Kennen Sie eigentlich noch diese Kultwerbung der Sparkasse? Sogenannte Statussymbole sollen den Eindruck des Glücks und der Zufriedenheit vermitteln.

Ein Gastartikel von Matthias Kanski

Sind diese Statussymbole tatsächlich Sachwerte bzw. gute Investments?

Zur Klärung dieser Frage verzichte ich auf die Betrachtung steuerlicher Aspekte, eventueller Verkehrswertsteigerungen und sonstige rechtliche Gegebenheiten, da niemand die Zukunft voraus sagen kann und wenn doch, dann brauchen Sie diesen Artikel nicht weiter zu lesen. Aber eine Kleinigkeit kann ich Ihnen jetzt schon voraus sagen. Beim Kreditkauf eines Hauses oder eines Bootes oder eines Autos, ist immer die Bank der finanzielle Gewinner.

Nehmen wir also einmal an, Sie hätten 60.000 Euro Eigenkapital für die Anzahlung zum Kauf eines Hauses bzw. einer Eigentumswohnung oder den Kauf eines neuen Bootes oder eines neuen Autos, in unserem Fall eines Wohnmobils.

Mein Haus… Den Kauf oder Bau eines selbstgenutzten Eigenheimes lasse ich bewusst außen vor. Dazu gibt es bereits unzählige Artikel und Meinungen mit objektiven Sachverhalten und subjektiven Blickwinkeln. Ein richtig oder falsch gibt es aus dem jeweiligen Betrachtungswinkel eben nicht, da natürlich jeder seinen Glaubenssatz für den "richtigen" hält.

Betrachten wir deshalb einmal exemplarisch den Kauf einer über Kredit finanzierten 100 m² Eigentumswohnung. Die Wohnung kostet angenommen ca. 300.000 Euro (einschließlich aller Nebengebühren wie Grunderwerbssteuer, Maklergebühren, Notarkosten usw.) bei 20 Prozent Eigenkapital, in unserem Fall 60.000 Euro und soll mit einem Kredit nach 20 Jahren (Sie wollen ja noch in den Genuss der Altersvorsorge kommen) zu 2,0 Prozent Kreditzins und 4,2 Prozent Tilgung durch finanziert sein.

Um die Kreditsumme von 240.000 Euro bedienen zu können, müssen Sie monatlich mindestens 1.220 Euro über die Kaltmiete einnehmen, d. h. 12,20 Euro pro m² Wohnfläche.

Mein Auto… Jeder sollte wissen, dass wenn Sie einen neuen PKW für 60.000 Euro kaufen würden und vom Hof des Autohauses gefahren sind, der Wagen direkt ein paar tausend Euro an Wert verloren hat. Aus Investorensicht können Sie sich sicher selbst ein eigenes Urteil zu diesem Investment bilden. Steuerliche Aspekte bleiben wie gesagt vereinfacht unberücksichtigt, da hier ein Vergleich verschiedener Betrachtungswinkel angestrebt wird.

Deshalb lassen Sie uns einmal den Kauf bzw. die Anmietung eines Wohnmobils betrachten. In den letzten Jahren bin ich mit der Familie fast jedes Jahr mit dem Wohnmobil für ca. 3 Wochen in den Urlaub gefahren. Die Mietkosten bei 21 Tagen x 150 Euro + 1 Reinigungspauschale von 150 Euro beliefen sich auf ca. 3.300 Euro.

Die erste "gewohnte" Aussage zu dieser Art des Urlaubes war, "Oh man ist das teuer, da könnt ihr euch ja gleich ein neues Wohnmobil kaufen, das ist doch billiger." Sicherlich ist diese Aussage eine Überlegung wert, gehen wir einmal genauer darauf ein.

Warum assoziieren viele überhaupt erst diese Frage? Aus der normalen Gewohnheit heraus besteht "augenscheinlich im ersten Moment" die Möglichkeit, über den Neukauf eines Wohnmobils (im Wert von z. B. 60.000 Euro) und eine Betrachtung von über 20 Jahren (Urlaub), vermeintlich Geld zu sparen (20 Jahre x 3.300 Euro ergibt bei einer Anmietung eine Summe von 66.000 Euro). Die Spritkosten und Mautgebühren betrachte ich bei beiden Varianten (Neukauf oder Anmietung) gleichwertig und können somit vernachlässigt werden.

