Die Islamisten starten auf Mindanao neue Offensiven, dort gilt nun das Kriegsrecht. Deshalb wollen auch die kommunistischen Rebellen ihre Offensiven ausweiten.

Von Marco Maier

Auf Mindanao gilt angesichts der Eskalation im muslimisch dominierten Südwesten der Insel für zumindest zwei Monate das Kriegsrecht. Man mag das zwar in vielen Teilen der Insel nur indirekt merken, weil sämtliche Checkpoints von Armee und Polizei nun dauerhaft besetzt sind, anstatt nur sporadisch, doch an sensiblen Punkten sieht man nun die militärische Präsenz in Form von Soldaten und Panzern. Allerdings drohte Präsident Duterte bereits damit, das Kriegsrecht notfalls auch auf das ganze Land auszuweiten, sollte es nötig sein.

Es ist davon auszugehen, dass es insbesondere in den muslimisch dominierten Provinzen der Insel zu vermehrten Kämpfen zwischen islamistischen Milizen und den staatlichen Sicherheitskräften kommen wird. Denn dort können sich die Exremisten relativ sicher sein, von der lokalen Bevölkerung Unterstützung zu erhalten und vielleicht auch noch den einen oder anderen Kämpfer zu rekrutieren.

Weiten sich die Kämpfe jedoch aus, könnte dies zu einem massiven Zustrom an Kämpfern zu den islamistischen Milizen wie Abu Sayyaf, Maute, MILF, BIFF usw. führen. Vor allem dann, wenn im Rahmen militärischer Operationen auch Zivilisten getötet werden, weil diese ins Kreuzfeuer geraten.

Andererseits hat auch die Kommunistische Partei der Philippinen (CPP), die zwar bei den Wahlen kaum Zustimmung erhält, zur Ausweitung der militärischen Operationen ihrer Milizen aufgerufen. Die "New People's Army" (Neue Volksarmee, NPA) soll verstärkt zuschlagen, weil "Dutertes Kriegsrecht immer mehr Menschen davon überzeugt, die Waffen gegen das verrottete System zu erheben", wie sie auf ihrer Webseite schreibt.

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Angesichts dieser Umstände mag es durchaus möglich erscheinen, dass sich diese Konflikt-Gemengenlage innerhalb einiger Jahre zu einem Bürgerkrieg ausweitet. Inwieweit hier die CIA die Finger im Spiel hat, zumal Duterte die Ex-US-Kolonie näher an China und Russland heranführt und für seine antiamerikanischen Ressentiments bekannt ist.

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12 thoughts on “Die Philippinen auf dem Weg zum Bürgerkrieg?”

  1. Am 8.5. schrieb der Autor, dass er in die Philippinen auswanderte um in Frieden und Sicherheit leben zu können und seinem Sohn eine Zukunft zu sichern.

    Nun droht in diesem Land ein Bürgerkrieg – dann war das ja wohl eine dumme Entscheidung mit der Auswanderung.

    Ich habe da ein bessere Empfehlung für einen sicheren Ort: Man zieht in die Dachrinne seines Hauses, denn da ist statischtisch noch keiner lethal erwischt worden 😉

    1. jaja, an Marcos Lobeshymne hab ich mich auch gleich wieder erinnert.

      ( wenn das hier so weitergeht, brauch ich einen Taschenrechner, Marco ! )

    2. Chapeau Eckart..hervorragendes Langzeitgedächtnis.Geradezu Elefantös.

      Der Autor hätte vielleicht besser aufteilen sollen..sozusagen friedliche Zonen..und weniger friedliche Gebiete….

  2. Dürfte ja klar sein, was hier gespielt wird. Präsident Duterte, der klar gegen die Amerikaner in aller Öffentlichkeit nur zu deutlich Stellung genommen hat, ist nun ein roter Hund für die USrael-Oberclique. Jetzt geht diese Machtgruppe auf dem geheimdienstlichen Hinterweg gegen diesen politischen Querulanten vor. Jetzt kommt es darauf an, wie sich die Russen und Chinesen in diesem Konflikt verhalten werden. Ich glaube kaum, dass sich die Chinesen in ihren asiatischen Meeren von den Yankees traktieren lassen.

    1. Elisa,

      Dir dürfte wohl entgangen sein, dass die islamische umma seit Jahrzehnten auf den Phlippinen und in  den nicht-moslemischen Teilen Indonesiens den Jihad -verbunden mit Terror – gegen die Ungläubigen führt.

      Im übrigen auch in den chinesischen Westprovinzen (Xingjang) , die überwiegend muselmanisch sind. und von Turkstämmen bevölkert werden.

      Nur, und das ist der Unterschied – Die Chinesen machen kurzen Prozess und schlagen mit allen Mitteln zurück, wobei sie auch nicht vor Repressalien gegenüber den Musels zurück schrecken.

       

      1. Jajaja lieber Bern, gerade die islamische "Brüder-Bewegung" wird von den dunklen Kreisen der Macht seit Jahrzehten auf Flamme gehalten um Einflüsse auf die hiesige Regirung auszuüben!

      2. Dietrich von Bern

        Ihr Wissen um den Islam in Ehren, aber man kann heute – und vermutlich gilt das für alle Zeiten – nicht die Religion für alles Politische als Begründung nehmen. Ich beurteile nur meine jetzige Zeit, und in der geht es nicht in erster Linie um Religion, sondern um Macht und Einfluss. Die Religion wird auf dem Weg dorthin vor allem schändlich missbraucht, und die Menschen werden aufeinander gehetzt. Hören Sie auf mit ihrer Umma und was es da noch gibt, die interessiert mich nicht und ist letztendlich auch nicht relevant.

        Wer mit Religion seine Machtansprüche begründet und einfordert, ist nicht wirklich ein religiöser Mensch, sondern eine machtbeanspruchende und falsche Ratte. So sehe ich das.

        1. … die mag dich nicht interessieren, aber deswegen ist sie noch lange nicht irrelevant.

          Elisa, das nehm ich dir nicht ab – Du bist doch Niemand, der die Augen schließt, nur weil ihm alles zuviel wird.

          Phasenweise zum Selbstschutz Ja – kenn ich auch – aber generell ? Nein, ich nicht und Du nicht !

  3. Mann, oh Mann,

    da haben die Philippinen doch tatsächlich (aus imperialistischen Gründen natürlich) islamische Länder mit Bomben und Krieg überzogen, sodaß den verzweifelten Muselmanen (da sie über keine  Langstrecken-Bomber verfügen)  nix anderes übrig blieb, als mit Krieg und Terror (als Vergeltung und Rache) in Mindeanao zurück zu schlagen!

    Eine unendlich traurige Geschichte?

    Das hat der Dutarte  jetzt davon

    Dahinter könnte natürlich  auch der Mossad/CIA stecken. Auch dass die muselmanische Bevölkerung Mindeanaos die islamischen Helden und Freiheitskämpfer voll und ganz unterstützt, ist ein Werk des Mossad/CIA und hat bekanntlich nix mit dem Islam zu tun.
     

  4. Vielleicht handelt es sich ja um einen multiresisten islamischen Erreger..dessen einziges Hobby..das Ausleben von Gewalt ist.

    Duterte zieht jedenfalls alls Impfung..die Bleispritze vor.

    Die Zukunft wird zeigen ob Doc Duterte..die richtige Medizin gefunden hat..für diesen radikalen Erreger.

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