Stefan Dyck, der noch bis letztes Jahr bei RT-Deutsch gearbeitet hat, plaudert im seinem Beitrag „Dyck#2 – Bitte verknackt mich nicht für diese Sendung!“  aus dem Nähkästchen. Sein abenteuerliches Einstellungsgespräch mit Peter Tiede und Julian Reichelt von der „Bild“ zeigt – wenn denn so geschehen – wie manipulativ der Mainstream in Deutschland agiert. 

Von Rui Filipe Gutschmidt

Seit einigen Jahren schon, genieße ich Nachrichten in den deutschen Medien nur noch mit extremer Vorsicht, denn die Vorurteile, manipulativen Äußerungen und jede Menge inhaltlicher Müll füllen die Zeitungen, die Programme im TV und das Radio ist eh nur noch zum Musik hören geeignet. Seit dem ich in Portugal gelernt habe, was freie Presse ist, wie man selbständig denkt und was ein kritischer Blick von mehreren Seiten für eine Bereicherung darstellt, sehe ich die Mainstreamer und deren Methoden mit ganz anderen Augen.

Nicht, dass die Bildzeitung jemals glaubwürdigen Journalismus gemacht hätte. Eigentlich kann man das Geschreibsel gar nicht als Journalismus bezeichnen und glaubwürdig oder gar seriös ist noch nicht einmal der Fußball, wie Kollege Dyck dies in seiner Sendung meinte. Selbst im Sportteil wird gehetzt, was das Zeug hält. Es ist aber schon bezeichnend, dass dieser Müll noch so viele Leser hat, auch wenn es in letzter Zeit immer weniger werden. 

Ein Grund dafür sind die Methoden der Bild und des Axel Springer-Verlags an sich, die Stefan Dyck in seiner Sendung gut beschreibt. Denn lange her ist die Zeit, in der die Bild „nur“ für ihre vor Blut triefenden, auf die Tränendrüse drückenden und reißerischen Beiträge bekannt war. Inzwischen spielt die Zeitung immer stärker eine Rolle als Propagandaorgan der Bundesregierung, besonders seit dem Angela Merkel im Kanzleramt sitzt und Deutschlands Ruf in den Dreck zieht. Doch zurück zu dem, was Stefan Dyck in seinem Bericht sagt.

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Ein Spion hier, ein Spion da

Zunächst wäre da der vom Neon-Magazin bei RT-Deutsch eingeschleuste „Spion“. Dyck arbeitete bei RT, als Martin Schlak dort ein Praktikum von drei Monaten machte. Was der gute Martin dort tat, werden die einen als investigative Undercover-Recherche bezeichnen und die anderen als Schmutzkampagne. Der gute Martin meinte dazu bei „Neon":

 

Die journalistischen Grundregeln werden verletzt, RT Deutsch betreibt einseitige Propaganda.

Nun, den Vorwurf kann man getrost zurückgeben. Wobei es bei RT-Deutsch doch eher um Meinungen geht, die Bild und Co niemals zulassen würden und die sich von dessen Meinungen einfach nur stark unterscheiden. Das Wort „Propaganda“ hat nun mal einen negativen Touch, den zu verwenden mir an dieser Stelle nicht angemessen scheint. Es sind unterschiedliche Meinungen, die so ziemlich jedem zur Verfügung stehen. RT-Deutsch zeigt dabei einen anderen Blickwinkel auf geopolitische Ereignisse, der genauso legitim ist, wie der Blickwinkel der Bildzeitung, der Welt, FAZ oder der Süddeutschen Zeitung. 

Doch Russia Today steht dazu. Sie tragen Russland im Namen und im Herzen! Also was dachte Martin Schlak, was er dort finden würde? Ein Skandal wären Schecks von Soros oder Rothschild, aber eine Finanzierung durch den russischen Staat? Typisch Mainstreamer! Die Arroganz, sich für moralisch überlegen zu halten, obwohl man selbst durch den Staat – direkt durch Subventionen von Lokalredaktionen oder indirekt über Steuergeschenke – mitfinanziert wird. Und was hat der Chefreporter für Politik von der Bild, Peter Tiede gemacht, als er eine Möglichkeit sah, „dem Feind“ (RT) noch einmal eins auszuwischen?

Willkommen bei der Bild?

