Heilpflanzen werden in der Schulmedizin unterschätzt

Einer Untersuchung zufolge gibt es weltweit mehr als 28.000 Heilpflanzen. Doch in der Schulmedizin finden sie kaum Anwendung.

Von Marco Maier

In einer umfangreichen Untersuchung des britischen Zentrums für botanische Forschung, Kew Gardens, stellten die Wissenschaftler fest, dass es weltweit bislang 28.187 Pflanzenarten gibt, die einen medizinischen Nutzen aufweisen. Wobei man hier wahrscheinlich viele Pflanzen mit medizinischem Nutzen noch gar nicht kennt, weil diese von diversen Naturvölkern genutzt werden, die kaum oder auch gar keinen Kontakt zur Außenwelt pflegen.

In medizinischen Publikationen finden jedoch nur 16 Prozent dieser Heilpflanzen überhaupt eine Erwähnung, so Kew Gardens weiter. Angesichts dessen, dass es ein "gewaltiges Potential" bei Krankheiten wie Diabetes oder Malaria gebe, kann man sich hierbei durchaus fragen, ob die Pharmaindustrie tatsächlich daran interessiert ist, die Menschen gesund zu machen, oder eben nur an deren Leiden möglichst viel Geld zu verdienen.

An der Studie "State of the World's Plants" (auf Deutsch: Zustand der Pflanzen der Erde) beteiligten sich demnach insgesamt 128 Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus zwölf Ländern. Darin beschreiben sie auch gut 1.730 Neuentdeckungen, die seit dem Vorjahr gemacht wurden und warnen vor der Zerstörung der Artenvielfalt.

Auch in Deutschland gibt es viele Heilpflanzen, die große Anerkennung genießen. Oftmals werden sie als Tees, Tinkturen oder auch Umschläge verwendet und tragen so zur gesundheitlichen Verbesserung bei. Hinzu kommen auch medizinisch wirksame Pflanzen (wie z.B. Moringa), die Dank des globalen Austausches den Weg nach Europa fanden.

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19 Kommentare

  1. Die Heilkräuter werden wohl tatsächlich unterschätzt.

    Auf NDR sagte am Dienstag ein Ernährungsdoc, dass der Mensch ürsprünglich ein Pflanzenfresser gewesen ist.

    In den Heilkräutern sind Stoffe, mit denen sich Pflanzen vor Schädlingen schützen und der menschliche Körper ist so konstruiert, dass er diese Stoffe für seinen eigenen Schutz übernehmen kann, wenn man die Pflanzen ißt.

    Aktuell ist Aussähzeit, deshalb hier auch eine Pflanz-Empfehlung von mir:

    1. Kapuzinerkresse – Diese enthält Senföle, die Krebs hemmen und Bakterien sowie Viren und Pilze bekämpfen. Es ist daher sehr gesund die Blätter im Salat zu essen. Samen bekommt man momentan im Baumarkt. Man kann sie auch im Topf auf dem Balkon großziehen.

    2. Ringelblume – Diese ist ebenfalls eßbar und enthält stark entzündungshemmende Substanzen. Viele Krankheiten basieren auf Entzündungen im Körper, daher ist es sinnvoll, wenn man sich aus ihren Blüten Tee macht. Auch Salbe kann man daraus herstellen. Saatgut gibts auch im Baumarkt.

    3. Birkenblätter – Sie enthalten Stoffe, welche die Nierenwerte verbessern, gegen Gicht und Entzündungen helfen. Man kann aus den Blättern Tee machen. Habe ich im Selbstversuch getestet. Meine Nierenwerte verbesserten sich schnell, wie meine Hausärztin feststellte.

    4. Löwenzahn – Er enthält Bitterstoffe, die stark krebshemmend sind. Auch enthalten die Blätter viel Chlorophil. Daraus läßt sich prima Salat anrichten.

  2. Die Pflanzen werden von Pharmaindustrie insoweit geschätzt..das man ihre Stoffe im Labor analysiert..und anschließend die Wirkstoffe synthetisiert..hier liegt das Problem.

    Teilweise schicken Pharmaunternehmen sogar ''Rezepträuber'' aus…um bei Pflanzenheilkundigen anderer Heisysteme..abzukapern&zu schnorren.

