Bild: Flickr.com/piero vaglioni CC BY-NC-ND 2.0

Der ehemalige Chef der französischen Spionageabwehr (DST), Yves Bonnet, bestätigte die Legende an der die NATO immer noch festhält. Denn als die NATO mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion obsolet wurde, versuchte man die eigene Existenz zu rechtfertigen und erschuf die Sicherheitsbedrohung durch Russland, schreibt RT Deutsch.

Von Redaktion

Laut Bonnet würden die Russen keine Schurken mehr sein, denn die sowjetische Bedrohung ist mit dem Untergang der UdSSR, ebenfalls verschwunden. Das von den USA angeführte westliche Bündnis würde zwar immer wieder behaupten, Moskau würde ein aggressives Verhalten an den Tag legen, das sei jedoch völlig übertrieben. Monnet fügt hinzu: "Ich glaube, dass die NATO absichtlich die Wahrnehmung von Russland als Bedrohung fördert. Wie jede Organisation will die Nordatlantische Allianz bestehen bleiben und der einzige Grund, ihre Existenz zu verlängern, sind Sie, die Russen."

Russland als eine internationale Bedrohung darzustellen funktioniere, laut Bonnet, eigentlich nicht mehr: "Ich kann Ihnen versichern, dass die Franzosen glücklicherweise nicht mehr daran glauben." 

Der ehemalige Geheimdienstchef sei sehr traurig darüber, dass Frankreich wieder der NATO beigetreten ist. Damals 1966, hatten sich die Franzosen aus der NATO zurückgezogen. Bei den Wahlen im Dezember 1965 war in Frankreich Präsident Charles de Gaulle in seinem Amt bestätigt worden, dieser änderte die französische Verteidigungspolitik. Mit der ersten französischen Atomexplosion am 13. Februar 1960 in Reggane in Algerien, war Franklreich in den Kreis der Nuklearmächte aufgestiegen und baute mit der so genannten "Force de frappe" seine eigene Atomstreitkraft auf, berichtet RT Deutsch.

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De Gaulle lehnte eine dauernde Dominanz der USA in der NATO ab und verlangte die Unterstellung der in Frankreich stationierten US-amerikanischen und kanadischen Einheiten unter französisches Kommando. Nachdem die USA dazu ihre Zustimmung verweigert hatten, forderte der französische Präsident im Februar 1966 den Abzug der alliierten Truppen und der NATO-Hauptquartiere mit der Begründung: "Frankreich strebe jetzt die volle Ausübung seiner Souveränität an, die durch die Stationierung fremder Streitkräfte auf seinem Boden nicht gewährleistet ist." Präsident De Gaulle erklärte gleichzeitig den Rückzug der französischen Truppen aus der NATO-Integration. 

30 Jahre später trat Frankreich dem Bündnis wieder bei. Für Bonnet sei die NATO In der gegenwärtigen Zeit "keine nützliche Organisation, sondern eine gefährliche", er sei der Meinung, die Nordatlantische Allianz könne man ganz auflösen. "Ich habe gesehen, was die NATO in Jugoslawien getan hat, einen Krieg dort ohne ein internationales Mandat zu führen. […] Jetzt fällt die NATO in Afghanistan ein, obwohl dieses Land nicht am Nord-Atlantik liegt" so Bonnet. 

Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung wäre sinnvoller

 

Bonnet verurteilte die Politik des Bündnisses gegenüber Russland und sagte: "Es macht keinen Sinn, den Russen Sorgen zu bereiten. Es ist völlig sinnlos, (die Russen) nervös zu machen. Necken Sie den 'russischen Bären' nicht." Auch die Verdächtigungen im Hinblick auf eine angebliche russische Einmischung bei den französischen Präsidentschaftswahlen sind hannebüchen. "Ich denke, das Gegenteil ist richtig. Die Russen haben sich nicht in die französische Wahl eingemischt. Aber es gab eine offene Einflussnahme auf die Präsidentschaftskampagne aus zahlreichen finanziellen Interessen, sowohl französischen als auch internationalen, insbesondere durch Israel, die Emmanuel Macron und seine Wahlkampagne unterstützten, wird Bonnet von RT Deutsch zitiert.

