US-Weigerung, an der Moskauer Konferenz über Frieden in Afghanistan teilzunehmen

US-Außenministerium: Es ist nicht konstruktiv, wenn Russland sich einmischt.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Repräsentanten einer Reihe regionaler Mächte, darunter Pakistan, China, Indien, Iran und der größte Teil Zentralasiens nehmen an einer neuen Konferenz in Moskau teil, die das Ziel hat, neue Wege zu diskutieren, um Friedensverhandlungen zwischen Afghanistan und den Taliban in die Wege zu leiten. Obwohl die Vereinigten Staaten von Amerika eine große Zahl von Bodentruppen in Afghanistan stationiert haben, und diese sich seit 16 Jahren dort befinden, wird es keine amerikanische Präsenz bei der Konferenz geben.

Das ist sehr unüblich, denn obwohl die Vereinigten Staaten von Amerika nicht jederzeit eine führende Position bei Friedensgesprächen einnehmen, nehmen sie üblicherweise zumindest an den Gesprächen teil. Diese Vorgangsweise ist nicht zuletzt auf die steigenden US-russischen Spannungen zurückzuführen und auf den Wunsch der Vereinigten Staaten von Amerika, Russland keinerlei Rolle in Hinblick auf den Frieden in dieser Region spielen zu lassen.

Das ist alles, was das Außenministerium sagte, als es sich zu seiner Nichtteilnahme äußerte, und blieb dabei, dass es der Meinung ist, es sei "nicht konstruktiv", wenn Russland gestattet würde, Einfluss in Afghanistan auszuüben, und dass es kein Vertrauen hat in die "Absicht", mit der Russland solche Gespräche abhält.

Russland hat seinerseits wiederholt klargemacht, dass es eine Lösung in Afghanistan anstrebt, die es ISIS oder anderen islamistischen Gruppierungen mit Ambitionen, die über die afghanische Grenze hinausreichen, nicht erlaubt, eine Ausgangsbasis in diesem Land zu etablieren und die ehemaligen sowjetischen Länder in Zentralasien zu bedrohen, von denen die meisten Verteidigungsabkommen mit Russland haben.

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11 Kommentare

  1. Das wundert nich wirklich, lebt die US-Industrie doch zu einem großen Teil vom Militärisch-Industriellen-Komplex. Die USA brauchen den ständigen Krieg damit der Dollar rollt. Da ist Frieden in der Welt natürlich das Letzte was die Amis brauchen.

    1. @Urmel   / sign !

      Nicht nur das der Militärische Komplex inkl Konzerne wie Halliburton (von dort bekommt z.b McCain einen großen Teil seiner Millionen !) hunderte Milliarden Umsatz Jahr für Jahr mit den US-Kriegen lukrieren, wird als erstes die CIA gegen einen Frieden in Afghanistan sein.

      Das größte Mohn-(Heroin) Anbaugebiet liegt nach wie vor in Afghanistan und deren Schirmherr und Exporteur ist nun mal seit Jahrezehnten die CIA. Das Thema fliegt zwar alle paar Jahre immer wieder auf aber "brav" wie unser Mainstream ist, kehren sie das auch immer wieder unter den Tisch 🙁

  2. Und eine deutsche Regierung mit Frau Merkel (CDU) und Herrn Gabriel (SPD) die diese Kriegstreiber unterstützt. Deutsche wehrt Euch. Auch uns betrifft ein 3. Weltkrieg.

    Es ist 5 vor 12.

  3. "US-Außenministerium: Es ist nicht konstruktiv, wenn Russland sich einmischt."

    Ignoranz, daß es davon keine Steigerung mehr gibt. Dabei geben sie sich erneut zu erkennen. Was wollen Merkel, Leyen,  Gbriel u. Schulz u. a. uns noch länger vom Gegenteil dessen überzeugen,  uns noch länger, weismachen was diese auch mit uns noch alles vorhaben?

    Wir haben mit diesen 4 Genannten brereits die Hyänen im eigenen Land, brauchen nicht etwa verstohlen auf andere blicken. Mittels Demokratie eine Diktatur betrieben wird bereits hier vor Ort.

  4. Um Himmels Willen man kann doch nicht die USA daran hindern weiter Massenmorde zu begehen. Ihr habt alle keine Ahnung von Demokratie, nicht verzagen USA fragen 🙂

  5. US-Weigerung, an der Moskauer Konferenz über Frieden in Afghanistan teilzunehmen

    ———–

    Nun, Herr Ditz, was sollen die USA auf so einer Propaganda-Show?

    Deswegen ist die Haltung der USA zwar falsch, aber wenigstens ehrlich!

    Wir erinnern uns:

    Auch die Russen mussten (mit Hilfe der Amerikaner) seinerzeit erst von den 'Gotteskriegern' hinaus gebombt werden.

    Die Amis, d.h. DIE Kräfte, die Amerika kontrollieren, haben diese Lektion erst noch zu lernen.

    Der Rückzug kommt erst dann, wenn die Verluste zu hoch und das Afghanistan-Abenteuer zu teuer wird.

    Zu teuer ist der  Krieg für die Amerikaner -zumindest für die Steuerzahler-  schon lange – es fehlen nur noch die entsprechenden Verluste, die der Öffentlichkeit nicht mehr zu verkaufen sind. 
     

    1. jep so schaut's.

      Wenn man sich mit Afghanistan beschäftigt kommt man nicht umher denen Respekt zu zollen. Briten, Russen, Amerikaner, alle kammen um zu erobern, alle sind mit ne dracht Brügel im Gepäck raus geflogen.

      Ist wirklich ein beeindruckendes und unbesiegbares Volk, diese Afghanen.

  6. @D.v. Bern Offensichtlich haben sie übersehen, das wir das Jahr 2017 schreiben und nicht 1988/89 zu Zeiten der UdSSR. Der Unterschied ist nur ein kleiner…die SU ging hnein als sie gerufen wurden und gingen raus als es zu kostspielig wurde. Davon abgesehen, das die verkrüppelte geistige kommunistische Elite im Politbüro nicht mehr die Situation richitg einschätzen konnte..

    Im Gegensatz zur jetzigen Zeit spielt die RF eine wesentlich andere Rolle und wird alles unternehmen das der IS sich nicht in Asien festsetzt. Die VSA sind schon lange nicht mehr Herr der Situation, nicht nur in Asien und krallen sich fest wo sie können. Das die eigentlichen Macher in Asien nicht mehr auf sie angewiesen sind geht ihnen total am gesitigen Horizont vorbei.

    Wenn sich die genannten Länder zusammensetzen um zu beraten wie es mit den Taliban und Afghanistan weiter gehen soll, hat das mit Show absolut nichts zu tun.

    Das ist ihre Sichtweise und dafür kann man sie nur bedauern, oder auch nicht.  

    Aber sie geben öfters solche Weisheiten kund…….

     

  7. Der böse Putin aber auch, jetzt auch noch als Friedensengel in Afghanistan. Das passt den Amis schon garnicht, die kriegen alle Probleme allein geregelt, entweder morgen, übermorgen oder gar nicht. Denen sind dafür auch keine Kosten zu hoch, drucken das Geld ja selber…Na gut, wenn die Sache aus dem Ruder läuft, z. Bsp. wegen der Verluste, finden sich bereitwillig Briten und Deutsche. Letztere saudämlich wie immer und gern bereit, für die US-Oberschicht die Kastanien aus dem Feuer zu holen.

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