Mein Boot… Nehmen wir dasselbe Beispiel für ein Motorboot oder Kajütboot. Niemand kommt aus "Gewohnheit" überhaupt erst auf die Idee, den Neukauf eines Bootes mit einer möglichen Tages – Anmietung nach Bedarf über Wochen gegenzurechnen bzw. zu vergleichen.

Warum eigentlich nicht? Wir betrachten viele Dinge in unserem Leben aus Gewohnheit, von unserem althergebrachten Standpunkt und mit unseren angenommen "Glaubenssätzen". Gewisse Fragestellungen kommen nicht in Betracht, obwohl man den Urlaub mit dem Wohnmobil, dem Urlaub auf einem Boot gleichsetzen könnte, kommen viele Menschen gar nicht erst auf die Idee, das eine mit dem anderen gegenzurechnen bzw. zu vergleichen.

Deshalb möchte ich Sie bitten, die zuvor genannten Sachverhalte einmal aus Investorensicht zu betrachten. Um Sie in diese Sichtweise einzuführen, bitte ich Sie mir einmal völlig unvoreingenommen und unkonventionell bildlich zu folgen. Betrachten Sie bitte ein und dieselbe Angelegenheit von unterschiedlichen Blickwinkeln. Nehmen wir die schöne Adventszeit. Die Familie trifft sich traditionell zum Mittag essen. Sie sitzen wie gewöhnlich am Sonntag auf Ihrem "Stammplatz" am Esstisch und bestaunen, dass mit viel Liebe und Aufwand angerichtete Advents – Mittag essen. Anstatt sofort mit dem Essen zu beginnen, bitte ich Sie einmal, etwas völlig anderes als sonst zu machen. Machen Sie es einfach, ohne zu überlegen!!! Stehen Sie bitte von Ihrem Stuhl auf und setzen sich auf Ihren Nachbarplatz oder den Platz der Kinder.

Ändern Sie einmal Ihren Blickwinkel! Wechseln Sie Ihren Standpunkt!

Es eröffnet sich eine völlig neue und ungewohnte Perspektive. Sie nehmen den Raum und den Anblick des Mittag Essens auf einmal anders war, obwohl der Geruch und der Geschmack des "Sonntags – Bratens" von jedem Platz derselbe ist und doch ist etwas anders, DER (ungewohnte) BLICKWINKEL, der (neue) Standpunkt.

Ich bitte Sie nun, mit diesem geänderten Standpunkt auf die zuvor genannten Sachverhalte zu blicken.

Ein Investor fragt sich zuerst: "Wann ist der Return of (your) Investment (ROI)?" oder "Habe ich monatliche passive Einnahmen durch mein Investment?"

Wie sieht die Frage nach dem ROI bei einer Immobilie aus? Diese Frage wird "gewohnheitsmäßig" oft überhaupt nicht gestellt, da z. B. der Kauf einer vermietbaren Eigentumswohnung meistens so hoch ausfällt, dass der Return of (your) Investment zeitlich unerreichbar scheint. Das Ziel ist nicht die Frage nach dem ROI sondern ob sich über die Einnahmen aus der Kaltmiete, die Wohnung von selbst trägt. Nach 20 Jahren haben Sie die ersten tatsächlichen monatlichen Mieteinnahmen in Ihre eigene Tasche. Da niemand in die Zukunft schauen kann, lasse ich den zukünftigen Verkehrswert abzüglich der gezahlten Kreditzinsen, den notwendigen guten Mieter der immer zahlt und die über die Jahre eventuell anfallenden Instandhaltungskosten unberücksichtigt.