Dass Paris "aus politischen Gründen" die Zusammenarbeit mit den Nachrichtendiensten Russlands, Syriens und anderen Ländern vernachlässige, bedaurere Bonnet, denn diese würden "direkt gegen den Terrorismus kämpfen". Eine internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Extremismus wäre wirksamer, als das Notstandsgesetz und andere Maßnahmen in Frankreich, die derzeit von den Behörden des Landes verhängt wurden, ergänzte der ehemalige Geheimdienstchef.

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10 KOMMENTARE

  1. Es ist unlogisch den Imperialismus der USA als Beweis für die Harmlosigkeit Rußlands anzuführen.

    Wie wenig Rußland das Völkerrecht seiner Nachbarn achtet sieht man am Raub des Donbas, der Krim, an Ostpreußen und der Kurilen.

    Es ist eine Albernheit, ein hochgerüstetes Imperium, dass seinem Nachbarn gerade die besten Teile seines Landes aus militärstrategischen Gründen geraubt hat als harmlos anzusehen.

    ——————————————

    Tatsächlich wird der Imperialismus Rußlands nur durch die USA begrenzt. Umgekehrt ebenso. Insofern liegt es im Interesse der anderen Staaten, ein militärisches Gleichgewicht zwischen diesen Raubrittern zu erhalten.

    Die Sicherheit erhöhen würde ein militärischer Pakt Europas, ein Bund souveräner Vaterländer, der auf den Stand von Rußland oder den USA hochrüsten würde und so das Zünglein an der Waage zwischen den Blöcken bildet. Europa könnte so allein durch seine Existenz Eroberungskriege verhindern.

    • Die Krimabstimmung war eine Sezession nach dem Völkerrecht und keine Annexion!!!!!

      Die einzige Macht, die ich fürchte, sind die USA, weil sie meiner Meinung nach unberechenbar sind und keine internationalen Bestimmungen respektieren!

      • @ Analyst

        So ist es!

        Und die einzigen, die immer und immer wieder chemische und nukleare Waffen einsetzen, das sind die USA, und dies gegen Völker, die ihnen nichts, aber auch gar nichts angetan haben. Die USrael-Oberclique kennt weder das Völkerrecht, noch die Menschenrechte, noch Gesetze – weder des eigenen Landes und schon gar nicht der anderenLänder.

    • Fahren Sie doch einfach mal auf die Krim und sprechen Sie mit der dort ansässigen Bevölkerung ehe Sie hier das Plenum mit permanenten Wiederholungen aus der MSM langweilen.

  2. "Die russische Bedrohung ist eine Erfindung der Nato"

    Das möche ich meinen riecht doch ein jeder kilometerweit gegen den Wind.

     

  3. Vor fast 40 Jahren habe ich den Wehrdienst u.a. deshalb verweigert, weil ich einem Lexikon entnommen habe, dass die Nato VOR dem Warschauer Pakt gegründet worden ist. Diese Abfolge ließ mich an dem BRD-Politikergerede von der notwendigen Verteidigung zweifeln. Meine jugendlichen Bedenken haben sich seitdem immer wieder als sachlich richtig erwiesen.

  4. Die Russische BEDROHUNG ist doch ALLGEGENWERTIG. Stellt euch mal vor ein Staatsoberhaupt macht irgend etwas fuers Volk, Z.B. Oligarchen etwas ZURUECK PFEIFEN ohhhhh ( GLOBALE BEDROHUNG )

  5. der Nato und den USA fällt halt nur Blödsinn ein. eine Bedrohung ist durch unsere Politiker gegeben die den USA zum Munde reden. dazu lässt man zusätzlich Amitrolle Kriegshetzeln, gell? das 450 Politiker für Krieg stimmten vergisst man auch ganz gerne, was? wer Bedroht denn nun wen? von Clinton ganz zu schweigen.

  6. Die NATO ist der militärisch verlängerte Arm der USrael-Oberclique und de facto ein US-Besatzungs-Instrument. Sie hat das zu tun, was die US-Schattenregierung auf der Agenda stehen hat. Die verbündeten westlichen Regierungen – sprich Vasallen – haben nach der Pfeife dieser Agenda zu agieren, andernfalls sind deren US-Strippenzieher gleich abgewählt oder leiden an einer bösen Krankheit oder haben einen unerwarteten Unfall usw.

  7. Die NATO ist das Spiegelbild des Westens und seines verlogenen Demokratiegequatsches. Das ist ein Haufen von Schwanzlutschern und Weicheiern! Wenn der Russiche Bär loslegt, sind das die Ersten, die heulend nach Mama schreien und sich dabei in die Hosen scheißen…

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