Stefan Dyck beschreibt, wie er sich bei Tiede um einen Job bei der Bild beworben hat und tatsächlich zu einem Vorstellungsgespräch in den 19. Stock des Axel-Springer Verlags geladen wurde. Julian Reichelt soll Dyck einen Posten als Chefredakteur in der zum Axel-Springer Verlag gehörenden Lokalredaktion der Potsdamer Neuste Nachrichten für 2 oder 3 Jahre und anschließendem Wechsel zur Bild angeboten haben, wenn er im Gegenzug einen „Aussteigerbericht“ über seine Zeit bei RT-Deutsch liefert. Dabei sollte RT natürlich in den Dreck gezogen werden. Man könne ihn nicht direkt in die Bildzeitung holen, weil es so aussehen würde, als hätte man ihn gekauft… Natürlich hätten sie Stefan Dyck gekauft, wenn dieser das Angebot angenommen hätte! Doch den Schein zu wahren zählt bei diesen Leuten vor allem anderem. 

Kein Job für Dyck, aber ein Amt für Steinmaier

Für Dyck, der eigentlich ein paar Monate lang die Methoden der Bild genauer studieren wollte, kam es nicht in Frage. Doch wo er schon mal das Vertrauen dieser Leute hatte, wollte er doch mal sehen wie die politische Einflussnahme bei Bild und Co so abläuft. So fragte er Peter Tiede nach ein paar Bierchen, wie denn das mit Steinmeiers Wahl zum Bundespräsidenten ablief. Tiede bestätigte die Vermutungen Dycks, nach denen Franck-Walter Steinmeier Schützenhilfe seitens der Bild bekommen hatte. Gabriel hatte, so der Chefreporter der allmächtigen Bild, einen „Lobgesang“ auf Steinmeier bei ihm „bestellt“. Also einen Auftragsartikel, günstig platziert und manipulativ geschrieben, einzig und allein an eine bestimmte Person gerichtet: Angela Merkel! 

Merkel habe sich bis dahin vehement gesträubt, den SPD-Kandidaten zu akzeptieren. Nach dem Artikel von Peter Tiede aber gab die Kanzlerin ihren Widerstand auf und stimmte der Wahl Franck-Walter Steinmeiers zum Bundespräsidenten zu. So berichtet es zumindest Stefan Dyck in seiner Sendung „Dyck#2 Bitte verknackt mich nicht für diese Sendung!“ Ob dies so ablief, kann man weder bestätigen noch leugnen. Es bleibt dem Leser überlassen – und so sollte es immer sein – was er für glaubwürdig hält und was nicht. Andere Meinungen als Lüge zu bezeichnen und zu behaupten, man müsse den Bürger vor den Fake-News schützen, ist nur eine faule Ausrede für die Entmündigung der Leser und für die Einführung eines Meinungsmonopols. Ich, für mein Teil, brauche nur die Bildzeitung aufzuschlagen und einen Blick auf die psychologisch einstudierten Phrasen und Schlagworte wie „Der Feind“, „der faule Grieche“ oder „Putin attackiert…“, zu werfen, um mir MEINE Meinung zu bilden. Die Meinung der Bild ist – nicht einmal im Fußball – glaubwürdig, seriös… gebildet!

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15 thoughts on “Stefan Dyck deckt auf: Mit der Macht der „Bild“ zum Bundespräsident”

  1. Tja..da fällt mir spontan der gute Voltaire ein..der auch mit seinem Zeitgeist zu kämpfen hatte:

     

    Recht zu haben ist gefährlich,wenn die Regierung unrecht hat.

    Voltaire

    ..und zu Bild&Konsorten:

    Gesellschaftlich ist kaum etwas so erfolgreich,

    wie Dummheit mit guten Manieren.

    Voltaire

  2. Stimmt. man kann dieses englisch Gejaule nicht mehr hören. Damals war es halt so das Beatles Songs etc etwas völlig neues waren aber man hat uns vergiftet mit diesen Müll und in Linie gebracht. Es hat nur dazu gedient um uns zu beeinflussen. jahrzehnte lang.

    1. Tja, Walter,

      dann check' mal, wer die Musik-Industrie zu nahezu 100 Prozent beherrscht!

      googelst Du:

      "Jewish control over Music & Entertainment Industries!"

      Dann bekommst Du die entsprechenden Antworten.

       

      1. Am "besten" sind im Radio penetrant "gut" gelaunte "Moderatoren, die nur Belanglosigkeiten vom Stapel lassen. Die 8 mal in der Stunde sagen, welchen Sender ich gerade höre, 4 mal in der Stunde vom Wetter berichten und ein Interview maximal 1:30 min lang ist.

        Ein von zwanzig Jahren noch ein richtig guter Sender wie WDR 2 ist bis zur Unkenntlichkeit und Lächerlichkeit abgewirtschaftet worden. Wer den Sender länger als 3 min aushällt, sollte sich untesuchen lassen.

        Trauerspiel auf allen Kanälen, die Verdummbeutelung hat unerträglich Ausmaße angenommen!

