Deutschland will mit Angola auf militärischer Ebene enger zusammenarbeiten

Deutschland hat nun einen militärischen Partner in Afrika: Die frühere portugiesische Kolonie Angola.

Von Edgar Schülter

Deutschland möchte mit Angola stärker in Sachen Friedensmissionen, humanitäre Operationen, militärische Ausbildung und Austausch von Informationen zusammenarbeiten. Ein neues Abkommen soll Ende März im angolanischen Parlament ratifiziert werden. Die Vereinbarung wurde vom deutschen und dem angolanischen Verteidigungsministerium ausgearbeitet. Es zielt darauf ab, einen umfassenden breiten Dialog zu vertiefen, um sicherzustellen, dass alle militärischen Angelegenheiten zwischen beiden Länder, sowie jegliche Informationen militärischer Art im gemeinsamen Interesse ausgetauscht werden.

Unter anderem sieht die Vereinbarung vor, dass regelmäßig alle zwei Jahre Treffen zwischen den militärischen Vertretern beider Länder stattfinden. Der Schwerpunkt wird auf Verteidigungspolitik, Ausbildung,Wartung von Friedensmissionen und humanitäre Rettungseinsätze gelegt. Aber auch medizinische Versorgung innerhalb der Streitkräfte soll nicht fehlen. Es wird den Militärs beider Länder auch ermöglichen, als Beobachter bei Manövern und militärischen Übungen dabei zu sein.

Diese Vereinbarung kam nach mehreren Besuchen des angolanischen General João Lourenço, der auch Verteidigungsminister seines Landes ist, in Deutschland zustande, wobei beide Seiten im Jahr 2011 ein Verständigungsmemorandum unterzeichneten.

Die Deutsche und angolanische Kriegsmarine vollbrachten noch in Februar 2015 in der Nähe von Luanda eine gemeinsame Übung, die eine engere Zusammenarbeit zwischen beide Länder kennzeichnete. Die Übung wurde mit der Hilfe von vier deutschen Krieg schiffen und drei angolanischen Kriegsfregatten vollbracht, um sich für die Bekämpfung der Piraterie im atlantischen Süden vorzubereiten.

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Der deutsche Botschafter in Luanda, Reiner Müller, verkündete mit Stolz, dass Deutschland jetzt auch im Bereich der Verteidigung, einen afrikanischen Partner gefunden hat. „Letztendlich müssen die Verteidigungsminister beider Länder die Entscheidungen treffen wie es weiter gehen soll, aber Deutschland ist in der Lage noch viel mehr beizutragen.“ so der deutsche Botschafter.

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9 Kommentare

  1. Was Angola dringend braucht sind Minenräum-Fahrzeuge.

    Denn Nato und Warschauer Pakt haben bei ihrem dortigen Stellvertreterkrieg irrsinnige Mengen an Personenminen dort verteilt.

    Vielfach sind Ackerflächen nicht nutzbar, weil alte Minen und Blindgänger dort drin stecken.

    Immer wieder werden Zivilisten durch diese Minen verstümmelt.

    Eine Riesenschweinerei.

    ————————————————————————-

    USA und Rußland stehen in der Verantwortung, sich um die Beseitigung dieser Minen zu kümmern und diese zu finanzieren.

    Deutschland hingegen sollte gute Kontakte nach Angola aufbauen und dazu neue Minenräumer entwickeln und den Angolesen zur Verfügung stellen. So könnte man Humanismus mit Wirtschaftsbeziehungen verbinden.

    1. Werder noch. Süd-Afrika und Kuba führten dort ihren Krieg als Verbündete von UNITA und MPLA. Portugal hatte davor gegen beibe Krieg geführt, weil Salazar sein „Imperium“ nicht aufgeben wollte… Eine komplizierte Geschichte bei der ein Ost/West – Kalter Krieg Vergleich dem Krieg und allem drumherum nicht gerecht wird. Aber die Minen sind zu 95% geräumt. Afrika ist nicht gleich Afrika. 

      Aber Waffen braucht der korrupte Santos-Klan gewiss nicht! Wird Zeit, dass der alte Sack abtritt und sein Töchterchen – die reichste Frau Afrikas – und der Rest des korrupten Haufens ihr zusammengeklautes Vermögen dem Volk zurückgeben!!

      1. Südafrika und Kuba waren ja Blockstaaten und spielten da ihre Rolle als Stellvertreter der Blöcke. Und die Minen kamen ja aus der Produktion der USA und Rußlands.

        Woher wissen Sie, dass die Minen zu 95% geräumt sind?

  2. Die EU ist in einer Auflösungsphase..aber man tanzt um Afrikanische Feuer.

    Ein Maulwurf sieht besser was vor ihm steht..und hat seinen Bau unter Kontrolle.

    Vielleicht bekommen diese Blinden im September mal ein heimatliches Feuer..unter ihrem A.rsch.

  3. Nicht nur am Hindukusch, auch jenseits des Äquators in Angola gilt es für unsere wackere Bundeswehr, Demokratie und Rechtsstaat zu verteidigen. Der Sohn des Nachbarn muss nach Mali und ich fragte ihn, was es da wohl zu verteidigen gibt.                                                                    Werte Fr. von der Leyen, Sie können nicht Ihr gesamtes Personal in alle Winde verstreuen, wer soll dann im Bedarfsfall unsere offene Anstalt verteidigen?

  4. Ohje … wenn die "deutschen" USrael-Vasallen mit ANGOLA militante Verträge aushandeln, dann kann das weder für Angola noch für Deutschland irgendetwas Gutes bedeuten !

  5. Die EU aka „Brüssel“ ist einer der Krakenarme der Ostküste. Google „eu aussenpolitik strategie“. Gibt sowas:
    Unter dem Artikel noch ein int. Link.
    Übrigens eine interessante Seite, die auch viele Artikel in anderen EU – Sprachen anbietet.

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