    Danach gibt's ein Patent und Belohnung..für diese Diebe.

    Man hat aber nicht verstanden bzw.will aus profitgier einfach nicht verstehen das der Mensch ein organisches..biologisches Wesen ist.

    Siehe die Absicherung als Beipackzettel:Zu Risiken&Nebenwirkungen fragen sie….

    In der modernen Medizin ist der Mensch nur noch ein industrieller Faktor..als Mensch bzw.humanes Wesen wird er ignoriert.

  3. "Heilpflanzen werden in der Schulmedizin unterschätzt" – ich denke, sie werden nicht unterschätzt, sondern ignoriert. Im Begriff "Heilpflanzen" steckt das Wort "heilen", was nicht im Sinne einer profitorientierten Pharmaindustrie sein kann, als deren Erfüllungsgehilfe die Schulmedizin(er) fungiert.  Die Schulmedizin therapiert die Symptome einer Krankheit, heilen steht nicht auf dem Programm.                                                                                                                    In den vergangenen Jahrzehnten wurden eine Unmenge Pflanzen auf aktive Wirkstoffe untersucht, um einen, bzw. den wichtigsten Wirkstoff zu isolieren, ihn chemisch zu kopieren und anschließend patentiert ( !! !) auf den Markt zu bringen. Nur sehr selten läßt sich die Heilwirkung einer Pflanze auf einen einzelnen Wirkstoff  reduzieren. Die Synergiewirkung von zumeist vielen Substanzen macht die Wirksamkeit aus.                                                      Auch erkennt die menschliche Zelle den Unterschied zwischen einer natürlichen Substanz und dem chemischen "Nachbau". Die Summenformel ist wohl die gleiche, die Strukturformel dagegen nicht. Nach den neueren Erkenntnissen der Epigenetik sollte sich das auch in der geringeren Effektivität des chemischen Mittels bemerkbar machen, Immunreaktionen sind zudem nicht auszuschließen.

    1. Leider fehlt es der sogenannten medizinischen Forschung noch an Intelligenz..sie sind noch nicht im Universum angekommen..und krebsen auf dem Planeten Profit herum.

      Ein Pferd mit Scheuklappen sieht ja auch nur in eine Richtung.

      Ob Aristoteles derlei Probleme mit folgendem Zitat meinte:

       

      Das Ganze ist nicht die Summe aller Teile.

      Aristoteles

  4. Nein, Herr Maier, da wird nichts unterschätzt, ganz im Gegenteil, die wissen ganz genau, wie gut vieles ist/wirkt und darum wird es gezielt unterdrückt, verboten, diffamiert usw.! Und alles natürlich immer schön mit freundlicher Unterstützung der Politikdarsteller, welche die Vorgaben der Pharmaindustrie umsetzen.

    Man könnte unzählige Beispiele aufzählen, wo Mittel verboten wurde und man sich diese nur noch Dank Internet kaufen kann, aber diese Mittel noch nicht mal mehr als "Nahrungsergänzungsmittel" verkauft werden können, sondern diese als "Pflanzenmittel" usw. deklariert sein müssen, damit die Pharmaindustrie nicht die Staatsmacht losschicken kann.

    Eine andere Methode, der Pharmaindustrie, ist z.B. das man bei Dingen, welche man nicht verbieten kann, z.B. Vitamine, die Dosierung so weit runtersetzt (mit der Begründung mehr wäre gefährlich), das es wirkungslose ist (aber die Pharmaindustrie natürlich dran trotzdem kräftig verdient).

    Die Pharmaindustrie beschäftig Anwälte, die nur das Internet durchforsten, um alternative Heilmediziner verklagen zu können, wenn die für was werben, oder die Menschen aufklären wollen. Und Heilmediziner die zu gut und erfolgreich sind, versucht man in unsere "rechtsstaatlichen Demokratie" gleich einzusperren, so siehts aus.

    Also nein, nichts wird unterschätzt, es wird gezielt verboten!

    (Ich umschreibe das hier alles nur, weil ich für keinen Wirkstoft/kein Produkt und auch keiner Person Werbung machen will. Jeder muß selber rausfinden, was richtig und falsch ist, wenn es um seine persönliche Gesundheit geht.)

