Vor Papst-Besuch: Flugzeugabsturz wirft Fragen auf

In Portugal stürzte ein zweimotoriges Flugzeug kurz nach dem Start ab. Die Schweizer Maschine war auf dem Weg nach Marseille und explodierte laut Augenzeugen noch in der Luft. So kurz vor dem Papstbesuch am 13. Mai ermitteln die Behörden in alle Richtungen.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Ein Flugzeugabsturz ist nie ein „normales“ Vorkommnis und daher ist es nicht ungewöhnlich, wenn die Behörden einen genaueren Blick auf die Hintergründe des „Unfalls“ werfen. Doch was genau weiß man bisher? Eine Maschine vom Typ TA-31, mit einem Schweizer Piloten und drei französischen Passagieren, stürzte gestern Mittag kurz nach dem Start im portugiesischen Tires bei Lissabon ab. Das zweimotorige Flugzeug war auf dem Weg zurück nach Marseille, nachdem die Kunden eines Schweizer Orthopädieunternehmens das Osterwochenende in Portugal verbracht hatten. Einzelheiten über die Identität der Passagiere und ihrem Aufenthalt wurden nicht bekannt gegeben.

Die Aufnahme aus dem Flugplatztower zeigt, dass der Pilot kurz vor dem Absturz noch die Anweisung erhielt, nach rechts abzudrehen. Kurz darauf gab ein Pilot einer anderen Maschine Bescheid, dass der Schweizer Kollege abgestürzt war. Der Absturz selbst tötete eine weitere Person am Boden und vier Leichtverletzte wurden mit Rauchvergiftung und unter Schock stehend ins Krankenhaus gebracht. Der Flieger stürzte auf den Parkplatz eines Lídl-Supermarktes und traf dabei einen dort geparkten LKW. Das fünfte Todesopfer ist der Fahrer dieses Lkws, der wohl zu den Lieferanten vom Supermarkt gehört. Lídl gab an, dass keiner ihrer Mitarbeiter zu Schaden gekommen sei.

Der Unfall – bis dato wird der Absturz als solches gesehen – löste nicht nur einen größeren Brand aus, sondern sorgte auch für Panik unter den Supermarktkunden und den Anwohnern nahe der Absturzstelle. Sekundäre Explosionen des vollgetankten Flugzeugs zerstörten auch ein Wohnhaus, aus dem sich eine ältere Frau und ihr Enkelkind gerade noch retten konnten, bevor das Feuer auf das Gebäude übergriff. Seit langem schon wird die Nähe des Flugplatzes der Stadt Cascais zu den Wohngebieten von Tires kritisiert. Doch hier könnte mehr auf dem Spiel stehen, als ein einfacher Unfall.

Augenzeugen zufolge gab es schon eine Explosion, als die TA-31 noch in der Luft war. Es wird vermutet, dass einer der beiden Motoren explodierte und der Pilot nicht in der Lage war, die Maschine abzufangen. Theoretisch kann das Flugzeug mit nur einem Motor fliegen und auch landen. Manche Quellen berichten vom Versuch, die Maschine herumzureißen und wieder zu landen. Doch genau hier werde ich skeptisch. Wenn man die Aufnahme aus dem Tower hört, bei der vom Piloten nach der Aufforderung nach rechts abzudrehen nichts mehr kommt und wenn man die Berichte von der Explosion in der Luft hört, dann passt ein angeblicher Landeversuch nicht ins Bild. Zeitlich vergehen wenige Sekunden zwischen dem „turn right“ der Flugsicherung und dem Bericht des anderen Piloten, vom Absturz des Flugzeugs. Die ganze Geschichte scheint irgendwie nicht ganz stimmig zu sein. Vielleicht um die Ermittlungen nicht zu kompromittieren?

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Jedenfalls sind nicht nur der Zivilschutz, die Feuerwehr und die Ambulanz vor Ort erschienen. Neben der Präsenz normaler Polizeikräfte und natürlich auch der Flugsicherheitsbehörde, fiel auch auf, dass die Ausländerbehörde SEF und Grenzschutz Leute vor Ort hatten. Angeblich waren diese nur gekommen, weil es sich bei den vier Insassen des Flugzeugs um Ausländer handelte. Auch Präsident Marcello Rebelo de Sousa kam an den Unfallort und es war wohl nicht nur, um die 9 Anwohner zu trösten, die vorübergehend bei Familienangehörigen unterkommen müssen. Was der Gesundheitsminister dort machte ist ebenso fragwürdig, da dieser mit verschiedenen Epidemien eigentlich mehr zu tun hätte, als zu einem Flugzeugabsturz zu kommen.

