Wie viel Geld wollen die Zentralbanken noch in die Märkte pumpen? Seit 2006 hat sich die Bilanzsumme der fünf wichtigsten Notenbanken vervierfacht.

Von Marco Maier

Es sind Zahlen, die sich jeder ansehen sollte: Noch im Jahr 2006 hatten die Europäische Zentralbank (EZB), die Federal Reserve (Fed), die Bank of Japan (BoJ), die Bank of England (BoE) und die Schweizerische Nationalbank (SNB) kumuliert noch rund 3,5 Billionen Dollar in den Bilanzsummen stehen, heute sind es schon 14,6 Billionen Dollar.

Alleine in den ersten vier Monaten dieses Jahres waren es ganze 1,2 Billionen Dollar, die von den fünf wichtigsten Zentralbanken an frischem Geld ins Finanzsystem gepumpt wurden. Eine ordentliche Summe, vor allem wenn man bedenkt, dass das aufs Jahr hochgerechnet schon mal 3,6 Billionen sind, was deutlich über der Gelddruckorgie liegen würde, die im Jahr 2008 im Zuge der Bewältigung der Finanzkrise "gedruckt" wurden. Damals waren es 2,8 Billionen Dollar in einem Jahr.

Man sieht, dass das System weiterhin in der Krise steckt und ohne die ständige Zufuhr von frischem Geld unweigerlich kollabieren wird. Dies zeigt sich auch daran, dass zwar die Börsen und Immobilienpreise fast nur den Weg nach oben kennen, die Realwirtschaft jedoch (wenn man die üblichen Tricks weglässt) quer durch die Bank kaum vom Fleck kommt.

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10 thoughts on “Die Gelddruckorgie geht weiter”

  1. Die Zauberlehrlinge!

    Herr und Meister! Hör mich rufen!

    Doch, da kommt kein Meister nicht!

    Herr, die Not ist groß!

    Die ich rief, die Geister

    Werd ich nun nicht los.

    So sind nicht nur die Akteure, sondern das gesamt System zum Problem geworden, die mit einer Struktur, unter Mißachtung jeglicher ökonomischer Gesetze, außer Kontrolle geraten ist, wobei die Akteure, auch wenn sie es wollten, die Geldflut nicht mehr stoppen können, da in diesem Fall leider kein Hexenmeister, wie in Goethes 'Zauberlehring', zu Hilfe eilen könnte um die kommende Katastrophe noch abwenden zu können.

  2. Geldmengenwachstum in er Eurozone seit Herbst 2008 (Lehman) bis heute: 2,5% p.a.

    Geldmengenwachstum Deutschland 1969-1999: 7,9% p.a.

     

     

      1. @hubi stendahl

        Dein Link funktioniert und er ist natürlich für die konkret benannte Geldmenge und den Zeitraum vollkommen richtig.

        Ich füge einen Link ein:

        http://www.tagesgeld.de/informationen/geldmenge.html

        hier gehen die Werte bis März 2017 und es wird auch nach den Geldmengen differiert.

        Ab dem IV. Quartal 2014 können wir wieder einen stärkeren Anstieg erkennen.

        Auch sehen wir so die erste Angabe von @tm relativiert. Sie beinhaltet natürlich die sogenannte "Immobilienblase" und dann das folgende zögerliche Verhalten der Banken.

        Vollkommen richtig, dass natürlich das tatsächliche Realeinkommen für den einzelnen Bürger das Kriterium ist.

        Und das ist wirklich parallel für die breite Masse der Bevölkerung gesunken. Das Novum ist, dass es mit einer logischen Zeitverzögerung zur Agenda 2010 ebenfalls zu realen Einkommensverlusten in weiten Kreisen des Mittelstandes kam und er dadurch schrumpfte.

        Eine Entwicklung die noch Konsequenzen nach sich zieht, die viele Teilnehmer an den Foren der alternativen Medien wissen. Es gibt aber ebenso viele Mitbürger, die sich, aus welchen Gründen auch immer, nur bei den MSM informieren.

        Denen wird, jetzt vor den Wahlen noch infantiler, ein Wirtschafts-Wunderland vorgegaukelt und viele glauben es wirklich durch diese allseitigen Dauerberieselungen und Gehirnwäschen.

         

         

  3. Die Gelddruckerei der EZB hat zu einer massiven Entwertung der Einkommen geführt.

    Die Preise ziehen stärker an, als es die offizielle inflationsstatistik vorlügt und die Löhne bleiben nominal konstant.

    Dies führt zu massiven Realeinkommensverlust bei der Bevölkerung.

    Die Gelddruckerei bei konstant halten der Löhne ist im Effekt eine flächendeckende Einkommensabsenkung und damit eine Umverteilung von unten nach oben.

    Das Kapital enteignet gerade das Volk. Zeit für eine Revolution.

  4. einer der Grundpfeiler unserer Zivilisation ist das Recht auf Privateigentum. Doch dieses Grundrecht wird inzwischen systematisch abgeschafft. Tatsächlich scheinen Deutschland und die gesamte EU sich im Eilschritt auf eine kommunistische Diktatur zuzubewegen. Wie Sie sicher wissen, gibt es im Kommunismus keinen Privatbesitz. Der Staat entscheidet, wem was gehört. Wenn Sie nach Meinung des Staates "zu viel" haben, dann wird Ihnen das weggenommen Und genau das ist auch in der EU bereits gesetzlich abgesichert. Artikel 1 der EU-Menschenrechtskonvention besagt, dass Privateigentum zum Wohle der Allgemeinheit enteignet werden darf.

    Das neuste Beispiel für diesen schockierenden Trend sehen Sie in Hamburg. Das Hamburger Abendblatt berichtet, dass die Hamburger Behörden erstmals Privatwohnungen beschlagnahmt haben. Es handelt sich um sechs leer stehende Wohnungen im Stadtteil Hamm. Der Hamburger Senat will die Wohnungen – gegen den Willen des Eigentümers – sanieren lassen und dann durch einen Treuhänder vermieten. Laut entsprechenden Berichten sollen die Wohnungen an Asylanten vermietet werden. Schon Ende 2015 haben die Hamburger Behörden Gewerbeimmobilien konfisziert, um diese in Asylantenheime umzuwandeln. Doch jetzt geht der Senat erstmals auch an privates Wohneigentum.

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