Bild: Flickr / Jasn CC BY-NC 2.0

Die Europäer sollen mehr Geld ins Militär stecken, so Trump. Nun wollen sich die europäischen NATO-Länder dem Wunsch beugen.

Von Marco Maier

Erst gestern stellte sich der ehemalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen auf die Seite Donald Trumps und forderte die Europäer dazu auf, dem US-Präsidenten klare Zusagen zur Erhöhung ihrer Militärbudgets zu machen. "Präsident Trump hat eine gesunde Debatte über die transatlantische Freundschaft provoziert. Bislang haben die Europäer die für gegeben hingenommen", sagte Rasmussen dem ARD-"Europastudio Brüssel". Und weiter: "Jetzt sitzt ein Mann im Weißen Haus, dem die Europäer beweisen müssen, dass sie gewillt sind, in diese Beziehung zu investieren – politisch und finanziell."

Seiner Ansicht nach habe Trump recht, wenn er die Europäer zu höheren "Verteidigungsausgaben" aufrufe. Doch damit zeigt sich wieder einmal das typische NATO-Propagandagequatsche, zumal es sich bei dem Militärbündnis längst nicht (mehr) um eine Verteidigungsallianz handelt, sondern um ein Globalisten-Instrument, welches für völkerrechtswidrige Angriffskriege (z.B. in Jugoslawien) und Regime-Changes genutzt wird und unter dem Deckmantel der "Terrorismus-Bekämpfung" unzählige Zivilisten im Nahen Osten ermordet und so neue "Terroristen" schafft.

Nun berichtet die "Süddeutsche Zeitung" davon, dass die NATO-Länder dem Vorschlag Rassmussens offenbar folgen wollen. Dem Papier zur Anhebung der Militärbudgets haben die NATO-Staaten laut SZ bereits zugestimmt; die Staats- und Regierungschefs sollen es billigen. In ihren Berichten müssen die Staaten dann jeweils zum Jahresende darlegen, wie sie sich im Folgejahr den vereinbarten NATO-Zielvorgaben annähern wollen. Diese sehen nach einem Beschluss von 2014 unter anderem vor, sich bei den Verteidigungsausgaben innerhalb von zehn Jahren auf den Richtwert von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zuzubewegen.

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Angela Merkel, Ursula von der Leyen und deren transatlantische CDU wollen die NATO-Vorgaben (denen die Bundesregierung damals übrigens inklusive SPD zustimmte) unbedingt erfüllen, während es seitens der Sozialdemokraten (v.A. Sigmar Gabriel) Vorbehalte gibt. Aber nicht umsonst beginnt derzwit schon die Umstrukturierung der Bundeswehr für NATO-Kriege. Vorbereitungen müssen ja sein.

Für die Welt heißt das: Es wird noch unsicherer und noch schlimmer. Wenn die NATO-Armeen mit noch mehr Geld und Material ausgestattet werden, führt dies zu einem erneuten globale Aufrüstungswettbewerb. Diesen werden die hochverschuldeten westlichen Länder jedoch verlieren, zumal andere Staaten (insbesondere China) auf deutlich größeren Geldreserven sitzen bzw. kaum verschuldet sind.

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10 KOMMENTARE

  1. Bevor man auf die Vorstellung von Herrn Trump eingeht sollte man die Nato und ihre Aufgaben neue definieren. Zur Aufrechterhaltung als reine Verteidigungsgemeinschaft mit anteiliger Kompetenzverteilung könnte man über eine finanzielle Umverteilung diskutieren. Als globale Angriffsgruppe aber wäre der Zweck verfehlt und das sollten dann die Amis schon selbst schultern, wenn es ihnen danach ist. Man darf nicht vergessen, daß sich die USA überall auf der Welt eigene Bündnisse geschaffen hat, ohne jegliche eigene Not und das läßt daraus schließen, daß sich nicht nur Verteidigungsgedanken dahinter verbergen, böse Zungen behaupten sogar, es ständen Expansionsgelüste nach allen Seiten dahinter.

  2. Ach je herrjeminee, was ist denn das für eine Nachricht! Die NATO ist der verlängerte militärische Arm der USA, sie gehört zum US-Spionagenetz, betätigt sich u.a. auch als Besatzungsmacht und hat sowieso schon lange das zu machen, was die USrael-Oberclique vorgibt.

    Und die deutsche Regierung spielt ihr jeden Tag mit unendlich viel Geld in die Hände:

    Wie Deutschland in aller Stille eine EU-Armee unter seiner Befehlshoheit aufbaut
    https://deutsch.rt.com/inland/51110-wie-deutschland-in-aller-stille-eu-armee-aufbaut/

     

    Anstatt die Infrastruktur zu renovieren und die Schulen und höheren Ausbildungsstätten zu begünstigen und den Arbeitenden anständige Löhne zu geben, wirft die deutsche Regierung für die Amerikaner das Geld in die Rüstungsausgaben – Merkel das Ferkel und Usurpa von der Lügen sei Dank. Es ist einfach nur noch zum Heulen.

  3. Es passiert schon wieder. Erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg und bald schon der dritte? Alle Kriege mit dem Ziel, Deutschland gegen Russland in Stellung zu bringen. Um nichts anderes geht es. Es ist die ewige Angst der Amerikaner von der Achse Berlin Moskau. Was würde es denn bedeuten, wenn die stärktste Volkswirtschaft Europas mit der riesigen russischen Förderation an eine Strang ziehem würde und das mit der zukünftigen Seidenstrasse im Rücken.  Es wäre der finale Rettungsschuss für die kranke USA. Sie würden einem Wirtschaftsraum gegenüberstehen, dem sie nichts entgegegenzusetzten hätte. Und der Dollar als Weltleitwährung, das einzige, was Amerika überhaupt noch über Wassser hält, wäre Geschichte. Dies alles gilt es aus der Sicht der Amerikaner zu verhindern. Und das geeigneste Mittel ist eben ein Krieg.

