Den Papstbesuch in Portugal möchte ich zum Anlass nehmen, das Phänomen Fatima einmal unter die Lupe zu nehmen. Dabei sehen wir uns erst mal das Chaos an, den ein 24-stündiger Papstbesuch anrichten kann. Morgen dann mehr zu den Begleiterscheinungen der Wallfahrt – Profitgier einerseits und Spiritualität andererseits. 

Von Rui Filipe Gutschmidt

Portugals Marienwallfahrtsort Fatima feiert am 13. Mai den 100. Jahrestag der Marienerscheinungen der „Cova de Iria“. Zu diesem Anlass kommt Papst Franziskus nach Portugal und wird bei dieser Gelegenheit die beiden Kinder, die kurze Zeit später starben, heilig sprechen. Doch all das ist für die zutiefst Gläubigen, in deren Leben die Religion eine zentrale Rolle spielt und die mit Begriffen wie „heilig sprechen“ oder „seelig sprechen“, „Wunder“ und „Kerzenprozession“ etwas anfangen können. Ich möchte hier ein paar andere Aspekte ansprechen.

Zunächst einmal wären da die Kosten für den Steuerzahler, die Probleme mit der Sicherheit, die gesamte Logistik oder auch die Probleme bei der Anreise von bis zu einer Million Menschen. Es stellte sich heraus, dass hier die Achillesferse in der  Planung des Papstbesuches liegt. Trotz geschätzter 100 Millionen Euro Kosten für den portugiesischen Staat, scheint es nicht möglich ein gewisses Chaos zu verhindern. Sicherlich werden die Besucher auch viel Geld nach Portugal bringen, aber 100 Millionen? Nun ja, man kann wohl nicht alles aufs Finanzielle reduzieren, obwohl viele – gerade rund um Fatima – genau das tun. Doch zunächst mal das Chaos.

Chaos bei der Anreise

Während Papst Franziskus mit der Al Italia heute (12.5.) um 16:00 Uhr Ortszeit auf dem Luftwaffenstützpunkt „Monte Real“, bei Sintra landet und dann die 40 Kilometer nach Fatima per Helikopter zurücklegt, ist die Anreise der Besucher aus aller Welt, in diesem Jahr besonders schwierig. Die meisten Portugiesen pilgern, traditionell zu Fuß und in Gruppen nach Fatima, um ein Versprechen einzulösen. Doch wer von weit her kommt, für den ist der tagelange Fußmarsch keine Option. Zur „Internationalen Prozession“ werden mindestens 12.500 Gläubige aus aller Welt erwartet. Natürlich werden Landsleute des Papstes aus Argentinien dabei sein, aber auch Chinesen, Süd-Sudanesen und sogar ein Ehepaar aus Neu Kaledonien hat sich für die Prozession angemeldet.

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Portugal hatte schon im Vorfeld das Schengenabkommen ausgesetzt und die Grenzkontrollen vorübergehend wieder eingeführt. Dabei wurden bis gestern Abend 20.000 Fahrzeuge und 57.000 Personen kontrolliert. Es kam zu 14 Festnahmen und 39 Personen wurde die Einreise verweigert. Einer von ihnen war ein Asylbewerber aus Deutschland, der laut Asylregelung Deutschland nicht hätte verlassen dürfen. Die genauen Gründe hierfür sind nicht weiter bekannt. 

Für alle die einreisen durften und besonders für die vielen Pilger, die nicht selten mit Blasen an den Füssen und allerlei gesundheitlicher Probleme ankommen, steht ein Gesundheits- und Notfallplan zur Verfügung. 1.400 Ärzte, Pfleger und Gesundheitspersonal generell, 10 Krankenhäuser, 5 Hubschrauber und zu guter Letzt noch, ein Heer von freiwilligen Helfern auf den Hauptpilgerwegen stehen bereit für kleine Wehwehchen und auch für schwere Fälle. Der strömende Regen und kalte Winde – etwas nördlich von Fatima deckte ein Minitornado Dächer ab und sorgte für leichte Verletzungen bei zwei Personen – machen den Pilgern zu schaffen. 

