Russlands Suche nach neuen Wirtschaftspartnern verläuft erfolgreich. Die Kooperation mit Singapur wird weiter ausgebaut.

Von Marco Maier

Während sich die EU und die USA darin übertrumpfen wollen, wer die Wirtschaftsbeziehungen mit Russland am erfolgreichsten Sabotieren kann, erkennt man in Südostasien das ökonomische Potential einer Kooperation mit dem größten Land der Erde. Unter den ASEAN-Ländern nimmt der Stadtstaat Singapur hierbei die wichtigste Rolle ein. Immerhin erreichte der bilaterale Handel zwischen beiden Ländern im letzten Jahr schon zwei Milliarden Dollar – und wächst weiter.

Neben der Lieferung von Agrarprodukten (neben Getreide und Fleisch) nach Singapur und der Investition von Unternehmen aus der ehemaligen britischen Kolonie in der russischen Agrarindustrie, sucht man auch weitere Geschäftsfelder, von deren Entwicklung beide Staaten profitieren. Auch deshalb möchten der Stadtstaat und die von Russland geführte Eurasische Wirtschaftsunion (EAEC) noch in diesem Jahr ein Freihandelsabkommen abschließen, welches den Handel erleichtern soll.

Sowohl für Russland als auch für die ASEAN-Länder ist der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen eine große Chance zur weiteren wirtschaftlichen (und vor allem wirtschaftsgeografischen) Diversifizierung. Neue Exportmärkte offenbaren hierbei neue Chancen und sorgen dafür, dass die Abhängigkeiten von bestehenden Haupthandelspartnern reduziert werden. Zudem wird so auch die in den jeweiligen Ländern angebotene Produktpalette erweitert.

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14 KOMMENTARE

  1. Dem Artikel ist ein interessantes und gleichzeitig nachdenklich machendes Foto vorangestellt. 

    Es zeigt einen nur teilbeladenen Feeder. So etwas hat man vor 2012 auf dem NOK nie zu Gesicht bekommen.- Der Handel mit Russland ist sichtbar eingebrochen, und es wird Zeit dass sich hier wieder etwas bessert.

    Und wenn die deutsche Wirtschaft nicht aufpasst, landen sie am Tampen. 

  2. Die völkerrechtswidrige Okkupation der Krim aus primär militärstrategischen Motiven stellt an uns die Grundsatzfrage, wieviel unsere Ideale wert sind.

    Das Schicksal fragt uns, ob Völkerrecht oder Handelsprofite unser Imperativ sind.

    Sollten wir um schmutzigem Profits willens die Charakterlosigkeit begehen, weiter mit Rußland Handel zu treiben und in schändlicher Weise das Unrecht, dass man den Ukrainern antat mißachten, wie es der Autor unterschwellig propagandiert?

    Nein, eine solche Schande ist nicht akzeptabel. Vom Grundsatz her, sollte ein Land eine ethische Politik betreiben und auf Völkerrechtsbrüche reagieren.

    Soweit das Grundsätzliche.

    —————————————————————–

    Realpolitik vs. Ethik

    Das Problem dieser Angelegenheit liegt für eine der Ethik verpflichteten Regierung darin, dass es sehr viele Staaten auf diesem Planeten gibt, die das Völker- und Menschenrecht in den Dreck treten, wie z.B. USA, GroßBrittanien, Frankreich, Rußland, Israel, Saudi-Arabien, Mexiko, Australien und viele mehr.

    Wollte man gegen alle solche Schurkenstaaten Sanktionen verhängen, steht man vor dem Dilemma, fast keinen Handel mehr treiben zu können.

    Eine ethische Regierung müßte sich also eine Verfahrensweise zurecht legen, mit der sie Völkerrechtsbrüche ahndet, ohne sich selbst international zu isolieren. Dies ist eine sehr knifflige Aufgabe über die man intensiv nachdenken muß und ich bin außerstande, spontan dazu eine Patentlösung zu formulieren. Man wird darüber grübeln müssen…

    • ??

      Bitte ein bisschen Geostrategisch denken. Also bei so einem geschreibe muss ich echt weinen-.-

      Okkupation, und dann noch völkerrechtswidrig?? Natürlich wäre dann noch die Stimmabgebade der Menschen zu ignorrieren, die da stattfand.Das ist so als würde ein Land, dass sich eingekreist fühlt, sich nicht verteidigen dürfen nur weil es Rußland heißt.  Äähhhmmmm, sehe ich das falsch oder richtig???? Wenn sie hier neue Kommentare schreiben, bitte Geschichte lernen.

    • Die Krim gehörte schon immer zu Russland. Nur Chruschtoschow, ein Sowjet-Führer und Ukrainer, schenkte die Krim der Ukraine. Da damals alle im selben Verbund waren, störte das niemanden. Nun ist alles anders, und Einwohner der Krim haben für Russland gestimmt. Der Regimwechsel in der Ukraine war nichts anderes als ein Putsch, von der CIA gesteuert und von der USA und EU finanziert. Nicht den Ukrainern wurde Unrecht getan, den vor allem russisch stämmigen Ost-Ukrainern wurde Unrecht getan. Nur zum Glück konnten sie sich gut wehren und behaupten. Die EU hat sich mit den Sanktionen gegen Russland selbst in das eigene Fleisch geschnitten. Russland wurde nur noch stärker und unabhängiger. Und Russland erschliesst eigene Märkte. Die Zentralbank gehört nicht mehr der Rothschild-Gruppe. Russland ist das totalste souveräne Land, mit einer staatseigenen Zentralbank. Zudem richteten sie ein eigenes Zahlungssystem ein. Und hört endlich auf damit nur immer mit dem Völkerrecht zu argumentieren. Die USA treten es dauernd mit Füssen. Libyen, Irak, Afghanistan usw, seit dem 2. Weltkrieg haben sie in über 190 Konflikten, Kriegen, Putsches usw die Hände im Spiel.

