Für Gröhe ist Schulz inkompetent: "Das zeigt die Ahnungslosigkeit des SPD-Kanzlerkandidaten". Zudem hält Gröhe jede dritte Krankenhausinfektion, die sich Patienten zuziehen, für vermeidbar.

Von Redaktion

Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe (CDU) hat die Ankündigung des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz scharf kritisiert, wonach er gegen die "Zwei-Klassen-Medizin" in Deutschland vorgehen werde. "Klassenkämpferische Neidparolen sind in unserem Gesundheitswesen, das zu den besten der Welt gehört, völlig unangemessen", sagte Gröhe in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". 

Die Schulz-Äußerungen zeigten die "Ahnungslosigkeit des Kandidaten". In Deutschland haben laut Gröhe alle Versicherten unabhängig von ihrem Geldbeutel dieselbe Chance, "eine komplizierte Operation oder Behandlung zu bekommen, wenn dies geboten ist". Die gesetzliche und private Versicherung hätten im Wettbewerb ihre Leistungen weiter verbessert. "Und die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern gibt es beispielsweise nur in der gesetzlichen Versicherung", betonte der Gesundheitsminister. 

Die privaten Krankenversicherungen forderte der CDU-Politiker auf, gerade auch Ältere mit Beitragserhöhungen nicht zu überfordern. Den Versicherungen mache die lange Niedrigzinsphase zu schaffen. Für die Zukunft müssten Konzepte entwickelt werden, damit Beitragssprünge wie in den vergangenen Jahren vermieden werden.

Krankenhausinfektionen sind vermeidbar

"Jedes Jahr infizieren sich schätzungsweise 400.000 Menschen im Krankenhaus mit Keimen. Ein Drittel davon wäre vermeidbar. Das kann uns nicht ruhen lassen", sagte Gröhe der "Rheinischen Post". Die Hygiene in Krankenhäusern bleibe eine ständige Aufgabe. Deshalb fördere die Regierung die Ausbildung und Einstellung von Hygienepersonal im Krankenhaus bis 2019 mit fast einer halben Milliarde Euro.

Gröhe kündigte an, zum G20-Gipfel werde die Regierung eine Bilanz der Antibiotika-Strategie vorlegen. Es gebe Erfolge, erklärte er vorab. "Der Anteil der gefährlichen multiresistenten Keime aus der Gruppe der Staphylococcus aureus, also der MRSA-Keime, konnte in Deutschland seit 2010 mehr als halbiert werden. Wir haben aber noch viel zu tun", sagte Gröhe

20 KOMMENTARE

  1. Nun ja..das Schulz'l mit den klebrigen Händen is nich grad der Robin Hood der kleinen Leute..aber das es eine zweiklassen-medizin gibt..dürfte so sicher sein wie es Arm und Reich gibt.

    Viel steht ja nicht mehr von den ehemals so gepriesenen sozialen Errungenschaften..der Geldpool dürfte mit den ''Neubürgern'' in Zukunft noch weiter verdünnt werden.

    Aber wer fett drinsitzt..für den is die Welt halt so in Ordnung.

  2. Die Existenz der Zweiklassenmedizin ist tatsächlich nachweisbar.

    So nimmt sich z.B. der Chefarzt im Krankenhaus mehr Zeit für den Privatpatienten als für den Kassenpatienten und da des Arztes Zeit knapp ist, geht folglich die intensivere Betreuung des Privatpatienten auf Kosten des Kassenpatienten.

    Desweiteren gibt es Fachärzte wie z.B. Orthopäden, die in ihrer Praxis nur Privatpatienten annehmen oder Privatpatienten bei der Terminvergabe bevorzugen.

    Anderes Beispiel: Die Krankenkassen haben manche Leistungen aus dem Katalog geworfen, was bedeutet, dass sie der ärmere Patient nicht mehr bekommt. Z.B. gibt es Ersatzzähne, die wie eine Schraube in den Kiefer eingesetzt werden. Sowas zahlt die Krankenkasse nicht, so dass nur die Reichen sich das leisten können und so bessere Zahnbehandlung bekommen.

    Die Zweiklassenmedizin in Deutschland ist eine inhumane Perversion und Ergebnis einer von den Altparteien transportierten neoliberalen Ideologie.

    ————————————————————–

    Es ist unmoralisch, dass sich Krankenkassen über Zinserträge finanzieren, denn die Zinsen zahlen in erster Linie die ärmeren Bürger, während die Reichen eher Zinsgewinner sind.Prof. Senf hat dazu ein informatives Video auf Youtube gestellt.

    Eine Gesellschaft kann nur dann human sein, wenn sie solidarisch organisiert ist und die Reichen nicht ihren asozialen Opportunismus ausleben, wie man das in neoliberalen Gesellschaften antrifft.

