Berlins teurer Berater-Irrsinn

Die Bundesregierung verpulverte im vergangenen Jahr mehr als 100 Millionen Euro für "externe Berater". Ein teures "Vergnügen" – auch langfristig.

Von Marco Maier

Wie ein Bericht des Bundesfinanzministeriums zeigt, hat die deutsche Bundesregierung im vergangenen Jahr insgesamt 101 Millionen Euro für "externe Berater" ausgegeben. Ein Plus von 63 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2015, als es noch 38 Millionen Euro waren.

Demnach gab das Bundesinnenministerium als Spitzenreiter ganze 47 Millionen Euro für solche "Beratungsdienste" aus, wovon alleine das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 34 Millionen verpulverte, um die Bewältigung der Migrationskrise zu stemmen, heißt es.

Auch das Verkehrsministerium gab Unsummen für die "juristische und technische Beratung" im Zuge der Einführung der Pkw-Maut aus: Insgesamt 31,3 Millionen Euro. Weitere 16,2 Millionen Euro verbrannte das Finanzministerium. Beim Verteidigungsministerium waren es "nur" 2,9 Millionen Euro. Aber auch nur deshalb, weil die hohen "Beratungskosten" für Rüstungsprojekte in die Berechnung nicht mit einfließen.

Angesichts dieser Ausgaben fragt man sich, ob die Bundesregierung nicht in der Lage ist, selbst genügend Experten zu beschäftigen, die auch im Sinne und im Interesse des Staates agieren, anstelle von irgendwelchen Unternehmensberatern (die wie z.B. McKinsey teils auch noch aus den USA kommen), die natürlich auch eigene Interessen vertreten. Die Folgekosten dafür sind für die Steuerzahler wahrscheinlich noch deutlich höher als die paar Millionen Euro, die derzeit bezahlt werden.

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11 Kommentare

  1. In der Tat besteht bei den Beratern, die vielfach Anwaltskanzleien sind ein Interessenskonflikt, da sie für große Konzerne tätig sind und dann die Bundesregierung beraten.

    Hier mal ein Beispiel:

    Die Wirtschafts-Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer arbeitete für internationale Banken wie Macquarie, Fortis und Barclays und beriet sie, wie diese Banken mit Cum-Ex-Geschäften den deutschten Staat um Miliardenbeträge betrügen konnten, ohne dafür juristisch belangt zu werden.

    Zugleich berät sie die Bundesregierung und schreibt sogar Gesetze für sie.

    Da besteht natürlich die Gefahr, dass Fresfields die Gesetze im Interesse der Banken formuliert.

    Und tatsächlich sind die deutschen Steuergesetze zugunsten der Konzerne ausgestaltet, was diesen ermöglicht, durch Steuerschlupflöcher Steuern zu vermeiden. Dabei gehen dem deutschen Staat mehrstellige Miliardenbeträge verloren.

    Hier muß vermutet werden, dass dies das Ergebnis der Lobbyarbeit von Anwaltskanzleien wie Freshfields ist.

    Das Verbrechen von Politikern wie Merkel und Schäuble besteht darin, dass sie solchen Kapital-Lobbyisten die Möglichkeit schaffen, die Gesetze zu schreiben.

    Totale Unterwürfigkeit gegenüber der Finanzmafia – dafür stehen die Altparteien.

  2. ………dazu sag ich nur………..

    ………diese "Regierung" ist nicht meine, und wird Es niemals sein,
    sie spricht nicht für mich,
    sie handelt nicht für mich,
    und ich distanziere mich von Allem,
    was sie sagt und tut!

    Jedes Gesetz, was nach 1956 erlassen wurde, war ein Scheinerlass, denn eine rechtlich nicht einwandfreie „Regierung“ darf keine Gesetze erlassen.

    Ergo: Keines der nach 1956 scheinerlassenen Gesetze besitzt Gültigkeit oder Rechtskraft.

    Das heißt: Strafzettel brauchen Sie nicht zu bezahlen, Steuern brauchen Sie nicht zu bezahlen, und vieles weiteres mehr brauchen Sie auch nicht zu bezahlen.

    Eine weitere offenkundige Tatsache ist, dass die „BRD“ kein wirksamer Rechtsstaat ist. Dies hat der EGMR mit Urteil vom 08.06.2006 festgestellt (siehe Az: EGMR 75525/01).

    Mit diesem Urteil ergab sich die Tatsache: das „BRD“-Unrechtssystem hat sich durch Menschenrechtsverletzungen selbst aufgelöst.

