Zerknitterte Dollarnote über US-Flagge. Bild: Flickr / Images Money CC BY 2.0

Bislang waren Studentenkredite von Konkurserklärungen ausgenommen. Mit einem neuen Gesetz könnte sich das ändern – 1,2 Billionen Dollar stehen im Feuer.

Von Marco Maier

In den USA ist es bislang nicht möglich, Verbindlichkeiten von Studentenkrediten mittels eines Konkursverfahrens zu löschen. Doch nun soll sich das mittels eines neuen Gesetzes ändern. Doch damit droht der US-Finanzindustrie eine Katastrophe, immerhin belaufen sich die ganzen Verbindlichkeiten in dem Sektor auf mehr als 1,4 Billionen Dollar (und sind damit inzwischen schon höher als jene der Autokredite) und jene Kredite, die jetzt schon ausfallsgefährdet sind, erreichen Summen von hunderten Milliarden Dollar.

Vor allem jedoch könnten sich viele der hochverschuldeten ehemaligen Studenten infolge der Verabschiedung dieses Gesetzes (siehe Bild unten, der den Gesetzesentwurf abbildet) dazu entschließen, diese "Joker"-Karte zu ziehen und sich mit einem Schlag zu entschulden. Zwar wird es danach für einige Zeit schwieriger, einen neuen Kredit aufzunehmen – doch die Unsummen, die für die teure Ausbildung aufgenommen wurden, sind dann weg. Und zwar völlig.

Für die Banken wäre dies jedoch eine Katastrophe. Selbst wenn im besten Falle nur rund ein Drittel der Studentenkredite dadurch hinfällig werden, wären dies bis zu 500 Milliarden Dollar, welche die Finanzinstitute abschreiben müssten. Derzeit gelten nämlich rund 150 Milliarden Dollar als "sub prime" und mit dem neuen Gesetz könnte sich das locker verdreifachen.

Bereits im Jahr 2015 wurden Warnungen vor einem Platzen der Studentenkredit-Blase laut – und dennoch wurde immer mehr Geld an die Studenten verliehen, wohl wissend, dass viele von ihnen nach dem Studium kaum eine Möglichkeit auf einen guten Job entsprechend ihrer Ausbildung bekommen werden. Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer begraben, zumal es seit einigen Jahren immer mehr Hochschulabgänger in den USA gibt, die entweder keinen Job oder nur einen im Billiglohnsektor erhalten, der jedoch gerade einmal die laufenden Ausgaben decken kann, nicht jedoch die zu bezahlenden Kreditraten.

8 KOMMENTARE

  1. Was ist denn das schon wieder für ein Witz. Die USrael-Oberclique, diese Gangsterbande, lässt sicher nicht einfach die Studentenkredite platzen, wenn sie das nicht will. Wenn sie das aber will, ja dann wird sie dafür sorgen, dass das Neue Konkursgesetz durch kommt.

    Nun drängt sich die Frage auf, wer denn wirklich von so einem Konkursgesetz profitiert und was die Folgen davon sind. Die amerikanischen Studenten machen sich schuldenfrei, weil sie sowieso nicht bezahlen können. Jetzt fragt sich doch noch, wer denn die Gläubiger dieser Studentenkredite sind, tja wer denn??? Da gibt es eine Menge grosser ausländischer Banken, denen solche – Anleihen – aufgeschwätzt, sprich aufgezwungen wurden. DIE zahlen, bis ihnen schwarz vor Augen wird, und mit ihnen die entsprechenden Bevölkerungen. Die amerikansichen grossen Investmentbanken sind sicher nicht die Leidtragenden, die fusionieren wieder einmal und werden einfach grösser. Danach fressen sie noch einige ausländische Grossbanken, womit die dortigen Regierungen gleich wissen, und dies ein für alle mal öffentlich, wer ihr Big Boss ist. So sieht's aus!

    • Du hast dir die Antwort im 2 Absatz bereits selber gegeben. Nimm dazu noch ein wenig "to big to fail", wo dann wie im Wunderland öffentliches Geld urplötzlich zu Privatvermögen wird und du hast die ganze Rezeptur. So werden die Großen immer Größer und der Rest wird kleiner und dann gefressen…….lol und seit Jahren sag ich dazu "wer in Wirtschaftslehre aufgepasst hat, der weis das dieses System ein enden wollendes ist"; denn irgendwann hat dann einer alles und der Rest nichts.

