Blick auf Paris. Bild: Flickr / Moyan Brenn CC BY 2.0

Eine "Panne" führte dazu, dass rund eine halbe Million Auslandsfranzosen zwei Wahlkarten erhielten. Dies kann die Präsidentschaftswahl angesichts des engen Rennens massiv beeinflussen.

Von Marco Maier

Wie die britische Zeitung "Express" berichtet, haben rund eine halbe Million Auslandsfranzosen Dank einer monumentalen Computerpanne die Möglichkeit, der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl gleich zwei mal zu wählen. Denn sie erhielten gleich zwei Wahlkarten zugesandt, die sie verwenden können. Diese könnten damit sogar wahlentscheidend werden.

Denn angesichts des laut Umfragen sehr engen Rennens der vier stärksten Kandidaten wären die doppelten Stimmen der Auslandsfranzosen insbesondere für die Kandidaten der politischen Linken vorteilhaft. Denn die Franzosen im Ausland wählen traditionell vor allem linke Parteien und Politiker. Unter Umständen für Macron und noch mehr für Le Pen könnte dies zum Desaster werden.

Die angebliche Computerpanne kommt dem Establishment aber zugute, da dies vor allem die Chancen Le Pens für die Erreichung des zweiten Wahlgangs dramatisch schmälert. Doch der französische Innenminister erklärte bereits, die Wahl nicht für ungültig erklären zu lassen, obwohl diese Möglichkeit der Wahlmanipulation den Wahlgesetzen entgegenläuft. Wenn es sein muss, greifen die "Verteidiger der Demokratie" eben auch zu völlig undemokratischen Mitteln, um unliebsamen Kandidaten (oder Parteien) zu schaden.

10 KOMMENTARE

  1. Die Auslandsfranzosen dürfen wenigstens wählen. – Jetzt sogar mit zwei Stimmen pro Nase.

    Für Auslandsdeutsche ist das sehr komplizert mit dem Wahlrecht, und wer sich länger als 25 Jahre im Ausland aufhält ist es praktisch unmöglich sein Stimmrecht auszuüben. 🙁

  2. Bis zur Wahl werden sich die unsichtbaren Lenker was Neues einfallen lassen! Die Tricks von Portugal und Niederlanden schon vergessen? Die Masse wird wieder gut "verarscht" sein.

  3. Ich habe schon immer angesichts merkwürdigen Verhaltens meines Kombjuders behauptet: Da drinnen sitzt ein kleines fieses Männlein ( nein, nicht Maasmännlein ) das mir absichtlich das Leben schwer macht. Ich will cdU schreiben und was kommt raus ? scheixxe. Gleiches bei spD scheixxe. Ich traue mich schon garnicht mehr die beiden anderen zu schreiben.

    Nur AfD schluckt er noch ohne Verfälschung. Wie lange noch ?

  4. Briefwahlen gehören aufgrund ihre nahezu hundertprozentigen Manipulationsmöglichkeiten verboten!

    Wenn ich per Briefwahl wähle, woher weiß ich, dass der Wahlzettel zum oder im Wahlamt nicht ausgetauscht und durch ein anderes Kreuz ersetzt wurde. Dann steckt man den Wahlzettel wieder in den Umschlag und "ich" habe plötzlich was ganz anderes "gewählt"!

    Stalin meinte ja schon, es kommt nicht drauf an, wie gewählt, sondern wie ausgezählt wird!

     

    • In Österreich wurde die Briefwahl nur wegen dieser Möglichkeiten eingeführt. Wer weiß vielleicht wären die zerstörerischen Grünen ohne diese Möglichkeiten längst in die ewigen politischen Jagdgründe verschwunden!

  5. Wahlbetrug leicht gemacht ? Wo nicht ?

    Kronen Zeitung (Österreich):

    1.Türkei: Mehrere Tote bei Tumulten vor Wahllokal –  Wahlbeobachter durch Polizei behindert, es sollen keine fairen Bedingungen im Wahlkampf geherrscht haben.

    2.Bluttat in Wien: Mann auf offener Straße mit Kopfschuss getötet

     

  6. "Die Auslandsfranzosen wählen für ihre Heimat eher links"

    Da haben wir wieder ein weiteres Beispiel für die Fahnenflüchtigen Rosinenpicker, die ihre Heimat verraten. – und sich dann auch noch als Globalplayer was drauf einbilden, – diese elenden neureichen Volkverräter !

    Und ein weiteres Beispiel dafür, dass man aus dem Ausland so einiges für die Heimat bewegen kann. Im hiesigen Beispiel natürlich negativ, aber vom Prinzip her, könnte man ja auch positives bewirken, vorausgesetzt man wollte es.

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