Bundesagentur für Arbeit - Bild: Wikimedia Commons/Nicohofmann CC-BY-SA-3.0

Fast jeder vierte Arbeitslose fällt trotz einer vormals versicherungspflichtigen Beschäftigung sofort ins Hartz-IV-System.

Von Redaktion

Besonders stark betroffen seien Künstler und andere Kreative mit nur kurzzeitigen Arbeitsverhältnissen, schreibt die "Saarbrücker Zeitung" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine entsprechende Anfrage der Grünen.

Den Daten zufolge sind im vergangenen Jahr mehr als 580.000 Menschen in die staatliche Grundsicherung abgerutscht, weil sie entweder die Zugangsvoraussetzung für Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung nicht erfüllten, oder aber vorher so wenig verdient hatten, dass ihr Arbeitslosengeld mit Hartz IV aufgestockt werden musste. Das waren 23 Prozent aller im letzten Jahr arbeitslos gewordenen Personen.

Laut Bundesregierung profitierten in den vergangenen zwölf Monaten lediglich 239 kurzzeitig beschäftigte Personen wie Künstler und andere Kreative von der Arbeitslosenversicherung, obwohl für sie eine Sonderregelung mit niedrigeren Zugangshürden gilt.

Künstler und andere kurzfristig Beschäftigte müssten weiter damit rechnen, trotz ihrer Beitragszahlungen nur in Ausnahmefällen über das Arbeitslosengeld abgesichert zu sein, kritisierte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen, Brigitte Pothmer. "So droht die Arbeitslosenversicherung ihre Legitimation zu verlieren".

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2 KOMMENTARE

  1. Und wer denkt das wird mit Schulz alles sozialer wird enttäuscht werden.

    Sieh auch: Video- NachDenkSeiten : Gespräch mit Sahra Wagenknecht über Machtwechsel

  2. Ja so ist das in unserem Land!

    Mich erwischt es regelmäßig, da chronisch Krank. Entweder mit stärksten Schmerzmitteln zur Arbeit oder Hartz4.

    Den verlogenen "Volksparteien" glaube ich kein einziges Wort mehr, meine Stimme bekommen die jedenfalls nicht mehr.

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