Betrachten wir nun das Wohnmobil aus Investorensicht. In der Größenordnung von 60.000 Euro wird das Wohnmobil meistens über Kredit(zins) finanziert. Das Wohnmobil altert zwangsläufig, die Kilometerleistung nimmt zu, Reparaturkosten erhöhen sich im Laufe der Jahre, TÜV und ASU sind gesetzlich zwingend vorgeschrieben. Im Winter sollte es am besten untergestellt werden. Über die Jahre verliert es an Wert. Dies alles zusammen, zieht Ihnen "ihr" Geld aus der Tasche. Monatlich betrachtet haben Sie ständige Ausgaben in nicht geringfügiger Höhe.

Aus subjektiver Familiensicht haben Sie unbestritten wunderschöne Erlebnisse, die Ihnen niemand mehr nehmen kann. Der Neukauf und die Unterhaltung eines Wohnmobils über 20 Jahre kann durchaus wesentlich teurer werden, als die Anmietung nach Bedarf, obwohl sich diese im ersten Moment kostenintensiv anhört. Aber wollen Sie auch 20 Jahre immer mit dem Wohnmobil in den Urlaub fahren (müssen)?

Die Bewertung des Bootes ist dem eines Wohnmobils gleichzusetzen. Monatliche Kosten wie Liegeplatzgebühren im Winter und Sommer, Wertverluste, slippen und Reparaturen belasten Ihr Budget.

Aus Investorensicht besitzen Sie mit einem Wohnmobil oder einem Boot einen Gegenstand, der Ihnen monatlich "ihr" Geld aus der Tasche zieht, über die Jahre an Wert verliert und der "Return of (your) Investment" niemals erreicht wird.

Ändern Sie bitte einmal Ihre Betrachtungsweise auf die zuvor aufgeführten exemplarischen Beispiele! Würden Sie ein Investment eingehen, dass Ihnen wie beim Wohnmobil bzw. einem Boot nur das Geld aus der Tasche zieht und der ROI niemals eintritt (es sei denn, Sie vermieten die Sachen selber)? Oder würden Sie investieren, wenn auf Ihre Frage nach dem ROI gesagt wird, dies dauert 20 Jahre?

Ändern wir einmal den Blickwinkel und betrachten alles aus einer anderen Perspektive – aus Investorensicht. Wie könnte ein Investor 60.000 Euro Eigenkapital nutzen?

Nehmen wir einmal an, es gäbe eine Möglichkeit das Eigenkapital von 60.000 Euro in einen Sachwert zu investieren, der Ihnen 12 Prozent p. a. garantiert bzw. ein monatliches passives Einkommen verschafft. Es gibt also verschiedene Varianten wie Sie mit den Gewinnen von 7.200 Euro jährlich verfahren

Sie könnten bspw. für 3.300 Euro jedes Jahr ein Wohnmobil für 3 Wochen mieten und mit den restlichen 3.900 Euro eine Kreuzfahrt mit einem "Boot" unternehmen.

Oder Sie reinvestieren die 7.200 Euro erneut in einen Sachwert, der Ihnen wiederum im folgenden Jahr 12 Prozent p. a. an Gewinnen einbringt. Nach 20 Jahren hätten Sie Sachwerte von ungefähr 200.000 Euro und jährliche feste Einnahmen von über 23.000 Euro bzw. eine monatliche Rente von ungefähr 2.000 Euro, bei einem ursprünglichen Einsatz von 60.000 Euro. Der Return of (your) Investment tritt übrigens im 10 Jahr ein.

Sie glauben in der heutigen Zeit nicht an diese Rechnung? Da Sie diesen Artikel gefunden und bis zu dieser Stelle gelesen und Ihren Blickwinkel ja dadurch bereits geändert haben, finden Sie auch die notwendigen Werkzeuge, um zu Ihrem finanziellen Ziel zu gelangen. Glauben Sie mir, Sie können Ihre Perspektive auf alte Glaubensmuster (z. B. Geld allein macht nicht glücklich oder der Weg ist das Ziel usw.) ändern und sich entscheiden Ihren Standpunkt zu ändern. Das Glas ist mit einem geänderten Blickwinkel immer halb voll. Übrigens macht diese Einstellung bei vielen Dingen im Leben, dass Leben wesentlich entspannter und bringt Ihnen mehr Zufriedenheit. Probieren Sie es einfach aus, Sie müssen niemanden um Erlaubnis fragen.