Auf dem Lissabonner Flughafen kam es ebenfalls zu chaotischen Zuständen. Die Treibstoffversorgung hatte ein Problem, dem ein Streik beim Bodenpersonal vorausgegangen war und das sorgte wiederum für immer länger werdenden Verspätungen, bis hin zu annullierten Flügen. Bis zu 50.000 Passagiere hingen auf dem Flughafen fest. Manche hatten das Glück eines der Kampagne-Betten, die von Katastrophenschutz aufgestellt wurden zu bekommen, doch viele mussten auf dem Boden schlafen. Für die Menschen, die nach Fatima wollten, wurde auch die Reiseplanung durcheinander geworfen.

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13 thoughts on “Papstbesuch in Portugal – Zwischen Chaos, Spiritualität und Profitgier in Fatima”

  1. Dazu fällt mir doch der Immanuel Kant ein:

     

    Ich nehme ernstlich folgenden Satz,

    als eines keinen Beweises benötigten

    Grundsatz an:alles,was außer dem guten Lebenswandel

    der Mensch noch tun zu können vermeint,

    um Gott wohlgefällig zu werden,

    ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes

    Kant

  2. Nein, es gab dieses Jahr keinen Papstbesuch in Fatima, denn……"es gibt nur einen Papst, und der heisst Benedikt XVI" So las ich es inzwischen mehrfach als Graffiti hier in Stadt Florenz, wo ich wohnhaft bin.

    Die Wahl des Bergoglio ist nach kanonischem Recht ungueltig. Sie wurde von Clinton/Obamba/Soros ueber den Zaun gebrochen. Bitte googlen: Antonio Socci, "Non è Francesco". Gleichzeitig hat Benedikt die Papstgewaender nie abgelegt: Benedikt ist anders als alle Vorlaeufer, die Verzicht uebten und dem Stuhle Petri entsagten, nie in den Kardinalsstand zurueckkgekehrt. Der emiritierte Papst Benedikt ist ein Unikum in der Geschichte der Paepste. Benedikts Schicksal war da besiegelt, wo er er in seiner Regensburger Rede dem Islam seine Grenzen aufzeigte und sich so gegen das 2.te Konzil stellte, das die fatale Oeffnung zum Islam einlaeutete. Benedikts Leitfaden war der Kampf gengen den Relativismus, der uns glauben machen will, dass alle Religionen gleichwertig seien. Kurzum: Benedikt nicht mehr hilfreich…..und abserviert.

    zu Bergoglio: aus Berglios Zeit in Argentinien ist bekannt, dass er zu den schaerfsten Benediktkritikern gehoerte. Von seinem Wirken als Bischof von Buenos Aires wissen wir von Bergoglio, dass er die meiste Zeit damit verplemperte, den interkulturellen Dialog zu foerdern und sich beim Islam einzuschleimen. Gehaessige Ausfaelle gegen Benedikt sind von Bergoglio schon aus seiner argentinischen Zeit bezeugt.

    Bergolios vorlaeufiges Meisterstueck ist die Enzykika Laudato Si, die er in aller Eile zusammengehauen hat: dabei standen merkelnahe deutsche Protestanten dem Bergoglio hilfreich zur Seite. Laudato Si ist eine Klimaenzyklika, die sich um Mutter Erde sorgt: also, nicht mehr Mutter Gottes, sondern Mutter Erde. Damit ist  Bergoglio das Kunststueck gelungen, das katholische Credo auf das Niveau einer heidnischen HottenTotten Religion herabzuwuerdigen.

    Bergoglio liess sich in Rom von der oertlichen linken Schickeria gebuehrend abfeiern: auf grosse Flaechen wurden aufwendig die Abbilder vorgeblich bedrohter Tierarten projeziert: WAEHRENDDESSEN ERLITTEN IM NAHEN OSTEN ECHTE CHRISTEN DURCH DIE HAND DES IS HUNDERTTAUSENDFACH DEN MAERTYRERTOD.

