Deutsche Einmischung in die französische Präsidentschaftswahl

Während man sich über eine mögliche Einmischung von außen in die Bundestagswahl sorgt, mischen sich deutsche Politiker in die Präsidentschaftswahl in Frankreich ein.

Von Marco Maier

Gestern rief Bundesaußenminister Sigmar Gabriel die Franzosen dazu auf, in der Stichwahl Emmanuel Macron zu wählen. Denn sein Sieg sei "wichtig für Frankreich", aber es sei auch "wichtig für Europa". Denn Macron habe den Mut, die Ideen und die Kraft, Frankreich "aus der Lethargie zu führen" und die Spaltung der EU zu überwinden. Allerdings dürften Macrons angestrebten neoliberalen Reformen vielmehr dazu führen, dass Frankreich durch innenpolitische Kämpfe politisch und wirtschaftlich noch weiter gelähmt wird.

Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, der als gnadenloser Eurokrat bekannt ist, rief die Franzosen dazu auf, gegen die "Anti-Europäerin und offene Rassistin" Marine Le Pen zu stimmen und sich ebenso im zweiten Wahlgang für ein tolerantes Europa und offene Grenzen einzusetzen – und eben den Establishment-Kandidaten Emmanuel Macron zu wählen. Doch gerade diese aufgezwungene Toleranz und die (zu) offenen Grenzen waren es, die Millionen von Franzosen dazu brachten, für Le Pen zu stimmen.

Regierungssprecher Seibert gratulierte Macron ja schon nach seinem Sieg im ersten Wahldurchgang im Namen der deutschen Bundesregierung und twitterte, dass es gut sei, "dass Emmanuel Macron mit seinem starken Kurs für eine starke EU und soziale Marktwirtschaft Erfolg hatte". Wie ein dezidierter Wirtschaftsliberaler, der Frankreich faktisch ein eigenes Hartz-IV-Programm aufdrücken will für eine soziale Marktwirtschaft stehen soll, erklärte er allerdings nicht.

Alleine diese exemplarischen Beispiele zeigen jedoch, dass es die Berliner Politik mit ausländischer Einmischung in Wahlen nicht so genau hält, wenn sie selbst es tut. Gleichzeitig jedoch wird man nicht müde davor zu warnen, dass es eine mögliche russische Einmischung in die deutschen Wahlen geben könne, was wiederum schlecht sei. Irgendwie klingt dies schon ein wenig nach Doppelmoral, nicht?

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13 Kommentare

  1. lol…made my day / "Macron stünde für soziale Marktwirtschaft"  ^^^^^^^^^^^^

    Der war gut; ein RothschildBanker, Bilderberger und globalisierter Extremisten-Neoliberaler steht für irgendetwas "soziales" /  Herr Seibert lassen sie sich BITTE andere Medikamente von ihrem Arzt verschreiben ^^^^

    1. @ Randy Andy

      Der 'Toy Boy' von Rothschild und Konsorten steht für 'soziale Marktwirtschaft'!

      Der Brüller des Tages!

      Es ist schon grandios, was die bösartigen Deppen in Berlin sich so alles einfallen lassen. 

      Natürlich wäre die nationale Sozialistin eine Katastrophe für die deutschen Puppets von Wall Street und City of London, zumal Le Pen div. Male den 'Regierenden Hosenanzug' und die Regierung der Staatssimulation BRiD scharf angegriffen hat. 

      Sollte es Le Pen doch noch schaffen, dürfte eine Eiszeit zwischen Paris und Berlin, der Puppet Regierung von Rothschilds und Washinton's  Gnaden, ausbrechen. 

      1. Tja das ist ja gerade das praktische am Zeitplan, dann sind nämlich wir dran. Und wir könnten mit der AfD das Eis zum schmelzen bringen.

  2. … den Franzosen, den Meisten denke ich, ist es sehr wohl klar  zwischen wenn sie sich hier in den Wahlen entscheiden müssen….. Hochkapitalismus oder Nationalismus…. wie sagt man so schön…. Teufel oder Beelzebub…. ist schon fast so  ähnlich wie Clinton und Trump….

