Ökonomie: Theorien von gestern helfen nicht bei den Problemen von morgen

Die gängigen volkswirtschaftlichen Theorien stammen aus einer Zeit mit ganz anderen Problemen als wir sie heute haben und noch bekommen werden. Wir brauchen Antworten auf die Fragen dieser Zeit.

Von Marco Maier

Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung und Automatisierung, einer globalisierten Ära mit untereinander verbundenen Finanzmärkten und entsprechenden Problemen. Doch wie will man diese lösen, indem man sich auf Wirtschaftstheorien stützt, die aus einer Zeit kommen, in der eine Antwort auf die Probleme des damaligen Strukturwandels infolge der Industrialisierung gefunden werden musste?

Als der schottische Nationalökonom Adam Smith im Jahr 1776 nach zwölf Jahren der Arbeit sein Werk "Der Wohlstand der Nationen" veröffentlichte und damit die Grundlage der modernen Volkswirtschaftslehre schuf, befand sich die "Industrielle Revolution" gerade am Anfang. Um die Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert herum, fand die sogenannte "Zweite Industrielle Revolution" statt, die mit der Ausbreitung der Elektrizität und der Arbeitsteilung am Fließband einher ging und auch dem Marxismus dann den Weg ebnete. Auch diese Wirtschaftstheorie ist ein Relikt dieser Umbruchszeit.

Die sogenannte "Österreichische Schule" (der Nationalökonomie), geprägt von Carl Menger, Eugen von Böhm-Bawerk und Ludwig von Mises, baut zwar (mit der Grenznutzenlehre) auf einem anderen Ansatz auf, kommt jedoch ebenfalls aus dieser Zeit des auslaufenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Genauso wie der Keynesianismus von John Maynard Keynes und folgend als Gegenbewegung dann der Monetarismus (Chicagoer Schule), der 1960er und 1970er-Jahre, die ebenfalls als Antworten auf die (ökonomischen) Fragen dieser Zeit gelten.

Heute, in einem Zeitalter, in dem wir mit einer zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung konfrontiert werden, durch die massiven Produktivitätssteigerungen der Bedarf an menschlichen Arbeitskräften immer weiter zurückgehen wird und trotzdem noch global ein starkes Bevölkerungswachstum vorhanden ist, können diese Theorien von (vor-)gestern nur noch bedingt und in Teilbereichen angewendet werden. Wir brauchen Antworten darauf, wie man mit den wirtschaftlichen Umwälzungen umgehen soll. Geschieht dies nicht, werden Aufstände, Kriege und Revolutionen unausweichlich sein

Loading...
Teilen Sie diesen Artikel:
Lesen Sie auch:  Keynes' Taschenspielertricks: Vom Fabianischen Eugeniker zum Hohepriester der Weltregierung

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

17 Kommentare

  1. Wie R. D. Precht sagte, er erwarte jetzt vor der Wahl eine Diskussion und Vorschläge der Parteien zur Industrie 4.0, statt dessen das übliche Klein-klein des parteipolitischen Gezänks. Da allerdings die Altparteien für die Probleme der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart schon keine nachhaltigen Lösungen hatten – ein Umstand, der noch ganz üble Folgen haben wird – hüten die sich, neue Fragestellungen auf zu werfen. So schlittert der Deutsche, bei Verlass auf die bisherigen verantwortungslosen Parteiführer, übergangslos in die nächste Großkrise. Wer nicht hören will, …. Gerade in der jetzigen Situation wäre es Aufgabe einer redlichen Opposition, Fehlentwicklungen und Risiken auf zu zeigen. Das geschieht jedoch nur, und auch noch massenmedial verunglimpft, durch die AfD. Selbst die Linke versucht machtbesoffen, um Schönwetter bei CDUCSUSPD zu buhlen, und so eine Mitbeteiligung an der Macht zu forcieren. Was meinen die, würde mit Rot-Rot-Grün besser? Mithin also  fast alle Parteien und damit rund 90% der Wähler auf dem Holzweg, dem "weiter so" bedenkenlos folgend. Auf die Wissenden und am jetzigen Kurs Zweifelnden ( die restlichen 10%) kommen schwere Zeiten zu, die sich die 90% selbst zuschreiben müssen! Im Osten könnte der Anteil deutlich über den 10% liegen, die kennen DAS bereits. Wer seine Augen nicht zum Sehen nutzt, wird sie zum Heulen brauchen!

