SPÖ, ÖVP & FPÖ bereiten sich schon auf Koalitionsverhandlungen vor

Kern, Kurz und Strache bereiten sich schon mental auf die wohl bald notwendigen Koalitionsverhandlungen vor. Einer von den Dreien wird verlieren.

Von Marco Maier

Mit Sebastian Kurz als neuem ÖVP-Obmann und einer bereits im Herbst stattfindenden Nationalratswahl werden die politischen Karten in Österreich neu gemischt. Die (einstige) Große Koalition aus SPÖ und ÖVP gilt als überlebt, wenngleich man in Teilen der beiden Parteien dennoch diese Regierungskonstellation bevorzugt.

Auch Christian Kern, seines Zeichens SPÖ-Chef und Bundeskanzler, würde lieber mit der ÖVP als mit der FPÖ koalieren, doch auch er weiß, dass das beide Parteien in die politische Bedeutungslosigkeit drücken kann. Rot-Grün bzw. Rot-Grün-Pink, die in der SPÖ auch als gute Koalitionsvarianten gelten, gehen sich jedoch rechnerisch nicht aus.

Sebastian Kurz hingegen gilt als Freund einer Koalition mit der FPÖ. Einerseits wurde er während der Schüssel-Ära politisiert, andererseits hofft er darauf, zusammen mit den Freiheitlichen eher auch eigene Positionen umsetzen zu können. Zumindest gesellschaftspolitisch gibt es ja auch dort mehr Überschneidungen als mit der SPÖ. Wirtschaftspolitisch sieht das allerdings wieder etwas anders aus.

Und Heinz-Christian Strache? Der FPÖ-Obmann sitzt quasi im gemachten Nest, zumal SPÖ und ÖVP nicht mehr wirklich miteinander wollen und somit die FPÖ als möglicher Koalitionspartner einer der beiden Parteien gilt. Er selbst dürfte eher für eine Koalition mit der ÖVP sein, jedoch ein politisches Bündnis mit der SPÖ vor allem strategisch zu schätzen wissen. Dennoch gilt für die Freiheitlichen in erster Linie: Zuerst kommen die eigenen Interessen und dann eine mögliche Regierungsbeteiligung. Und das heißt eben auch, weiterhin gegen Kern und noch mehr gegen Kurz auszuteilen.

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