    Bergoglio hat zwei Feinde: die Mafia und die Jungfrau Maria, ich erklaere:

    Bergoglio legt gerade einen pathologischen Eifer an den Tag, das Wunder von Medjugorje(Marienerschenung) zu entlarven. Das muss man wissen, wenn mn hier jetzt liest, Bergoglio waere gerade in Portugal aufgetaucht. Sicher, Bergoglio moechte ein bisschen von dem Glanz erhaschen, den die Fatimajuenger ausstrahlen. Gleicheitig moechte Bergoglio die Saat des Zweifels und des Boesen, den Relativismus nach Portugal tragen, denn: Bergoglio weiss, nur der urspruenglice Volksglaube kann ihm in seinem satnsichen Zerstoerugswerk noch einen Strich durch die Rechnung machen……und damit waeren wir bei der Mafia.

    Das italienische Inchino bedeutet soviel wie Verneigung, Knicks, Verbeugung: in den laendlichen Gebiten Kampagniens und Siziliens ist es so, dass bei den vielen Prozessionen, die im Laufe eines Jahres anstehen, der Zug jedesmal vor dem Haus des oertlichen Mafiapaten zum stehen kommt. Der Pate erscheint am Fenster oder auf dem Balkon, das christliche Volk gruesst brav seinen Paten: der Pate erteilt den Segen….dan geht der Zug weiter. Inzwischen erinnert sich "das Volk" wieder gerne an die heile und geordnete Welt der Mafia. Das macht die roten Socken und die Verraeterkirche des Bergoglio wahnsinnig. Darum auch wurden die Maertyrer im Kampf gegen die Mafia, Giovanni Falcone, Staatsanwalt Borselino und wie sie alle heissen vom System schon laengst zu Nationaleiligen(v)erklaert. Scheint jedoch immer mehr so, dass das Volk des Suedens die Sache ein bisschen anders sieht.

     

     

     

    1. Die neuen Kirchen in Fatima und San Giovanni Rotondo – Tempel der neuen Weltreligion?

      San Giovanni Rotondo – Kirche San Pio da Pietrelcina

      Fatima – Basilika der „Allerheiligsten Dreifaltigkeit“

      In 12 Prophezeiungen werden Probleme für das Pontifikat vorhergesagt 

  3. Bendikt zitierte den heiligen Agustinus im Bundestag.Auch dadurch ist er in Ungnade gefallen.

     

    Papst Benedikt XVI. im Deutschen Bundestag

    "Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande", hat der heilige Augustinus einmal gesagt. Wir Deutsche wissen es aus eigener Erfahrung, dass diese Worte nicht ein leeres Schreckgespenst sind.

     

     

    Er wusste was die Gangsterbande in Berlin und Brüssel vorhaben. Es ist das was zur Zeit um uns herum läuft.

     

    Keine Rente mehr und vieles andere fällt weg.

    Maut, an dem durch die Mehrwertsteuer der Staat/Regierung mitverdient.

    EEG-Umlage an der, der Staat/Regierung mitverdient. Und so weiter

  4. Möchte man den Namen BERGOGLIO schreiben, gibt man folgende Codes auf dem Nummernblock auf der rechten Seite der Tastatur ein:                                                                               Taste Alt +66 = B                Taste Alt +69 = E          Taste Alt +82 = R                             Taste Alt +71 = G               Taste Alt +79 = O          Taste Alt+71 = G                               Taste Alt + 76 = L               Taste Alt + 73 = I          Taste Alt + 79 = O                              Addiert man die Zahlen der Nummerncodes, kommt folgendes heraus :                              66+69+82+71+79+71+76+73+79 = 6 6 6                                                                           Kann das Zufall sein oder ist es nur eine Zahlenspielerei?

  5. Übrigens kann man Tote nicht nachträglich heilig sprechen..das ist Unsinn.

    Es ist göttliche Gnade..die von oben kommt..und kann nicht von anderen herbeigeführt werden.

     

    Nur wenige gehen den Pfad des Lichts;

    nur die reinen in der Seele können das Licht erfahren.

    Sri Aurobindo

  6. Dass in der RKK seit langem immer wieder Skandale über Missbrauch von Kindern ans Licht kommen, ist ja wahrlich nichts Neues. Dass  aber diese Kinder nun auch noch posthum missbraucht wurden ist ein Novum!

    In dieser Kirche blüht der Satanismus, Gott und Jesus Christus sind nur noch Ettiketten!

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