Eine Unterversorgung mit Vitamin B12 in der Schwangerschaft sorgt für Entwicklungsprobleme der Kinder. Der Konsum von Eiern, Milchprodukten und Fleisch kann dagegen helfen.

Von Marco Maier

Eine norwegische Studie bestätigt, dass fünfjährige Kinder mit teils erheblichen Entwicklungsproblemen des Gehirns zu kämpfen haben, wenn die Mutter während der Schwangerschaft zu wenig Vitamin B12 zu sich nahm. Die Kinder zeigen demnach Probleme bei der Sprachentwicklung, in Sachen Rechnen und beim Verständnis von Emotionen anderer Kinder.

In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Nepal und den USA wurde die Studie in dem armen Himalaya-Staat durchgeführt, weil es dort aufgrund der grassierenden Armut auch zu Mangelernährung kommt. Dabei wurden von 500 Säuglingen Blutproben zur Messung des Vitamin-B12-Levels genommen und fünf Jahre später konnten 320 einem Test unterzogen werden. Dabei zeigte sich eine klare Korrelation zwischen der Versorgung als Neugeborene und der Leistungsfähigkeit des Gehirns.

"Wir fanden Unterschiede darin, wie die Kinder abhängig vom Vitamin-B12-Level als Neugeborene komplexe geometrische Figuren interpretierten und im Grad dessen, wie sie die Emotionen anderer Kinder erkennen konnten", so die klinische Psychologin und Forscherin Ingrid Kvestad, die beim Uni Research Health in Bergen arbeitet und Erstautorin des Werks ist.

Vitamin B12, auch bekannt als Cobalamin, ist für das menschliche Gehirn enorm wichtig und vor allem in tierischen Produkten wie Fleisch bzw. vor allem Innereien, Milchprodukten wie Käse und Quark und Eiern enthalten. Einen besonders hohen Wert des Vitamins weist auch die Chlorella-Alge auf, die auch für Vitamin-B12-Präparate verwendet wird. Diese Alge kann vor allem bei Frauen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, den Mangel an Vitamin B12 beheben.

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Neugeborene haben ein kleines Deposit von Vitamin B12, welches sie von ihrer Mutter im Uterus erhielten. Danach erhalten sie dieses Vitamin über die Muttermilch oder über das Milchpulver für Flaschenfütterung. Umso wichtiger ist es auch, dass gerade werdende und auch stillende Mütter bei ihrer Ernährung darauf achten, genügend Vitamin B12 zu sich zu nehmen, damit die ausreichende Versorgung des Babies gewährleistet ist.

Im nächsten Schritt wollen die Forscher herausfinden, ob die Unterversorgung mit Vitamin B12 auch längerfristige Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder hat, oder ob dies lediglich auf die frühkindliche Phase affektiert.

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10 thoughts on “Schwangerschaft & stillen: Mütter, esst mehr Eier, Milchprodukte und Fleisch!”

  1. Also bei meinem letzten Nepal-Aufenthalt konnte ich lediglich beobachten wie den ganzen Tag Gammelfleisch auf dem Grill lag..und Abends wurde mit Whiskey nachgespült.

    Diese Leute sahen auch nicht sehr fit aus..diese Leute haben auch viele mentale Schwierigkeiten..vielleicht sollte man die erst beseitigen.

    Viele bringen auch schon gesundheitliche Probleme mit..es ist nicht immer das Essen schuld.

    Die meisten Menschen essen eher falsch und zuviel..und schaden somit ihrer Gesundheit.

    Allerdings sollte niemand aus Armut heraus zuwenig zum Essen haben.

    Für Vitamin B12 reicht es Milch&Käse,Quark etc. zu sich zu nehmen.

    1. Es wird wohl so sein, daß der Mensch zu dem wird, was er ißt.

      Nicht alleine, aber nachdem die Nahrungserzeugung, Nahrungsaufnahme, Nahrungsverdauung, Ausscheidung, Kompostierung, Zurückführung in den Boden, Transformierung, Wiederaufnahme von den Pflanzen ein unleugbarer Kreislauf sind, täten wir gut daran die ganze Komplexität als zentralen lebensbegleitenden Einfluß in den Focus unseres begrenzten Daseins zu setzen.

      Zum Wachrütteln. Was stellt aber unsere EU Politik in den Focus?

      1. Unsere EU Politik..hat uns in ein Labyrinth geführt..aus dem es kaum ein gesundes herauskommen geben wird..es ist das berühmte Brett vorm Kopf..das den meisten die richtige Sicht der Dinge genommen hat.

