Warum brauchen die USA die globalen Konflikte? Weil Russland und China die Dollar-Dominanz gefährden – und das massiv.

Von Marco Maier

In den letzten Jahren haben Russland und China gemeinsam mit befreundeten Staaten damit begonnen, den US-Dollar im bilateralen Handel schrittweise abzuschaffen und stattdessen verstärkt auf die eigenen Währungen zu setzen. Zudem verstärken beide Länder ihre Goldreserven, während die Dollarreserven sukzessive abgebaut werden. Für das US-Hegemonialsystem ist dies nicht nur ein Affront, sondern zudem auch eine existentielle Bedrohung für die globale Dollar-Dominanz. Denn gerade die weltweit immer stärker an Gewicht gewinnende Shanghai Cooperation Organization (SCO) und die Eurasische Wirtschaftsunion (EEU) schaffen den Dollar faktisch einfach ab.

Die Aufnahme des Renminbi Yuan in den Währungskorb des Internationalen Währungsfonds (IWF), der für die sogenannten "Sonderziehungsrechte" der Organisation maßgeblich ist, war ein weiterer solcher Schlag gegen die Dollar-Hegemonie. Ebenso die Schaffung einer Goldbörse in Shanghai, die eigene Goldkurse festlegt, gehört zu jenen Maßnahmen, die in Washington, New York und London Bestürzung auslösen.

Auch das "China International Payment"-System (CIPS), welches im Oktober 2016 etabliert wurde und mit dem Yuan verzahnt ist, stellt für die Dominanz der USA und des US-Dollars eine Gefahr dar. Denn damit kann der internationale Handel auch außerhalb des von den USA kontrollierten SWIFT-Systems abgewickelt werden. In Russland hingegen wurde das "Mir"-Zahlungssystem etabliert, welches bei einem Rauswurf des Landes aus dem SWIFT-System im ganzen Land funktioniert.

Kein Wunder also, dass sich der ganze Fokus der US-geführten "westlichen Welt" darauf ausrichtet, Russland und China möglichst als Feindbilder zu präsentieren und diese Länder in diverse Konflikte und Stellvertreterkriege zu drängen. Auch der Iran, der mit Russland und China Geschäfte ohne Dollar-Nutzung durchführen will, gerät nicht von ungefähr wieder ins Ziel der westlichen Finanzoligarchie – ein Krieg scheint derzeit näher denn je.

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14 thoughts on “Russland & China sind eine existentielle Bedrohung für die Dollar-Dominanz”

    1. Nein, sie stimmt nicht!

      Solange Rothschild die Geldausgabe und die Geldmenge über seine Zentralbanken kontrolliert, ist der Wunsch 'Vater des Gedankens'.

      Rothschild (und der Petro-Dollar) bestimmen, ob der Dollar Weltleitwährung bleibt oder nicht.

      Allerdings hat der  Renmimbi den ersten Schritt hin zur Weltleitwährung gemacht, indem der rothschildsche IWF ihn in seinen Währungskorb aufgenommen hat.

      Kann also durchaus sein, dass Rothschild mittel oder langfristig einen Ortswechsel vorgesehen hat. Darauf weise ich schon seit mehr als einem Jahr hin.

      Idikatur hierfür ist auch der immense 'shift of wealth' (u.a. gesteuert durch den IWF und die Weltbank) von der 'ersten Welt' (der sog. westlichen Wertegesellschaft) hin zur '3. Welt', wovon in erster Linie das kommunistische China profitiert, das sich dem Raubtierkapitalismus a la Rothschild, Soros und Konsorten  verschrieben hat.

      1. "Uns Donald" schien doch nach Amtsantritt zunächst China anstelle von Russland als "primären Gegner" ausgemacht zu haben. Wie passt denn das zur These vom seitens Rothsch. angestrebten "Ortswechsel" ins Reich der Mitte?

  1. Die Chinesen werden ihre Dollarguthaben nur sehr vorsichtig abbauen. Schließlich wollen sie dafür noch etwas kaufen können.

    Sie könnten ja auch, wie von Trump verlangt, verstärkt in den USA einkaufen, z.B. mehrere hundert Boeing-Jets ordern. Dann hätten die USA ein Problem: liefern Sie, wird die USA mit riesigen Geldmengen überschwemmt, während die entsprechenden Warenmengen vom US-Markt verschwinden. Der Umsatz ginge zu über 100% in die Inflation. Liefern sie nicht, ist der Dollar Altpapier. Indonesien hat so etwas schon vorgemacht, ist aber zu klein, um den Dollar ernsthaft zu gefährden. Die Chinesen werden das eher langsam angehen. Dann kann kein Trump sich beschweren; auf die Dauer ist der Effekt aber der gleiche.

  2. Konkurrenz belebt das Geschäft, im Wirtschaftsleben und in der Politik. Letzteres funktioniert sogar in Deutschland! CN und RU haben für ihr Tun doch gute Gründe, ebenso wie bei der Schaffung einer Alternative zu SWIFT. (die sind aber auch, lassen den Guten nicht alle Trümpfe; sind eben weitsichtiger als unsere Versager)

  3. Nach asiatischen Karma-Theorien schreitet das Finanzwesen auf gutem sittlichem Wege voran. Der chronische vampirische Völkermörderstaat USA rutscht ab, die Anständgen und Fleißigen erstarken.

    1. @ Emma D.

      Der chronische vampirische Völkermörderstaat USA rutscht ab, die Anständgen und Fleißigen erstarken

      ———

      Ob in China und Russland die Anständigen und Fleißigen erstarken, wage ich sehr zu bezweifeln. Es ist (wie immer) die gleiche Mischpoke, sie segelt (als gute, heimatlose 'Internationalisten) nur unter einer anderen Flagge.

  4. Wenn man bedroht wird baut man die Bedrohung ab. Der Petrodollar verliert an Bedeutung weil er bedroht. Mit der Ausschließung von Swift wurde Russland durch einige Politiker bedroht also haben sie ein eigenes System, MIR, geschaffen. Mir steht für Frieden.

    Es gibt noch einige Sachen dazu wie BRICS, Seidenstraße usw. Es zeigt die Politik also Wirkung.

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