Antarktis: Eisscholle steht kurz vor Abspaltung – Meeresspiegel könnte bis zu 10 cm steigen

Eine Eisscholle ungefähr so groß wie das Saarland, hat eine sehr wichtige Funktion beim Zusammenhalt der ganzen Larsen C Plattform in der Antarktis. Diese steht jetzt kurz vor der Abspaltung.

Von Edgar Schülter

Eine der vier wichtigen großen Eisschollen auf der antarktischen Halbinsel Larsen C steht kurz davor, sich zu abtrennen und als Eisberg im Meer zu treiben. Dies zeigt eine neuentstandene tiefe Spalte, die nur noch 20 km Eis in Verbindung zur Halbinsel hinterlässt. Der Eisberg, fast so groß wie das Saarland, hat aber eine bedeutende Rolle die für den gesamten Zusammenhalt dieser Plattform zuständig ist.

Die Plattform selbst hat an die 50.000 Quadratkilometer. Die Auswirkung auf die Umwelt, durch die mögliche Fragmentierung, wäre um ein Vielfaches größer als bei den vergangenen Ereignissen – zum Beispiel beim Abriss von Larsen A im Jahre 1995 und Larsen B in 2002. Diese Zustände wurden festgehalten und dokumentiert.

Die Überwachung von Larsen C wird seit dem Sommer 2016 ununterbrochen, seit dem man einen beschleunigten Abbau entdeckt hat, durchgeführt. Seit Dezember 2016 hat der Hauptriss schon 21 Kilometer Abstand zur Plattform gewonnen. Somit geht man leider davon aus, dass die endgültige Trennung nicht mehr lange dauert.

Wenn der Eisberg sich dann trennt, wird sich die Plattform um 10 Prozent verkleinern. Larsen C mit 350 Meter Dicke hat aber eine wichtige Rolle an der östlichen Seite dieser Halbinsel. Er hilft den Fluss von Gletschern aufzuhalten – als eine natürliche Barriere. Das bedeutet: er schützt vor Eisflüssen, die sich dahinter befinden und vordringen wollen. Nach Schätzung der Spezialisten wird – falls diese Eisflüsse einmal durch Larsen C hin durchlaufen und dann ans Meer gelangen – das den Meeresspiegel auf der gesamten Welt um bis zu 10 cm steigen steigen lassen.

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15 Kommentare

  1. Die Eischolle ist doch im Wasser – schwimmt folglich . Eis verdrängt so viel Wasser, wie es eben Wasser in gefrorenem Zustand ist . Eis ist leichter als Wasser, es hat mehr Volumen als Wasser, ein Teil des Eises bleibt über der Wasseroberfläche. Schmilzt das Eis, wird das Gesamtvolumen des umgebenden Wassers nicht mehr, da vorher schon Eis dieses Volumen benötigt hat.

    1. Die "drängenden Gletscher" in Zusammenhang mit 10 Meereserhöhung sind doch aus aus der Ideologie geboren.  ( natürlich , wenn man einen Zeitraum von vielen tausenden Jahren nimmt – und nicht einmal dann – denn in vielen tausenden Jahren haben wir geologisch als auch klimatisch eine andere Welt)

      1. Nur so nebenbei – nach der letzten Eiszeit stieg in relativ kurzer Zeit der Meeresspiegel um mehr als 100 Meter.                    Natürlich war das auch von Menschen gemacht! :-)))

  2. @SB

    Doch, brücke hat schon verstanden. Denn die Gletscher dahinter schmelzen nicht ab und sie werden auch nicht schneller dadurch. Es ist eine alarmistische falsche These, sonst nichts.

  3. Jeder könnte es nachrechen, wenn er denn rechnen kann.

    2/3 der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt, und so eine relativ kleine Eiszunge soll dann nach dem Abbruch soviel Volumen ins Weltmeer eintragen, dass dieses dann um phantastische 10 cm ansteigt.

    Schönes Märchen 🙂 , wenn man Brunnenfröschen etwas über den Ozean erzählt.

  4. Fehlt nur noch das ein natürlicher Schelfeisprozess wieder mit der Klimawandellüge in Zusammenhang zu bringen, dabei nimmt die Eismenge in der Antarktis zu und es wird kälter.

    Zudem ist das wie gesagt Schelfeis und bei Schelfeis handelt sich um schwimmende Platten aus Eis, welche die Küste der Antarktis säumen. Sie entstehen durch Gletscher, durch die das Eis vom Inland in den Ozean abfließt und das "Kalben" ist ein ganz natürlicher Prozess.

    Und wenn ich sowas schon lese "10cm"! (Eine Aussage aus den MSM. Wobei man da immer noch auf die Wortwahl achten muß, denn man spricht von "bis zu", das sagt schon alles.)

    Der Meeresspiegel steigt und sinkt schon immer, um bis zu 100 Meter und das alles ohne den Menschen und seine "bösen Geländewagen". Außerdem war die Antarktis auch mal eisfrei, auch ohne den "Einfluß des Menschen".

     

  5. Gut, dann gelangt das Eis in den Atlantischen Ozean. Der Golfstrom kühlt sich ab und schon ist es wieder nichts mit der Klimaerwärmung.

    Da werden Merkel und Juncker sich bestimmt noch was einfallen lassen.

  6. Der weltweite Meeresspiegel soll um 10 cm ansteigen? *lach*
    Ist heute etwa der erste April? 😀

    ——————————–

    Ein Vorschlag: Wenn die Scholle aus Süßwasser ist, könnte man sie nach Somalia schleppen. Dort herrscht gerade Dürre. Die könnten Frischwasser prima gebrauchen.

    Viel Spaß beim Schleppen!

  7. Nicht nur Herr Schülter, auch andere Artikelschreiber nutzen die Begebenheit und bringen den möglicherweise abdriftenden Eisgiganten mit "beängstigenden" Veränderungen in Verbindung, die, der politischen Agenda entsprechenden, Folge des durch menschengemachten übermässigen CO2-Ausstosses sind. Die englischen Forscher, die mit dem Sachverhalt vertraut, die Satellitenbilder auswerten, sagen jedoch keine kurzfristigen Folgen voraus und sehen KEINEN Zusammenhang mit dem sog. Klimawandel.

  8. Das heißt also, wenn wir das verschi$$ene Saarland endlich im Meer versenken würden, dann stiege der Meeresspiegel nur um maximal 10cm ? Na dann! Auf geht's! 🙂

    1. Männer können pinkel – Frauen können das nicht, also bekommst du zur Zeit für deinen Versuch nicht genügend Teilnehmer zusammen.

      Aber rein theoretisch würde das Weltmeer dann überlaufen und der Mond würde nass werden. Und der würde dann sauer sein und auf die Erde fallen. Das würde dann ungeheuerlich spitzen. Mit dem Ergebnis, dass 7 Milliarden Leute total vom menschengemachten Klimawandel, ehrlich gesagt richtig, angepisst wären.

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