Die britische Premierministerin, Theresa May - Bild: Flickr.com/Number 10 CC BY-NC-ND 2.0

Der Brexit dürfte wohl nicht so hart ausfallen wie befürchtet. Zu sehr miteinander verzahnt sind Großbritannien und die EU.

Von Marco Maier

Die Wahlschlappe der Konservativen und das Koalitionsbündnis mit den radikalen Protestanten aus Nordirland dürfte in Sachen Brexit Wirkung gezeigt haben. Die Verhandlungsposition von Premierministerin Theresa May ist zu geschwächt, als dass sie einen "harten" Brexit durchziehen könnte.

Demnach sollen beispielsweise EU-Bürger die in Großbritannien leben in vielen Bereichen die gleichen Rechte wie die britischen Bürger erhalten, wenn sie bereits seit mindestens fünf Jahren im Land leben. Das beträfe dann auch das Gesundheits- und Rentensystem. Zudem sollen auch jene EU-Bürger, die diese fünf Jahre zum noch festzulegenden Stichtag noch nicht zusammen haben, diesen Status erreichen können.

Allerdings verlangt May im Gegenzug von der EU für die knapp eine Million britischen Staatsbürger die in der Europäischen Union leben die gleichen Rechte. Das heißt im Endeffekt: Die britische Führung will eine Gleichstellung von EU-Bürgern im Vereinigten Königreich und den britischen Bürgern in der EU erreichen.

Loading...

Am Montag will May zudem dem britischen Unterhaus Details präsentieren, welche die einzelnen Regelungen enthalten werden, die zwischen den Vertretern Londons und Brüssels bislang ausverhandelt wurden. Allerdings ist auch klar, dass sie in der schwächeren Verhandlungsposition ist, was die Brüsseler Eurokraten natürlich für sich ausnutzen.

Liebe Leser, wenn sie kein Abo abschließen möchten, können sie uns auch mit einer Spende auf folgendes Empfängerkonto: Andreas Keltscha, IBAN: DE96100110012620778424, BIC: NTSBDEB1XXX oder per Paypal und Kreditkarte, unterstützen. Danke für ihre Hilfe!

Loading...

4 KOMMENTARE

  1. „Der Brexit dürfte wohl nicht so hart ausfallen wie befürchtet.“

    Ach, da habe ich in letzter Zeit schon anderes gelesen, ohne das ernst zu nehmen.
    Sinngemäß und überspitzt: der Brexit ist ein ganz schlimmes Disaster für die deutsche Autoindustrie, weil die so verdammt viele Rechtslenker baut und sich fast ausschließlich auf diesen Markt spezialsiert hat^^

    Alles nur eine miese Theateraufführung um die Leute beschäftigt zu halten.

    • verdammt viele Rechtslenker.Die sitzen bei Uns in der Politik und lenken das Recht so wie es Ihnen gerade passt.  zu Recht oder Unrecht

  2. Der Brexit dürfte nicht so hart ausfallen……..! Aber,aber, das war doch zu erwarten. Die Briten haben sich gegen Europa entschieden und nun weiß man nicht so richtig, wie man aus dieser Situation herauskommt. Die verhandeln solange, bis ein fauler Kompromiß entstanden ist um den Bürgern vorzugaukeln, das ihre Interessen gewahrt werden, und dabei geht man zum Schein aus dem Vordereingang hinaus und kommt durch das Hintertürchen wieder herein. Das nennt man dann Geheimdiplomatie und alle sind zufrieden und wieder ein Beweis, was man bei den Herrschenden unter Demokratie versteht. Tolle Zustände, aus der Sicht von wirklichen Demokraten, die das Abstimmungsergebnis noch achten und nicht darauf pfeifen.

  3. Die Briten sind die alten und die neuen Chefs. Der Zerfall der EU im Wasserglas. Für die anderen. Für die Briten sind es Privilegien. Geben die sich nicht als Nettozahler aus und kassieren eigentlich nur?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here