Angst vor North Stream 2 – Ukraine will Transfergebühr reduzieren

North Stream 2 könnte die Ukraine als Gastransporteur unwichtig machen. Das sorgt in Kiew für Beunruhigung.

Von Marco Maier

In Kiew fürchtet man sich vor North Stream 2, weil diese Erdgaspipeline die Einnahmen aus dem Gastransport von Russland in den Westen dramatisch reduzieren würde. Der Vertrag zwischen der Ukraine und Russland läuft zwar im Jahr 2020 aus, doch Präsident Putin kündigte bereits im Februar an, ein Interesse an der weiteren Kooperation mit der Ukraine anzustreben.

Doch North Stream 2 bleibt ein Druckmittel, denn diese Pipeline könnte die Ukraine tatsächlich unwichtig machen, wenn es um die Erdgasversorgung des westliche Europas geht – zumindest dann, wenn auch Turkish Stream in Betrieb geht. In Kiew weiß man das auch – und man bietet nun laut Sputnik gar einen Preisnachlass von bis zu 90 Prozent ab dem Jahr 2020 an, sollte Russland weiterhin die ukrainischen Pipelines benutzen.

Wladimir Putin reicht der ukrainischen Führung trotz der Feindseligkeiten Kiews immer wieder die Hand und versucht, den aktuellen Konflikt zu entschärfen. Nun liegt es auch an der ukrainischen Seite, ein wenig auf Moskau zuzugehen. In Sachen Erdgastransport geht es hierbei immerhin um ordentliche Geldsummen – und zusätzliche Finanzmittel kann das bankrotte Land immer brauchen.

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10 Kommentare

  1. Putin versucht nicht, den Konflikt zu entschärfen. Das ist schlicht eine Lüge.

    Man entschärft keinen Konflikt, indem man einem Nachbarn sein bestes Stück Land und die sich darauf befindliche Industrie mit Waffengewalt raubt. Die Okkupation des Donbas ist ein unverzeihliches Verbrechen Rußlands an seinem Nachbarn.

    Putin entreißt der Ukraine deren Industrie und ruiniert damit das Land.

    ————————————————————

    Die Pipeline ist für Europa von großem Vorteil. Denn Erdgas kann man relativ sauber verbrennen und folglich damit solange Kraftwerke betreiben, bis man eine effektive alternative Energiequelle erfunden hat. Allemal besser als Atomkraftwerke.

    Im Gegenzug kann man den Russen für das Gas deutsche Autos und Maschinen verkaufen, die die da drüben bestimmt gut gebrauchen können.

    Ein gutes Geschäft für beide Seiten.

    1. ah ja, richard, du hast anscheinend die weisheit mit löffeln gefressen.nur wie kommt es , das die ukraine den donbass blockert? und nicht der donbass die ukraine? aber naja, für dich sind jazenjuk und poposchenko natürlich auch ehrenmänner, für die du deine hand in s feuer legst was?

      aua sag ich nur, und popeln wird in nächster zeit ausfallen für dich

      1. Angesichts eines solch substanzlosem Kommentars wagen Sie es noch vom "Oberstübchen" zu polemisieren?

        Sie können mit dem dauernörgler einen Club aufmachen – den Club der Schwafler ohne Argumente.

        1. Ist doch allerdings wirklich ohne Substanz, die Kritik also berechtigt. Was  die Lockangebote aus Kiew angeht, da sollte die russische Regierung vorsichtig sein. Falls tatsächlich eine Entschärfung durch die Ukraine (man weiß ja dort nie..) angestrebt sein sollte, gäbe es mit der Umsetzung von Minsk 2 ausreichend Masse als Beleg für guten Willen. Vermutlich mögen das Nuland, Haley und Tillerson jedoch nicht, ganz so wie Merkel und Co.

           

    2. Tut selber was, oder uns wird was getan!

       

      Die beste Demo gegen Kernkraft ist,wenn man sich den Strom mit Solar oder/und Wind oder Bachlauf,wenn möglich selbst macht.Der beste Widerstand gegen eine Diktatur ist es, wenn man sich so viel wie möglich das nötige zum Leben selbst macht.

       

  2. Von was redet man da von den Nazi Banden in der Restukraine denen eh bald ihre marode Transportstuktur um die Ohren fliegt. Wir brauchen ein sicheres Transportsystem für Europa und keine Lügner Betrüger die unser Gas stehlen, wie geschehen.

  3. Ich gestehe, das Ukraine Thema nicht Bezeugen zu können, weil ich nie vor Ort wahr.

    Ich gestehe alles in Medien gelesen zu haben.

    Der Mainzer Gutenberg hat die Buchstabendruck Kunst erfunden.

    Auch nur gelesen.

    Kann gelogen sein.Macht aber nix 🙂

     

  4. gibt es garantien für den gastransfer mit einer ukrainischen regierung? die wäre mit gewalt abgeschafft, herr steinmeier! der emfänger der hat kein recht auf den transfer. er kann aus dem verträgen aussteigen, sollten lieferprobleme auftreten. ist es nicht wirtschaftlich verpflichtend nordstream2 zu bauen, damit kein unbeteiligter den handel beeinflusst und  daran mitverdient oder gar abhängigkeiten schafft?  die ukraine geht uns nichts an! sie ist kein eu mitglied. "die von der zeitung" oder "die von der politik" können ihre kinder hinschicken und "die befreiung der ukraine von moskau zu erkämpfen". damit es der ukraine gut geht, bezahlen wir teueres gas? wir lernen auch arabisch, um unsere flüchtlinge zu bemutteln. 

  5. Transportsystem von Ukraina wurde seit Sowietzeiten nicht renoviert (zu unabhängig gewesen) und ist fast 50Jahre alt.Zu kleine Abnutzungsvorrat und Europa ist darüber informiert,deswegen Nordstream II.Ukraineunterstützungrolle Europas nur für leichtgläubige Zuschauer.

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