Die britische Regierung setzte B- und C-Waffen gegen eigene Bürger ein

Es gibt mehrere Fälle, in denen die britische Regierung biologische und chemische Waffen an ihrer eigenen Bevölkerung und in ihren Überseegebieten testete.

Von Marco Maier

Während sich die britische Führung auf die Seite Washingtons stellt und die Assad-Regierung ohne Beweise vorzulegen beschuldigt, Giftgas gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt zu haben, hat die britische Regierung diesbezüglich keine rühmliche Geschichte. Hier sind einige Beispiele dafür:

So wurden zwischen 1953 und 1964 insgesatm 4.600 Kilogramm Zink-Cadmium-Sulfit via Schiffen, Lkws und Flugzeugen rund um Salisbury in Wiltshire, Cardington in Bedfordshire und in Norwich in Norfolk ausgebracht. Auch Teile der Nordsee und des Ärmelkanals wurden damit verseucht. Laut Wissenschaftlern war damals schon bekannt, dass die chemische Verbindung ein großes unbekanntes toxisches Potential hat. Heute gilt die Chemikalie als krebserregend.

Weiters brachte die britische Regierung den Bazillus Globigii im Londoner U-Bahn-System aus, um so nachvollziehen zu können, wie sich Aerosole dort über längere Distanzen durch das Lüftungssystem und an Bord der U-Bahnen verteilen. Obwohl mehrere Wissenschaftler Bedenken zu dem Experiment äußerten, weil die Auswirkungen einer solchen Ausbringung von Bakterien nicht abgeschätzt werden konnte, wurde die Erlaubnis erteilt. Heute wissen wir, dass dieser Bazillus Lebensmittelvergiftungen, Augeninfektionen und Seltikämie verursachen kann.

Vor der schottischen Küste wurde auch der Pestbazillus ausgebracht – nur wenige Kilometer von der Insel Lewis entfernt, auf der einige tausend Menschen leben. Zwar blies der Wind in die entgegengesetzte Richtung, aber angesichts des unsteten Wetters in der Region waren tausende Leben in Gefahr. Ein Fischerboot geriet damals jedoch in die Wolke.

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Als Resultat dessen, dass das Fischerboot betroffen war, entschloss man sich in London, solche Versuche künftig außerhalb des Vereinigten Königreichs durchzuführen. Im Falle der Venezolanische Pferdeenzephalomyelitis, die auch auf Menschen übertragbar ist, war mit den Bahamas ein britisches Überseeterritorium Ziel solcher Tests. Auch wenn man dafür eine unbewohnte Insel auswählte, so war doch klar, dass im Falle einer Ausbreitung des Virus auf bewohnte Gebiete erkrankte Menschen hohes Fieber, langfristige Ermüdungserscheinungen, Kopfschmerzen und unter Umständen sogar der Tod erwartete.

In Obanaghoro, im Süden des damals britisch besetzten Nigerias, verbreiteten britische Wissenschaftler ein Jahr lang experimentelle Nervengifte. Hierbei ging es vor allem darum, diese Gifte in einer tropischen Umgebung zu testen. Allerdings ist bis heute noch nicht publik geworden, wie viele Menschen der lokalen Bevölkerung diesen Tests zum Opfer fielen, bei denen beispielsweise auch Sarin zum Einsatz kam.

Diese und mehr solcher Vorfälle, an denen zwischen 1939 und 1989 mehr als 21.000 britische Soldaten beteiligt waren, dokumentierte Ulf Schmidt, Professor der modernen Geschichte an der Universität Kent in England, in seinem Buch "Secret Science: A Century of Poison Warfare and Human Experiments" (Geheime Wissenschaft: Ein Jahrhundert von Gift-Kriegsführung und Menschenexperimenten".

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3 Kommentare

  1. Wer weiß was so alles mit der Chemtrailerei aus den Sprühkisten rausgeblasen wird.

    Dürfte nicht unerheblich sein, wenn´s das ganze ja offiziell nicht geben darf.

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