FDP-Chef Lindner fordert Truppenabzug aus Incirlik

FDP-Chef Christian Lindner ruft die Bundesregierung zu einem sofortigen Abzug der am türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik stationierten Bundeswehrsoldaten auf.

Von Redaktion

„Das Verhalten der Türkei ist eine schwere Störung der Zusammenarbeit in der NATO. Eine Verlegung unserer Truppen halte ich für zwingend“, sagte Lindner den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). Der FDP-Politiker fordert von Union und SPD im Bund einen Politikwechsel im Umgang mit der Türkei. „Die Bundesregierung sollte ihre Türkeipolitik neu ordnen“, sagte Lindner.

Verhandlungen über einen EU-Beitritt der Türkei sollten nach Ansicht des Liberalen abgebrochen werden. „Eine EU-Mitgliedschaft steht nicht mehr zur Debatte“, sagte Lindner dem RND.

Nach einem erneuten Besuchsverbot für deutsche Abgeordnete auf dem türkischen Nato-Luftwaffenstützpunkt Incirlik erwägt die Bundesregierung eine Verlagerung der rund 250 am Kampf gegen den „Islamischen Staat“ beteiligten Bundeswehrsoldaten an eine andere Basis in der Region. Ein Stützpunkt in Jordanien gilt als Alternative. Ein abschließender Beschluss der Bundesregierung in der Frage steht jedoch noch aus.

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7 Kommentare

  1. Über eine EU Mitgliedschaft der Türkei entscheidet weder Berlin, noch Brüssel. Dies gilt natürlich auch für den möglichen Truppenabzug aus Incirlik. Die einzigen Entscheidungsträger sind Washington und das Pentagon. Die Türkei ist ein viel zu wichtiger, geostrategischer  Natopartner in dieser Region, um den Europäern oder gar den Deutschen ein Mitspracherecht zu gewähren.

    Ein abschließender Beschluss der Bundesregierung in der Frage steht jedoch noch aus. Das ist völlig normal.. Schliesslich dauert es immer ein Weilchen, bis die nötigen Anweisungen aus Washington vorliegen. Bis dahin darf sich der " Weltpolitiker " Lindner noch ein wenig austoben. Zu melden hat er nichts.

  2. Gestern, der Brüller des Tages!

    Die MSM erzählten, in Bezug auf Aussagen von Politikern und der BW, das es viele Monate dauern würde (lächerliche) 250 Mann und ein paar Flugzeuge zu verlegen.

    Also mit dieser "Armee" (Bundeswehr) kannst du keinen Krieg gewinnen.

    Und es zeigt sich wieder einmal, das es nicht nur stimmt, was man damals im Osten immer sagte, sondern das alles noch viel schlimmer ist! (Damals sagte man im Osten immer, aus Spaß und in Bezug auf die BW,  "wenn du die BRD einnehmen willst, komm am Wochenende, denn da sind alle zu Hause" ,  genauso wie man immer von nur wenigen Tagen sprach, bis der Osten den Westen überrannt hätte und am Ärmelkanal stehen würde. Und es bewahrheitet sich wirklich alles, wenn man sieht wie unfähig der Westen ist, in jeder Hinsicht. Und wer für die Verlegung von 250 Mann Monate braucht, der soll über keinen Krieg mehr nachdenken und selbst zur "Verteidigung" ist diese "Armee" nicht zu gebrauchen. Diese "Armee" ist eine reine Geldvernichtungsmaschine und "Scheinbeschäftigung"/Subventionierung von unnützen Arbeitsstellen.

     

     

     

    1. Ja, das waren noch Zeiten, als man in wenigen Tagen etliche U- Boote von der Ost- Nordsee auf dem Land- und Flußweg bis zum Schwarzen Meer transportiert hat!  Heute kann das natürlich dauern. Aber die Bundeswehr wird ja nun auch der letzten Traditionen der Wehrmacht beraubt. Damals war Kriegszeit. Und heute in Friedenszeiten geht das natürlich nicht. Die werden doch nicht die Planer des BER damit beauftragen? Dann dauert es Jahrhunderte!!

  3. Man muß mit dem Gesülze aufhören, die Türkei ist ein ganz wichtiger geostrategischer Partner! Damit gibt man doch jedem Wahnsinnigen Herrscher der Türkei die Absolution zu tun und zu lassen was er will.

    Betreibt man eine intelligente Politik mit den Nachbarn der Türkei, ist diese so gut wie unnötig für unsere Interessen! Aber wenn man natürlich die Nachbarn im Zuge der kriegerischen Natopolitik in die Bronzezeit zurückbombt, ist die Türkei natürlich wieder wichtig. Was für eine glorreiche Logik.

    Sollte man nicht Ursache und Wirkung auseinanderhalten? Der Türkei muß von deutscher und europäischer Seite signalisiert werden, dass wir es nicht nötig haben uns erpressen zu lassen – es gibt immer Alternativen!

  4. Ein Truppenabzug aus Afganistan und Mali unnd Kosovo ist notwendig.

    Eine Sau nach der Anderen wird durchs mediale Dorf getrieben und die entscheidenden Fragen bleiben unberührt.

  5. Die Bundeswehr wurde als Verteidigungsarmee errichtet und nicht die Amiverbrechen im Ausland zu unterstützen. Unsere Wehr haben wir bei den Zuständen im Inneren dringend nötig um unsere Bürger zu schützen. Was sollen wir auf einen Türkischen Stützpunkt ?

  6. Der Abzug macht nur Sinn, wenn er ersatzlos ist. Denn von allem, was mit Wehr zu tun hat, wird die Bundeswehr gesäubert, um sie vollends zu einer Angriffshorde ohne Wurzel zu verderben.

     

    Auf die Angegriffenen, seit Jahrzehnten der Orient, muss solch eine natofizierte Truppe wirken wie die Marsmonster aus den Horrorfilmen, die aus dem selben Land stammen, wie die Ideologie des chronischen Angriffskrieges. Natürlich ist das nicht, ethisch ist das nicht, dem klassischen Völkerrecht entspricht es nicht, und dem Grundgesetz (wohlverstanden im Sinne der alliierten und BRD-Urheber gedeutet) ist es wortwörtlich zuwider. Es wird höchste Zeit, dass Generäle, Offiziere und Soldaten der (im Sinne eines Ron Paul, langjähriger friedfertiger US-Kongressabgeordneter) verrückt gewordenen Ursel Grenzen setzen bis hin zur konsequenten Gehorsamsverweigerung.

     

    Danach kann die Bundeswehr ihre natürliche, ethische und grundgesetzgemäße Aufgabe erfüllen: Die Staatsgrenzen gegen meist betrügerische, kriminelle oder kriegerische Eindringlinge grenznah zu verteidigen.

     

    Die Türkei, insofern sie ein selbstbewusstes orientalisches Land war und neu im Werden ist, fühlt die grenzenlosen transatlantischen Verfehlungen genau. Nationalpazifistisch (verteidigungsbereit, aber nicht angriffswillig) betrachtet handelt die Türkei genau richtig, wenn sie fremde Soldaten nicht oder nicht mehr auf Dauer duldet.

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