Offener Brief von Ursula von der Leyen an die Angehörigen der Bundeswehr

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich am 1. Mai in einem offenen Brief an die Angehörigen der Bundeswehr gewandt.

Von Redaktion

Von der Leyen spricht sich dafür aus, Missstände offen zu benennen und zu diskutieren. Gleichsam sei sie „fest davon überzeugt“, dass die übergroße Mehrheit der Bundeswehrangehörigen „in den Einsätzen oder im Grundbetrieb tagtäglich anständig und tadellos ihren wichtigen Dienst für unser Land leistet“. 

Hier der Offene Brief im vollen Wortlaut:

Liebe Soldatinnen und Soldaten, liebe zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeswehr,

Sie alle haben in der vergangenen Woche erfahren, dass unsere Bundeswehr nach den Vorfällen in Pfullendorf, Bad Reichenhall und Sondershausen erneut negativ in die Schlagzeilen geraten ist. Staatsanwaltschaft und MAD ermitteln gegen einen Oberleutnant aus unseren Reihen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Noch ist nicht vollständig erwiesen, wie schwer das Fehlverhalten des Beschuldigten gemessen an den Normen des Strafrechts wiegt und es ist auch noch nicht abschließend geklärt, welche Rolle andere Beschäftigte der Bundeswehr in dieser ernsten Angelegenheit spielen. Ich habe darüber hinaus den Generalinspekteur angewiesen, das militärische Umfeld des Beschuldigten auf weitere extremistische und fremdenfeindliche Tendenzen auszuleuchten, aber auch intensiv der Frage nachzugehen, warum existierende Hinweise auf problematische Tendenzen über so lange Zeit in der Truppe folgenlos bleiben konnten. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich zum gegenwärtigen Stand der Ermittlungen auch nicht auf jedes bereits zu Tage geförderte Detail öffentlich eingehen kann und darf.

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Ich möchte Sie heute um Ihr Vertrauen bitten und um Geduld. Ich weiß, dass es für alle Angehörigen der Bundeswehr augenblicklich sehr hart ist, die öffentliche Diskussion zu verfolgen. So manches verkürzte öffentliche Urteil über die Bundeswehr erscheint in seiner Pauschalität überzogen und ungerecht. Als Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt bin ich nach wie vor fest davon überzeugt, dass die übergroße Mehrheit von Ihnen ob in den Einsätzen oder im Grundbetrieb tagtäglich anständig und tadellos ihren wichtigen Dienst für unser Land leistet. Auch die große Mehrheit der Bundeswehrangehörigen, die Führungsaufgaben wahrnimmt, tut dies mit großem Verantwortungsgefühl für die ihnen anvertrauten Menschen und voller Respekt vor der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Dafür lege ich nach dreieinhalb Jahren Erfahrung mit der Truppe jederzeit meine Hand ins Feuer.

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Wahr ist aber auch, dass wir nach allem, was wir inzwischen wissen, gegenüber der Öffentlichkeit und dem Parlament nicht mehr von Einzelfällen sprechen können. Zu groß ist die Zahl der Vorfälle, zu gravierend die zutage getretenen Fehlentscheidungen, wie zum Teil auf vorgesetzten Ebenen mit klaren Verfehlungen umgegangen wurde. Die Bundeswehr ist keine Institution und auch kein Arbeitgeber wie jeder andere. Die Bundeswehr ist existenziell darauf angewiesen, dass ihr guter Ruf in der Bevölkerung, aber auch im Parlament Bestand hat. Deswegen müssen wir Missstände offen aussprechen und diskutieren.

Es geht darum, welche Haltung wir als Angehörige der Bundeswehr repräsentieren und einnehmen. Welches Meinungsspektrum ist in einer demokratischen Institution wie unserer erlaubt und auszuhalten? Und wo ist die Grenze zum Extremismus überschritten, den wir in keiner Form in der Truppe dulden? Was ist angemessener militärischer Ausbildung und Erziehung geschuldet und wo überschreiten wir die Grenze zu überzogener Härte, Herabwürdigung und Schikane? Und ganz besonders wichtig: Welche Unregelmäßigkeiten und Missstände regeln wir kameradschaftlich untereinander und wo ist auch nach unserem Verständnis von soldatischer Führung die Grenze zu pflichtwidrigem Wegschauen aus falsch verstandenem Korpsgeist überschritten. Ob Pfullendorf, ob Sondershausen, Bad Reichenhall oder nun der Fall des Oberleutnants, für dessen fragwürdige Gesinnung es frühe Hinweise gab: Die Summe der in den vergangenen Wochen zutage getretenen Ereignisse zeigt dem Generalinspekteur und mir, dass es in zu vielen Bereichen der Bundeswehr keinen Konsens über diese wichtigen Punkte zu geben scheint. Deswegen müssen wir handeln. Wir müssen unsere Haltung klarer definieren, wir müssen unsere Ausbildungskonzepte hinterfragen – von den Mannschaften bis zu den Offizieren – und über Sicherungsmechanismen nachdenken, die Folgen gravierender Fehleinschätzungen wie im Fall der Masterarbeit oder unterbrochener Meldeketten wie in Pfullendorf ausgleichen.

