Kosovo: Saudi-Islamisten weiten ihren Einfluss aus

Saudi-Arabien und andere arabische Golfstaaten radikalisieren mit ihren Imamen und Moscheen die Menschen im Kosovo. Auch die Türkei ist dort aktiv.

Von Michael Steiner

Einerseits macht man mit den Saudis und anderen radikalislamisch orientierten Staaten (z.B. dem von den Muslimbrüdern regierten Katar) der Region gute Geschäfte, andererseits kritisiert die Bundesregierung die zunehmende Radikalisierung der Menschen im Kosovo durch diese Staaten, denen es zudem auch erlaubt ist, in Deutschland Moscheen und Imame zu finanzieren.

"Saudi-arabische Missionierungsorganisationen sind auch im Kosovo aktiv und verbreiten hier die von Saudi-Arabien vertretene wahhabitische Interpretation des Islam, etwa durch die Entsendungvon Predigern", schreibt die Bundesregierung laut "Welt" in einer Antwort auf eine Anfrage der Linke-Bundestagsfraktion. Zudem sei "ein kontinuierliches Engagement arabischer Geldgeber – Einzelpersonen, Nichtregierungsorganisationen sowie staatliche und halbstaatliche Institutionen – in der Islamischen Gemeinde Kosovos (BIK) feststellbar". Etwas, das man ebenso in Bosnien-Herzegovina sieht.

Die Linke-Abgeordnete Sevim Dagdelen, die die Anfrage gestellt hatte, sagte der "Welt": "Unter den Augen von KFOR hat sich das Kosovo zum islamistischen Terrorzentrum in der Region entwickelt. Es ist skandalös, dass sich dank der Präsenz deutscher Soldaten saudische Gewalt- und Hassprediger ungestört die ideologische Basis dafür schaffen konnten." Die Bundesregierung sei "gefordert die Situation im Kosovo nicht weiter schönzureden und die Öffentlichkeit nicht weiter im Unklaren zu lassen, über die konkreten Zahlen der Rekrutierung für islamistische Terrornetzwerke für den IS und andere Organisationen im KFOR-Gebiet". Die Aktivitäten der Saudis in Deutschland jedoch scheinen der Linkspolitikerin weniger Sorgen zu machen als jene auf dem Balkan.

Auch die Türkei ist seit einigen Jahren auf dem Balkan recht aktiv. "Seit Amtsantritt der AKP-Regierung 2002 und insbesondere während der Amtszeit des ehemaligen Außenministers Ahmet Davutoglu hat eine strategische Neuorientierung der türkischen Außenpolitik stattgefunden. Im Zuge dieser Neuausrichtung wurden auch (jedoch nicht ausschließlich) politische Schwerpunkte in Gebieten gesetzt, die früher Teil des Osmanischen Reiches waren. Die Türkei erhebt in diesem Zusammenhang einen politischen Gestaltungsanspruch auch auf dem Westlichen Balkan und ist bestrebt, eine aktive Rolle in der Region wahrzunehmen."

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Nach Kenntnis der Bundesregierung überträgt sich der türkische Konflikt zwischen der Regierungspartei AKP und Gülen-Bewegung auf die Balkanstaaten Bosnien-Hezegowina, Albanien, Mazedonien und Kosovo. Es treffe zu, "dass die türkische Regierung seit dem Putschversuch vom Juli 2016 die Aktivitäten der Bewegung von Fethullah Gülen verstärkt mit den Regierungen" dieser Länder thematisiere. "Dabei hat die türkische Regierung zum Teil auch die Schließung von Bildungseinrichtungen gefordert, die sie der Gülen-Bewegungzurechnet". Im Kosovo gebe es fünf solcher Institutionen. Dagdelen sagte der "Welt" weiter: "Im KFOR-Einsatzgebiet Kosovo hat Erdogan freie Hand für seine neoosmanische imperiale Politik. Gleichzeitig nutzt er seine Möglichkeit der Einflussnahme auch im Kosovo für politische Säuberungen. Dies ist ein zusätzlicher Grund, dass die Bundesregierung endlich ihre Türkeipolitik radikal ändern und klare Kante gegenüber Erdogan zeigen muss."

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6 Kommentare

  1. Ob man eine pol. Dreckschleuder (rot-grün-graues Regierungsgebaren d. letzten 20 jahre) wieder in eine Zentrifuge der Qualitätsabstufungen zuzurückverwandeln vermag, betrachte ich schlichtweg als illusorisch..