    KEIN rechtswirksamer Rechtsstaat, sondern eine Nichtregierungsorganisation ohne Rechts- und Gesetzeskompetenzen.

    Es steht die weitere offenkundige Tatsache fest, dass der deutschen Behörden Verwaltungsakte nichtig sind.

    Diese Tatsachen und Fakten sprechen sich immer mehr herum, was den Schwerverbrechern im Reichstagsgebäude natürlich überhaupt nicht gefällt, denn das ist für die sehr gefährlich, sowie existenz- und lebensbedrohend!

    Noch sitzt Ihr daoben…………………….

  3. Berater werden vor allem dann gebraucht, wenn die verantwortliche Person absolut keinen Durchblick in ihrem Aufgaben-Dossier hat. Je weniger der Verantwortliche weiss, desto freier ist der Berater in seinem Wirkungsbereich und gestaltet in diesem Fall die Polit-Welt nach seinem Gutdünken.

    Deshalb werden solche Psychoten wie die fingernägelkauende Merkel oder ein Alkoholiker wie Schulz und Junker auf entsprechende Posten gehoben. Und wenn sie nicht spuren, sind sie gleich weg vom Fenster. Gesetze??? DIE sind nicht von massgebender Bedeutung, DIE kann man ohne weiteres biegen oder übergehen. Und die ganze Polit-Entourage macht da sesselklebend mit und schaltet die Kontrollstellen im Gehirn ab, um den eigenen Posten nicht zu verlieren. Da schleicht sich mit einer totschlägerischen Justiz die erbarmungslose Diktatur ein. Jeder kann fertiggemacht werden, der nicht in den Kram passt. Es lässt sich auf viele Arten morden.

  4. So wie das aussieht kann jeder Blöde politisch tätig sein. Das Volk bezahlt ihnen ja nicht nur die Diäten, sondern auch noch die Experten. Politiker verstehen nur etwas von süffisant lächeln und Volk verarschen.

  5. Man muss sich das mal in der Praxis vorstellen.

    Rechts gewäht, Links beraten werden oder Links gewählt und neoliberal betaten werden.

    Keine Worte.

  6. Das ist der Ausfluß von Verantwortungslosigkeit, politische Unterwanderungspolitik der Institutionen, Staatszersetzungspolitik und Unqualifiziertheit. Politiker die damit beginnen die Institutionen mit ihren Parteigängern zu unterwandern legen keinen Wert auf die sachliche Qualifiziertheit der Beamten, wichtig ist nur das Parteibuch. Solche Beamte sind nicht mehr in der Lage die Politik sachgerecht umzusetzen oder Politiker in Sachfragen zu beraten dafür sind sie willfährig auch Gesetze zu brechen wenn die Politik solche Anweisungen gibt.. Daher müssen meistens sündteuer externe Berater zugezogen werden die meistens auch wieder Parteigänger sind die man mit saftigen Aufträgen für erwiesene Dienste (auch unredliche) belohnt . Eine Hand wäscht die andere. Rechtlich ist dabei von Bedeutung, daß damit vielfach auch die hoheitlichen Agenden des Staates unterlaufen werden und Zivilpersonen in die Hoheitsgewalt des Staates  eingreifen. Die EU-Drahtzieher sind aber mit solchen zerstörerischen Entwicklungen eher zufrieden weil sie ja die Staatsordnungen zerschlagen wollen.

  7. Das Problem verdoppelt sich noch. Ministerien und deren Mitarbeiter haben von der Materie null Ahnung. Also beauftragt man externe Berater.

    Und nun kommt die Krux: Wenn man von der Materie null Ahnung hat, wie will man dann eigentlich beurteilen, was der "Externe" da abliefert?

    Eine schöne Gelddruckmaschine für externe Berater, egal was die abliefern, mangels Urteilvermögen des Auftraggebers wird immer gezahlt werden, selbst wenn da stehen würde 3+4=9.

  8. Es wird eben an allen Ecken und Enden politisch am Zerfall gearbeit, es handelt sich um die Früchte der EU! Jeder der sein Lebensumfeld lebenswert erhalten will müßte eigentlich mit dem Messer (symbolisch) zwischen den Zähnen gegen die EU kämpfen. Sie hat in 40 Jahren nur Zerstörungen bewirkt und nicht in einem einzigen Bereich mit der Ordnung in den Nationalstaaten mithalten können. Die EU ist eine politische  Z e r s e t z u n g s m a s c h i n e r i e  !

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