        Wir müssen uns deshalb wieder zu evolutionären Einzelkämpfern entwickeln..da mit der derzeitigen ''Biomasse''..kein Blumentopf zu gewinnen ist.

        Seufz.

        1. … also wenn Fleischkonsum irgendwie agressiv macht und wir Einzelkämpfer brauchen, dann sollten wir weniger Grünzeug und stattdessen mehr Fleisch essen. Rindfleisch um genau zu sein – Rindfleisch von richtigen, mächtigen Bullen. Wenn sich das eignet um Kraft zu transformieren, dann sind die kleinen Hammelfresser so gut wie Geschichte.

    2. @Brutus
      „…Diese Leute sahen auch nicht sehr fit aus..diese Leute haben auch viele mentale Schwierigkeiten..vielleicht sollte man die erst beseitigen…“
      Mit dem Beseitigen von Leuten ausgerechnet in Nepal anfangen?

      1. Rüdiger du Satiriker..natürlich ist das beseitigen der mentalen aka geistigen Probleme dieser Leute gemeint.

        Übrigens..jedes physische Problem..hat auch eine geistige Verbindung.

         

        Wir sterben nicht weil wir krank waren-

        sondern weil wir gelebt haben.

        Seneca

  2. Dann ist noch die Frage woher Chemie und Giftfreie Lebensmittel hernehmen die das Kind genauso schädigen. Amerika ist da ein gutes Beispiel wo die Autisten im Vormarsch sind………..

    1. Fleisch im zertifizierten Bioladen kaufen. Das ist aber extrem teuer (kostet ca. doppelt soviel wie in einer herkömmlichen Metzgerei), daher geht man vielleicht besser gleich zu einem Biobauern und übernimmt sowas wie eine Patenschaft für ein Schlachtvieh. Man zahlt also das Futter und einen vereinbarten Preis für die Haltung bis zur Schlachtreife, zahlt den Vorortmetzger und friert den ganzen Ertrag zuhause ein. Ein ganzes Rind, dürfte dann für 2 Personen, bestimmt 12 Monate reichen, eben jeh nach Verzehr.

      Alles in allem dürfte das günstiger sein, als die gleiche Menge aus dem Bioladen – da ja auf diesem Weg noch ein Großhändler und der Einzelhändler verdient. Das kann man sparen. Ich denke, es dürfte sich dabei um ca. 30% des Verkaufspreises im Bioladen handeln.

      Wir hatten früher einen eigenen Acker, bauten selbst Kartoffeln an und hatten einen Gemüsegarten. So konnten wir die zwei Wutzen, die Hühner und die Hasen immer Chemiefrei versorgen. Jedes Jahr im Herbst gab es dann eine Hausschlachtung von einer Sau, die eine ganze Tiefkühltruhe füllte und ca. ein halbes Jahr für 7 Personen reichte. Ein neues Einjähriges Schwein wurde dazugekauft und so war der Nachschub gesichert. Dazu kam dann noch hin und wieder das Federvieh und ein Hase und so ging es ganz gut mit der Fleischversorgung.

      Man muss sich heute schon einiges einfallen lassen um einigermaßen Giftfrei über die Runden zu kommen. Eine insgesamt schreckliche Entwicklung !

       

       

  3. "….Wie wir gleich sehen werden, kommen überhaupt nur zwei Algen – Chlorella und eventuell auch Nori – als Vitamin-B12-Quellen in Frage. Beide haben jedoch einen großen Schwachpunkt: Das Vitamin-B12 wird nicht von den Algen selbst, sondern von Mikroorganismen produziert, die auf den Pflanzen oder im Boden leben. Der B12-Gehalt ist darum massiv von den Anbaubedingungen und dem Vorhandensein dieser Mikroorganismen abhängig – in der Folge kann für keine Gattung eine definitive Aussage über den genauen Vitamin-B12-Gehalt getroffen werden. Selbst beim gleichen Anbaugebiet schwankt der Gehalt unter Umständen von Jahr zu Jahr sehr stark.

    Sogar die Vegan Society rät darum mittlerweile generell davon ab, sich auf pflanzliche B12-Quellen zu verlassen und empfiehlt stattdessen Vitamin-B12-Präparate, die das Vitamin B12 in naturidentischer Form enthalten."

     

    Quelle: http://www.vitaminb12.de/algen/.

    Abgesehen davon: Es gibt genügend Menschen, die (sehr viel) Fleisch essen und trotzdem einen Vitamin B12 Mangel haben. Es empfiehlt sich also, regelmäßige Bluttests durchführen zu lassen – auch wenn man den B12 Test leider selbst zahlen muss – und ggf. zu supplementieren.

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