     

     

     

  5. In der Zukunft werden sie verboten, bzw, nur mehr als patentierte Pharmaprodukte zu horrenten Preisen vertrieben. Natülich auf Rezept!

    1. Richtig; wir finden heute schon ganz einfache Mittelchen, z.b. die Zugsalbe (Ichtiol), die Wunden ganz einfach reinigt, bzw. den Eiter herausnimmt, in manchen Ländern auf der Verbotsliste.

      Auf meiner Nachfrage an den behandeln Arzt so eines Landes gab mir dieser unumwunden zu, was wäre dann noch unsere Arbeit, wofür hätten wir studiert?

  6. Um mal konkret zu werden : kennt ihr "Aconit" ?

    "Aconit Schmerzöl" von WALA !?

    Anthroposophisches Arzneimittel bei schmerzhaften Verspannungen, Gelenkerkrankungen und Nervenschmerzen.

    Drinnen ist : blauer Eisenhut, Kampfer, Lavendel und Erdnussöl.

    Ich hab nach über 20 Jahren mit einer chronischen Ischialgie noch nichts besseres gefunden !

    Kann nur sagen : es wirkt anders als die herkömmlichen Mittel wie Voltaren etc. ! … irgendwie tiefer, sanfter und nachhaltiger – wirklich auf einer anderen Ebene – und ich bin Niemand der da irgendwie dumm rumphilosophiert !

    Ich würde es auf jeden Fall auch für die Hausapotheke empfehlen – auch bei stumpfen Verletzungen und Blutergüssen – erstmal einen kalten Wasserbeutel für ca. 10 Min. gegen die Schwellung ( nicht länger, sonst können Nervenschäden auftreten ) und dann mit Aconit einreiben.

    Am nächsten Tag, ist es, als wäre nichts gewesen.

    Apropo Kühlung bei stumpfen Verletzungen : In der Regel empfehlen Ärzte diese ungelenken Eisbeutel oder Kühlpacks aus der Apotheke.

    Als ich mal einem Orthopäden widersprach und auf meine selbstgemachten Wasserbeutel bestand, sagte er : yes ! – die Eispacks wären auch nur für Kliniken erfunden worden, aus dem einfachen Grund, dass wenn Wasserbeutel platzen, keine Schwester Zeit hätte, permanent Betten neu zu beziehen, die Wasserbeutel aber wesentlich effektiver seien, weil sie sich den ergonomischen Rundungen eines Knies, Ellbogen, Schulter etc. viel besser anpassten.

    Wirklich – macht das – ist billiger und effektiver !!!

    Ich nehm dazu einen 3 L – Gefrierbeutel, fülle ca. 1/4 bis 1/2 L kaltes Wasser rein, lasse ungefähr die Hälfte davon Luft drinnen damit das Wasser Bewegungsfreiheit hat, verzwirble den Restbeutel zu einem Strang und knote den einmal richtig fest – fertig ist der perfekte Kühlbeutel !

    Dann hab ich den Monatelang in einer Schale liegen, er ist immer kühl und ich kann ihn sofort benutzen, wenn's mal schnell gehen muss – wichtig bei Prellungen : sofort kühlen !!!

    … und auf keinen Fall EISGEKÜHLT, das kann Nervenschäden nach sich ziehen – kühl bis kalt, reicht völlig aus !!! – dann machts auch nix, wenn die 10 Min. mal überschritten werden !

    Zwischen den Kühleinheiten, eine Pause machen – ca. 15 -20 Min. sind ok, danach wieder 10 Min. kühlen usw.

    Wenn's ganz dolle ist, hab ich auch zwei davon, einen im Kühlschrank und einen auf der Aua-Stelle. Die Beutel nehmen die Hitze und vor allem verhindern sie Schwellungen – das ist das, was am meisten weh tut.

    Allseits gutes Gelingen !

     

    1. die schmerzen mag es durchaus lindern aber offensichtlich löst es nicht die verknotungen der sich zwischen den ohren befindenden 1.5ng der grauen masse.  

      1. hhahahahahahaha – Du bringst mich wirklich immer wieder zum Lachen ! hihihihi – Gottohgottoggott !