      Das blöde am Schluss ist nur, was kommt danach ? Wenn dann einer alles hat und der Rest nichts, dann hat der Rest auch nichts mehr zu verlieren und der Große kann Lagerfeuer mit seiner Kohle machen (schei.. Brennwert) und darauf warten, dass ihm 7 Milliarden Sklaven seinen Allerwertesten aufreissen.

      Omg, wie oft wollten sich schon ein Haufen Idioten die Weltherrschaft unter den Nagel reissen !? Dieser Schwachsinn wird seit Jahrtausenden immer und immer wiederholt; geht jedesmal schief; diese Herrscherreiche verschwinden regelmäßig im Nirvana; jedesmal bleibt verbrannte Erde mit Unmengen an Toten zurück; …..und was passiert ? lernt die Spezies Mensch es irgendwann ? Nein tut sie nicht und die aktuelle Situation ist der ganze historische Schwachsinn von vorne, nur halt in völlig neuen Dimensionen und es geht wieder um die Weltherrschaft.

      Was sagte Einstein dazu: "die reinste Form des Wahnsinn ist es, etwas immer und immer zu wiederholen und auf ein anderes Ergebnis zu warten"

      • So ist es und ich merke seit wenigen Jahren das unsere Kultur langsam eine Sackgasse ist und eine Fehlentwicklung, denn es bringt uns nicht voran. Nur 2 (Marx und Engel) und andere bestimmt auch haben versucht eine neue Richtung zu zeigen, das es auch anders geht. Aber irgendwie kommt das bei uns nicht an.

        Das Hauptproblem unsere Kultur ist, das es alles einen Wert haben muss und Geld eine große Rolle spielt. Genau das sind die die unsere Kultur zum Scheitern bringt. Man denke z.b. damals in Mittel- und Südamerika. Gold hat für diese Indio-Völker absolut keinen Wert bzw spielt in deren Leben und Kultur keine Rolle. ……….

  2. Es ist eine systematische Gaunerei, die Ausbildung der Studenten dadurch zu mißbrauchen, dass man sie in die Zinsfalle zwingt.

    Die USA ist eine entartete Gesellschaft, die unter den Verbrechen der Wallstreet-Parasiten leidet.

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    Ausbildung muß aus der Wertschöpfung finanziert werden und über Unternehmenssteuern den Universitäten und Studenten zugeführt werden.

    Studieren muß für die Studenten kostenlos sein, Bafög sollte nicht zurück gezahlt werden müssen.

    • Die USA ist eine entartete Gesellschaft ….. Richtig, und das Perfide daran ist dazu noch, dass sie damit jeden Studenten welcher einen Studienkredit hat, völlig in der Hand haben. Um die Raten bedienen zu können, macht und tut er/sie alles nur um seinen Job zu behalten, denn Kündigung wäre gleich völliger Verarmung.

      • Genau, da läuft eine ganz perverse Vergewaltigung der intellektuellen Schicht durch die Wallstreet-Banken.

        Die Entschuldung der Bürger ist also grundsätzlich eine gute Sache, wenn auch nur eine Symptombekämpfung. Sollen die Wallstreet-Gauner doch pleite gehen!

        Aber letztlich wird man das System ändern müssen, doch dafür wird es in der amerikanischen Gesellschaft noch einen langen Prozeß des Umdenkens geben müssen. Viele leben noch in der Illusion, jeder könnte es durch harte Arbeit schaffen. Tatsächlich ist der "American way of life" lange tod.

  3. Eine US-Studentin sagte kürzlich in einer Arte-Dokumentation: die USA sind das reichste Land der Welt für die Reichen und das ärmste Land der Welt für die Armen!

    In der selben Sendung wurde darüber berichtet, wie Großbritannien für das Studium seit Tony Blair beträchtliche Gebühren verlangt. Inszwischen kostet das Studium dort pro Jahr 9.000 Pfund, Cameron hat die Preiseschraube weiter nach oben gedreht. Vor Blair, im übrigen Sozialdemokrat!, war das Studium in GB kostenlos!

    Die ganzen Studiengebühren sind nichts weiter als Geschäfsmodelle der Bankster und sind wieder einmal der Beweis für die besondere Degeneration dieser Kaste. Sie kümmert nicht eine Millisekunde das Wohl des Landes!

    Wir Europäer müssen zusammen mit Russland und China dafür sorgen, dass sich diese Degenerationskrankheit nicht weltweit verbreitet! Diese Bankster und Politiker die sowas realiseren gehören eigentlich schnellstmöglich vor Gericht!

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