Brieftasche mit Kreditkarten.
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War on Cash: Der IWF will die Bargeld-Abschaffung vorantreiben

Bargeld-Benutzer sollen künftig immer mehr Schikanen ausgesetzt werden. So will der IWF dem Bargeld mit unterschiedlichen Mitteln an den Kragen.

Von Marco Maier

Wo man auch hinblickt: Überall wird es dem Benutzer von Bargeld immer schwerer gemacht, weiterhin Banknoten und Münzen zu verwenden. Die Gebühren auf die Auszahlung von Bargeld am Geldautomaten sind nur der Anfang. Der IWF entwickelt bereits Strategien, um den "War on Cash" zu intensivieren – so zum Beispiel im neuen Arbeitspapier "The Macroeconomics of De-Cashing".

Darin fordert beispielsweise der IWF-Analsyt Alexei Kirejew eine Politik der kleinen Schritte zur Abschaffung von Bargeld:

"Obwohl einige Länder höchstwahrscheinlich in ein paar Jahren weniger Bargeld im Umlauf haben werden, sollte die Umsetzung der Bargeldabschaffung schrittweise vorgenommen werden. Der Bargeld-Beseitigungsprozess könnte auf anfängliche und weitgehend unkritisch betrachtete Schritte aufbauen, wie zum Beispiel das Ausdünnen großer Geldscheine, die Platzierung von Grenzen bei Bargeldtransaktionen und die Kontrolle von Bargeldbewegungen über Grenzen hinweg.

Weitere Schritte könnten die Schaffung von wirtschaftlichen Anreizen zur Verringerung der Verwendung von Bargeld bei Transaktionen, die Vereinfachung der Eröffnung und Nutzung von übertragbaren Einlagen und eine weitere Computerisierung des Finanzsystems sein.

Der private Sektor sollte dem öffentlichen Sektor bei der Bargeld-Beseitigung vorgezogen werden. Der Erstgenannte scheint fast gänzlich dazu willens zu sein (z. B. größerer Einsatz von Mobiltelefonen, um den Kaffee zu bezahlen), aber es bedarf immer noch einer politischen Ausrichtung. Der Letztere scheint fragwürdiger zu sein, und die Leute können bedeutende Einwände dagegen haben. Die Bargeld-Beseitigung in jeglicher Form lässt sowohl Einzelpersonen als auch Staaten anfälliger für Störungen von Stromausfällen über Hacks bis hin zu Cyberkriegsführung zurück.

In jedem Fall sollten die verlockenden Versuche, eine Bargeld-Beseitigung per Dekret zu verhängen, vermieden werden, da eine persönliche Bindung zum beliebten Bargeld noch gegeben ist. Ein gezieltes abgestimmtes Programm ist erforderlich, um Verdachtsfälle im Zusammenhang mit der Bargeld-Beseitigung zu verringern; vor allem, dass durch die Bargeld-Beseitigung die Behörden versuchen, alle Aspekte des Lebens der Menschen, einschließlich ihrer Verwendung von Geld. zu kontrollieren, oder dass sie die Menschen zwingen ihr Erspartes zu den Banken zu tragen. Der Bargeld-Beseitigungsprozess würde mehr Traktion erhalten, wenn er auf einer individuellen Konsumentenwahl und auf Kostenvorteilen beruht."

Im Grunde genommen heißt das nichts anderes als: Den Menschen soll die Benutzung von Bargeld möglichst vermiest werden. Dies könnte sogar so weit gehen, dass künftig eine Gebühr für Barzahlung im Supermarkt eingeführt wird, während man mit der Karte kostenlos bezahlen kann. Damit hätten Bargeld-Nutzer gleich zwei mal draufgezahlt: Einmal bei der Behebung am Automaten, einmal mehr beim Einkauf selbst. So kann man die Menschen auch dazu bringen, auf bargeldlose Bezahlmethoden umzusteigen – selbst beim täglichen Einkauf.

4 comments

  1. jo,,,,warum überhaupt lohn zahlen , sklaventum war doch voll besser, da konnte man afrika voll ausbluten lassen, indem man dort kidnapping betrieb und die armen schweine nach amerika oder sonstwohin verschiffte.back 2 the roots, nur das die sklavenhalterei der moderne die eignenen bürger betrifft.verdienen tun damals wie heute die oberen dran.

  2. und die vertipper darf behalten wer sie findet

  3. Die wollen tatsächlich vollständig die Arbeitskraft des Menschen (sein Geld,sein Verdienst)

    zwangsweise an private Banken übernötigen . Das ist die reinste Form von Sklaverei.

    Haben immer noch einige nicht bemerkt welch Faschistenabschaum die Politik und Medien bestimmt und es immer noch schafft diesen Faschismus und diese Sklaverei als alternativlos  und normal darzustellen ?

  4. in schweden war es bereits vor 15 jahren recht unangenehm, mit leerem tank irgendwo liegenzubleiben – akzeptiert wurden tlw. nur nationale kredit- udn debitkarten und andere verkehrsteilnehmer hattten grösstenteils nur firmenbankkarten, die es ihnen nicht gestattenen das "guthaben" für den dreifachen preis in bar weiterzugeben.  

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