    Deshalb sollte man nur eine Krankenkasse haben und alle sollten dort einzahlen. Und alle sollten alle Behandlungsleistungen in Anspruch nehmen können – unabhängig davon wie reich sie sind.

    Ärtztliche Behandlung sollte ein Menschenrecht sein!

  3. Herr Gröhe sollte lieber mal den Ball flach halten.Erst hat er vollmundig getönt, der Schwerkranke erhält jetzt Cannabis auf Kassenrezept,und jetzt: Die Ärzte haben keine Ahnung über den Umgang mit Cannabis und die Krankenkassen? die lehnen die meisten Anträge ab. Und die Krone liefern die Apotheken, die sich an den armen Schweinen dicke bereichern.
    Solch Gestze braucht doch kein Mensch. Wenn Herr Gröhe nicht in der Lage ist ordentliche und auch funktionierende Gesetze zu verfassen, soll er nach Hause gehen und Jemanden ranlassen der es kann.

     

  4. Der gröhe ist ein über-alimentierter Privatpatient und als Beamter wahrscheinlich mit Beihilfeanspruch.  Also glasklar einer der Hauptprofiteure der Zweiklassenenmedizin – wie könnte er da etwas anderes sagen. Wenn diese Regierungsparasiten statt Pension Renten beziehen müssten, lägen diese auch nicht bei 43-46% vom durchschnittlichen Lebensarbeitsnetto.

  5. Da haben sich zwei gesucht und gefunden. Es wirkt wie ein Rollenspiel.

    Nach meiner Auffassung haben wir keine "Zwei-Klassen-Medizin".

    Spätestens seit 2015 sollte jeder interessierte Bürger mitbekommen haben, dass Deutschland zur "Drei-Klassen-Medizin" übergegangen ist.

    Vor den deutschen Hilfsbedürftigen, wie HARTZ IV Empfänger, Empfängern der Grunsicherung im Alter oder nur ganz einfach Rentnern mit der Mindestrente, kommen die "Neubürger", Merkels Lieblinge, sie erhalten Leistungen zum Null-Tarif für die die eben gerade aufgezählten Personengruppen und natürlich auch andere, Eigenanteile also Zuzahlungen erbringen müssen.

    Mit der Plünderung der Sozialkassen wird die Schere noch weiter auseinander gehen. Gesundheit wird zum Luxusgut. Keine der Parteien die jemals auf Bundesebene in Regierungsverantwortung waren, hat daran etwas geändert.

    Außer, es hat sich von "Reform" zu "Reform"(Auch so ein Missbrauch der deutschen Sprache) kontinuierlich verschlechtert.

    • Genau so ist es @gerifreki. Es ist eine Schande, aber das ist diesen Leuten doch sch…..egal. Hauptsache sie und ihre Angehörigen erhalten eine Topversorgung. Aber wer solche noch wählt, ist dann selbst daran schuld. Krankwerden kann schließlich jeder mal und das ganz schnell. Der Gröhe jedenfalls ist bisher der schlechteste Gesundheitminister, der mir bisher unter gekommen ist.

  6. Hab ich selbst ausprobiert : als Kassenpatient hätte es den MRT-Termin in 6 Wochen gegeben, als Privatzahler am nächsten Tag !

    Wenn der Schmerz also groß ist und man hat keinen Bock drauf 6 Wochen lang Ibu 800 zu futtern, besteht der Trick daraus, dass man sich ( hier beim Orthopäden ) einen Privattermin als außnahmsweise Selbstzahler geben lässt – hier gab es den auch gleich am nächsten Tag – und dort machte die nette Helferin den Termin zum MRT telef. auch gleich für den darauffolgenden Tag klar.

    Der Termin beim Doc als Selbstzahler kostete private 60,- € und das MRT ( ca. 1.000,- ) hat die nette Helferin über meine Karte und Kasse abgerechnet – für Privatpatienten wird ein MRT ja auch über deren Kasse abgerechnet, wobei der Privatpatient aber erstmal privat in Vorkasse tritt und selbst mit seiner Kasse abrechnet.

    Inkl. Nach-MRT-Termin beim Orthopäden zur Besprechung des MRT-Befundes ( den ich auch sofort bekam ) hat es mich also 60,- € gekostet, keine 6 Wochen lang Chemie einwerfen zu müssen – vertrag die Dinger nämlich nicht besonders gut – und ich wusste innerhalb von drei Tagen genau was mir fehlte.

    Man muss diese sch…. Systeme einfach austricksen, irgendwas geht immer !

    Hab mir sagen lassen, dass man z.B. für den Hausarzt und Facharzt in Polen am besten immer ein Geschenk dabei hat, sonst wartet man ewig, wenn man überhaupt dran kommt.