Der Blickwinkel spiegelt nicht die Wirklichkeit wieder sondern ist nur eine von vielen Möglichkeiten, ein und dieselbe Sache aus Ihrer eigenen jeweiligen Perspektive wahrzunehmen und zu bewerten.

Lesen Sie den Artikel gleich noch einmal mit dem geänderten Blickwinkel und Sie finden danach auch die Antworten auf Ihre "finanziellen" Fragen.

Übrigens, der Perspektivwechsel hilft nicht nur in Finanzangelegenheiten sondern auch sonst im Leben, beim Abnehmen, in der Beziehung, im Beruf, im Privatleben und selbst für große Unternehmen, welche langfristig nachhaltig weiter wachsen wollen. Das schwerste im Leben ist, sich selbst zu ändern. Der erste Schritt wäre ein Perspektivwechsel auf unsere Sichtweisen und unsere verinnerlichten Glaubenssätze.

In diesem Sinne, kaufen Sie sich keine Sachen die Sie nicht brauchen, um Leuten zu gefallen die Sie nicht mögen, mit Geld was Sie nicht haben.

Alles Gute,

Matthias Kanski

Der Autor ist unter www.geldterminal.com zu erreichen. Dieser informelle Artikel stellt keine Anlageempfehlung dar. Haftungen jedweder Art oder daraus abgeleitete Aktivitäten werden ausgeschlossen.

10 KOMMENTARE

  1. Anstatt mein Haus , mein Boot, mein Auto……

    ……..meine Freiheit, meine Zukunft, Frieden,Harmonie und Sicherheit für alle Menschen

  2. naja,,,frommer wunsch, aber alle haben das nicht verdient, und ich bin noch nicht jesus, aber die hoffnung sirbt zuletzt.der wurde ja angeblich erst in den mitte 30ger jahren erleuchtet.degeneriert wie ich bin brauch ich bis 60,,,,sind noch 3 jahre hin.aber die aussicht übers wasser laufen zu können, oder das meer zu teilen,die baut doch wieder auf.

  3. Ziemlich viel Worte, nur um zu der Erkenntnis zu kommen, das es kleverer ist, die Zinseszins-Formel besser für sich als gegen sich arbeiten zu lassen.

    Was der Autor in der Rechnung zur Eigentumswohnung vergessen hat sind die Mietkosten, wenn man keine Wohnung kauft und das Geld nur anlegt. Dann sieht die Rentabilität schon etwas anders aus. Insofern arbeitet der Autor zu oberflächlich.

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    Der Autor spricht auch überhaupt nicht an, dass die Politik im Verein mit den Banken die Bevölkerung beim Hausbau über den Tisch zieht.

    Der Betrug läuft in der Praxis so ab, dass die Regierung Baugrundstücke knapp hält und drastisch überteuert, so dass der Bürger möglichst hohe Kredite aufnehmen muß, die über die Jahrzehnte der Abzahlung am Ende einen Zinssatz von 100% haben. Denn wenn er z.B. 200.000 € Kredit nimmt, muß er insgesamt mit Zinsen ca. 400.000 € zurückzahlen.

    Tatsächlich klaut ihm also die Bank über die Zinsen den Großteil seiner Lebensarbeitsleistung.

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    Die AfD hat da ein besseres Konzept.

    Sie will billigen Wohnraum schaffen, der über vom Bürger gekauft und mit der Miete abgezahlt werden kann. Der Bürger kommt so trotz geringem Einkommen mit geringen Kosten zu Wohneigentum.

    So etwas braucht Deutschland dringend. Die Abzockmasche von Regierung und Banken muß beendet werden.

  4. Werter Autor, sind wir überhaupt in der Lage, die Wirklichkeit zu erfassen?                                                     Wenn dem so wäre, stellt sich die Frage nach Investments oder Statussymbolen nicht mehr, behaupte ich. Wir würden sicherlich ganz andere Dinge erstrebenswert finden.   Die Wirklichkeit zu erfassen bedeutet für mich, eins zu sein mit Umwelt und Natur, der Schöpfung.                   Unser Gehirn ist weit davon entfernt, ein Spiegel der "Wirklichkeit" zu sein.. Was in unser Bewußtsein gelangt, ist doch nurmehr eine Auswahl an Informationen aus dem unendlichen Geschehen in uns und um uns.   Deren Wahrnehmung und Deutung erfolgt stets aufgrund eines "Vorauswissens", von Vorurteilen, kurz, unserer durch Erziehung und Bildung erlangten Ausrichtung unseres Bewußtseins                                         Und da liegt die Wurzel unserer menschlichen Schwächen.