     

     

    1. "Da allerdings die Altparteien keine nachhaltigen Lösungen hatten…". Sie hatten und haben natürlich keine Lösungen, denn statt Realpolitik zu machen, ideologisieren sie lediglich. Die Altparteien machen kurzsichtige Politik und scheren sich nicht um die katastrophalen Folgen für die Zukunft, insbesondere der deutschen Kinder. Mit der sog. "Digitalisierung 4.0" werden Millionen Arbeitsplätze verschwinden – trotzdem hämmert das Merkel-Regime dem Volk immer noch ein, es würden Arbeitskräfte fehlen. Was fehlt, sind hochqualifizierte Fachkräfte, die aber gerade dieses Regime durch schlechte Bedingungn regelrecht ins Ausland treibt. Die Verelendung in den westlichen Ländern wird massiv zunehmen. Gemeinsam mit dem Zusammenprall nicht kompatibler Kulturen ergibt sich dann ein furchtbares Szenario, auf das die Befürworter der verfehlten "Multi-Kulti-Ideologie" sicher nicht vorbereitet sind.
      Allerdings glaube ich nicht an die Mär, dass 90% der Bevölkerung weiterhin diese antidemokratischen Kräften wählen. Umfragen machen stets den Parteien nahestehende Institute – natürlich mit dem gewünschten Ergebnis. In Anbetracht der vielen "Unregelmäßigkeiten" während vergangener Wahlen in Deutschland müssen wir auch im Herbst leider von massivem Wahlbetrug ausgehen…

  2. Eine rote Linie zieht sich durch die gesamte Zeit der Industrialisierung, von der ersten Eisenbahn bis heute zur Industrialisierung 4.0 – die Kapitalisten wollen die Arbeiter um ihren Anteil am Ertrag ihrer Arbeit betrügen.

    "Abkopplung der Löhne von den Erträgen." nannte Oskar Lafontaine diesen Betrug. Und er läuft heute wie damals.

    ————————————————–

    Stichwort Automation

    Statt die technologische Innovation der gesamten Bevölkerung zugute kommen zu lassen haben die Kapitalisten sich die Erträge der Automation in die eigene Tasche gesteckt und die Arbeiter in die Armut von Hartz4 geschickt.

    Dies ist ein Betrug an der Gesellschaft. Die technischen Erungenschaften sind Gemeingut und müssen deshalb auch der gesamten Gesellschaft zugute kommen.

    Innovationen müssen den allgemeinen Wohlstand anheben und nicht nur den der Kapitalisten.

    Deshalb sollte der Staat auch von Automaten, Computer und Roboter Wertschöpfungssteuer erheben mit denen er den Sozialstaat finanziert.

    Die Automation ermöglicht so Einkommen ohne Arbeit für die Bevölkerung. Dies muß nur organisiert werden.

    ——————————————————

    Stichwort Globalisierung und Lohndumping

    Handel ist bei Industriegütern weitgehend überflüssig, da man im Prinzip jedes Produkt an jedem Ort der Welt produzieren kann. Technologie ist heutzutage mobil.

    Deshalb sollte jedes Land seine Industriegüter selbst produzieren und Importgüter zum Schutz der heimischen Produktion mit Zöllen belegen. Auf diese Weise wird das Ausspielen der Arbeiter dieser Welt gegeneinander durch das Kapital unterbunden. Und so werden auch Außenhandelsdefizite verhindert.

    Die Staaten müssen zu Selbstversorgerstaaten werden. Nur so ist Massenarbeitslosigkeit und Staatsverschuldung zu verhindern.

    Es muß ein grundsätzliches Umdenken erfolgen – weg von Offenmarktpolitik, hin zum Selbstversorgerstaat.

    Der starke Staat, der die Wirtschaft nach den Ideen des Ordoliberalismus lenkt ist die Lösung für die Probleme unserer Zeit.

    1. Deutsche Innovationskraft als Segen für die Welt – Skizze eines Zukunftsmodells

      Bekanntlich galoppiert das deutsche Ingenieurswesen dem Rest der Welt in vielen Bereichen bei Innovationen davon. Dies hat teilweise den Effekt, dass deutsche Produkte den Weltmarkt erobern und für Massenarbeitslosigkeit in anderen Ländern sorgen, weil sie deren heimische Produktion vom Markt verdrängen. Deshalb hat man auch den Ersten Weltkrieg gegen Deutschland geführt.