    Natürlich wollte mein Orthopäde (und Chirurg) dann auch gleich operieren, aber da ich ja nun wusste dass es kein unbedingter Notfall war, war ich der Meinung das wäre dann doch zuviel des Guten, und so half ich mir über den Schmerz alternativ und wartete einfach die Zeit ab die meine Schulter brauchte – nach ein paar Wochen war dann wieder alles Tadellos.

     

    • … dem "Austauschpatient" hat man wohl erzählt Du seist ein Notfall. Tja, so machen die das – echt krass, die Götter in weiß !

      Eine ältere Bekannte ( Privatpatientin ) hatte bei einem Besprechungstermin mal in ihre umfangreiche Patientenakte gelunst, weil der Prof. mal raus musste, sie sich langweilte und das Teil eben auf dem Tisch lag.

      Als er wieder kam, sagte sie ihm das müsse irgendwie die falsche Akte sein, sie könnte sich nicht daran erinnern eine Totaloperation gehabt zu haben.

      Daraufhin wurde der Fuchsteufelswild und herrschte sie an, wie sie überhaupt auf die Idee käme in der Akte zu schnüffeln, die sei sein Privateigentum, wenn sie die haben wollte, müsste sie dafür bezahlen, aber er verkaufe keine Akten !

      Ich hätte ja umgehend einen Anwalt eingeschaltet – der Prof. hätte so richtig fett gelatzt und da ich davon ausgehe das hatte bei ihm Methode, hätte er sich mit seiner Approbation den Hintern abwischen können, aber sie wollte keinen Ärger und ließ es auf sich beruhen.

      Das Beste daran ist, es hätte ihm auch nichts genutzt die Akte verschwinden zu lassen oder sie zu bereinigen. Bei der Kasse wurde ja offensichtlich eine Total-OP dieser Patientin abgerechnet.

      Kassenbetrug eines Profs – yes ! – so eine Gelegenheit und meine Bekannte lässt sie einfach sausen …. welch ein Jammer !

      Der Verbrecher hat bestimmt noch Tagelang Blut und Wasser geschwitzt – wenigstens etwas !

      • Für lle Unwissenden :

        Die Unterlagen mögen vielleicht sein Eigentum sein, allerdings hat er die Befunde auf Verlagen rauszurücken. Und nix mit Verkaufen…. er darf die Auslagen für Kopien der Befunde berechnen !!!!

        • Ja Sophie, richtig mitgedacht, hätte meine Bekannte die Befunde zu der reinen Buch-OP gefordert, hätte er sie rausrücken müssen – dann wäre offenbar geworden, dass solche Befunde überhaupt nicht existieren – daraufhin hätte er sich rausgeredet, was ihm aber wie gesagt nichts genutzt hätte, weil meine Bekannte alle Unterleibsinhalte noch mit sich trug und die Kasse alle Unterlagen einer abgerechneten OP vorrätig hat ( ich glaube, die archivieren bis zu 30 Jahren ).

          Prinzipiell gilt, Befunde sind dem Patient in Kopie auszuhändigen. Handschriftliche Aufzeichnungen des Arztes sind sein Eigentum – werden aber bei einer Praxisauflösung meist dem Patient ausgehändigt um sie an den nächsten Arzt seiner Wahl weiterreichen zu können, was aber auch kein muss ist, man kann sie auch einfach behalten.

  7. Zwei Klassenmedizin ist das eine, aber zwei Klassenwissen das andere.

    Einige Sachen beherscht die Medizin. Bei anderen tappen sie in im Nebel, tuten aber laut ins Nebelhorn – unfehlbar. Die typische Halbwahrheit/verlogene Berichterstattung des ach so "tollen Deutschlands". Was ist toll?

    Ich wünsche es den meisten von uns nicht an den Hals. Wer Bedenkzeit nötig hat, bekommt sie im Krankenhaus, da aber auch nur wieder mit Medikamentengesteuertem Verstand

  8. Beschäftigt Euch mit alternativen Heilmethoden. Die Heiler vergeben nicht nur schneller Termine, sondern behandeln auch unschädlicher

    kleine Info

    Nicht über die nächsten Zusatzbeiträge wundern … Bereits im Mai 2016 hatten 24.000 Illegale eine " Gesundheitskarte ".