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Die Bundeswehr lebt davon, dass auf allen Ebenen Verantwortung übernommen wird in dem klaren Wissen, was von Führung erwartet wird. Wenn diese Führungsverantwortung nicht mehr ausgefüllt wird, dann funktioniert in unserer Bundeswehr etwas ganz Grundlegendes nicht mehr. Als Verteidigungsministerin, die jederzeit die Gesamtverantwortung für alles trägt, was in der Bundeswehr geschieht, möchte ich Sie deswegen von Herzen bitten, den schmerzhaften, aber notwendigen Prozess der schonungslosen Aufklärung und Diskussion zu unterstützen, der uns in den kommenden Wochen und Monaten bevorsteht. Die Sicherheitslage hat sich für alle wahrnehmbar verschärft. Deutschland braucht gerade jetzt seine Bundeswehr und ist auch nach langer Zeit wieder bereit, in die Modernisierung und Zukunftsfähigkeit seiner Streitkräfte zu investieren. Ich weiß, die Mehrheit von Ihnen leistet einen hervorragenden Dienst, aber in dieser Phase ist es wichtiger denn je, dass die Truppe nach innen und außen alles für ihre Glaubwürdigkeit tut.

Dr. Ursula von der Leyen

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20 Kommentare

  1. Nachtrag:

    Liebe BW- Angehörende! Leider habe ich es nicht über mein Herz gebracht, Ihnen gegenüber zu betonen, dass ich es als Kriegsministerin dieses Landes nicht verstanden habe, solche und ähnliche Zustände rechtzeitig auszumerzen.  Nehmen Sie mein Bedauern darüber entgegen. Als sichtbares Zeichen meiner Einsicht in die von mir, und von den mir unterstellten Soldatinnen und Soldaten begangenen Fehlern und Unterlassunge:

    Trete ich mit sofortiger Wirkung von dem Amt des Kriegsministers zurück!!

    DAS wäre Staatsfräuisch gehandelt!!!!

    1. Den Nachtrag nach dem Muster vom Querdenker könnte ich voll und ganz begrüßen. Macht sich generell nicht gut, wenn man in der Politik längst der Allgemeinheit bekannte Fakten leugnet, schon gar nicht als Ministerin. Kein Rückgrat, kein Ehrgefühl, kein Anstand, derartige Emanzen braucht D nicht!

       

  2. Wenn das kein Bekenntnis ist, daß sich sich mit ihrer Emanzen-Karrierengeile verrannt hat, dann weiß ich nimmer. Verrücktes Frauenzimmer, das eine theatralische Podiumstänzerin sein mag, aber von ihrer Aufgabe, die sie sich unter den Nagel gerissen hat, nicht`s versteht.

    Schuster bleib bei deinem Leisten, in diesen Fall bei den 7 Zwergen.

  3. Muss sich Fr. VdL nun selbst anklagen, denn denn der Krieg Deutschlands gegen Afghanistan ist ein eklatanter und grausamer Fall von Fremdenfeindlichkeit.

  4. Dann fang doch mal an, werte Flintenuschi! Klär den mysteriöse Mord am deutschen Bundeswehrrekruten auf dem Truppenübungsplatz zu Büdeln auf!

     

    In die spätabendliche Quasselschow bei Domian hatte es auch ein ehemaliger Bundeswehrangehöriger geschafft, welcher in Büdeln Teile seinerGrundausbildung erhielt. 

