Die russische Luftwaffe im Einsatz. Bild: cont.ws

Das Koordinationsabkommen soll Flugzeugzusammenstöße über dem syrischen Luftraum verhindern.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Russische Regierungsvertreter haben bekanntgegeben, dass nach einem Telefongespräch zwischen den Generalstabschefs General Valery Gerasimov und General Joe Dunford die Vereinigten Staaten von Amerika und Russland sich wieder an die Bestimmungen eines gemeinsamen Memorandums halten werden, das 2015 unterzeichnet worden ist, um die Koordination von Kriegsflugzeugen im Luftraum über Syrien zu regeln.

Es hieß, dass die beiden Generalstabschefs auch die laufenden Bemühungen diskutiert haben, das Waffenstillstandsabkommen von Astana und den Friedensprozess zu unterstützen, obwohl die Vereinigten Staaten von Amerika in der Praxis höchstens ambivalente Zuschauer bei diesem Abkommen sind, das von Russland, Türkei und Iran verhandelt wurde.

Das Memorandum aus dem Jahr 2015 hatte den Zweck, eine gewisse grundlegende Sicherheit für Kampfflugzeuge der Vereinigten Staaten von Amerika und Russlands zu gewährleisten, die in Syrien operierten, indem ausreichende Informationen untereinander ausgetauscht wurden, damit nicht die Flugzeuge der beiden Länder ineinanderkrachten. Als in den Vereinigten Staaten von Amerika die Spannungen mit Russland eskaliert wurden, distanzierten sich Regierungsvertreter zunehmend von dem Abkommen.

Obwohl die Vereinbarung zu Beginn 2017 fast so gut wie tot war, ging sie letzten Monat gänzlich den Bach hinunter, als die Vereinigten Staaten von Amerika einen syrischen Luftwaffenstützpunkt angriffen und Russland seinen Rückzug aus ihr bekanntgab, um sein Missfallen auszudrücken. Obwohl eher nicht so wichtig, hat das Abkommen es geschafft, die beiden Luftkriege bisher so zu regeln, dass sie sich nicht gegenseitig übers Kreuz kamen.

7 KOMMENTARE

  1. Zur nächsten Präsidentschaftswahl in Syrien stehen zur Auswahl: Putin, Trump, Netanjahu und Erdogan. Assad darf auszählen.

  2. Seit dem Indianer-Holocaust in Nordamerika haben die US Hooligans noch nie Verträge und Vereinbarungen eingehalten. Das liegt denen in den Genen.

    Leider begreifen auch die Russen das immer noch nicht, denn was z.B. 1945 wirklich hinter der Bombardierung Dresdens/Prags steckte haben sie ja auch immer noch nicht begriffen.

    Diese inkonsequente Handlungsweise baden dann die Syrer aus – und letztlich wir hier.  

    • wie jezz,was könn die dafür wenn die zivilisten in amerikas sandkästen sich ständig in die schusslinie von deren hellfires und anderen geschossen werfen? da kann man unseren freunden doch keinen vorwurf für machen.wenn dann ein deutscher oberst tankwagen in afghanistan attackieren lässt und die sich alle als menschliche schutzschilde um das geklaute benzin scharen, ist das genauso zu vernachlässigen,kliniken und rote kreuz stützpunkte eingeschlossen versteht sich.

  3. Bist wohl 100 Jahre zu spät geboren. Fragen wir doch mal H. G. Wells, ob er dir eine Trip nach Stalingrad, Januar 1943, spendiert… Würde dir sicher gefallen und kannst dir sogar aussuchen ob du im Nord- oder Südkessel erfrierst, da du den 2. WK doch so liebst. 

    • @Shmidt
      Nun, es sind wohl tatsächlich eher die Russen, die ohne ihren Sieg in WWII nichts hätten, worauf sie sich positiv beziehen könnten. Bestes Beispiel: Putins „Nachtwölfe“, die auf Made in USA Moppets ihre „Siegestour“ nach Berlin machen.
      Ein ganz negativer Aspekt sowjetnostalgischer Politik ist auch das ständige Drohen gegenüber den baltischen Völkern, wenn die ihre Freiheitskämpfer feiern. So dreist sind nicht mal die Franzosen gegenüber Algerien.

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