      Da stellt sich die Frage nach einem Interessensausgleich zwischen Deutschland und den anderen Ländern. Wie kann Deutschland weiter exportieren und zugleich die anderen Gesellschaften davon profitieren zu lassen?

      Die Lösung kann folgendermaßen aussehen:

      Deutschland macht weiter Erfindungen, produziert jedoch die Exportprodukte in den Exportländern mit deren Arbeitern. Dadurch erzielen diese Einkommen. Für die Innovationsleistung zahlen die Exportländer eine jährliche Abgabe an Deutschland, damit den Deutschen ihr Erfindergeist honoriert wird.

      Der Effekt dieser Lösung ist, dass Deutschland durch Innovation reich wird aber die anderen Länder nicht geschädigt werden, sondern ihre Arbeitsplätze behalten, kein Außenhandelsdefizit bekommen und trotzdem die deutschen Erfindungen genießen können.

      Deutscher Erfindergeist wird da für alle zur Win-Win-Situation.

      Interessensausgleich statt Wettbewerb – ein humanes Wirtschaftskonzept.

      1. Deutsche Erfindungen quasi zu verschenken, damit die Restwelt für sich einen Wohlstandszugewinn erfahren kann und die Erfinder dann via Allmosen seitens der reich Beschenkten am "neuen Wohlstand für alle" nach Ermessen teilhaben dürfen, ist ja wohl mehr als ein substanzloser Vorschlag mit Tendenz zur Idiotie – mein geschätzter Richard.

        Welche Motivation sollte ein Deutscher Ingenieur haben, morgens aufzustehen und sich z.B. den Kopf zu zerbrechen, wie ein Neger in Afrika künftig an sauberes Wasser kommt? Die reine Angst, dass der durstige Neger sonst ins nächste Schlauchboot steigt? Ganz sicher nicht! Dann erfindet er lieber fix eine Schlauchbootharpune und die Angst hat sich erledigt. NEIN, Richard! Weder Angst, Idealismus noch Mitleid mit durstigen Negern sind dauerhafte Motivatoren.

        Eigennutz oder meinetwegen auch Gier – also im Grunde alles, was dem Selbsterhaltungstrieb und der Bequemlichkeit dient – ist und bleibt Haupttriebfeder für menschliches Handeln und Tun !!!

        Hinterfrage bitte Deine ganz persönlichen Beweggründe, warum Du Dich morgens aus dem Bett pellst. Um die Welt zu retten oder Deinen eigenen A*sch ins Trockene zu bringen? Hm? 

        1. Offenbar bin ich da mißverstanden worden.

          Ich will deutsche Erfindungen nicht verschenken. Tatsächlich sollen die anderen Länder -wie ich schon schrieb- eine Abgabe an Deutschland für die Innovationsleistung zahlen. Diese Abgabe könnte jährlich für die Dauer des Patents gezahlt werden.

          Auf diese Weise bekommen deutsche Ingenieure ihre Innovationsleistung honoriert und Deutschland kommt über diese Abgabe auch zu Wohlstand.

          Praktisch so eine Art Franchise deutscher Innovationen.

          Also, da wird nichts verschenkt. Es wird nur eine Schädigung anderer Volkswirtschaften durch Zerstörung ihrer Arbeitsplätze verhindert.

  3. Tatsächlich sollten wir der Zukunft vertrauen..haben wir doch die weisesten und

    klügsten politischen Köpfe die uns leiten..oder etwa nicht..?

     

    Und weiter zieht der Karren-

    voller trunk'ner Narren.

    Benebelt von Macht und Geld,

    lebt man in seiner Welt.

    Die Richtung ist nur altbekannt,

    erst der Sand-dann die Wand.

    Der Wagen eiert;sehr viel Staub,

    auf diesem Ohr da ist man taub.

    Das Führerhaus gibt nochmal Gas,

    die Geier wittern schon das Aas.

    Ein letztes Zischen entweicht den Reifen,

    herunter purzeln lauter Pfeifen.

    1. Brutus, ich muss schon sagen : Du überflügelst dich bisweilen !

      Ich hoffe Du findest irgendwann einen Verleger, falls nicht, und Du beabsichtigst den Selbstverlag – auf mich kannst Du zählen !