     

    Mord an Bundeswehrrekruten auf dem Truppenübungsplatz Büdeln:

    In der WDR-Quasselsendung bei Domian, meldete sich vor eingen Jahren ein Anrufer, der einfach mal herausschreien wollte, was in unserem tollen BRDDR-Laden völlig unkommentiert abläuft: Bei einer Nachtübung wurde sein Nebenmann, ebenfalls BW-Rekrut, erschossen. Das war alles, was er und seine Kameraden, die dabei waren, von dem Vorfall mitbekamen. Am nächsten morgen und auch danach war das Thema tabu! – Der gute Domian konnte mit der Schilderung überhaupt nichts anfangen. Wer weiß mehr?

    1. Toter Rekrut? Und totgeschwiegen? Gottchen nee, wir müssen uns halt langsam an die Maßstäbe der bolschewistischen Dritten Welt gewöhnen. Da heißt es in den Medien ungefähr so: „Ach ja, dieses Dorf hinter dem Schießplatz. Manchmal fallen da halt Kugeln herunter. Aber die Häuser werden immer sofort repariert. Kein Grund zur Aufregung.“
      Dritte Welt halt.

  5. Genossin Ferkel hat derweil mit den Saudis einen Waffendeal ausbaldowert, der die Scheichs in die Lage versetzt den Jemen zu massakrieren, die daraus resultierenden Flüchtlinge aus dem Jemen sind dann unser Bier.

    Genossin Ferkel lässt auch syrische "Flüchtlinge" in unserer BW ausbilden, damit sie in ihrer Heimat gegen Assad kämpfen können. Die daraus resultierenden "Flüchtlinge" sind dann unser Bier.

    Genossin Ferkel unterlässt keine Gelegenheit, dass öffentliche Interesse von sich auf Genossin Laien zu lenken. In Absprache untereinander, versteht sich ! Die daraus resultierende Desinformation ist unser Bier.

    Ich würde meinen, unser Bier ist es endlich die Schaumkronen wegzublasen !

    1. aus dem walde erhalt uschis bitte, klatsch mit der hand auf meine titte……….

      so oder ähnlich kommt mir ihr aufruf vor mißstände offen zu benennen.buffalo bill sagte dazu: wer die wahrheit sagt braucht ein schnelles pferd.

      ich schlag mich als justizminister vor, und werde die bösen drogendealer bitten ihre drogen zu vernichten und sich selbst zu stellen.laut unserer bundesregierung werde ich dann der erfolgreichste drogenbekämpfer aller zeiten werden, und das bevor ich überhaupt luft geholt hab diese botschaft zu posaunen.

  6. Hier jetzt einfach mal ein fiktiver Fake Brief:

     

    Liebes Kanonenfutter,

    ich bin wirklich erfahren darin einen Kindergarten durch eine Kinderfrau organisieren zu lassen und schrecke auch nicht davor zurück meinen Vater für unmündig erklären zu lassen, wenn er beliebt mal aus dem Nähkästchen zu plaudern, aber was ihr mein liebes Kanonenfutter hier nun mir bietet ist ja wohl das Allerletzte.

    Bin bin wütend auf Euch. Ich habe mich so für Euch eingesetzt, daß aus Euch nun endlich eine weltweit eingesetzte Söldnertruppe werdet, mit Kitas und Hüpfburgen in der Panzerhalle, SitzWC´s im Wüstensand, die im gleichen Geschlechterverhältnis und die Einführung von offiziell 83 Geschlechtsformen, mit Aufklärung über sexuelle Emanzipation und mit Schützenpanzern, in denen sogar Schwangere hinterm Knüppel sitzen können, um an der Ausbreitung der Freiheit und Demokratie in Somalia, Syrien, Mali, Serbien, Afghanistan…. und überall sonst noch wo das Weißbuch für Wirtschaftsinteressenvertretungen Euch so angedacht hat hinschicken wird.

    Wann ward ihr feigen schonlängerhierLebenden denn das letzte Mal an der russichen Grenze? Na überlegt mal, daß war vermutlich schon Eurer Opa, der sich damals verheizen lassen durfte als geostrategisches Fussvolk im großen Spiel. Nun aber ist es wieder soweit. Ich habe die letzten alten Panzer mobilisieren lassen und Euch wieder zu einem Lecker-EPA-1984-Essen nach Polen, Litauen und überall dort hingeschickt, wo man gerne mal tote Deutsche sehen möchte. Und was ist der Dank?

    Ihr meldet Euch als Flüchtling aus Syrien an! Gehts noch? Habt ihr auf der Hüpfburg lange Weile gehabt? Habt ihr Putinpropaganda gesehen? Hattet ihr einen Bewußtseinssprung trotz Fluorid-satt Kantinenessen? Ist Euch ein Ei bzw. Eierstock verruscht? Rede ich Suaheli? Ihr Luschen und Luschinnen.