    Wir befinden uns schon längst in der Vorbereitungsphase. Die gesteuerten Flüchtlingsstöme machen die deutsche Bevölkerung blind. Es scheint kein anderes Thema mehr zu geben. Die Medien und die Politik sind voll auf Krieg gebürstet. Es vergeht kein Tag, an dem nicht jemand einen Angriff gegen Russland oder Putin startet. Alles natürlich unter der Regie der USA. Der Bevölkerung wird der Eindruck vermittel, das Putin schon praktisch vor Berlin steht. Und es wird alles getan, um das Volk davon zu überzeugen, das Deutschland unbedingt aufrüsten muss. Die gleiche Situation hatten wir schon 1936. Die Parallelen zu heute sind erschreckend.

    Auch wenn es mir hier nicht viele abnehmen werden. Es liegt an Deutschland, ob Europa in einem nuklearen Inferno untergeht oder ob Frieden herrscht. Würden sich Berlin und Moskau an einen Tisch setzten und ein Bündnis schliessen, würden die anderen Europäer sehr schnell folgen. Das wäre das Ende der Nato und der Hegemoniebestrebungen der USA.

    Um es für Deutschland auf eine kurze Formel zu bringen. Raus aus der Nato, raus aus der EU und ein festes Bündnis mit der russischen Förderation. Nur so lässt sich der Krieg verhindern.

    Leider , leider wird dies nur ein feuchter Traum bleiben. Sie Amerikaner werden dabei nicht zusehen. Für sie ist ein Krieg in Europa überlebenswichtig. Und leider verfügen wir auch nicht über Politiker, die dazu in der Lage wären. So etwas wie einen zweiten Bismarck haben wir nicht im Angebot.

    • Überwiegende Zustimmung, nur den zwangsläufigen Niedergang der USA bei einer deutsch-russischen Zusammenarbeit mit Seidenstraße im Rücken sehe ich nicht.

      Damit liefert man ja den Amerikanern rhetorisch gerade die Kriegsgründe für einen Krieg, den wir hier nicht haben wollen! Daher Vorsicht vor solchen Argumentationsketten!

      Würden die Amerikan mal ein wenig darüber nachdenken, könnten sie sehr gut mit der euroasischen Wirtschaft zusammenarbeiten, zum Wohl aller beteiligten Länder! Sie wären aber damit langfristig nicht mehr die Supermacht Nr. 1, aber dass werden sie sowieso nicht bleiben, ob mit Krieg oder ohne. Hier ist Realismus und Einsicht gefragt.

      Die Amerikaner können zusätzlcih mit vielen weiteren Volkwirkschaften auf dem riesigen amerikanisch Doppelkonitnent, mit Japan, Australien usw. zusammenarbeiten. Es gibt realistisch keine ernsthafte Gefahr für die Amerikaner, sie müßten ihre Wirtschaft und ihr Geldsystem lediglich anpassen und krisensicher machen. Dies wird man von einer Supermacht doch noch erwarten dürfen! Oder?

      • Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, die USA holen sich die Gründe für ihr geopolitisches Agieren nicht aus irgendwelchen Internet Kommentarspalten.

        Einem möglichen Krieg sehe ich gelassen entgegen. Der würde nur sehr kurz dauern, die westlichen Gesellschaften sind überhaupt nicht mehr wehrfähig. Das Material zu alt, zu wenig, meistens defekt. Die Truppen feminisiert. Das einzige was realistisch erscheint, ist ein molekularer Bürgerkrieg. Ach nee, den haben wir ja schon. 

        • Dennoch könnte ein bißchen Weiterbildung den Amis nicht schaden!

          Mein Interesse liegt vornehmlich daran hier einen großen Krieg zu vermeiden, der von den USA angezettelt wird – und zwar völlig unnötig!

          Ein bißchen Geostrategie un Geoökonomie kann ich auch, vielleicht liest es ja ein vernünftiger Ami und denkt nach…

          Ich will hier keinen Krieg, weder einen kurzen noch einen langen!

  4. Die USA bestehen nur noch aus Krieg und die EU und speziell Merkel setzen auf Aufrüstung und Krieg.

    Frieden Toleranz und Menschenrechte sind bei dieser Politik Synonyme für Krieg. Der Terror ist ein Mittel, den Krieg weiter zu eskalieren.

  5. Damit sich die Bürger mehr Gehör verschaffen, sollten wir die Lügenpresse nicht mehr Lügenpresse, sondern ab sofort Kriegspresse nennen!

    Nämlich alle Sender, Zeitungen und Onlinemedien die meinen man müßte deutsche Soldaten in der halben Welt herumschicken und die meinen die Nato-Angriffsstrategie gegen Russland und China seien auch nur ansatzweise gerechtfertigt!

    Derartige Medien führen uns mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den nächsten großen Krieg. Sie sind damit Kriegsmedien und stellen sich fundamental gegen die Interessen des deutschen Volkers und aller friedliebender Völker.

    Wir müssen auf den Punkt kommen und zuspitzen, damit es langsam jeder begreift!

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