      1. Lach..danke Mona.

        Ich will das irgendwann mal alles drucken lassen..aber da auch ich wie die meisten nicht in Saus&Braus lebe muß das noch etwas warten..aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

         

        1. Wirklich wahr, es wär' viel zu schade für die Schublade !

          Ich hab mich selbst schon im Sinnvollen Reimen versucht und weiß genau, dass man über jedes Wort Stundenlang sinnieren kann, weil darin eine ganze Weltanschauung mitschwingt.

          … und deshalb muss man Gedichte auch immer mehrmals lesen – es ist einfach eine Kunst, wenn sich dem Leser von mal zu mal neue Horizonte eröffnen und er sich gleichzeitig wiederfindet.

          Hut ab, das gelingt dir prächtig !

  4. Sehr vage Aussage!

    "Aufstände, Kriege und Revolutionen" würden auch mit neue(re)n Wirtschaftstheorien nicht zu verhindern sein.

    Deshalb rüstet doch die Klasse der Reichen ihre Staaten/Regierungen so massiv auf – um nach dem Crash das (alte) System zu resetten.

    Der Schöpfer einer neuen (Geld-)Theorie bräuchte ein sehr schnelles Pferd.

    Und siehe da: Adam Smith bleibt der Adam und der Schmied dieser "wunderbar" ungerechten Welt – auf ein Neues.

     

  5. Schon in der Bibel sprach man von den sieben Plagen und eine davon waren die Wanderheuschrecken die im Pharaonenreich zu großen Hungersnöten führten. Ähnliches findet heute in vielerlei Form statt und es ist dann egal aus welchen Gründen die Menschheit sich eliminiert, der Untergang ist programmiert und die Politiker sind nur noch die Verwalter um der Menschheit bis zum Ende mitzuteilen, sie hätten alles im Griff.

  6. Wie immer galoppiert der technische Fortschritt dem sozialen Fortschritt um Lichtjahre voraus. Daher ist ja gerade die Politik so unentbehrlich, die sich aber von der Konzern- und Finanzwirtschaft das Heft aus der Hand hat nehmen lassen.

    Was passiert, wenn der auf Einkommen angewiesene Mensch seine Arbeitskraft nicht mehr verkaufen kann? Hier sind sinnvolle Modelle gefordert, die die Menschen nicht nur zu Empfängern von staatlichen Almosen und somit gegebenenfalls politisch gefügig machen!

    Automation und Digitalisierung sind auch keine unbedingten Notwendigkeiten, sie werden ja gerade von Großkonzernen vorangetrieben, um sich damit immer mehr Geschäftsfelder anzueignen. Konzerne wie Amazon vernichten ganze Branchen: Einzelhandel, Buchhandel, demmächst u.U. Apotheken, Supermärkte etc. Wer bei Amazon kauft muß sich dessen bewußt sein! Daneben zahlen solche Unternehmen hierzulande kaum noch Steuern, obwohl sie die bestens ausgebaute Infrasstruktur hier nutzen, ohne die ihr Geschäftsmodell gar nicht möglich wäre.

    Eine weitere große Schwachstelle für die Anfälligkeit der globalen Wirtschaft ist ihre finanzielle Verflechtung. Warum tritt eine weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ein, wenn ,wie 2008, ein amerikanische Bank pleite geht? Dies ist eigentlich völlig dumm und überflüssig! Die Unternehmen sollen sich Kapital in erster Linie im eigenen Land beschaffen, durch Herausgabe von Anteilsscheinen oder durch genossenschaftliche Finanzierungen etc.

    Die Weltwirtschaft müßte daher wieder auf das notwendige Maß finanziell entflechtet werden, es ist groteskt, dass ganze Volkswirtschaten den Bach runtergehen, nur weil die New-Yorker Börse einen Crash hat – wohlmöglich noch einen provozierten Crash!

    Also, die Politik ist mehr denn je gefordert diese Probleme anzugehen, sonst wird sie in der absoulten Bedeutungslosigkeit verschwinden! Die meisten o.g. Probleme sind hausgemacht und haben mit nachhaltigen und krisenfesten Wirtschaften nichts zu tun!