  5. ……..ja um Gottes willen, habt Ihr vom Brunnen der Erkenntnis getrunken………das ist politisch inkorrekt………….dann bricht ja das Hamsterrad zusammen, und der Mensch ist frei………

    Satire aus!

  6. Netter Artikel. Der Ansatz hat nur einen Hecken. Er funktioniert als Gesellschaftsmodell nur wenn man nach aussen Raubt, Mordet und Plündert. 😯

    Geld erwirtschaftet nunmal keine Rendite. Das können nur Menschen. 😄

    Also wer immer so was proklamiert sollte bei einem Krieg nich jammer von wegen mein Kind/Enkel ist Tod meine Tochter vergewaltigt etc.pp. und obendrein vielleicht noch zu einem Gott beten wegen Hilfe und Vergebung und son Zeug.

  7. Tja..das Leben ist weniger eine mathematische Formel..denn eine philosophische Angelegenheit.

    Der eine merkt's früher..der andere später..und viele gar nicht.

  8. der "Perspektivwechsel" ist wie die "Integration" Vorwand für Bauernfängerei ….

    die tatsächlich notwendigen Änderungen/Perspektivwechsel in vorzüglich Finanzwirtschaft und Politik werden  von der Finanzwirtschaft und der Politik und den Medien radikal verhindert.

  9. "Seid unter den Dummen die etwas klügeren Dummen!" heißt die Kernbotschaft. Hier würde vom Autor nur wieder ein altes Paar Latschen ausgegraben. Zudem verdecken die "schöngerechneten Beispiele" zwei wesentliche Haken.

    1.) 12,5% Rendite sind heute und in Zukunft völlig unrealistisch. Nicht etwa wegen des niedrigen Zinsniveaus. Vielmehr deshalb, weil einem Dritten Deppen diese 12,5% weggenommen werden müssen… und zwar jedes Jahr. Wie lange wird es dauern, bis der Dritte nichts mehr hat? Also braucht es für die Erreichung des ROI irgendwann einen Vierten Deppen, der an die Stelle des Dritten tritt und sich ausnehmen lässt. Einen Fünften usw. ERGO: Quasi ein Schneeballsystem nach dem Motto: Die letzten beißen die Hunde. Hiermit ist gleich das Hauptargument geliefert, warum die Massenverarmung sich zunehmend beschleunigt und weiter beschleunigen wird.

    2.) Es wird völlig die Frage ignoriert, wofür tatsächlich der sogenannte Investor diese utopischen 12,5% jährlich erhält. Nicht etwa, damit dieser einen schönes Leben mit sogenannten "passiven Einnahmen" führen kann. NEIN! Sicher nicht! Auch nicht, wenn der eine oder andere Investor gut vom Zinseszins zu leben im Stande sein mag. ZINSEN, MIETEN, PACHTEN usw. sind in erster Linie Entschädigungsprämien für den Werteverzehr der überlassenen (abnutzbaren) Sache, bzw. ein Ausgleich für Opportunitätsverluste bei nichtabnutzbaren Sachgütern. Zum Beispiel könnte der Eigentümer eines Ackers auf diesem Mais anbauen und eine Ernte einfahren, um das volle Ertragspotential seines Sachwerts für sich zu nutzen. Er kann den Acker aber auch an einen (landarmen) Bauern geben, damit dieser einen Ernteertrag für sich einfahren kann. Entsprechend verschieben sich die Erträge vom Eigentümer zum Bauern – es verschieben sich aber auch die damit verbundenen Mühen = Arbeit. Logisch, dass die Überlassungsprämie = Pacht in seiner Höhe nur einen geringen Anteil am Ernteertrag ausmachen kann.

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