    Die Einmischung unserer Vasallen-Kasperln des Hochkapitalismus sollte eine Warnung sein…. da scheint mir dann die Le Pen die bessere Wahl zu sein. Sie würde beschleunigen was eh schon angefangen hat …. der Zerfall der Euro-Zone.

    Lieber ein schreckliches Ende, als ein Schrecken ohne Ende.

  3. Wenn die realitätsferne Politik der "Deppen in Berlin" ein gleichartiges Wahlergebnis der Establisment-Parteien in Deutschland wie in Frankreich bringt, soll´s uns nicht kümmern! Otto von Habsburg hat einmal gesagt "Deppen beim politischen Gegner braucht man nicht zu beklagen, sie sind ein Glücksfall!"

  4. Die Biotonne reisst das Stinkmaul nach Fahrplan auf. Die Uhr könnte man darauf einstellen. Na ja, die Franzosen zeigen wenigstens etwas Widerstand. Marine Le Pen führte bis vor kurzem die Front Nacional an, deren Name allein schon die Weltelite in Starrezustand versetzt. Unser dickes A…loch an der Spitze sollte sich mal in Stille mit dem Begriff "Sozialdemokratie" aussenandersetzen.

  5. Herrn Seibert und den anderen Politvasallen sei an den Ausspruch von F. J. Strauß erinnert:

    Wenn schon kein Hirn vorhanden- so haltet wenigstens euer Maul!!!""

  6. Herr Maier, da gab es aber heftigere Kommentare, welche die Einmischung bestätigen, z.B. von Siggi der sinngemäß (und total verliebt) sagte "er werde auch weiter alles für Macron tun, damit der gewinnt" (hatte er gleich nach bekanntwerden des Wahlergebnisses in die Kameras gesagt, das sollte sich ja finden lassen)

    Hätten wir eine unabhänige Presse, würde diese die Poliiker damit konfrontieren (wie auch bei der Wahl, bzw. Wahlbetrug, in Österreich, oder den NL), vor allem, weil man sich selber ja immer jede Einmischung verbietet und andere Länder (ohne Beweise) für sowas anprangert.

     

     

  7. Gabriel ist ein Trottel. Frankreich wieder groß machen was ja auch Macron vorhat-, dazu muss man erst Deutschland "kleiner" machen. Das heißt Lohn und Sozialkosten senken – bei den Franzosen. Sowie das mit dem dummen Deutschen machbar war, so wird das bei den Franzosen nicht so leicht sein. Die wehren sich, und spätestens dann, kommt Le Pen dran. Gabriel ist ein neoliberalistisches Spatzenhirn.

    1. Kein erfolgreicher (Karriere) Politiker, der nicht aus dem A. der Transatlantiker und des Internationalen Kapitals kommt. Das hat weniger mit Hirn als mit Korruptionsbereitschaft zu tun.

  8. Wenn die Deutschen wüssten wie dumm sie sind würden sie sie nicht zur lach Nummer der Welt machen! So dumm wie die Politiker sind so dumm ist auch das Volk zu 90%

  9. Richtig !

    Scheinheilig wird Russland Einmischung vorgeworfen – aber selbst sich ständig in ausländische Wahlen einmischen.

    Siehe auch : Krone Zeitung: 

    1.Kritik anVdB-Sager: Kopftücher für alle Frauen "aus Solidarität"

    2.Seltsamer Vortrag  (Gender-Wahnsinn): GRÜNE in NÖ: Pickeln im Stehen für Frauen

    3.Doppelstaatsbürger: FPÖ schaltet sich ein: " Auch wir haben die Liste" ( Wählerevidenzliste werde derzeit von einem Rechtsanwalt geprüft) )

    GRÜNER Politiker Pilz halte die Liste zurück,  "weil auch eigene Funktionäre betroffen sind und Politiker der GRÜNEN eine doppelte Staatsbürgerschaft haben".

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