Eltern die Philppinen aufmischen wollen!

    1. Ich denke mal, auf den PH braucht es Spezialinformanten, weniger Spezialwaffen. Und da duerfte die Regierung im Fortschritt liegen, da sie das Problem erkannt hat. Das zeigt schon die Order, Amis raus, Enntwicklungshilfe raus.

      Es wird sich zeigen ob die Zuendler, die Wegbereiter, die Einschleusser der Kriegsanzettelung "erfolgreich" sein werden. Ich glaube nicht. Im Gegenteil, die Philippinos werden bereinigt, zusammengeschweisst daraus hervortreten.

  4. Das mit den 3000 Gewehren ist reine Symbolpolitik und typisch für die Chinesen, wenn es darum geht, vorsichtig in anderen Länder, insbesondere vor der eigenen Haustür, Partei zu ergreifen. Der Präsident mag ja ein etwas kauziger und direkter Typ sein, aber das ändert nichts an der Tatsache, daß er aus einem guten bürgerlichen Elternhaus entspringt und durch seinen beruflichen Werdegang auch mit den Niederungen des damaligen Marcos-Regimes und der Kriminalität im Lande stark geprägt wurde, was in ihm den Wunsch weckte, diese Zustände zu ändern. Wer Manila vor 35 Jahren kannte, der konnte selbst erleben wie gefährlich es schon damals war ein Hotel bei Dunkelheit allein zu verlassen. Da war es immer ratsam, jemand als Aufpasser dabei zu haben, denn sonst konnte es durchaus passieren, des Geldes wegen maltretiert zu werden. Dieser Mann nimmt seine Aufgabe immer noch sehr ernst und es wäre zu wünschen, daß er das Land befrieden kann. Dazu braucht man keine Schutzmacht, man benötigt Freunde, die dieses Ansinnen unterstützen und nicht versuchen diesen Zustand für eigenen Zwecke auszunützen. Zumindest in Asien scheint ein Gesinnungswandel zu erfolgen und das ist richtig so, denn jedes Land ist für seine eigenen Probleme verantwortlich, denn niemand benötigt eine selbsternannte Weltpolizei, die ehedem nur eigene Interessen verfolgt. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.