Tödliche Folgen durch neues Internetspiel? Der „Blaue Wal“ soll dazu einladen

Ein neues Spiel im Internet soll angeblich Jugendliche zu gefährlichen Herausforderungen verleiten. Dazu gehören Aufgaben wie mit einen Messer Zeichen in die Haut ritzen, risikoreiche Selfies, von hohen Dächern springen und nicht zuletzt die Aufforderung zum Selbstmord…  

Von Edgar Schülter

Psychiater und Psychologen warnen vor dem neuen Spiel der „Blaue Wal“ und rufen auf, sofort auszusteigen. So sollen gerade Jugendliche die schon psychisch schwach und fragil sind von sogenannten „Spiel-Kuratoren“ aufgesucht werden, um heikle Aufgaben zu lösen. Dabei handelt es sich um 50 Herausforderungen, angefangen beispielsweise beim einritzen von dem Symbol „F 57“ mit einer Klinge in die Haut, brutale Horrorfilme um vier Uhr Morgens anzuschauen oder ein Foto davon zu liefern, während man hohe Dächer erklimmt. Nicht selten kommt sogar die Aufforderung, Selbstmord zu begehen.

So erklärt der Psychiater Daniel Sampaio, dass das Spiel gerade unter psychisch labilen Jugendlichen eine hohe Attraktivität genießt. Es scheint ein Selbstbedürfnis der Darstellung und Anerkennung zu befrieden. Aber die Verleitung zum Selbstmord ist eine gravierende Straftat, diese kann zwischen drei bis fünf Jahre Haft bedeuten. Wer schon angefangen hat zu spielen, so der Psychiater, sollte sofort aufhören und Hilfe in Anspruch nehmen. Die Eltern sind hier ebenfalls aufgefordert aufmerksam zu werden und bei Verdacht sofort zu handeln und gegebenenfalls die Polizei einzuschalten.

Alles nur Fake-News?

In einer Erklärung an den russischen Online-Nachrichtendienst „Lenta.ru“ gibt der angebliche Autor dieses Spieles, More Kitow, bekannt, es sei nie seine Absicht gewesen, Jugendliche zum Selbstmord anzustiften. Er wollte eigentlich nur die Spieleranzahl vergrößern und das Spiel an sich interessanter gestalten um mit Online-Werbung oder Leuten, die dort direkt Online-Werbung platzieren wollten, mehr Geld zu verdienen. Im Februar wurde jedoch bekannt, dass sich zwei Jugendliche in Sibirien umgebracht haben. Der Administrator der Seite wurde daraufhin festgenommen und der Fall wird untersucht. Die Nachricht erreichte Großbritannien über die Zeitung „The Sun“ und verbreitete sich dann anschließend weltweit.

Außerhalb Russlands war Bulgarien eines der ersten Länder, bei denen das Spiel angekommen ist. Es gäbe jedoch keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen den Selbstmorden und dem Spiel an sich. Dennoch zieht die Geschichte viele Menschen aus Neugier an, die somit verhelfen, dass diese Seiten ordentlich Geld verdienen. Und das mit grauenhaften Geschichten, die nicht durch Fakten unterstützt werden. So die Zeitschrift „Balkan Insight“.

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7 Kommentare

  1. "more kitov" zu deutsch übersetzt würde "meer aus walen".bedeuten. und geld mit dem spiel bzw. mit der werbung in dem spiel muss der autor bestimmt nicht verdienen – für sowas bekommt man seine provision meisst im voraus. 

  2. Inzwischen drohen sensible Mitbürger ja schon mit Selbstmord, weil der Nachbar „Angry Birds“ spielt. Durch das massenhafte Töten von „grünen Schweinen“ fühlen sie sich persönlich bedroht und angegriffen.

  3. mir wurde auch schon der tod angedroht, weil ich als nahekelerfahrung meinen finger in merkels mumu stecken wollte.doch ich hab mir zum glück vorher hilfe gesucht, nicht auszudenken, den geruch hätt ich nie mehr vom finger wegbekommen.

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