EU-Währungskommissar Moscovici hält Le Pen und Mélenchon für chancenlos

EU-Währungskommissar Pierre Moscovici sieht einer Stichwahl zwischen Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon mit Gelassenheit entgegen. Die Franzosen seien Europa zutiefst verbunden.

Von Redaktion

Der französische EU-Währungskommissar Pierre Moscovici ruft mit Blick auf die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahlen am Sonntag zur Gelassenheit auf. „Ich verstehe, dass das Szenario einer zweiten Runde zwischen Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon das Ausland sehr beunruhigt. Aber es ist unwahrscheinlich, dass einer von beiden Präsident wird“, sagte Moscovici dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mit Blick auf die Präsidentschaftskandidaten der extremen Rechten und der extremen Linken. Die Franzosen seien zwar unzufrieden mit dem Europa, wie es zurzeit beschaffen sei – „und in einem gewissen Maß verstehe ich diese Unzufriedenheit“, sagte Moscovici, betonte jedoch: „Aber die Franzosen sind dem europäischen Projekt zutiefst verbunden.“

Moscovici, der den französischen Sozialisten angehört und bis 2014 Finanzminister in Frankreich war, hob im Gespräch mit dem RND die Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen für Europa hervor. „60 Jahre europäische Geschichte haben uns gezeigt, dass die europäische Integration in dem Tempo voranschreitet, in dem sich das deutsch-französische Paar vorwärtsbewegt“, sagte Moscovici. Nie habe es „einen großen europäischen Fortschritt ohne eine funktionierende deutsch-französische Partnerschaft“ gegeben. „Dafür müssen der Kanzler oder die Kanzlerin und der französische Präsident nicht aus dem gleichen politischen Lager kommen. Aber es ist notwendig, dass ihnen der Dialog wichtig ist und dass sie einander vertrauen“, betonte Moscovici.

Nach der Bundestagswahl im Herbst werde an der Spitze Deutschlands „eine pro-europäische Führungspersönlichkeit“ stehen, zeigte sich der Franzose mit Blick auf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihren Herausforderer Martin Schulz (SPD) überzeugt. „In Frankreich ist das nicht selbstverständlich, auch wenn ich optimistisch bleibe“, sagte Moscovici dem RND. Auf den Fall, dass die Nationalistin Marine Le Pen die Wahl gewinnt, bereite sich die Kommission aber nicht vor, so Moscovici. „Wenn man einen Plan B hat für den Notfall, dass Marine Le Pen gewählt wird, bedeutet das, dass man nicht mehr an Plan A glaubt. Ich jedoch glaube daran“, sagte Moscovici. Plan A sei ein starkes Frankreich in einem starken Europa.

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9 Kommentare

  1. Glauben kann ja jeder, was er will.

    Wahrscheinlich hingegen ist, dass der jüngst Terroranschlag manchem Wähler klar gemacht hat, dass man die Grenzen besser dicht machen sollte und folglich LePen die bessere Präsidentin wäre.

    Insofern hoffe ich auf die Vernunft der Franzosen und wünsche ihnen viel Weisheit für die Wahl am Sonntag.

  2. Die Äußerungen dieser Person mit dem hilfreichen Namen Moscovici und aller seiner Umgebenen zeigen doch ganz deutlich auf, welch eigene Umtriebe ihnen zu ihren Ambitionen gereichen.

    Alles, aber nur nicht das, was den arbeitenden Menschen im Abendland tagein, tagaus plagt. Auf gut deutsch. nieder mit dem Abendland. Dafür rufen wir ein Monster ins Leben, das wir mit EU taufen. Leider auch klar, – nur die dümmsten Kälber wählen sich ihre Metztger selber.

  3. EU-Währungskommissar Moscovici hält Le Pen und Mélenchon für chancenlos

    ——

    Natürlich ist der Herzenswunsch der 'Vater des Gedankens' bei dem Erfüllungsgehilfen von Baron Rothschild und seinen kriminellen Zentralbanken-Ausplünderungssystem.

    Und natürlich wird die von Rothschild und Konsorten beherrschte und kontrollierte Medienlandschaft in Frankreich alles tun, um einen Sieg der 'rechten' Kandidatin, Marine Le Pen, zu verhindern. Das geschieht im Schulterschluß mit den jüdischen Machteliten und ihren Profiteuren in Frankreich, die eine Menge zu verlieren haben, wenn sich Le Pen letztendlich doch durchsetzen sollte.

    Chancenlos ist Marine Le Pen jedoch keineswegs (da ist jede Menge Gesundbeten von Moscovici im Spiel) , das werden auch die Ergebnisse der Wahl zeigen. Auch wenn es Le Pen nicht schaffen sollte, wird der Front National als starke Opposition ins französische Parlament einziehen.

    Mit einem 'weiter so' ist es in Frankreich längst nicht mehr getan!

    Drücken wir Marine Le Pen die Daumen!

     

  4. Nun als Währungskommissar der EUDSSR als Wertegemeinschaft für Meinungsbeschränkung, Reduzierung der Freiheitsrechte, Privatisierung des Allgemeineigentums und Ostverschiebung der Grenzen sofern es den überhaupt solche gibt außer selbstverständlich für Russen mal den Blick in die Glaskugel zu wagen ist sicherlich nicht ungwöhnlich, schließlich ist die Grundlage sowohl wirtschaftlicher als auch juristischer Art für die EU Währung ebenso fundiert gewesen.

     

  5. hält er, wirklich? Eine fundierte Aussage.

    Ich -halte- mein Klopapier immer verkeht herum. Diese Aussage ist nicht weniger relevant in Zeiten wie diesen. 

    Schwachkopf.

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