    Seid mal ein bißchen mehr dankbar, daß ihr im Mittelmeer zusammen mit den Schleppergruppen die neuen Herren Europas mit abholen durftet und genießt den historischen Zeitpunkt. Wisst Ihr es eigentlich zu schätzen nun in Litauen sein zu dürfen, einem Land in dem die Kriminalität längst nicht so stark anstieg wie in Deutschland und in dem man auch nachts allein im Park sich noch als Frau bewegen kann. Na liebe Gefreitinnen, wißt Ihr das zu schätzen dort auf die Grünen Männchen Putins warten zu dürfen mit einem Gewehr, daß ich extra für Euch neu anschaffen ließ, um von dem kleinen Fehlinvest da oben am Himmel ohne Zulassung ablenken zu können.

    Friede durch gemeinsamen Handel war das Gründungsmotiv der EU offiziell, wißt ihr eigentlich wie schwer es war, endlich den Handel durch Sanktionen zu beenden und dann wieder für die Verdoppelung der Rüstungsausgaben zu werben? Wißt Ihr das eigentlich zu schätzen, wenn ich tagein tagaus mit irgendwelchen Rüstungsfirmen zusammen essen muss, um zu besprechen, ob im Flugzeug nun eine hellblaue oder eine rosa Tapete benötigt wird oder ob ein U-Boot innen auch braun sein wollte, nur mn und frau auch schon mal so ein Ding hinten verpaßt bekommt. Und ich dafür zu sorgen habe, daß dort Nasenhaartrimmer auch installiert werden, die auch für Anushaare geeignet sind?

    Ich bin wütend. Ehrlich. In keinem anderen Ministerium habe ich so etwas jemals erlebt. Ich habe, wenn ich hier mit Euch nicht weiterkomme, schon überlegt Günther Oettinger zu fragen, ob er nun nach Kommissar für Wirtschaft, Informationstechnologie, Haushalt einfach den Posten übernehmen will und Euch mal neu strukturiert. Das kann er bestimmt auch. Wie stark stieg nach seinem Arbeitsbeginn der Zuspruch für Europa bzw. die EU.

    Also derzeit arbeiten wir gerade alle alten Wehrmachtsgürtel um mit dem total weltanschaulich überarbeiteteten Spruch "Für Gott und Vaterland" Agenda 21 konform in "Für gottfrei und Satan und Transgender*innen Verrwaltungsgebiet" um. Das Koppelchen wurde nun deshalb ungefähr 3 Mal so groß, weil noch die Pyramide mit dem Auge von Viva drauf musste, sonst hätten wir in der jüngeren Zielgruppe vermutlich nicht soviel Kanonenfutter akquirieren können. Bitte tut mir ein Gefallen und meckert nicht gleich weider herum, wenn die Teile ausgeliefert werden, nur weil die 3kg schwer sind, aber wir hatten noch keinen eigenen RFID und deshalb haben wir diesen selbst entwickeln müssen und nun das Beste daran, wenn der Sensor meldet, daß Du nicht mehr lebend bist, wird automatisch bei deinem(r) Lebenspartner*in eine Betroffenheits SMS geschickt und ein Zinkdosenüberstellungsterminvorschlag gemacht und es geht dann automatisch eine Nachbestellung bzw. neuer Einberufungsbescheid raus. Genial oder? Die Idee hatte übrigens Carl Theo.

    So und nun pflügt mit Eurer Nase eine Furche gen Russland das wurde schon lange so beschlossen und ich hasse es hinter dem Zeitplan zurückzubleiben.

    Ach ja, wenn ich noch einmal einen Spind sehe in dem nicht Conschitta Dosenwurst hängt, sondern irgendeine normale Frau, dann gibts 666 Tage Kaffee Viereck, wegen verrätischer Einführung der Heterosexualität. Diesmal ziehe ich das durch.

    Bis bald an der Front.

     

     

  7. Diese ''Dame'' macht sich ernstlich Sorgen um unser Vaterland..das es nach Rechts abrutscht..während die linken bereits mit dem Vorschlaghammer ausholen..um es endgültig zu zerschlagen.

    Auweiah…

    1. der appel fällt nich weit vom stamm, ihr alter , der albrecht, seines namens damals ministerpräservativ von niedersachsen , genauso rechts, hat sich sein töchterchen doch fein herangezogen.