       

      • Sie irren. Die Krim gehört nicht zum russischen Stammland sondern war nur temporär durch die Eroberung durch Zarin Katharina Teil Rußlands.

        Später gehörte sie temporär zur Ukraine. Rußland und Ukraine haben also beide aus der Geschichte heraus gleich große bzw. kleine Ansprüche auf die Krim.

        Doch die Krim war zuletzt ukrainisches Gebiet, folglich war der Einmarsch russischer Truppen ein Angriff auf ein fremdes Staatsgebiet und damit völkerrechtswidrig.

        • Da irren Sie sich wahrscheinlich. Selbst Völkerrechtler sagen es war keine Annexion, sie beantworten diese Fragen immer mit Jein. D. H. durch die Abstimmung wurde die Aktion legitimiert. Wenn der Westen, die USA irgendwo einen Putsch veranstalten, schreit niemand nach dem Völkerrecht. Was war denn in der Ukraine? Es wurde ein legitimierter Präsident wegeputscht. Es wurde bekannt, dass die Leute, die zuerst schossen alle in Ostpolen ausgebildet wurde. Putin sagte selbst: Wir kennen sogar die Namen der Instruktoren. Komischerweise wurde dieser Putsch in unserer Mainstream-Presse legitimiert. Was natürlich völlig einseitig ist und war. 

           

          • Völkerrechtler haben nur eine Meinung. Meinungen gehen auseinander. Wir sollten unseren eigenen Verstand bemühen.

            Und was die USA macht, ist bei der Krimfrage irrelevant, da man nicht ein Unrecht mit einem anderem Unrecht legal machen kann.

  3. Uebrigens, betreffend der Ukraine. Das Stammland war nur die Region um Kiew. Dann schenkte ihnen der Zar den Donbass, Stalin schenkte nach dem Krieg das Gebiet im Westen und am Schluss kam noch das Geschenk von Chruschtschow. Das meiste als Geschenk bekommen, wo war denn hier das "Völkerrecht"?

     

    • Sie haben da nicht Unrecht.

      Die Verschenkung der Krim durch Chruschtschow war genausowenig völkerrechtskonform, wie die Eroberung durch Zarin Katharina.

      Wir erkennen daran, dass weder Rußland noch die Ukraine einen völkerrechtlichen Anspruch aufgrund ihrer Geschichte haben.

      Was bleibt ist die Tatsache, dass die Krim Staatsgebiet der Urkraine war, als russische Truppen einmarschierten. Und Angriffskriege auf fremdes Staatsgebiet aber sind völkerrechtswidrig.

      Die völkerrechtliche Komponente entscheidet sich also nicht aufgrund der Vergangenheit, sondern aufgrund der Staatskonstrukte der Gegenwart. Rußland ist folglich ein Völkerrechtsbrecher.

      • Richard im Gegensatz zum Westen hat Russland die Menschen abstimmen lassen. Und die Menschen haben sich klar für Russland entschieden. Hätten sich die Menschen für die Ukraine entschieden, hätte Russland dieses Akzeptiert. Die Transatlantischen Verbrecher, versuchen Russland mit allen Mitteln zu schwächen

        • Rußland kann sowenig in der Ukraine Russen über ukrainisches Staatsgebiet abstimmen lassen, wie die deutsche Regierung Deutsche in Rußland über russisches Gebiet.

          Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass es im Völkerrecht einen Paragraphen gäbe, der es Minderheiten gestattet, Staatsgebiet ihres Gastlandes über Wahlen ihrerm Heimatstaat zuzuführen. Solch ein Landraub über Wahlen ist abgrundtief völkerrechtswidrig.

          Und Rußland hätte Wahlen mit einem anderen Wahlausgang auch nicht akzeptiert, das die Besetzung der Krim aus militärstrategischen Gründen erfolgte. Die Wahlen waren nur propagandistisches Feigenblatt für ein Völkerrechtsverbrechen.

  4. Russland und Singapur bauen die wirtschaftliche Kooperation aus – während bei uns nach dem letzten Hosenknopf éiner alten Wehrmachtuniform fahndet um sie zu kofizieren – es droht Gefahr von Rechts!

  5. Russland war immer, auch im kalten Krieg, ein zuverlässiger Handelspartner. Das in jeder Hinsicht. also den eigenen Lieferungen, der Warenabnahme und last not least, im Begleichen von Rechnngen oder Kredittilgungen.

    Russland war ein Garant der Produktabnahme vom unbearbeiteten landwirtschaftlichen über Hightech-Produkte bis hin zum Erwerb von Lizenzen.

    Ein vergleichbares Land muss man erst finden.

    Merkel und die GroKo (sicher auch im atlantischen Auftrag) unternehmen alles, dass dieser Handelspartner für die Staaten der EU auf Dauer ausfällt. Der Westen ist längst nicht mehr der alleinige Anbieter von Hightech.

    Wahrscheinlich kann man Kriegsvorbereitungen gegen einen Staat leichter vorantreiben, wenn mit ihm kaum noch Handelsbeziehungen bestehen. Auch das sollte man als mögliches Argument nicht vernachlässigen.

    Mit der wirtschaftlich notwendigen Orientierung Russlands nach Asien wird es gleichzeitig dort auch zu einem wichtigen Interessenpartner in anderen Fragen werden.

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