Cyber-Attacken: Microsoft attackiert US-Geheimdienste

Über 200.000 Windows-Rechner sind von der jüngsten Cyber-Attacke betroffen. Die Hacker nutzen hierbei Sicherheitslücken, die offenbar von Geheimdienstleaks stammen.

Von Marco Maier

Wer nun die Hauptschuld an der aktuellen massiven Hackerattacke auf Windows-Rechner trägt, ist Ansichtssache: Entweder Microsoft, weil sie den US-Geheimdiensten Hintertürchen offen ließen, oder aber die Geheimdienste, die wohl diese Sicherheitslücken für die eigene Schnüffelarbeiten einforderten. Doch schlussendlich schenken sich wohl beide Seiten nichts.

Allerdings teilte Microsoft-Präsident und Chef der Rechtsabteilung des Konzerns, Brad Smith, nun gegen die US-Geheimdienste aus. Es sei ein "sich abzeichnendes Muster", dass Sicherheitslücken von Geheimdiensten an die Öffentlichkeit geraten und großen Schaden anrichten, schreibt er in einem Statement. Es seien bereits ähnliche Leaks der CIA auf Wikileaks aufgetaucht. "Ein gleichwertiges Szenario mit konventionellen Waffen wäre, wenn dem US-Militär ein paar Tomahawk-Raketen gestohlen würden", so Smith weiter. "Die Regierungen dieser Welt sollten diesen Angriff als einen Weckruf sehen. Sie müssen im Cyberspace die gleichen Regeln anwenden wie mit gewöhnlichen Waffen."

Die Cyber-Attacke mit dem sogenannten "WannaCry"-Virus, die Rechner in 150 Ländern traf, erreichte ihren Höhepunkt am Samstag. Allerdings ist das Ganzewohl noch nicht vorbei. So könnten gerade Firmenrechner, die übers Wochenende ausgeschaltet waren, nun verstärkt davon betroffen sein, auch wenn ein britischer Experte im Code der Schadsoftware eine "Notbremse" fand und die weitere Ausbreitung des Trojaners stoppte.

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5 Kommentare

  1. … wir hatten in den letzten Tagen auch ein paar merkwürdige mails im Postfach – bloß keinen Link darin öffnen, sofort löschen !

    … auch nicht den Link, über den man sich angbl. abmelden könnte !!!

      1. nee nee, das waren keine persönlichen mails, die waren extra auf unsere Firma zugeschnitten – isch weis es nischt, wer da dahinter steckt – ich öffne sie ja nicht.

        Normalerweise kommen solche Dinger eher sehr selten bei uns rein.

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