  8. Liebe Frau von der Leyen,

    ich habe mir die im Contra-magazin von vielen Bürgern durchgelesen und bin sehr traurig darüber. Denn viele der Statements sind Schnellschüsse, die wohl nur auf neue Publicity und Beeinflussung von Lesern abzielen.

    ich habe in den letzten Tagen viel über Sie nachgedacht und die Verantowortung, die Sie als Verteidigungsministerin von Deutschland haben. Ich verstehe,dass es nicht einfach ist, Organisationseinheiten, die in der Vergangenheit entstanden sind, die wahrscheinlich auch – gemessen an der damaligen Zeit – ihre Berechtigung hatten, zu verstehen und inhaltlich zu durchleuchten. Dennoch bin ich der Meinung, dass man nach dreieinhalb Jahren die Verantwortung nicht mehr einfach nur abschieben darf durch Statements, wie Sie sie in den letzten Monaten in der Öffentlichkeit bekannt gegeben haben. Sehen Sie in die Industrie, in ganz normale Unternehmen: Wenn ein CEO nach drei und mehr Jahren sein Unternehmen noch nicht begriffen hat, ist er m.E. fehlt am Platz. Meine Bitte an Sie (wenngleich ich weiß, wie schwer das sein kann…). Ein CEO, der nach 3 1/2 Jahren immer nur feststellt, dass "was nicht stimmt", ist für mich kein verantwortungsvoller und glaubhafter Manager : Befassen Sie sich mit den Organigrammen des Verteigungsminsteriums, treffen Sie sich nicht nur mit (in der Presse hervorgehobenen) Führungskräften, reden Sie mit dem Fußvolk und Sie werden wahrscheinlich mehr lernen, als in den letzten 3 1/2 Jahren und wissen, wie schnell und effektiv man neue Strukturen schaffen kann.Das von mir erwähnte Fussvolk, was ich nicht abwertend meine, mag nicht immer recht haben, aber manchmal hilft es, wenn man sich mit betroffenen Personen direkt trifft, die richtigen Entscheidungen zu treffen, wohl wissend, dass dies Ihre Zeit vielleicht nicht zulässt. Alles in allem: Bitte gehen Sie nicht mehr mit allgemeinen Statements an die Presse, dass nur die "vorherigen anderen" schuld sind, sondern handeln Sie bitte!

    Sie haben die Verantwortung zu tragen gewollt, tragen Sie sie bitte, ohne die Schuldzuweisungen, die Sie von sich geben, mit der Bitte, endlich inhaltlich klarer zu werden.

     

    Mit freundlichen Grüßen

  9. Irgendjemand stellte mal die Frage wie jemand der den Hippokrateseid abgelegt hat Kriegsminister werden könne.

     

    „Ich schwöre, Apollon den Arzt und Asklepios und Hygieia und Panakeia und alle Götter und Göttinnen zu Zeugen anrufend, daß ich nach bestem Vermögen und Urteil diesen Eid und diese Verpflichtung erfüllen werde:

    den, der mich diese Kunst lehrte, meinen Eltern gleich zu achten, mit ihm den Lebensunterhalt zu teilen und ihn, wenn er Not leidet, mitzuversorgen; seine Nachkommen meinen Brüdern gleichzustellen und, wenn sie es wünschen, sie diese Kunst zu lehren ohne Entgelt und ohne Vertrag; Ratschlag und Vorlesung und alle übrige Belehrung meinen und meines Lehrers Söhnen mitzuteilen, wie auch den Schülern, die nach ärztlichem Brauch durch den Vertrag gebunden und durch den Eid verpflichtet sind, sonst aber niemandem.

    Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht.

    Ich werde niemandem, auch nicht auf seine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten. Auch werde ich nie einer Frau ein Abtreibungsmittel geben. Heilig und rein werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.

    Auch werde ich den Blasenstein nicht operieren, sondern es denen überlassen, deren Gewerbe dies ist

    Welche Häuser ich betreten werde, ich will zu Nutz und Frommen der Kranken eintreten, mich enthalten jedes willkürlichen Unrechtes und jeder anderen Schädigung, auch aller Werke der Wollust an den Leibern von Frauen und Männern, Freien und Sklaven.

    Was ich bei der Behandlung sehe oder höre oder auch außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen, werde ich, soweit man es nicht ausplaudern darf, verschweigen und solches als ein Geheimnis betrachten.

     

    und nun möge jeder mal selbst denken.

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