Einen Kontinent politisch zu vereinen mag zwar Kriege im Inneren verhindern, doch dann richtet sich die Aggressivität eben nach außen. Die EU sollte die Vereinigten Staaten hierfür als mahnendes Beispiel betrachten.

Von Marco Maier

Der sogenannte "europäische Einigungsprozess" der zum "Friedensprojekt EU" führen soll, scheint einen großen Haken zu haben. Denn ein Blick über den Atlantik zeigt eindrucksvoll, dass die Vereinigung von (fast) einem ganzen Kontinent – durch die Bildung der "Vereinigten Staaten von Amerika" – zwar für einen gewissen inneren Frieden sorgt, die Aggressivität jedoch nach außen hin deutlich zunimmt.

Denn ein Großreich strebt immer nach Hegemonie und Einfluss. Kleinere Staaten suchen die Zusammenarbeit mit anderen, um so den Handel auszuweiten und sich zu verbessern, größere Staaten können hingegen mit Wirtschaftsmacht und Militär agieren. Ein Blick auf die Erweiterungspläne der EU zeigt hierbei durchaus Parallelen zu den Gebietserweiterungen der USA, wenngleich diese nicht auf militärische Art oder mit Waffengewalt erfolgen. Geschichte wiederholt sich, aber eben nicht genau auf dieselbe Art. Um wirtschaftliche Stärke geht es den Eurokraten hierbei nicht wirklich, sondern einfach um den puren Machtfaktor in Sachen Bevölkerung und Raum.

Die Europäische Union ist also in Wirklichkeit kein "Friedensprojekt", sondern in erster Linie ein "Machtprojekt". Der Frieden im Inneren wird – siehe auch die USA – mit Kriegen und Konflikten im Äußeren teuer erkauft. Immerhin sorgen große Staaten auch die Voraussetzungen für die Etablierung großer Konzerne, die dann Einfluss auf die Politik dieser Staaten nehmen – und dann (wie im Falle der USA) die Armeen dieser Länder für die Durchsetzung ihrer Interessen aufmarschieren lassen. Auch solche gewaltigen "deep states" in Form von Geheimdiensten und Behörden, die faktisch als Staat im Staat agieren und dadurch enormen Einfluss auf das Weltgeschehen nehmen, sind eine große Gefahr für die Welt.

Eine Welt mit vorwiegend kleineren Staaten mag vielleicht nicht wirklich sehr viel friedlicher sein als eine, in der neben den vielen kleinen Staaten auch noch ein paar wenige Großmächte existieren, doch die dort entstehenden Kriege wären dann wahrscheinlich eher regionale Konflikte und keine globalen Flächenbrände. Vor allem jedoch könnte eine solche kleinteiligere Welt zu einem deutlich besseren globalen sozialen Ausgleich beitragen, wenn damit auch die derzeit zunehmende wirtschaftliche Konzentration bei ein paar wenigen Konzernen aufgehoben wird. Das sind Gründe mehr, die USA in ihre Einzelstaaten zu zerschlagen und die Europäische Union nicht zu einem europäischen Superstaat verkommen zu lassen.

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6 COMMENTS

  1. Das Haltbarkeitsdatum dieser künstlichen EU..mit ihrem Teuro..der die Länder zusammenkettet..nähert sich dem Ende.

    Während Trump bereits mit eisernem Besen in seinem Haus fegt..feiert man im ''Good old Germany'' noch mit bunten Luftballons..seinen eigenen baldigen Untergang.

    Der Rest hält noch etwas still..und hofft weiterhin vom deutschen Steueresel..''gerettet'' zu werden.

     

    Selbst im Falle einer Revolution würden die Deutschen

    sich nur Steuerfreiheit,

    nie Gedankenfreiheit zu erkämpfen suchen.

    Christian Friedrich Hebbel/1813-1863

  2. Weiß nicht Marco, ob man das so sehn kann.

    In den USA würden sie sich früher oder später gegenseitig bekriegen – halb Amiland besteht aus Kriegsindustrie und deren Zuarbeiter. Ob die sich so schnell selbst umerziehen könnten ? Kalifornien will die Unabhängigkeit, aber hier fängts schon an : nicht im Guten ! Die bräuchten massenhaft Friedensverträge, aber damit nicht genug, sie müssten sie auch einhalten.

    In Europa hatten wir das alles schon. Allianzen waren der Stolperstein ! Es hilft alles nichts, im Zweifel sind Verträge dazu da um gebrochen zu werden. Die Menschheit müsste sich wieder auf die Abrüstung konzentrieren und zwar solange, bis tatsächlich keine Waffen mehr vorhanden sind.

    Ein großer Traum – keine Ahnung ob der jemals Realität wird – ich, werd es jedenfalls nicht mehr erleben …

  3. Bleibt die EU in dieser Form bestehen wird sich die islamophile oligopolistische Oligarchie weiter verfestigen.Eurabia wird weiter vorangetrieben. Ausserdem auch Projekte wie TTIP und CETA. Der US-Präsident oder der ehemalige US-Präsident wird man dann als Chef der EU-Kommission ernennen können,nur schon um reale Machtstrukturen einigermassen wiederspiegeln zu können.

    Grosskonzerne können auch direkt Machtexponenten ernennen(da Gerichte ja privat sind wird es automatisch zu Machtzuwachs kommen.

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