EKD für politisches Christentum

Während man dem Islam vorwirft, Politik und Religion nicht zu trennen, gibt es solche Tendenzen auch im Christentum. Die EKD will sich weiter in die Politik einmischen.

Von Marco Maier

Die Trennung von Staat und Kirche (wenngleich in Deutschland auch nur halbherzig vollzogen) gilt als eines der Grundprinzipien der modernen westlichen Politik. Auch deshalb wird immer wieder Kritik am Islam geübt, weil dieser keine Trennung von Politik und Religion kennt. Aber auch im Christentum gibt es diese politischen Tendenzen, wie das Beispiel der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zeigt.

Für den Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, ist die Forderung nach politischer Enthaltsamkeit der Kirchen unannehmbar. "Gerade weil der Gott, an den die Christenmenschen glauben, sich von der Welt nicht ab-, sondern ihr zuwendet, hat das Evangelium stets politische Bedeutung", schreibt der bayerische Landesbischof in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Nach seinen Worten müsse die Kirche aus der Orientierung an der Option für die Armen Verantwortung für und in der Welt übernehmen. Wo der Staat gar seinen "von Gott gegebenen Auftrag" verletze, müsse die Kirche sogar Widerstand leisten, schreibt er unter Hinweis auf den von den Nationalsozialisten ermordeten Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer. Bedford-Strohm verwies auch auf den Einsatz von Martin Luther King gegen die Rassentrennung in den Vereinigten Staaten.

Das Problem, welches mit der Vermengung von Politik und Religion einhergeht, ist jedoch jenes, dass die Angehörigen anderer Religionen (oder jene ohne religiöses Bekenntnis) dadurch immer wieder benachteiligt werden. Hinzu kommt die religiöse Indoktrinierung der Gesellschaft, die durch eine solche Politik forciert wird.

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18 Kommentare

  1. Die evangelische Kirche besteht schon seit 1898 nicht mehr, weil sie von den Jesuiten in der Gegenreformation unterwandert worden sind. Es geht den Protestanten so wie den Juden, die sind von den Jesuiten mit den Zionisten beglückt worden.

    Walter Veith, Die Jesuiten und die Gegenreformation

    https://www.youtube.com/watch?v=M8upXTCFaQU

    Jesuit and Zionist connection (All roads lead to Rome)

    https://www.youtube.com/watch?v=CdJwm6ARtrY

    Alle Wege führen nach Rom!

    1. Nein, alle Wege führen nach Israel, der Vatikan ist auch jüdisch unterwandert. Und nein, die Zionisten werden nicht von den Jesuiten gesteuert, die Jesuiten kamen erst Jahrhunderte später auf.

      Na ja, jedem sein Hobby !

    2. Da scheint was dran, Camilotorres.

      Am Ende aber wohl doch nur, Back to the Roots. Religion als Mittel zu unterdrückung der Menschheit. Oder, wie aus Göttern Affen würden. ?

  2. "Mein Reich ist nicht von dieser Welt!" – sagte der Nazarener.

    Christliche Ideale können die Einzelperson zu ethischem Handeln in der Politik ermutigen, doch es ist meißtens schädlich, wenn religiöse Institutionen nach politischer Macht streben, da die Religionsoffiziellen zum Mißbrauch der Macht zugunsten ihrer Ideologie bzw. Institution neigen. Die Geschichte hat da reichlich Beispiele.

    Die Entmachtung der religiösen Institution war eine der großen Errungenschaften der Aufklärung und hat die Menschen in vielen Dingen frei gemacht. Man sollte nicht den Fehler machen, ins Mittelalter zurück zu fallen.

    Keine weltliche Macht der Religion – weder dem Christentum, noch dem Islam!

    1. Das ist in jeder Weise zu bekräftigen. Es ist perfid wenn  Protagonisten der Amtskirchen sich anmaßen den Willen Gottes  interpretieren zu können und sich selbst  damit gottgleiche Macht über die Menschen verschaffen  wollen. Die besondere  Hinterlist besteht vor allem darin, daß die politische Argumentation nicht hinterfragt werden kann weil sie rational nicht erfaßbar ist sondern eine Frage des  "G l a u b e n s"..