        Wirklich schade, dass wir uns nicht jeden Tag besuchen können – ich bräuchte so dringend eine immerwährende Aufmunterung.

        Glaub mir : wir beide im Gespräch viza'vi, – und Du wärst ein neuer Mensch mit Einsichten von denen Du heute nicht mal wagst zu träumen.

    2. Monalisa@ Vor wenigen Jahren bekam man Cannabis indica C30 in den Apotheken nur auf Suchtgiftrezept und darüber bis C200 nur auf Rezept. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland! Und das ist kein Witz! Habe ich selbst erlebt. War aber Zeuge, nicht nur einmal, daß Kunden Psychopax ohne Rezept ausgehändigt bekamen. Inzwischen geändert, aber man sieht deren beschränkte und inkompetente Sichteise!

  7. Man kann der Pharmaindustrie sicherlich so manches andichten, aber dieser Industrie vorzuwerfen, sie hätten aus Kommerzgründen wenig Interesse heilende Mittel auf den Markt zu bringen, scheint doch überzogen. Natürlich wollen die Geld verdienen und haben Spannen, da können andere Anbieter auf unterschiedlichen Produktionsfeldern nur davon träumen. Um auf dem Markt erfolgreich zu bleiben muß das Medikament helfen und es muß erfolgreich vermarktet werden und da setzen die Methoden ein, die man nicht immer teilen muß im Sinne eines ordentlichen Apothekers oder Kaufmanns. Allein die Tatsache, daß auf den Weltmärkten das gleiche Produkt zu zum Teil kollosalen Preisunterschieden verkauft wird ist Beweis genung, daß da noch viel Luft drinn ist und man es dort holt, wo man es zwanzigfach kann und dort die Hosen runterläßt, wo der Markt es nicht hergibt, aber aus Wettbewerbsgründen, solche Länder nicht der Konkurrenz überlassen will. Das ist ein schnödes Geschäft zwischen Anbieter und Abnehmer und wer glaubt, das alles würde im Zeichen der Liebe über Forschung erfolgen, scheint sich zu irren. Reiner Kommerz, sonst nichts.

    1. wir brauchen ja noch nicht mal in die welt der pflanzen zu gehen – allein schon, was eine ("verwässerte") lösung mit H2O2 so alles heilt… 

        1. geringfügig in ein getränk – möglichst "wasser" – hinzugegeben, eliminiert es all die gifte von innen und macht besser wach, als so sachen, wie red bull usw. 

  8. Alles wahr und richtig. Andererseits, und ich kenne das aus der Nähe, bringen sich Leute um, weil sie Quacksalbern vertrauen. Asiatische Wundermedizin, nur hilfreich mit dem richtigen Zauber und so. Ginseng aus dem industriellen Freilandanbau sieht übrigens nur noch so aus wie als ob. Bringt aber das gleiche Geld.
    Nicht allem mit dem Etikett “bio” ist auch wirklich zu vertrauen. Eher selbst sammeln und ansonsten der Chemie vertrauen.

    1. Sie kennen "das aus der Nähe" . "Leute bringen sich um, weil sie Quacksalbern vertrauen".                             Wenn Sie "nahe genug dran sind", dann schauen Sie 'mal genau hin. Die "Quacksalber", die die meisten Menschen auf dem "Gewissen" haben, tragen weiß und "vertrauen der Chemie".                                                                                                                                   "Industrieller Freilandanbau" von Ginseng –  der findet statt, allerdings nur in einem Betrieb in Europa. In der Nähe von Walsrode wird, man höre und staune, ein sehr potenter Ginseng angebaut, der weltweit seinesgleichen sucht. Ginseng aus dem Wildwuchs gibt es auf dem Markt ohnehin nicht mehr, der wenige, der in Asien noch gefunden wird, erreicht den europäischen Markt nicht. 

  9. Gerade weil mit Naturmedizin gute Erfolge erzielt werden können, würde man diese am liebsten verbieten . Naja.. kommt wohl noch. Aber nicht nur die Heilpflanzen werden unterschätzt, auch sonstige alternative Methoden . Ich akupunktiere und habe auch mit " püstern " ( besprechen ) schon Erleichterung bei chronisch Kranken  verschafft – Heilung ist aufgrund der Erkrankung nicht möglich

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