  3. Stefan Dyck deckt auf: Mit der Macht der „Bild“ zum Bundespräsident

    ——–

    Muss richtiger Weise heißen: Springers 'Bild' und das Leo Baeck Haus 'machen' den Präsidenten, den nutzlosen und teuren Frühstücksaugust.

     

    Axel Springer: 'Der Weg eines (erfolgreichen) Verlegers führt über Jerusalem nach Berlin!"

    So sieht's aus – leider!
     

  4. Bild würde ich nicht mal als Klopapier benutzen ich will ja nicht meinen Hintern beleidigen. Neulich kam mir eine Menschenimmitation aus den Supermarkt entgegen mit einer Bildzeitung in der Hand, einen Moment fühle ich mich als sprungbereiter Löwe aber ich konnte mich noch zurückhalten. Schlimm ist daran das man in etwas hineingerissen werden soll das man nie wollte. Es ist die Wut die immer mehr aufsteigt weil sie alles zerstört haben was unser Leben war.

  5. Man muss sich echt fragen, WER eigentlich regiert und die Musik angibt ?!

    Die gleichgeschalteten MSM und die Großkonzerne oder die sogenannten Politiker/innen – die nichts anderes als deren Marionetten sind ?!

    Erstaunlich ist ja auch, was MSM wie  Springer,Bild,Kleber-ZDF,etc (wie auch der Bankster-Clan-"Rothschild" und Soros ) bei der angeblichen "Sicherheitskonferenz" in MÜNCHEN oder bei "BiderbergerTreffen" zusuchen haben.

    Das dass, alles nicht mit rechten Dingen zugeht – müsste mittlerweile jeden auffallen. 

     

     

    1. Das Thema Regieren und Musik ist interessant!

      Heißt es nicht, wer die Musik bestellt, bestimmt auch was gespielt wird? Da wir die Regierung und auch die Musik im Radio über Steuern, Abgaben und GEZ finanzieren, müssen wir bestimmen was gespielt wird!

      Man sollte sich einfach mal wieder an die guten alten Grundsätze halten! Die Frembestimmung in diesem Lande auf allen Kanälen muß langsam ein Ende haben!

       

      1. Nö, es heißt : wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch ! Wir haben aber nix bestellt und zahlen trotzdem.

        Macht kaputt, was euch kaputt macht !

  6. @Diskowollo

    Stimmt, wir sollten uns auch ernsthaft fragen, ob wir überhaupt noch  Politiker brauchen ( die eh schon lange keine Politik mehr fürs eigene Volk macht ) und stattdessen unabhängige, parteilose, qualifizierte Fachkräfte mit Liebe zum Land und zum eigenen Volk einstellen ( und bei guter Arbeit – dann auch gerne gut bezahlen)  !?

    Ich bin mittlerweile soweit, das mein Vertrauen in fast  allen Politiker/innen (95%) abhanden gekommen ist und das wohl auch so bleibt ! Ausser es würde eine 360 Grad Drehung kommen.

  7. [email protected] Achtung, Maas liest mit!! 🙂 Man sollte Kommentare in Zukunft verkehrt schreiben, einfach mit VL wie "Verkehrt lesen" anfangs gekennzeichnet.

    So etwa wie VL" Ein Hoch auf einen so tüchtigen Justizminister oder Kanzler in diesem oder jenem Land usw!"

    Oder  VL " Nur die sinnvolle Vergeudung von Steuergeldern für …. verhindert die Armut im Staat usw. 

    1. Das ist lieb gemeint von dir, aber ich werd den Teufel tun und mich für einen Maas verbiegen. Und wenn ich dafür in den Knast wander, dann bin ich eben eine der ersten, wegen derer ein Medienspektabel folgt, dass sich ein Maas nicht ausmalen kann !

      Da müssen wir jetzt durch !

      Keinen Millimeter weiter lass ich mich zurückdrängen, mir egal was dann passiert !

      1. Richtig! Wer sich schon von so einem Jüngelchen wie Maas nur einen Miilimeter beeinflussen lässt, mit dem ist kein Staat zu machen!

        Maas muß wissen, nicht er beobachtet uns, wir beobachten ihn! Wir hatten mal bei einem sehr berühmten deutschen Haus die Angewohnheit neue Protagonisten danach zu beurteilen, wie sie die Treppe hochgingen und hereingekommen sind!

        Der Inhaber vom ganzen sagte dann meist sofort: "der kann nix"! Nur vom betrachten! Es stimmte fast immer! Stellt euch mal vor wie der Lappen Maas eine Treppe hochkommt, wie der geht: saft- und kraftlos, körperlich und geistig!

        Soche Leute wie Maas können echten Feinden der Republik nichts entgegenstellen also suchen sie sich die eigenen Bürger – quasi als Ersatzhandlung ihrer eigenen Unfähigkeit!

         

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