Schlechte Nachrichten für die Anhänger von Cannabis: In Großbritannien hat man nun eine neue Cannabisforschungsstiftung abgelehnt. Obwohl die Briten im internationalen Vergleich bei der Cannabisforschung sowieso schon zurückliegen, will man trotzdem keinen Schritt nach vorne machen.

Von Redaktion

Heißt das, die Engländer können sich den Traum von OG Kush, medizinischem Cannabis und hochqualitativen Joints abschminken? Die Charity Commission, die für die Anerkennung solcher Stiftungen verantwortlich ist, sagt jedenfalls klipp und klar: Für die Öffentlichkeit bringt die Cannabisforschung bzw so eine Stiftung keinen klaren Nutzen.

Das sehen viele andere Länder anders. Die USA, Australien, Israel und Tschechien machen Cannabis für Patienten aller Art zugänglich. Cannabis gilt als eine bedeutsame Behandlungsalternative, die vor allem für schwerkranke Patienten zugänglich gemacht werden muss. Als modernes, westeuropäisches Land überrascht es da viele Leute, die sich über Cannabis gut informiert sind, dass man in Großbritannien diesen Schritt nicht gehen möchte. 

Das Vereinigte Königreich möchte sich jedenfalls nicht in dieselbe Richtung bewegen, wie sie auch andere Länder gehen. Sogar in Deutschland – wo man dank der konservativen CDU in der Regierung – durchaus skeptisch gegenüber einer Liberalisierung von Cannabis ist, wurden einige entscheidende Fortschritte im letzten Jahr verbucht. Immerhin wird wieder über Cannabis als alternative Heilungsmethode diskutiert. Auch dürfen Patienten seit März 2017 Cannabis auf Rezept verschrieben bekommen. Zwar ist das immer noch ein sehr seltenes Vorkommen – und nur für besonders schwer Erkrankte gedacht – aber dennoch ist das ein kleiner Schritt nach vorne.

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Ein Grund für das britische Zögern: Die Gesetzgebung stuft Cannabis ausnahmslos immer noch als illegale Substanz ein. Trotzdem hält das viele andere Länder, in denen es genauso ist, nicht davon ab, wenigstens Studien durchzuführen. Die ganze Welt profitiert vom gesteigerten Wissen vereinzelter Studien und Forschungszweige – das wissen auch die Briten. Umso verwunderlicher ist es, dass man sich hier keine Mühe machen möchte, ein geeignetes Zentrum einzurichten. Auch, wenn es sich bei Cannabis um eine illegale Substanz handelt – das kann sie ja auch erstmal bleiben – sollten eigentlich fundierten Forschungsgrundlagen nichts im Wege stehen. Im Zuge des Brexit scheint man sich also auch von einer klaren Haltung gegenüber der Wissenschaft verabschieden zu wollen. Das kann man von Außen nur als sehr schade bewerten.

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4 thoughts on “Großbritannien: Cannabisforschungsstiftung von Charity Commission abgelehnt”

  1. Unseren  lieben Politikern scheint ja Cristal Meth oder Koks eher zu liegen da fliegt mal etwas durch die Birne juhu. 1968 als Blumenkinder haben wir alle dieses schreckliche Cannabis geraucht, natürlich mit schrecklichen Folgen. Völlig verblödet haben wir dann Firmen gegründet, geheiratet, Kinder erzogen, ein Hüttchen gekauft für die Rasselbande usw. Mit Koks oder Meth hätte das wohl nicht so geklappt, die Auswirkung sieht man ja wohl in unserer Politik. Hm. Cannabis ist ein Heilmittel und keine Droge nur gefällt das der Pharmaindustrie nicht denn damit ist kein Geschäft zu machen.

  2. Es soll nun mal nichts freigegeben werden, was der menschlichen Gesundheit auf schonende Art, preiswert und fast ohne Nebenwirkungen, dienen kann. Wir sollen krank gehalten werden, damit die Pharmakonzerne ihre chemische Gift-Medizin mit Riesenprofiten unter die Völker bringt, damit wir nicht zu lange leben. Ein kleines Glück für die Menschen, die in ihren Ländern legal und privat anbauen dürfen.

  3. och, da darf man einfach nix drauf geben. Platz bietet jede Fensterbank. Glaubt doch keiner, dass hier bei chronischer Polizei-Unterbesetzung noch irgendwer nach einzelnen Canabispflanzen fahndet.

    Mein Tip : Mit Pferdedung wird's ein Prachtexemplar !

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