     

  9. Gröhe via Schulz? Das sind Scheingefechte eines Apparatschiks gegen den wohl größten Populisten derzeit.                                                                                                                                         Gröhe läßt die Öffentlichkeit über die Gefahren der "Multiresistenten Keime" im Unklaren. Sein Ministerium geht von 4-600.000 jährlichen Infektionen aus, die bei medizinischen Behandlungen entstehen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft rechnet mit 2000 -4500 jährlichen Todesfällen, die Deutsche Gesellschaft für Krankenmhaushygiene hingegen mit 30000 – 40.000 Toten und 800.000 Infektionen.                                                                                                                                                               Bereits 2015 haben Studien in Ländern wie GB, USA, Frankreich auf eine gefährliche Zunahme dieser resistenten Keime hingewiesen , sie werden in einigen Jahren mehr Todesopfer als Krebs fordern. Es ist ja nicht so, dass nur Krankenhauspatienten sich mit diesen pathogenen Keimen infizieren. Fachleiute gehen auch von einer Übertragung durch unsere Atemluft aus und schätzen 10% der Bevölkerung bereits als Träger dieser Bakterien, die ein gesundes Immunsystem dennoch in Grenzen zu halten vermag.                                                                                                                                                Eine häufig in der Öffentlichkeit angesprochene Strategie gegen diese Gesundheitsgefährdung scheint es in der BRD entgegen anders verlautenden Äußerungen von "Verantwortlichen" nicht zu geben. Zu glauben, dass mit häufigem Händewaschen dieser Gefahr zu begegnen ist,  ist recht naiv. An den Ursachen hat sich kaum etwas geändert, in der industriellen Tierzucht werden nachwievor Unmengen Antibiotika verbraucht, die vom Verbraucher über die "Fleischprodukte" aufgenommen werden und dessen Mikrobiom schädigen, seine Darmflora wird nach und nach von zu vielen pathogen (und resistenten) Bakterien bewohnt. Über den Austrag von Gülle aus den Mastanlagen  nehmen wir über die Atemluft solch Keime auf, zudem ist unser Trinkwasser in vielen Regionen mit Rückständen genannter Medikamente belastet .                                                                                                                                                                                 An bettlägrigen ( zumeist) alten Patienten werden hierzulande neue Mittel getestet, was diese Kranken zumeist nicht wissen und von den Krankenhäusern hartnäckig dementiert wird. In den USA wird in vereinzelten Bundesstaaten bereits eine Kombi-Therapie von Antibiotika mit kolloidalem Silber angewandt, die sich als erfolgreich erweist. Für unser Land scheint das undenkbar. 

    • Guter Beitrag.

      Kann ich nur unterstreichen.Ich habe mein Leben vor über 25Jahren völlig geändert,weil ich gemerkt habe das diese Medizin in die völlig falsche Richtung geht.

      Es wird hierdurch noch viel mehr Tote geben in der Zukunft,auch hier haben sie recht.

      Den ''Teufel'' mit dem Belzebub austreiben funktioniert nämlich nicht,dazu ist unser Organismus zu intelligent..aber für diese Erkenntnis brauchen unsere Mediziner&Forscher wohl noch viele Tote mehr.

      Tja..die einen merkens früher..andere später..wieder andere gar nicht.

      • Die Pharmaindustrie ist eine an maximalem Profit orientierte Investitionsindustrie, sie betrachtet den menschlichen Körper als ihren"Markt(platz)" und ich kann nicht glauben, dass sie, auch weil systemrelevant, überhaupt an derartigen "Erkenntnissen interessiert ist. Sollte sich in der Schulmedizin etwas zum Positiven hin ändern, wäre ein Bewußtseinswechsel erforderlich, nicht nur ein Umdenken.

        • Tja..ich befürchte dann werden sie niemals hinter die Intelligenz kommen..die in uns ist.

          Da war Hippocrates aus anderem Holz geschnitzt:

           

          Nur wer heilt..hat recht.

          Hippocrates

  10. Kann man alles nur bestätigen, habe gerade vorhin einen älteren Mann getroffen, der sich im Dezember noch die Grippe-Impfung hat verpassen lassen. Der Mann ist täglich mit seinem Hund unterwegs und es schien, kerngesund. Er sagte gerade, daß es ihm seit dieser Impfung überhaupt nicht mehr gut geht und er zur Zeit sehr viel erkältet ist und er denkt, daß es durch diese Impfung gekommen ist. Mein Mann und ich haben uns noch nie impfen lassen und das wird auch so bleiben.

    • Oh ja, da kenne ich einige Vergleichsexemplare, mich eingeschlossen. In einem Anfall von geistiger Umnachtung hatte ich mir die erste von drei FSME-Impfungen verpassen lassen. Die wirkt bis heute nach, eine derart ausgeprägte Wortfindungsschwäche war mir vorher nicht zu eigen.

      Die zwei weiteren hab ich ausgeschlagen. Ich fragte meinen Hausarzt allerdings erst Wochen später nach meiner ersten Impfung, ob er denn auch gegen FSME geimpft sei, worauf er verneinte.

      Hätte ich nur vorher gefragt !

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here