  3. Lieber heldenhaft kämpfen und sterben als dieser verkommenen Bande nur eine Handbreit zuzugestehen, dachte Thomas Müntzer und lehnte sich gegen sie schon vor 500 Jahren auf. Ihr großer Anführer und Widerpart von Müntzer hat schon damals politische Agitation betrieben und somit aus Eigennutz den wahren Glauben verraten und das geht weiter bis in die heutige Zeit. Da kann man sich nur angewidert abwenden und diese verlogenen Verkünder der Glaubenslehre des Herrn zu ächten. Die haben das Schisma herbeigeführt mit der Begründung der Fehlbarkeit der kath. Kirche und verhalten sich heute nicht anders, als sie ihrer Urkirche vorwerfen. Pfui Teufel

  4. Die EKD, von Rotariern übernommen, durchsetzt von Grünen und Linken, hat sich längst von von allem was mit Christus zu tun hat verabschiedet. Dieser so genannten, fälschlicherweies so genannte Kirche geht es nur um die Milliarden die sie vom Sttat – Steuerzahler erhalten. Das wahre Evangelium ist total verdunstet.

  5. Aufgeklärte Menschen brauchen keine Religion ! Und das fürchten diese religiösen Sozialschmarotzer !

    Alles wird erst gut, wenn erst der Mensch den Sprung vom vernünft Begabten,  hin zur Vernunft schafft !

  6. Der Bedford-Strohm als moderner Kreuzritter, diesmal angelehnt an die US-Eliten und deren deutsche Vasallen. Dass der selber keine Gewissensbisse hat, mein Gott, solches Bodenpersonal, vom Teufel höchstselbst gekapert! Damit wird der womöglich letzte Rest an Glaubwürdigkeit verspielt…

     

     

  7. So sollte ein Bedford-Strohm besser die Zusammenhänge erkennen, daß sich die inzwischen auf Grund von Erfahrungen die Grundlagen der westlichen Kultur nicht mehr auf das Christentum, mit einer Anrufung Gottes, auf das Christentum, beschränken, sondern sich die Werteordnung der Aufklärung durchgesetzt hat. So dürfte weitgehend die Aufklärung dazu beigetragen haben die Verwirrung und die Bevormundung durch die Religionen vermindert zu haben, die sich immer mehr zu Ideologien, wie am Beispiel des Islam zu sehen ist, gewandelt hat. So sollte sich die EKD besser auf die dringende Reformation in ihrem eigenen Reihen besinnen, als sich in Bereiche einzumischen denen es nur um ihren eigenen Machterhalt geht, wie man es an der 'christlichen' Führung einer CDU/CSU sehen kann.

  8. Der gesamte Artikel wird doch viel verständlicher, wenn man weiß, das dieser Bedford-Strohm nicht nur Mitglied der SPD ist, sondern ein ganz besonders strammer Genosse.

    Er führt seit der Gründung der AfD einen fast schon persönlichen Kreuzug gegen diese Partei und instrumentalisiert dazu die evangelische Kirche. Seine Tiraden sind meist von einem abgrundtiefen Hass gegenüber dieser Partei gekennzeichnet.

    Die Zeit ist überreif, dass eine klare Trennung zwischen Kirche und Staat erfolgt und das mit allen Konsequenzen.

  9. Werd nie begreifen,  was treibt so einen bettvorstrom an?

    Vielleicht kann man dem guten aMann mal helfen,  in dem man ihn mal ans Fließband stellt ? Damit er mal wider gerade aus denken kann ?

  10. Was erwartet ihr von den Christenkirchen? Das Christentum ist ein Ableger des Judentums. Warum sollten sich ein Jesus, eine Käßmann, ein Bergoglio und ihre Kollegen in ihren Prinzipien wesentlich unterscheiden von einem Kissinger, Soros, den Rothschilds oder einer Goldman-Sachs-Bank? Alle putzen sich fein heraus, reden moralisch und schuldeinflößerisch daher, versprechen den Folgsamen das Blaue vom Himmel, kassieren kräftig ab und machen sich ein vergleichsweise angenehmes Leben auf Kosten anderer Menschen.

    1. " ein Jesus hat abkassiert und sich ein angenehmes Leben auf Kosten anderer gemacht "

      Liebe Frau Bauer, ob Sie wollen oder nicht, "es ist dem Menschen gesetzt einmal zu STERBEN, danach aber das GERICHT" !  " und es wurden Bücher aufgeschlagen damit ein jeder empfange was er bei Leibesleben usw." Empfehle dringend selbst nachzulesen.

      Mit freundlichem GRuß

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