  2. Diese fatale Entwicklung im Kosovo kann sich neben den USA die EU und besonders auch Deutschland als Orden wider die Humanität auf die Brust heften!!

    Die Handelnden der damaligen Regierungen sind für jeden Änderungsverlauf des Schicksals der dortigen Bevölkerung durch den radikalisierenden Einfluß Saudi Arabiens verantwortlich und können sich dieser Verantwortung niemals entziehen.

    Sie haben Einzelschicksale zu schultern. Aber das gilt ganz allgemein für jene, die sich in einer solchen Position befinden und auf grund dieser die Macht besitzen, mit verheerenden Konsequenzen in das Leben der Menschen einzugreifen.

    Ma sollte sich, wenn man die Folgen solcher Kriege betrachtet, immer die Akteure vor Augen halten und sie nicht in der Anonymität der politischen undurchsichtigen und verlogen argumentierten Entscheidungen für blutige Kriege auf ihrer Flucht vor der notwendigen moralischen Verurteilung davonkommen lassen.

    Ich habe bewußt dieses Wort benutzt, denn in solchen Fällen ist eine lauwarme moralische Einstellung im Sinne einer Pseudoneutralität ein ethisch persönliches Versagen!

    Wenn man schon nicht aktiv einen solchen Krieg als Normalbürger verhindern konnte, so ist die Solidarität mit den Opfern, auch jenen, die an den gesellschaftlichen Folgen zu leiden haben, eine Wiedergutmachung der Verfehlung der Führung in jenen Ländern, die sich durch diese unnötigen Waffengänge schuldig gemacht haben!

  3. Kosovo: Saudi-Islamisten weiten ihren Einfluss aus

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    Welche 'Saudi-Islamisten'?

    Es gibt keine 'Islamisten', sondern nur Islam-Fundis, die sich streng an den Koran, die Hadithe ( 1001 Nacht Märchen über den 'Gesandten') die Scharia und die Sira (Leben des Gesandten) halten, der für jeden Moslem, die Richtschnur seines Lebens zu sein hat.

    Hier ist nix mit ….Isten!

    Der Wahabismus übrigens ist eine krypto-jüdische Variante des fundamentalistischen Islam, so wie er von Mohammed gelehrt wurde, der ja auch (was wohl den Wenigsten bekannt sein dürfte) qua Geburt Jude war.

    Die Mutter des Propheten war  Aminah

    https://en.wikipedia.org/wiki/Aminah

    (She was a member of the Banu Zuhrah clan in the tribe of Quraysh who claimed descent from Ibrahim (Abraham) through his son Ismail (Ishmael).

    die für sich in Anspruch nahm direkt von Abraham über seinen Sohn Ismael abzustammen und von der gesagt wird, dass sie jüdisch war.

    Wenn das stimmt, worüber wohl kaum Zweifel bestehen kann, dann war Mohammed nach dem jüdischen Gesetz ein 100 prozentiger Jude.

    Wer sich im Islam auskennt, wird sehr schnell feststellen, dass Islam Judentum für Nicht-Juden ist. 

    *Mohammed betrachtete selbst als den letzten Propheten der jüdisch-christlichen Tradition.

    *Der Koran basiert hauptsächlich auf dem Alten Testament (außer den Weibergeschichten des Propheten)

    *Mohammed verlangte von seinen Anhängern, dass sie kosher waren

    *Muhammad verlangte, dass seine Anhänger das Fasten von Yom Kippur bei behielten verlangte

    *Mohammed verlangte dass seine Anhänger beschnitten werden.  

    *Muhammad verlangte, dass seine Anhänger in Richtung Jerusalem beten (wurde später, als er sich mit den Juden überworfen hatte in Richtung Mekka geändert) etc.

     

  4. Dies ist ein zusätzlicher Grund, dass die Bundesregierung endlich ihre Türkeipolitik radikal ändern und klare Kante gegenüber Erdogan zeigen muss.

    ———

    Das wird nicht geschehen, denn Merkel/Erdowahn/Juncker und jetzt auch Macron sitzen in einem Boot und gehören zum Verschwörerkreis um Soros/Rothschild, die Europa endgültig beerdigen wollen. 

    Soros, der Rothschild Agent, nicht Merkel, bestimmt die EU-Flüchtlingspolitik:

    How NATO-linked Think Tanks Control EU Refugee Policy

    http://journal-neo.org/2016/04/27/how-nato-linked-think-tanks-control-eu-refugee-policy/

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