     

  7. Ein Mensch sollte eine Gottesvorstellung nicht vorgegeben bekommen, sondern entsprechend seinen eigenen Wünschen (und Erkenntnissen) entwickeln. Ein Beispiel einer Gottesvorstellung ist: Die Natur ist göttlich, wobei es einen Bereich in der Natur gibt, der dem Menschen (oder dem Ich-Bewusstsein des Menschen) ewig verborgen ist. Gott ist kein Schöpfer. Gott ist nicht auf die Weise allmächtig, dass er z. B. einen unbelehrbaren Raucher retten kann. Christus ist nicht der Sohn Gottes. Der Mensch (oder das Ich-Bewusstsein des Menschen) kann mystische Erfahrungen (und Wunderheilungen) nicht bewirken, sondern nur vorbereiten. Wenn einmal keine mystischen Erfahrungen mehr gemacht werden, so bedeutet dies nicht, dass mystische Erfahrungen grundsätzlich nicht möglich sind. Sondern in diesem Fall werden die Menschen die Möglichkeit von mystischen Erfahrungen zunichtegemacht haben.
    Ein Mensch sollte seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Es ist wichtig, gesundheitsbewusst zu leben und sich unegoistisch zu verhalten. Es ist sinnvoll, die körperliche Leistungsfähigkeit zu vergrößern, diverse Herausforderungen zu meistern, immer mehr für den Naturschutz zu tun usw. Und dann sollte man sich morgens unmittelbar nach dem Aufwachen auf einen Wunsch konzentrieren und sich (nochmal) in den Schlaf sinken lassen. Traumsteuerung (einschließlich Heilen wie Jesus), Traumdeutung, Zeitdehnung usw. gehören zur ersten Stufe. Dann kommt die zweite Stufe (Tiefschlaf-Yoga), die dritte Stufe („Tod“-Yoga) usw. Die Bedeutung eines symbolischen Traumgeschehens kann individuell verschieden sein und kann sich im Laufe der Zeit ändern. Bestimmte Meditations- und Yoga-Techniken, Hypnose, Präkognition usw. sind gefährlich. Luzides Träumen kann gefährlich sein. Es ist z. B. gefährlich, wenn man während eines luziden Traumes versucht, den eigenen schlafenden Körper (oder externe Reize) wahrzunehmen. Man kann ohne luzides Träumen durch Traumsteuerung (oder im halbwachen Zustand) zu mystischen Erfahrungen gelangen.
    Die Wissenschaft darf nicht alles erforschen. Es ist z. B. gefährlich, wenn ein Mensch erforscht, ob er einen freien Willen hat. Es ist denkbar, dass ein Mensch gerade durch die Erforschung der Beschaffenheit des Willens seinen freien Willen verliert. Es bedeutet auch eine Entheiligung der Natur, wenn Traumforscher die Hirnströme von Schlafenden messen. Zudem müssen die Gefahren der Technologie immer weiter verringert werden. Es ist z. B. falsch, Hochgeschwindigkeitszüge zu bauen. Hilfreich sind auf der ersten Stufe Öko-Fahrzeuge (Lebensdauer bis zu 200 Jahre, klein, leicht, billig usw.) sowie dünnwandige, einstöckige 3-D-Druck-Häuser. Außerdem superbillige Solaranlagen, energiesparende Geräte, Linsermethode gegen Krampfadern, Flexitarismus (höchstens 300 g Fleisch pro Woche) usw. Man sollte möglichst dort wohnen, wo man arbeitet. Man muss leistungsungerechtes Geldverdienen verhindern, überflüssige Arbeiten abschaffen usw. Wenn alle Menschen öko-spirituell orientiert sind, können sie sehr viel später in Rente gehen. Die berufliche Arbeitszeit kann reduziert werden auf 4 Stunden pro Woche. Nicht-berufliche Tätigkeit (in Arbeitsgruppen, Selbststudium usw.) sollte aufgewertet werden. Es kann (evtl. nur in Teilbereichen oder zeitweise) auf eine höhere berufliche Qualifikation und auf technischen Fortschritt verzichtet werden. Und zwar dann, wenn durch andere (ökologische) Maßnahmen das Leben genügend erleichtert werden kann. Dann kommt die zweite Stufe (Vegetarismus usw.), die dritte Stufe (Veganismus usw.) usw. Es stellt sich die Frage, ob sich die Situation in der Zukunft zunehmend verbessert. Oder sogar explosionsartig zunehmend verbessert. Dabei ist die individuelle (ggf. nachtodliche) Entwicklung maßgeblich; nicht die Entwicklung der Menschheit.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.