Eine legale Hanzfplanze

Die “Sisters of the Valley” glauben an die Kraft von Mutter-Natur, insbesondere an Hanf, um Krankheiten zu heilen.

Von Edgar Schülter

In einer kleinen Farm in der Nähe von Mercedes, zwei Stunden von San Diego entfernt, kultivieren die Schwestern Hanf und stellen Medikamente auf der Basis vo Cannabis her. Es fing alles im Jahr 2011 an, als Schwester Kate die Farm kaufte wo sie heute mit anderen Schwestern zusammenlebt. Sie erinnert sich daran, als sie sich damals selber zur Schwester ernannte und schon ihre eigenen Kräuter anpflanzte, aber auch schon die Idee hatte Cannabis für medizinische Zwecke zu kultivieren, um somit anderen Menschen zu helfen.

Die selbsternannten Nonnen stellen klar, dass sie keiner Religion angehören. Für sie haben die Menschen ohnehin seit Jahren die grundlegenden Prinzipien des Glaubens verlassen und die wirkliche Doktrin, was Religion ausmacht, zerstört. Schwester Kate deutet darauf hin, dass die Religion selbst schon viel zerstört hat und den Frauen ihre Stärke raubt. Sie glaubt aber fest daran, dass es wichtig ist Menschen zu haben, die für ihre Überzeugung kämpfen und für die Werte, die in der Zeit vergessen wurden.

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Die Gewänder sind ein Symbol spiritueller Kraft 

Schwester Kate erklärt den Gebrauch der Gewänder, zumal sie ja gegen jede Art von Religion sind: „Wir versuchen damit ein Bewusstsein für unseren eigenen Lebensstil zu erwecken, denn eigentlich wollen wir keine Nonnen nachahmen.“ Sie erklärt, dass es drei Gründe gibt, die Gewänder zu tragen. Es verbindet sie mit den acht Müttern, die in der Bibel zitiert werden und vermittelt außerdem Respekt. Zuletzt gibt es da noch einen spirituellen Charakter. „Es (das Gewand) gibt uns Kraft in unserer Spiritualität, welche uns ja auch bewegt – und nicht die Religion.“ 

So begründet sie: „In der Bibel steht, dass alle Tiere und Pflanzen zum Nutzen der Menschheit zur Verfügung stehen. Und was mach der Mensch? Er geht gegen Gott und vernichtet die Natur anstatt diese zu seinem Vorteil zu nutzen.“

Die Schwestern glauben an die medizinische Wirkung vom Hanf, den sie bei sich anbauen und welcher der Familie, sprich dem „Orden“, helfen soll. Leider ist in Mercedes die Anpflanzung von Hanf illegal, was dazu führt, dass sie es außerhalb der Stadt kaufen müssen. Für sie handelt es sich um Korruption. „Korruption ist wenn du den Leuten sagst, man darf in seinem eigenen Garten keinen Hanf anbauen. Das ist absurd. Ich verstehe nicht warum man das nicht im Rahmen des Gesetzes machen darf.“

Schwester Kate erinnert daran, dass dieses Verbot nur dazu dient, den Schwarzmarkt zu beflügeln. „Hanf bekommst du doch überall auf der ganzen Welt, es zu verbieten kurbelt nur den Schwarzmarkt an.“

Die Nonnen produzieren diverse Produkte zum Wohle der Menschheit

Dazu gehören Cannabisöle, die sehr gut gegen Schlaflosigkeit, Schmerzlinderung, Depressionen und Muskelverspannungen die zum Beispiel bei epileptischen Anfällen auftreten können, wirken. Die stark mit Canabidiol (CBD) angereicherten Produkte können auch effektiv Arthrose und Krebs bekämpfen. Alle Medikamente die die Schwestern herstellen sind frei von THC – die Substanz die für die eher negativen psychoaktiven Erscheinungen verantwortlich sind.

Schwester Kate glaubt, dass wenn Hanf endlich in den USA frei käuflich wird, es eine Revolution für den ganzen Welthandel bedeuten würde. Sollte der Konsum dieser Pflanze in den USA endlich legal werden, wird dann auch die ganze Welt mitziehen. 

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3 KOMMENTARE

  1. Hach geil, ich würde so gerne auch Hanf (maßvoll) konsumieren, aber bei uns ist vor allem der Anbau selbst in Mini-Menge ziemlich illegal und ansonsten außerdem schwer bis gar nicht zu bekommen. Grüße

  2. Lächerlich! Wo beginnt und wo endet Religion? Was ist bereits Teil einer Religion?

    Sich selbst als alternativ hinzustellen und dabei noch auf Auszüge einer Religion zuzugreifen, ist nichts anderes als ein Abkupfern oder Rosinen picken in fremden Pfründen.

    Alles Frauen, unmündig, unfähig für eine eigene sexuelle Erfüllung. Das hier betrachte ich als nicht`s anderes, als eine geklonte Auflage der 68er in einer neuen Verpackung; nennt sich Mogelpackung.

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