Mag sein, dass alles nur Zufall ist. Wenn da nicht dieses große Ereignis in weniger als einem Monat anstehen würde, dass Hunderttausende in das kleine Städtchen Fatima kommen lässt. Katholiken aus aller Welt wollen zum 100-jährigen Jubiläum der Marienerscheinungen nach Fatima kommen, zu der auch Papst Franziskus erwartet wird. Hier scheint wohl vor allem die Vorsicht die Mutter der Porzellankiste zu sein und bei den Ungereimtheiten des gestrigen „Unfallls“ in Tires ist dies auch bitter nötig. Doch zu Papstbesuch und den Sicherheitsvorkehrungen ein anderes mal mehr. Jetzt heißt es erst mal abwarten und schauen, was – laut Behörden – zum Absturz des Schweizer Fliegers geführt hat.

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11 Kommentare

  1. Was sind denn das für "Nachrichten"?

    Weil ein Kleinflugzeug bestürzt, ~100Km entfernt vom in ~1 Monat stattfindenden Pabstbesuch, wird daraus gleich eine Verschwörungstheorie konstruiert?

    So kann man alternative Seiten natürlich auch kontaminieren.

     

     

     

    1. Jeder hat seine Interessen. Was dich nicht interessiert, interessiert Leute die öfter dort hinfliegen und was dich interessiert, dass ist einem anderem wieder egal. Sack Reis in China? Die, die deswegen hungern müssen interessiert es. Alternative Seiten? Warum interessiert sich RT dann dafür? Hmmmmm….. in Marseille wurde vorhin 2 Attentäter verhaftet. Das Flugzeug wollte dorthin…. ^^

      1. Stimmt genau, Herr Shmidt.

        War zweimal in Faro zum Fallschirmspringen. Waren auch spezis von Militär am Trainieren, Franzosen und Portugiesen mit richtig dicken Eiern. 

      2. Wow, von RT, also auch noch abgeschrieben? Jetzt wird´s aber richtig lächerlich. Naja, immer wie man es braucht, sonst macht man sich lustig, wenn RT als Quelle genant wird, jetzt aber ist es halt die seriöse Quelle! P.S. Auch andere Seiten berichten über den Absturzt, nur halt nicht so abenteuerlich wie Sie.

        Oh man …. Hätten Sie aus dem Unfall von 2015 was konstruiert, hätte man es ja noch ansatzweise nachvollziehen können.

        Moment – BREAKING NEWS – In Marseille wurde gerade ein Strafzettel, wegen Falschparken, verteilt, es ist zu vermuten, das es sich um das zukünftige Täterfahrzeug handelt.

        Oh noch was, die "Ereignisse" überschlagen sich  – Handtaschendiebstahl. Ganz klar, der dient dazu dem Täter eine gefälschte Identität zu geben. Und jetzt auch das noch, die "Sauberkeitspolizei" findet einen Müllsack vor, außerhalb der Sammelzeiten.

        "Oh mein Gott"

         

         

      3. Shmidt lassen Sie sich ja nicht aus dem Konzept bringen von den Weichduschern. Das sind alles Kleingeister, die Ihnen den Erfolg nicht gönnen. Ich sage Ihnen, der Flugzeugabfturz hat etwas mit den von Ihnen signalisierten Zusammenhängen zu tun. Da ist so sicher wie die Hörner im Vatikan. Möglicherweise hat der Vatikan sogar die Finger mit drin, dick+fett sogar. Dem Papst kann man nicht von der Wand bis zur Tapete trauen. Sie haben das entdeckt, dass die Katholiken der größte Eiterpickel am A*sch der Zeit sind, und dafür danke ich Ihnen. Ein dickes Kompliment an Shmidt.

    2. An: Peter!

      Es wird und wurde keine Verschwörungstheorie gepostet! Wie ich auf meinem ersten Post sagte werden in der Schweiz Kleinflugzeuge penibel gut gewartet und in "Schuss" gehalten. Ich rede aus Erfahrung, da ich selber Privatpilot war. Für mich ist das in der Tat rätselhaft was da Passiert ist. Und genau deshalb wird man hellhörig!

      Im übrigen sind das die wahren "Verschwörungstheoretiker" die ständig andere als eben dies bezeichnen. Diejenigen die Andere immer als "Verschwörungstheoretiker" beschimpfen haben Anst! Warum ist das so? Vor was haben Sie Peter Angst?

  2. In aller Regel sind schweizerische Kleinflugzeuge hervorragen gewartet und im "Schuss"! War selber Privatpilot und rede aus Erfahrung!

  3. Ola Rui die drei Passagiere waren Portugiesen Lucia dos Santos, Jacinta und Francisco Marto alle Wohnten in Fatima. Das kam gerade über MEO. Gruß aus dem warmen Alentejo

      1. Die Piper PT-31T hatte den Schweizer Piloten (Name ?), Jean-Pierre Branceschi, seine Frau und eine Freundin an Bord. Der „Papst der Fussballchirurgie“ hat unter anderen Zidane, Pipin oder Jorge Andrade operiert… 

        Also doch Papst Franziskus – nur nicht der richtige 😀 

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