Im Sommer braucht Athen wieder neues Geld, doch das Tauziehen um die sogenannten "Reformen" hält an. Die Bundesregierung wird Gelder freigeben, da sie vor der Wahl kein bankrottes Griechenland brauchen kann.

Von Marco Maier

Im Laufe des Sommers braucht Athen weitere Milliarden von den Geldgebern. Doch diese knüpfen ihre Zahlungsbereitschaft an den Umbau des griechischen Staatswesens und an sogenannte "Reformen", die jedoch auch unter Ökonomen höchst umstritten sind. Der Abschluss der zweiten Überprüfungsrunde des aktuellen "Hilfsprogrammes" dürfte sich verzögern, weil Athen viele der Auflagen einfach nicht erfüllen kann, bzw. teilweise auch gar nicht will – weil sie völlig unsinnig sind.

Und so steigt die Wahrscheinlichkeit an, dass Griechenland noch im Sommer in die Zahlungsunfähigkeit schlittern könnte. Einzig der Umstand, dass bereits im Herbst in Deutschland die Bundestagswahl ansteht, könnte dafür sorgen, dass die Bundesregierung Griechenland zumindest bis dahin "durchrettet" und sich wohl damit auch selbst schützt. Denn ein Griechenland-Kollaps würde CDU/CSU und SPD sehr viele Wähler kosten.

Indessen zeigen die jüngsten Zahlen, dass die griechische Wirtschaft im vierten Quartal 2016 anstatt um die erwarteten 0,4 Prozent sogar um ganze 1,2 Prozent schrumpfte. Dies führte dazu, dass es im Gesamtjahr anstelle eines leichten Plus' nun doch wieder ein Minus gab. Die Gläubiger-Vorgaben, die mehr dem auspressen einer Zitrone gleichen als einer tatsächlichen Strukturhilfe, ruinieren die griechische Volkswirtschaft also weiter.

Loading...

Wenn ihnen dieser Artikel gefallen hat, können sie uns mit einer Spende (hier) unterstützen. Es besteht auch die Möglichkeit ein ebook im Shop (hier) käuflich zu erwerben. 

Liebe Leser, wenn sie kein Abo abschließen möchten, können sie uns auch mit einer Spende unter dem Kennwort "Contra Magazin" auf folgendes Konto: IBAN: DE54 7001 1110 6052 6763 88, BIC: DEKTDE7GXXX oder per Paypal und Kreditkarte, unterstützen. Danke für ihre Hilfe!

Loading...

6 KOMMENTARE

  1. So dürfte die große 'EU' Schau zu Ende gehen. Hat Griechenland über seine Verhältnisse gelebt, so stirbt jetzt Griechenland mit seinem sechsten Staatsbankrott nicht nur über seine Verhältnisse, sondern reißt gleich diese gesamte 'EU' mit seinem Währungshüter EZB mit in den Bankrott. Warnungen gab es seit 2008 genug.

     

    • völlig Sinnlos sich darüber aufzuregen. Bei den Themen Griechenland und Flüchtlinge ticken die völlig anders. Argumentativ kommst da nich ran. Kannst auch aufn totes Pferd einreden. 

      Die wollen die Katastrophe und kriegen se auch.

  2. Wo ist das Problem ?? Griechenland nimmt einfach den Milliarden Überschuss und die 86 Milliarden ausstehender Steuern und die Probleme sind annähernd null!!!! 

    Von der EU nicht mehr einen Euro!!!!!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here